Nokia Advanced Car Kit CK-7W
super Sache - Nokia Advanced Car Kit CK-7W Headset

Produkttyp: Nokia Headsets

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super Sache
Nokia Advanced Car Kit CK-7W

Mister_Mue

Name des Mitglieds: Mister_Mue

Produkt:

Nokia Advanced Car Kit CK-7W

Datum: 28.04.15

Bewertung:

Vorteile: praktisch, zuverlässig, beste Empfangs - /Sprech - /Hörqualität

Nachteile: betr . nur optionalen Gerätehalter : wenig flexibel auszurichten, katastrophaler Anschlußstecker

Ich benutze meine CK-7W ausschließlich mit Gerätehalterung (mit angeschlossener Dachantenne) und kann so über die BT-Verbindung absolut nichts sagen: Klack Handy in die Halterung gesteckt und sofort ist die Tastatursperre deaktiviert, der Akku wird geladen, Empfangsanzeige geht um 2 Balken hoch (wenn noch möglich) und es kann telefoniert werden. Ohne Fummelei mit Steckern, die separat in das Handy gesteckt werden müssen, und ohne Strippe aus dem Zigarettenanzünder oder sonstige fliegende Kabel, aber auch ohne Funk-Funktionen mit dem verbundenen hohen Stromverbrauch und der Hacker-Gefahren.
Von Nokia gab es für mein 6230 (seinerzeit 4) verschiedene professionelle KFZ-Einbausätze, die sowohl verkabelt (mit passender Halterung) benutzt werden können, als auch jederzeit drahtlos per BlueTooth, wenn keine Halterung angeschlossen ist oder kein Gerät in der Halterung steckt. Je nach Einbausatz kann auch eine am KFZ montierte GSM-Antenne angeschlossen werden, entweder direkt oder über den Nokia Antennenkoppler bei Verwendung einer Gerätehalterung für Handys mit Pop-Port.

Beschreibung:

Für den KFZ-Betrieb meines 6230 (und später meines 6233) habe ich mich für eine preiswertere Nokia-Lösung entschieden, den Einbausatz CK-7W ohne Display. Er arbeitet wahlweise per Kabel und Gerätehalterung oder Bluetooth, in beiden Fällen aber lediglich als Lösung, ein externes Mikrofon, einen externen Lautsprecher und eine kleine externe Bedieneinheit verwenden zu können, nicht als SAP-Anlage: SAP (SIM Access Profile) steht für einen Standard, bei dem per BlueTooth auf die SIM-Karte zugegriffen wird, ohne die GSM-Funktionen des Handys zu benutzen. Das BlueTooth-Gerät ist also quasi ein vollständiges Handy mit allen Sende- und Empfangsfunktionen, das aber keinen Steckplatz für die zugehörige SIM-Karte hat, sondern per Funk auf die SIM-Karte eines "beliebigen" Handys zugreift. Dabei können mehrere Handys in dem BT-Gerät gespeichert sein und sobald das erste von denen in den Empfangsbereich kommt, wird es angemeldet und arbeitet ab dann drahtlos über dieses Gerät, über das es dann auch bedient wird. Im Gegensatz zu den beiden großen Einbausätzen 610 und 616 hat der CK-7W u.a. weder ein Display, noch einen Anschluß für die GSM-Antenne des Fahrzeugs, so daß die Antenne nur bei verkabeltem Betrieb angeschlossen werden kann, wenn das Handy in einer Halterung mit Antennenkoppler steckt. Das funktioniert aber recht gut: Beim Einstecken des Handys in die Gerätehalterung im Auto steigt die Empfangsanzeige wegen der Dachantenne sofort um zwei Balken - so muß das sein. :-)

Anschluß:

Aus der bestehenden Bordelektrik muß die CK-7W nur an Dauerplus und Masse angeschlossen werden, Anschluß an Zündung und Musikanlage/Autoradio sind optional. Wird zusätzlich auch der Eingang für Zündung verwendet, schaltet sich die CK-7W automatisch mit der Zündung an und aus, was ich sehr unpraktisch finde: Man fährt nicht unbedingt immer sofort los, wenn man in's Auto einsteigt, und man schaltet auch mal für eine Weile die Zündung aus, wenn man im Auto sitzt (Fähre, warten auf einen Mitfahrer, Stau, ...). Da die CK-7W eine Steuerung hat, die sie aus dem StandBy-Betrieb hochfährt und die sie in den StandBy-Betrieb schaltet, wenn das Handy aus der Halterung genommen wird oder 2 min. lang keine BT-Verbindung mehr besteht, habe ich auch nicht wie bei meiner letzten Nokia-Freisprecheinrichtung eine eigene Steuerung über Zündung plus zusätzlichem manuell bedienbarem Schalter gemacht, und bin absolut zufrieden.
Also wer sich ein wenig mit Elektrik allgemein und auch (wegen Kabelfarben und Sicherungen) Kfz-Elektrik auskennt, kriegt die Anlage in dieser einfachsten Variante ohne Zündung und Stereoanlage schnell und einfach angeschlossen.
(Hochfahren aus dem StandBy-Betrieb: wenn ein Gerät in die angeschlossene Halterung gesteckt wird und evtl. auch, wenn ein Handy mit aktivem BT in die Nähe kommt - habe letzteres nie ausprobiert...)

Montage:

Die CK-7W besitzt neben dem Kasten mit der Elektronik noch 3 separate, anzuschließende Teile: Das Mikrofon, den Lautsprecher und eine kleine Bedieneinheit. Dazu kommt optional wie in meinem Fall eine handyspezifische Gerätehalterung, die aber nicht enthalten ist, sondern separat gekauft werden muß. Zu deren Montage siehe eigener Abschnitt "Gerätehalterung".
Soweit ich das verstanden habe, kann man den Lautsprecher auch weglassen und die FSE stattdessen mit einem speziellen Eingang der Musikanlage (Autoradio) verbinden, dann hört man über die daran angeschlossenen Lautsprecher. Das ist praktisch, habe ich aber nicht gemacht, und zwar aus drei Gründen:

Wenn die Musikanlage mal defekt sein sollte, kann ich vermutlich auch nicht mehr telefonieren.
Beim Telefonieren sollte der Lautsprecher in der Nähe meines Ohres sein und nicht den ganzen Wagen gleichmäßig beschallen (inkl. dem Mikrofon der CK-7W...).
Ich höre so gut wie nie Musik im Auto und war mir unsicher, ob ich einen Anruf annehmen und etwas hören kann, wenn die Musikanlage aus ist.


Der Lautsprecher hat ein kleines Gehäuse und einen Schwenkbügel, der an einer geeigneten Stelle im Auto festgeschraubt wird.

Das Mikrofon macht zwar im Gegensatz zu meinem vorherigen Schwanenhals-Mikrofon, das ich immer genau vor meinen Mund schwenken konnte, einen recht billigen Eindruck, aber laut meinen Gesprächspartnern ist die Sprachqualität gut. Das Mikrofon wird mit einem Klettband befestigt. Ich habe das Gegenstück nah bei der linken Sonnenblende mit Stecknadeln am Wagenhimmel befestigt und dann das Mikro draufgeklettet, das Kabel verschwindet an der Blendenhalterung unter'm Himmel und läuft mit dem Antennenkabel zusammen in der Verkleidung der A-Säule (neben der Windschutzscheibe) unsichtbar herunter. Gute Optik, gute Sprachqualität, keine Spuren bei späterer "Demontage".
Das Bedienteil besteht aus einer blauen LED, die anzeigt, ob die FSE eingeschaltet und aktiv ist, oder nicht, einem runden Druckknopf (Taster), sowie einem drehbaren Ring um diesen Knopf herum für die Lautstärkeregelung. Der Knopf hat mehrere Funktionen je nach Betriebszustand und Anzahl Betätigungen:
Sprachwahl aktivieren, Anruf annehmen, Anruf beenden, ...
Es kann einfach mit etwas doppelseitigem Klebeband befestigt werden.

Den Kasten mit der Elektronik habe ich oben im Fahrer-Fußraum angeschraubt und die Kabel (außer zum Lautsprecher, den ich ebenfalls dort montiert habe) direkt unter der Verkleidung des Armaturenbretts verschwinden lassen, von wo man überall hinkommt (A-Säule zu Dachantenne und Mikrofon, Front des Armaturenbretts für Gerätehalterung und Bedienteil, Bordelektrik für Stromversorgung).

Gerätehalterung:

Die Gerätehalterung MBC-15S von Nokia für mein 6230 ist der einzige wirkliche Schwachpunkt der CK-7W, und auch bei der neuen Halterung CR-56 für mein 6233 ist es kein Stück besser. Da die Halterung im Set gar nicht enthalten ist, dürfte ich das theoretisch bei der Beurteilung gar nicht berücksichtigen. Da man aber nur für die CK-7W geeignete Halterungen anschließen kann und ausschließlich bei Verwendung einer Halterung die CK-7W mit einer externen Antenne verwenden kann, ist diese Halterung in meinen Augen doch relevant für diesen Bericht.
Ein Problem ist, daß der Pop-Port schon sehr offen ist, und die Kontakte am Handy leicht verschmutzen können. Und da die Gerätehalterungen das Handy etwa senkrecht halten, liegen die Kontakte unten in der Gerätehalterung und sind nach oben offen, so daß sich mit der Zeit zwangsläufig Staub ablagert, der durch die Lüftung von draußen in's Auto gelangt. So passiert es regelmäßig, daß beim Einsetzen des Handys eine akkustische Fehlermeldung ertönt und man mit einer Bürste kurz über die Kontakte der Gerätehalterung fahren muß.
Bei dem CR-56 kam dazu, daß nach einer Zeit die Arretierung nicht mehr richtig funktionierte, so daß man das Handy jetzt mit sehr viel Fingerspitzengefühl entriegeln muß, um es rausnehmen zu können.
Ich hatte zuerst die MBC-15S von Nokia zusammen mit dem Nokia Antennenkoppler AXF-15S (für das 6230), beides wird zu einer Einheit zusammenmontiert. Jetzt benutze ich die CR-56 von Nokia (für das 6233), die den Antennenkoppler integriert hat. Die Halterungen bewirken, daß das Handy mit seiner Rückseite sehr dicht parallel zur Fläche des Kopplers liegt (ob integriert oder separat), so daß die Wellen beim Senden und Empfangen zwischen Handy und Koppler induktiv übertragen werden. Unten gibt es einen Antennenanschluß, der mit der GSM-Antenne verbunden wird (es gibt auch kombinierte Radio- und GSM-Antennen, aber damit habe ich keine Erfahrung).
Zum Wirkungsgrad dieser induktiven Kopplung und dazu, wie vollständig bei diesem Prinzip die Strahlen des Handys aus dem Innenraum gehalten werden, habe ich übrigens keinerlei Informationen bekommen können. Selbst die Nokia HelpLine gab schriftlich an, daß ihr dazu keine Informationen vorlägen und verwies mich an das Bundesamt für Strahlenschutz...
An der Gerätehalterung MBC-15S sind drei Dinge zu beanstanden (gilt auch für die CR-56 zum 6233 und evtl. aber auch für andere Halterungen für die CK-7W?):

Es fehlt das eine der beiden Gelenke, so daß die Montagemöglichkeiten sehr entscheidend eingeschränkt sind, da der eigentliche Gerätehalter nicht parallel zum Fuß der Halterung verschoben werden kann: Wenn an einer Stelle Platz ist, den Fuß anzuschrauben (oder anzukleben), in der Position z.B. aber das Display in normaler Sitzposition teilweise von Lenkrad o.ä. verdeckt ist, kann ich nicht die Gelenke lockern und den Halter seitlich und in der Höhe verschieben, bis alles stimmt. Man ist zwangsläufig darauf angewiesen, einen Platz zu finden, an dem gleichzeitig sowohl der Fuß befestigt werden kann, als auch das Dispaly voll zu sehen und die Tastatur gut zu erreichen ist. Bei meiner vorherigen Nokia-Einbaualage war das noch OK, da hatte die Halterung beide Gelenke.
Der Stecker mit dem Verbindungskabel zur CK-7W wird nicht von hinten eingesteckt, wo er nicht zu sehen wäre und nicht irgendetwas verdecken oder sonstwie stören könnte, sondern von unten. Zu allem Überfluß ist er auch nicht nach hinten gekröpft, so daß wenigstens das Kabel nicht stören würde, sondern das Kabel kommt in Verlängerung des Steckers unten aus dem Stecker heraus. Sieht sehr unschön aus und, wie gesagt, verdeckt evtl. Bedienelemente am Armaturenbrett o.ä.
Der Gipfel ist, daß der Stecker, obwohl er an einer derart unglücklichen Stelle liegt, noch nicht einmal sehr kurz gehalten wurde und stabil an der Halterung befestigt wird, sondern genau im Gegenteil: Er ist ewig lang, für einen richtig ungünstig großen Hebel, und er ist mit einem wirklich kümmerlichen Mechanismus an der Halterung arretiert. Schon bei kleinster versehentlicher Berührung von vorn bricht er dadurch nach hinten weg, und da er derart lang ist und durch das gerade herausgeführte, recht steife Kabel noch verlängert wird, passiert das leider sehr leicht und oft. Bislang hat er es bei mir trotz der schmerzenden Knackgeräusche, die er dabei jedesmal von sich gibt, ohne Schaden überstanden und ließ sich immer wieder einstecken. Ich überlege mir, ob ich nicht eine Metallplatte zurechtsägen soll, die von hinten den Stecker stützt, aber so montiert wird, daß sie die Wirkung des Antennenkopplers nicht beeinträchtigt.


Wie es einem Konstrukteur passieren kann, einen derart peinlichen Fehler zu machen, will mir einfach nicht in den Kopf... Wo das sonst ein wirklich gutes und rundherum durchdachtes Gerät ist, hätte man doch ein so geringes Detail auch noch in der gleichen Qualität planen können?

Die Gerätehalterungen haben übrigens (abgesehen von Modellen mit integriertem Antennenkoppler) keine wirklichen elektrischen Funktionen, sondern fungieren wie ein Verlängerungskabel, das die Kontakte des Steckers, der von der CK-7W kommt, eins zu eins an das Handy weiterverbindet: Man kann den Stecker der CK-7W auch direkt unten an den Pop-Port eines Handys anschließen und das Handy auf den Sitz legen - außer der Verbindung zur Dachantenne hat man auch so sämtliche Funktionen wie in einer Gerätehalterung.

Fazit:

Mein Satz CK-7W kostete im Frühjahr 2005 169EUR (plus optionaler Gerätehalterung und Antennenkoppler, die im BlueTooth-Betrieb nicht benötigt werden und sogar gar nicht genutzt werden könnten). Ein halbes Jahr später gab es die Anlage im Versandhandel schon bedeutend günstiger und heute kann man von meinem damals bezahlten Preis schon einen ganzen Hunni abziehen. Daß sie nach so vielen Jahren immer noch verkauft wird, wundert mich nicht:

Die Anlage hat eine sehr gute Qualität.
Die Anlage läßt sich leicht und verhältnismäßig schnell einbauen.
Die Anlage war auch so schon vom Preis her sehr interessant.
Die Anlage ist nicht gerätespezifisch, sondern eine langfristige Anschaffung, und kann auch für zukünftige Handys benutzt werden.


Ich schätze also, sie wird sich auch noch eine Weile halten, auch wenn der Pop-Port wohl langsam auszusterben scheint(?) und per BT nicht alle Pluspunkte der CK-7W genutzt werden können.

Fazit: siehe Testbericht

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Klangqualität:    
Tragekomfort: