Sony Ericsson HBM-30
HBM-30 - Griff ins Klo! - Sony Ericsson HBM-30 Headset

Produkttyp: Sony Ericsson Headsets

Neuester Testbericht: ... mit variabler Bitrate) hört es mit dem Track auf und nimmt den nächsten. 4.) Design: Man ist von Sony Ericsson wirklich hübscheres gewohn... mehr

HBM-30 - Griff ins Klo!
Sony Ericsson HBM-30

gwarth

Name des Mitglieds: gwarth

Produkt:

Sony Ericsson HBM-30

Datum: 29.12.04, geändert am 12.01.05 (835 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Bluetooth Headset und MP3-Player kombiniert, Wechselspeicher (MemoryStick Duo)

Nachteile: unzureichende MP3-Kompatibilität, Stromverbrauch (Batterien!), Mikrofon / Qualität

Ich habe mir vor kurzem das HBM-30 Bluetooth Music Headset von Sony Ericsson gekauft. Geniale Idee, dachte ich, ein Bluetooth Headset mit einem MP3-Player zu verbinden. So kann ich in der U-Bahn, beim Radfahren -- wo auch immer -- Musik hören ohne mir Sorgen machen zu müssen, dass ich einen Anruf verpasse.

Ein Fehlkauf, wie ich nach kurzer Zeit feststellen musste. Aber erstmal zu dem Gerät, es kommt daher in schicker Sony Ericsson typischer Verpackung. Im Lieferumfang: Kopfhörer, zwei Batteriefach-Klemmen (eine als Ersatz), ein 64 MB Magic Gate MemoyStick Duo, ein Memory Stick Duo auf Memory Stick Adapter, ein Stofftäschchen für den Transport, ein Halsband, eine Klemme um das Ding an der Brusttasche oder so festzumachen, ein Klinken Kabel für den Anschluss an die Stereoanlage und sicherlich war auch eine AAA Batterie dabei (daran erinnere mich nichtmehr genau).

Das Kabel für die Stereoanlage hab ich nie ausprobiert, damit kann man jedenfalls direkt Musik auf das HBM-30 aufnehmen, die dann als ATRAC-Datei auf dem MemoryStick gespeichert wird. Als MP3 kann die Musik nicht gespeichert werden. Anzumerken sei an dieser Stelle auch, dass ATRAC Dateien nur auf den Magic Gate Memorysticks (die weissen) funktionieren, wegen des Rechtemanagements. Versteht keiner - muss auch keiner.
Man verwendet schließlich MP3 Dateien die sich auf dem Heimischen PC befinden. Warum auch was anderes nehmen?

Um MP3 Dateien abzuspielen kann man beide, die weissen Magic Gate Sticks oder auch die blauen, normalen, günstigeren MemoryStick Duos verwenden.

Um die kleinen süssen Speicherkarten zu beschreiben, löschen, usw. braucht man lediglich ein MemoryStick (- Pro, falls man größere Karten dazukauft) Lesegerät.
Duo Karte in den mitgelieferten Adapter, Adapter samt MS-Duo in das Lesegerät und los gehts. Einfach die MP3s in das entsprechende Verzeichnis kopieren und fertig.

Wenn man das Gerät anschaltet (lange den Anruf ablehnen Knopf gedrückt halten) scannt es erst den Stick nach Musikdateien (dauert wenige Sekunden), dann kann es losgehen. Sofern man nicht etwas voreilig Play oder Lauter/Leiser gedrückt hat, denn dann stürzt das HBM-30 gerne wieder ab. Manchmal lässt es sich nur reanimieren, wenn man die Batterie wieder herausnimmt. Dazu braucht man dummerweise eine Münze (1-5 Cent Stücke funktionieren).

Das erstmalige Koppeln mit dem Handy funktionierte bei mir problemlos.


Bis jetzt hört sich alles noch ganz gut an, doch Probleme hat man genügend mit dem Gerät:
1.) Stromverbrauch: Man braucht immer neue AAA-Batterien. Eine reicht beim Musikabspielen für etwa 2-3 Stunden. Ein AAA-Akku (750 mAh) reicht für maximal 2 Stunden. Dann noch immer das nervige Gefummel mit der Batterieabdeckung (die bei der Gelegenheit gerne mal verloren geht, die wissen schon warum sie eine Ersatzabdeckung mitgeliefert haben). Ein integrierter Akku wäre hundertmal besser gewesen.

2.) Mikrofon: Dieses ist im Gerät integriert und nicht am Kabel des Kopfhörers. Somit muss man es immer offen rumtragen und kann es nicht in der Jackentasche verstauen. Zudem hab ich noch kein Gespräch zustandegebracht damit, weil mein Geprächspartner mich nie richtig verstehen konnte.

3.) MP3-Kompatibilität: Diese ist sehr lausig. MP3s können mit maximal 192 kbps wiedergegeben werden. Das reicht ja theoretisch vollkommen aus, praktisch ist es jedoch so, dass die allermeisten MP3s (jedenfalls die, die ich habe) mit variabler Bitrate encodet worden sind. Das heisst, mal sind 2 Sekunden nur mit 32 kbps codiert, mal mit bis zu 320 kbps. Das ergibt auch Sinn, so wird Platz gespart und gleichzeitig die bestmögliche Qualität garantiert. Das kann man mit dem HBM-30 vergessen. Sobald die Bitrate 192 kbps übersteigt (meist nach wenigen Sekunden bei MP3s mit variabler Bitrate) hört es mit dem Track auf und nimmt den nächsten.

4.) Design: Man ist von Sony Ericsson wirklich hübscheres gewohnt. Beim HBM-30 wurde billiges Plastik verwendet, die Knöpfe sind hässlich wie die Nacht - man mag es garnicht über der Kleidung tragen, muss man aber wegen des Mikrofons. Ausserdem lässt das Design Funktionalität vermissen. Ein gutes Beispiel ist das fummlige Batteriefach das nur mit einer Münze zu öffnen ist.

Mein HBM-30 jedenfalls wandert nun zu eBay. Scheissteil, hat mich nur Nerven gekostet.
Also - NICHT KAUFEN.

Fazit: