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Produkttyp: Leifheit Reinigungsmittel
Neuester Testbericht: ... eben die Fusseln und die Krümel mal einen oder zwei Tage liegen und warten, bis ich richtig sauge. SCHADE! Es wäre so schön gewesen. Wo... mehr
Der treibt mich in den Wahnsinn!
Leifheit Regulus supra

Name des Mitglieds: KrethiUndPlethi
Produkt:
Leifheit Regulus supra
Datum: 25.10.11
Bewertung:
Vorteile: handlich, leicht, leise
Nachteile: er tut nicht was er soll
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Inspiriert durch eine Lobeshymne auf einer gewissen grünen Plattform keimte in mir der Wunsch, ein wenig Erleichterung in die tägliche Putzroutine zu bringen. Wie schön wäre es, so dachte ich bei mir, müsste ich nicht wegen jedem Brotkrümel, jeder schwarzen Sockenfussel, jedem vertrockneten Blättchen, das mir einer meiner grünen Mitbewohner achtlos vor die Füße wirft, gleich den schwarzen Gentleman bemühen. Nein, da fällt das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen gar nicht gut aus.
So schien mir die Verheißung schneller Sauberkeit für zwischendurch, leicht und stromlos, geradezu ideal. Und da mir ein gewisses Online-Warenhaus auch noch eine Werbebotschaft für just diesen Haushaltshelfer sozusagen zu Füßen legte, ließ ich mich verführen. Innerhalb weniger Tage sah ich mich als (noch!) stolzer Besitzer einer handbetriebenen Kehrmaschine mit Namen
LEIFHEIT REGULUS SUPRA.
Wir lernen uns kennen
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Der erste Eindruck ist durchaus angenehm. Mintgrün und Silbergrau lassen den zierlichen Helfer recht edel anmuten. Ja, zierlich ist er in der Tat. Der eigentliche Kehrkörper ist mit 26x17x5,5cm nicht viel größer als ein Duden, und wie mir meine Badwaage verraten hat, mit 1100g auch nicht viel schwerer. Der ca. 110cm lange, vierteilige Stiel ist mittels eines sehr wendigen Gelenkes am Kehrer befestigt und mündet am oberen Ende in einen ergonomisch geformten Handgriff aus Kunststoff. Im Gegensatz zu den meisten mehrteiligen Stielen ist dieser sogar recht stabil.
Das Kehrelement selbst macht auch auf den ersten Blick einen soliden Eindruck, es ist leicht und einfach gehalten. Im Wesentlichen besteht es aus einem Hohlkörper, der etwa zur Hälfte als herausnehmbare Box gestaltet ist. Unter der abgerundeten Front arbeitet eine walzenförmige Bürste aus Kunststoff. Diese Bürste sollte dann im Idealfall beim Schieben auf dem verschmutzten Untergrund die verstreuten Partikel erfassen und mittels ihrer Eigenbewegung in die Schmutzfangbox befördern. Diese, so das Versprechen des Herstellers, könne dann mit einem leichten Klick auf den Entsperrknopf (der sich übrigens unübersehbar als großer mintgrüner Punkt auf der Oberseite des Kehrers präsentiert) abgenommen und der Inhalt im Abfall entsorgt werden. Für ein Plus an Hygiene kann man die Box und notfalls auch das ganze Kehrelement komplett nass reinigen.
Der Traum
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Fein, denke ich, dieser kleine Helfer sagt mir zu. Leicht zu handhaben, schnell in einem Eckchen verstaut und ebenso schnell wieder hervor geholt. Ganz ohne Lärm zu verursachen werde ich ihn über meinen Teppich schieben und mich freuen, wie die ewigen dunklen Fusseln, die zuhauf aus dunklen Socken quellen, in Windeseile in seinem Leib verschwinden. Dann werde ich mich mit ihm Richtung Küche wenden und Brötchenkrümel, Kürbiskerne, Blumenblättchen und andere Verunzierungen am Boden einfach wegzaubern. Die Fliesen werden rein und weiß erstrahlen, so dass ich mich eines unverhofften Gastes wegen nicht zu schämen brauche. Und mein Gentleman darf sich ab und zu eine Auszeit gönnen.
Das Erwachen
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Ja, wie ich es erträumte, so soll es nun werden. Flugs den Kehrer holen und ab ins Wohnzimmer. Leicht ist er; wendig ist er; aber was ist das??? Anstatt die dunklen Fusseln zu verschlucken schiebt er sie nur vor sich her und verteilt sie gleichmäßig auf der ganzen Fläche. Sollte ich vielleicht mehr aufdrücken? Ich schiebe und schiebe, und tatsächlich, der eine oder andere Störenfried gibt auf und verschwindet im Regulus. Doch - oh Schreck - eine falsche Bewegung rückwärts und schon befördert er seinen ganzen Mageninhalt wieder auf den Teppich! Der Traum ist wohl ausgeträumt!
Entnervt gebe ich auf und versuche, ob es denn auf den Fliesen in der Küche besser klappt. Na ja, ein wenig williger stellt er sich hier schon an. Einen Teil der Partikel schiebt er zwar auch nur an die Wand anstatt sie zu verschlucken, aber zumindest die Flusen, die sich auf glatten Böden so gern bilden, hat er verspeist.
Jetzt schau´n wir mal, ob er seinen Inhalt auch so einfach wieder hergibt wie er sollte (und vor allem: WO und WANN er sollte). Der Entsperrknopf reagiert sofort, und die Schmutzfangbox hebt sich leicht aus der Verankerung. Aber dann hängt sie irgendwo, und ich komme nicht so recht weiter. Ich ziehe, ich drücke, ich schaue. Da ich dabei vergesse, den Stiel festzuhalten, knallt dieser auf den Schrank. Zu guter Letzt gibt die Box doch noch nach. Ich halte sie einzeln in der Hand und der ganze aufgesammelte Staub liegt mitten in der Küche.
PRIMA!
Das Ende der Geschichte?
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Nun, ich bin (so hoffe ich zumindest) ein fairer Mensch. Also verdamme ich den Regulus nicht gleich in Bausch und Bogen. Ich überlege, ob der Fehler vielleicht auch bei mir liegen könnte. Also bekommt er noch mehrere Chancen. (Schließlich hat es mit Omas alter Kehrmaschine auch immer funktioniert!!!)
Ich übe. Ich versuche alle möglichen Techniken, mal mit etwas mehr, mal mit etwas weniger Erfolg. Aber jetzt, nach mehr als einem Jahr, habe ich mich von meinem Traum verabschiedet. Wenn ich über jeden Fussel erst x-mal schieben soll, ehe er endlich verschwindet, und ehe ich dann doch erst das Kehrblech holen muss, um die Reste aufzunehmen, dann kann ich diese Zeit auch investieren, meinen Gentleman aus dem Schrank zu holen und zusammen zu bauen. Dann bleiben eben die Fusseln und die Krümel mal einen oder zwei Tage liegen und warten, bis ich richtig sauge.
SCHADE! Es wäre so schön gewesen.
Wollt Ihr trotzdem noch etwas über den Hersteller wissen?
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Leifheit baut ja durchaus gute und brauchbare Sachen, und über einen Mangel an Haltbarkeit habe ich noch nie klagen brauchen. Der praktische Nutzen ist bei vielen Haushaltshelfern durchaus unbestreitbar. Bei manchen aber halt auch nicht. Oder ich habe die falschen Erwartungen - das kann ja auch sein.
Wie auch immer - hier nun noch ein paar Informationen (die ich mir erlaube, bei mir selbst zu zitieren):
Die Firma LEIFHEIT, die 2009 ihr 50tes Jubiläum feierte, ist bekannt für qualitativ gute Haushaltsgeräte aller Art und hat ihren Hauptsitz in Nassau an der Lahn. Gegründet wurde es 1959 von Ingeborg und Günter Leifheit, 1972 wurde das Unternehmen von der ITT, New York, übernommen. Das Unternehmen setzt auf hohen Produktnutzen in Verbindung mit Qualität, Technik und Ergonomie. So lässt sich wohl auch der langfristige Erfolg der Marke erklären, die immer wieder mit neuen, mal mehr mal weniger nützlichen Ideen rund um den Haushalt überrascht.
Kontaktdaten:
LEIFHEIT AG
Leifheitstraße 1
56377 Nassau
Telefon +49 (0) 2604 - 977 0
Telefax +49 (0) 2604 - 977 402
E-Mail: info(at)leifheit.com
Erhältlich ist der Regulus Supra in jedem gut sortierten Haushaltswarenladen, ob off- oder online. Der Preis kreist so um die 20 Euro.
Und zu guter Letzt noch ein Hinweis, den unser Freund echo-delta so treffend formulierte, der manchem aber aus dem Sinn geschwunden zu sein scheint:
"Ich freue mich auf Eure Kommentare und über Eure Bewertungen, denn ein Bericht, der es wert ist gelesen zu werden, der ist es auch wert bewertet zu werden!"
In diesem Sinne: Vielen Dank an Euch!
Fazit: Schade! Ich hatte mir mehr versprochen.

