Zekol Badreiniger
tempora mutantur et citrus mutamur in illis - Zekol Badreiniger Reinigungsmittel

Produkttyp: Zekol Reinigungsmittel

Neuester Testbericht: ... mal mein morgiges Erlebnis mit diesem Putzmittel. Also Hinweise wie ich mit Badreiniger umzugehen habe, habe ich mir gespart, mit Tücher... mehr

tempora mutantur et citrus mutamur in illis
Zekol Badreiniger

Miem%21

Name des Mitglieds: Miem!

Produkt:

Zekol Badreiniger

Datum: 17.07.09

Bewertung:

Vorteile: putzt fast alles schonend weg

Nachteile: könnte mehr nach Zitrone riechen - aber er ist ja kein Parfüm

Nein, ich bin keine Lateinerin und daher mag dieses abgewandelte Zitat auch Grammatikfehler enthalten. Lateiner dürfen gerne mosern ..... Zu deutsch soll das heißen "Die Zeiten ändern sich und die Zitrone ändert sich mit ihnen."

Ich fand nur, dass das Zitat wunderbar auf den Badreiniger passt, den ich mittlerweile seit über 15 Jahren benutze. Seitdem hat dieser Reiniger mindestens dreimal Kleid und Name geändert. Er hatte Brüder und Schwestern mit anderen Farben und Gerüchen, die kamen und verschwanden, nur der blaue Bruder ist noch da. Doch der Zitronenreiniger hat den Wandel der Zeiten überlebt, indem er sich stets anpasste:

Seine Laufbahn bei uns begann er als Kraftvoller Badreiniger, Citrokraft gegen Kalkschmutz. Damals war er knallgelb, mit weißgrünem Kopf und grünlichem Etikett. Später wurde er dezenter, nämlich gelbtransparent von oben bis unten (auf meinem Bild ist er mit blauem Kopf zu sehen, der wurde jedoch nachträglich implantiert) und nannte sich nun Badreiniger Zitrusfrische. Im Zuge der Amerikanisierung Deutschlands wurde sein durchsichtiges Kleid wohl als zu offenherzig empfunden sowie der Name als zu deutsch. Mittlerweile zeigt er sich im unschuldigem Weiß mit gelbem Kopf und nennt sich


==Zekol Badreiniger Lemon==

Kenner wissen nun Bescheid - den gibt es nur bei Aldi. Geliefert wird der Badreiniger seit eh und je in einer Sprühflasche. Das ist auch der Grund, warum ich drei Generationen Badreiniger-Flaschen bei mir habe - nach dem Entleeren eignen die sich wunderbar für Selbstgemischtes. Die eine Flasche enthält zur Zeit Spiritus-Mischung zum Fensterputzen, die andere angerührtes Läusemittel. Und eine dritte wurde zur dekorativen Blumenspritze umgemodelt .... Die Spritzköpfe lassen mich nämlich nur selten im Stich und halten wesentlich mehr als nur eine Flaschenfüllung aus. Nur einmal musste so ein Kopf gewechselt werden und der wurde eben vom blauen Bruder geliehen - siehe Foto ....


==Badreiniger==

ist für´s Bad, oder nicht? Und auch im Bad hat´s mehrere Materialien ....

Ich putze damit tatsächlich das Bad. Und zwar komplett. Keramik, Fliesen, Plastik, Holz, Ton, Glas, (Marmor), Stahl und Edelstahl. Bislang hat mir das keiner übelgenommen. Nicht einmal der Marmor, obwohl ich da zuerst sehr vorsichtig war und Zekol eindringlichst davor warnt.

Ich habe schon so bei einigen Reinigern ein empörtes: das geht nicht wie in der Werbung, ich muss trotzdem nachspülen" gelesen. Zekol behauptet nicht, dass es so einfach geht. Im gegenteil, ich soll einsprühen, einwirken lassen, mit Wasser nachspülen und sodann trocknen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei einigen Materialien auch einfacher geht.

""Keramik"": Was wohl? Waschbecken, Wanne und Toilette warten damit auf. Ich sprühe die Keramik mit dem Schaum ein und putze gleich hinterher. Bei Waschbecken und Wanne mit Schwamm, bei der Toilette mit Toilettenpapier (wegen der Bakterien). Danach wird mit Wasser nachgespült oder mit nassem Schwamm nachgewischt. Die Toilette ist durch die Verwendung des Papiers automatisch trocken und braucht keine weitere Behandlung. Manchmal trockne ich hinterher, meist nicht. Die Keramik wird schön glänzend und sauber, Zahnpasta geht ebenso schön weg wie die Farbreste, nachdem mein Mann seine Farbrolle ausgewaschen hat, 2-3 mal Drüberwischen genügt. Für das Bonbon, das Jasmin vorm Zähneputzen auf den Rand gelegt hat, brauche ich nur wenig länger. Wichtig ist nur, dass der ganze Schaum weg ist, danach trocknet die Keramik von alleine streifenfrei.

""Fliesen:"" Die sind meist hochkant und darum schwieriger zu wischen. Auch hier sprühe ich den Schaum auf. Drei Fliesenreihen gleichzeitig sind zu schaffen, der Schaum läuft natürlich herunter, aber nicht im Schumi-Tempo. Nach dem Wischen mit dem Schwamm gehe ich hier mit einem Handtuch nach und rubbele trocken, sonst gibt´s doch Streifen. Auch hier geht alles gut weg. Die Bodenfliesen werden nur in Ausnahmefällen (Katze hat die Toilette nicht getroffen, Falko hat Katzenstreu auf den Fliesen eingeweicht, Jasmin hat Penatencreme auf die Fliesen gerieben) mit dem Badreiniger und Toilettenpapier gewischt. Auch hier ging alles weg.

"" Plastik:"" haben wir am Seifenbehälter und auf der Toilettenbrille. Den Seifenbehälter mache ich meist mit dem Waschbecken mit. Um die artverwandte Seife vom Behälter zu lösen, braucht der Reiniger komischerweise etwas länger. Auf der Brille verschwindet alles recht schnell. Nur die blauen Spritzer, die von einem Toilettenstein stammen, kann auch der Reiniger nicht entfernen. Bei der Brille arbeite ich ebenfalls mit Aufsprühen-und-mit-Papier-wegwischen und sie wird streifenfrei sauber.

"" Holz:"" Schränke, Rollenhalter und Bürstenhalter sind bei uns aus Holz. Hier sprühe ich ebenfalls den Reiniger auf und wische dann mit feuchtem Schwamm hinterher. Danach ist das Holz sauber - bis auf Jasmins Handabdruck mit Fingerfarbe :-( - und wirkt etwas frischer. Damit ist es optimal vorbereitet auf die Nachbehandlung mit Holzöl.

"" Ton:"" Die Toilettenbürste tropft auf einen Tonuntersetzer ab. Den lege ich regelmäßig ins Waschbecken, besprühe ihn und lasse einwirken. Dann abspülen, evtl. mit Reiniger und Papier Festsitzendes entfernen, mit Sagrotan einsprühen und er ist wieder wie neu.

"" Glas:"" Die Fenster putze ich zwar mit Spiritusreiniger. Der Spiegel wird jedoch immer mit dem geputzt, was ich gerade zur Hand habe. Putze ich die Fenster, bekommt der Spiegel auch sein Teil ab. Wische ich das Waschbecken, muss der Spiegel sich ebenfalls mit Badreiniger begnügen. Hier muss ich kräftig mit Papier nachpolieren, bis alles trocken ist, dann glänzt auch der Spiegel wieder.

"" Marmor: "" Da habe ich schwer gezögert. Aber was sollte ich machen, wenn Jasmin ein halbgelutschtes Bonbon auf die Fensterbank legt? Mit irgendwas muss das weg und meine Umweltreiniger mit ihren ätherischen Ölen erschienen mir da gefährlicher. Der Marmor hat es tatsächlich vertragen. Trotzdem empfehle ich es nicht zur Nachahmung. Bei häufigem Gebrauch wird der Marmor sicher den Glanz verlieren, da die schwache Zitronensäure auf Kalkstein - und Marmor ist nichts anderes - ätzend wirkt. Aber im Notfall kann man es nehmen.

"" Stahl:"" Damit meine ich die Stahlteile des Fensterrahmens. Die Fenster in Bad und Toilette gehen zur Garageneinfahrt, somit habe ich nicht nur Spinnweben, sondern auch Ruß zu entfernen. Hier sprühe ich meist ein Zewa-Tuch ein und wische. Hinterher ist das Tuch schwarz und der Fensterrahmen - naja, sauberer. Zum Blitzen bräuchte ich bei diesen Teilen noch viel Schärferes.

"" Edelstahl:"" Als da wären Wasserhähne und Stopfen - oder wie heißen die Dinger, die das Wasser im Becken am Davonlaufen hindern? Hier muss ich mit dem Reiniger dreimal ran. Einschäumen und mit Schwamm wischen, mit ausgewaschenem Schwamm nachwischen, mit Handtuch nachpolieren. Dann glänzt alles wie in der Werbung. Wasserflecken verschwinden, die eine matte Stelle an einem Hahn allerdings nicht. Und der Reiniger schützt auch nicht vor neuen Wasserflecken. Aus diesem Grund liegt bei mir stets ein Handtuch im Bad, dessen einziger Zweck es ist, nach dem Händewaschen den Wasserhahn zu trocknen. Das genügt dann aber auch und der Glanz ist wiederhergestellt. Einmal am Tag muss der Reiniger dran und ich habe auf die Art schöne, glänzende Armaturen.


==Zweckentfremdet==

habe ich den Reiniger auch schon mal. Dazu muss ich aber vermelden, dass zwar der Küchentisch, nicht aber die Schränke und schon gar nicht der Herd sauber werden. Naja, dafür ist der Reiniger nicht gedacht, mit Kalk wird er gut fertig, mit Fett logischerweise nicht. Kann ich ihm also nicht übelnehmen. Und die Küche hat die Dürrezeit, bis ich wieder Küchenreiniger hatte, auch überlebt.


==Geruch==

ist bei so einem Reiniger eigentlich Nebensache. Aber wenn dem Reiniger schon ein Duft zugeschrieben wird, schnuppere ich doch mal. Bisher habe ich aber weder am Lemon noch an den andersfarbigen und andersduftenden Brüdern besonders viel Duft wahrgenommen. Der Reiniger riecht schwach nach Seife und mit Mühe kann ich da auch ein bisschen Zitrone herausriechen. Das Bad duftet nach dem Putzen keineswegs nach Zitrone, allerdings auch nicht nach Reiniger, sondern einfach frisch. Für mich ein Pluspunkt, denn ich habe neulich einen Reiniger erwischt, bei dem ich mich stundenlang nicht mehr in den geputzten Raum traute, bis der grässliche Geruch verschwand.


==Sanft==

ist der Reiniger. Ein Reiniger ist natürlich keine Hautpflege und wenn ich den ganzen Tag geputzt habe, brauche ich abends trotzdem Handcreme. Das kann aber genausogut am steten Kontakt mit Wasser liegen.

Jedenfalls habe ich noch nie allergische Reaktionen oder extremes Austrocknen der Haut bemerkt. Weder bei mir noch bei meinen fleißigen Helfern. Und nicht nur die sehr hautempfindliche Jasmin hilft mir gerne putzen, sondern mittlerweile auch der kleine Falko.

Dass der Reiniger trotzdem nichts zum Trinken ist, nicht an die Schleimhäute gehört und in Kinderhände nicht ohne Aufsicht, sollte selbstverständlich sein. Trotzdem weist Zekol noch einmal darauf hin.


==Haltbarkeit==

nein, nicht des Reinigers. Der dürfte kaum verderben. Aber auch die Flasche muss was taugen. Und das tut sie. Bis auf einmal haben alle Spritzköpfe mindestens das normale Entleeren überdauert und viele von ihnen arbeiten bei mir weit über die normale Arbeitszeit hinaus.

Die Flasche selbst - hm .... Die erste Version war recht dünn, aber robust. Die transparente Version war fester, darum wird sie gerade zur Blumenspritze umgebaut. Die weiße Flasche ist wieder dünner und leider nicht so stabil. Beide zur Zeit bei mir vorhandenen Flaschen sind am Boden deutlich eingedellt und nicht mehr so standfest. Und werden nach Beendigung ihrer Dienstzeit nicht in den Haushalt übernommen - basta!

Obwohl sich die Form übrigens verändert hat, hat das nicht die Handlichkeit beeinträchtigt. Alle drei Flaschen liegen gut in der Hand, sind bei voller Ladung nicht zu schwer und können gleichzeitig gehalten und bedient werden - einhändig. Das ist wichtig, denn bei vertikalen Flächen brauche ich die andere Hand, um den Schaum gleich mit Wischtuch oder Papier aufzufangen.


==Enthalten==

sind 5% nichtionische (umweltfreundliche) Tenside, Limonene, organische Säuren, Alkohol und Hilfsstoffe sowie zwei Stoffe mit unausschreibbaren chemischen Namen. Und genau dasselbe steht sowohl auf der alten, als auch auf der neuen Packung. Das bestätigt meinen Eindruck, dass sich in der Zeit zwar Name und Flasche, nicht aber die Rezeptur geändert hat. Wozu sollte man Bewährtes auch ändern, wenn´s funktioniert?


==Aldi==

verlangt für 750 ml übrigens nicht mal einen Euro. Zur Zeit scheint man auf 1-Liter-Flaschen umzustellen, deren Preis weiß ich aber nicht. Ich weiß auch nicht, ob die 1-Liter-Flaschen nur den neutralen Bruder betrifft oder auch die Lemon.


==Zekol==

ist in diesem Fall das Pseudonym für die Dalli-Werke. Hat übrigens nichts mit dem unvergessenen Hans Rosenthal zu tun. Es handelt sich hier um eine deutsche Firma, die auch in Deutschland und in den Niederlanden produziert und sich selbst als der Markenhersteller der Handelsmarken bezeichnet.

Für mich ist die Firmenphilosophie interessant: Man hat sich sowohl dem Umweltschutz als auch der Sicherheit der Mitarbeiter verschrieben - und natürlich der Qualität. Was sowohl Stiftung Warentest als auch Ökotest bestätigen können. Ich brauche also kein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich einen Discounter-Reiniger kaufe und kann euch nur empfehlen, ein Gleiches zu tun.

Fazit: putzt fast alles schonend weg, könnte mehr nach Zitrone riechen - aber er ist ja kein ParfümP