Mellerud Schimmel Vernichter
Fluch der Pharaonen - erfolgreich abgeschmettert! - Mellerud Schimmel Vernichter Reinigungsmittel

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Produkttyp: Mellerud Reinigungsmittel

Neuester Testbericht: ... , nach langem Suchen, im Praktiker- Baumarkt gefunden. Wir haben dafür 7,99 Euro bezahlt. Das ist ganz schön teuer, aber wir haben kein... mehr

Fluch der Pharaonen - erfolgreich abgeschmettert!
Mellerud Schimmel Vernichter

blaustein

Name des Mitglieds: blaustein

Produkt:

Mellerud Schimmel Vernichter

Datum: 02.02.01, geändert am 02.02.01 (2025 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: wirksam, nachhaltig, günstig

Nachteile: giftig, stinkend, Chemie

Plattenbau, Nordost! Ein architektonisches Meisterprodukt der frühen 70er Jahre, als glatt-kubisch und Flachdach der große Renner waren und das nicht nur in den damals geteilten Bundesländern "drüben". Ich wohne ja nun im sonnigen Südwesten der Republik und auch hier finden sich die Bausünden einer falsch verstandenen Modernität!

Leider hatte sich in meiner schnuckeligen Dachwohnung mit den großen Terassenflächen rundrum ordentlich Schimmel gebildet! Heftig wurde das, als ich das ehemalige Schlafzimmer kurzerhand zum Mehrzweckraum erklärte, in dem nicht nur der Bügelkorb seiner langsamen Leerung entgegengähnte, sondern auch die ganze wachsende Pracht meiner Multimedia - Ausstattung untergebracht war. (Mein Wohnzimmer sieht noch ganz harmlos weiblich aus, so mit Dekoration und vielen Blümchers!)

Die nun nötig gewordene Heizung, in Verbindung mit nächtlicher Verdunstung erzeugten einen physikalischen Effekt. Ich will ihn, um der Länge der Meinung willen, nun nicht ausführlich besprechen, sonst beklagen sich meine geschätzten Leser wieder über die unnötige Anhäufung an Nebensächlichkeiten.

Nur so viel:
an den Kältebrücken in den Außenecken zum Flachdach hatte sich ordentlich Schimmel angesetzt. Dies ist auf das Belüftungsproblem in Verbindung mit den physikalischen Bedingungen zurückzuführen.

Vielleicht kennen Sie dieses Problem aus den eigenen vier Wänden, sei es nun aus dem Bad oder hinter irgendeinem Schrank? Falls Nein, dann verabschiede ich mich herzlich von Ihnen.

Vielleicht aber geht Ihnen der Schimmelbefall auch so an den Nerv wie mir. Ich jedenfalls wollte dem Übel gerne einen schnellen Garaus machen. Ich hatte es also mit abwaschen versucht, aber dabei die Sporen bloß noch weiter verbreitet. Der Schimmel ließ sich zwar sehr leicht ablösen, kam aber leider stetig wieder.

Ein Trick, der mir angeraten wurde, brachte mich ins Schwitzen: Ich sollte mit einem Heißluft-Föhn den Verputz ausbrenne
n, dann würden die Pilzsporen abgetötet und das wuchernde Pilzmyzel ausgerottet. Sehen Sie mich schon auf der Leiter stehen, mit erlahmenden Armen und schweißnassem Gesicht, Stirnfransen und Augenbrauen verschmort?

Nein, nein. Ich habe das Gerät zwar noch gekauft, bei meinem Lieblingsdiscounter, als Aktionsware. Aber dann hat mich die Traute verlassen. Ich hasse eigentlich Leiternsteigen und außerdem hätte es meine Tapete schwer übel genommen, da bin ich sicher! Womöglich hätte ich die ganze Wand abgefackelt.

Es war Sommer, nicht gerade die Hauptblütezeit für Schimmelkultur. Aber gut geeignet, um dagegen anzukämpfen. Jetzt ist es Februar und ich kann Sie also an einem Ergebnis mit Langzeiterfahrung profitieren lassen.

Zur Anwendung kam der im Baumarkt gekaufte Schimmelvernichter "Spezial" der Firma Mellerud in der 0,5 l Haushaltsgröße. Es handelt sich um eine rechteckige Plastikflasche, der ein solider und deshalb wiederverwertbarer Sprühkopf zur Erzeugung des Nebels beigegeben wurde. Ist durchaus handlich, nicht zu schwer und, was das beste ist, dieser Sprühkopf funktioniert wirklich tadellos. Das hat er manchem billigen Glasreiniger voraus, der spritzt und tropft statt feine Neben zu versenden. Mit dem Mellerud Gebinde gelingt das gleichmäßige Benässen der betroffenen Flächen gut. Die Flasche ist wiederverwendbar und man erhält die Flüssigchemie auch im Nachfüllbehälter.

Ja, die Chemie! Dat Ding is ne Keule! Und nach der Anwendung erfreuen sich Ihre Geruchsnerven eine Weile an dem charakteristisch-scharfen Duft des frisch gechlorten Schwimmbades. Nix anderes nämlich ist Mellerud: Chlor! Eine giftige Bleiche also, etwas Tenside, um die Wasserspannung aufzuheben und das ganze verdünnt mit nicht näher definierten Flüssigkeiten. Zum Inhalt läßt sich der Flasche leider nicht mehr entlocken, also glauben wirs halt, daß es eine einfache Substanz ist. Der Chlor killt also die Pilze und gleichzeitig bleicht er Ihnen die hässli
chen Schatten unter der Decke und in den Ecken weiß!

Die Anwendung ist denkbar einfach.
Man spritzt ohne Vorarbeiten in etwa 15 cm Abstand auf die betroffenen Stellen (manchmal ein wenig mühsam, über die Ecke zu treffen), so wie man einen Fensterreiniger anwendet. Daraufhin wartet man ca. 20 min, bis das Gift eingewirkt hat.
Mit einem alten Tuch (besser: mehreren!) oder der Küchenrolle nimmt man sich danach den Schimmel vor, welcher deutlich aufgehellt oder gänzlich unsichtbar geworden ist, und wischt ihn unter Druck von der Wand.

Achtung! Der Anwender billiger Dispersionsfarbe wird hier Verluste melden müssen. Die Farbe hat sich angelöst und geht leider mit ab, was sich nicht vermeiden läßt. Mehr dazu später.

Am Schluß sollte ein großer Schwamm zum Einsatz kommen, denn nun muß mit Wasser kräftig nachgespült werden , damit man das Gift wieder los hat. Es ist gut, den Boden vorher abzudecken - ich jedenfalls produzierte eine ziemliche Schweinerei.
Im Bad, z. B. über der Wanne, kann man auch mit dem Schlauch abspritzen, sollte aber besser etwas nachtrocknen.

Tipp: Die abgewischte Dispersionsfarbe ersetzt man an sinnvollsten durch eine sog. Bad- und Küchenfarbe, welche gut deckt und zudem Schutz gegen erneuten Befall bietet.
Das kann der Schimmelvernichter zwar auch , allerdings nur unter stetigem Einhalten von Lüftzeiten und sorgfältiger Beachtung der gefährdeten Stellen. Hat man nämlich, wie ich, einen Bauseitigen Mangel, dann kann das beste Mellerud der erneuten Schimmelbildung nicht abhelfen. Die Sporen befinden sich nämlich auch in der Luft und geifern nur danach, ein passend-feucht-warmes Fleckchen zu entdecken, auf dem sie sich grinsend einnisten können.

Mellerud läßt sich nach Herstellerangabe überall dort einsetzen wo sich Schimmel bilden möchte: Haus, Hof und Schweinestall, aber auch Sauna, Schwimmbad und Wanne. Es beseitigt neben Schimmel andere Pilze, Bakterien und Algen und ist auf ker
amischen und mineralischen Oberflächen anwendbar, also Fliesen, Putz, Wänden, Decken, Mauer. Außerdem schadet es Kunststoff und Holz nicht. (Ich vermute aber, es bleicht lasiertes Holz, also Vorsicht bei braunen Holzfenstern!)
Nicht in Kontakt bringen mit: Pflanzen, Textilien (meine schwarze Jeans hat eine ganz weiße Stelle davongetragen!) und es sollte nicht mit Metall in Berührung kommen.

Eine Kombination mit anderen Putzmitteln kann übrigens gefährliche Dämpfe freisetzen, also Vorsicht auch hier! Einatmen ist gar nicht gut, und die Berührung mit Haut sollte tunlichst vermieden werden. Es ist dringend notwendig, die Arbeit mit Gummihandschuhen zu verrichten.

Eine weitere Warnung entnehme ich der Flasche: angerissene Fliesen können sich unter Einsatz des Chlorreinigers verfärben. Aber das wäre mir noch lieber als der schwarze Schimmel, wenn ich ehrlich bin.

Das Produkt stammt aus dem Hause Mellerud, einem bewährten Erzeuger chemischer Keulen wie Urinsteinentferner und Kalkätzen. Unter diesen ist es noch ein sanfteres Produkt.

Mein Fazit nach 7 Monaten Test: Wenn schon Chemie eingesetzt werden muß - und danach schrie mein Schimmelbefall - dann soll sie wenigstens wirken! Und das hat Mellerud fertiggebracht. Winzige kleine Pünktchen Schimmel haben sich jetzt im Winter erneut gezeigt.

Unter Einhaltung von Überlebensregeln rate ich, zur Verhinderung größerer Schäden, zum kleineren Übel. Ich habe keine Lust, am "Fluch der Pharaonen" - einer verpilzten Lunge - einzugehen und deshalb dem Schimmel das Todesurteil gesprochen. Ein Spritzer genügt!




Fazit: