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Produkttyp: T-Mobile Handys
Neuester Testbericht: ... meisten gängigen Handys ist das sidekick II - wie auf dem Foto zu erkennen, ein Handy im "Querformat" mit aufklappbarem Bildsc... mehr
I loved you
T-Mobile Sidekick II

Name des Mitglieds: amy_winemouse
Produkt:
T-Mobile Sidekick II
Datum: 21.01.11
Bewertung:
Vorteile: intuitive einfache Bedienung, QWERTZ - Tastatur, Kalender, Aufgabenliste, robust
Nachteile: viele Funktionen ohne T - Mobile nicht nutzbar, kurze Akkulaufzeit, stellt sich von selbst lautlos
Heute gibt es einen kleinen Nachruf an meinen Sidekick II, den ich eigentlich schon vor einem Jahr in Rente geschickt hatte. Ein Bekannter hatte mir den Nachfolger besorgt, der aber irgendeinen nahezu unbehebbaren Systemfehler hatte, so dass ich die letzten zwei Monate wieder auf meinen älteres Model zurück greifen mußte.
Heute habe ich mir ein neues Handy bestellt und möchte nun berichten, wie meine Zeit mit dem Sidekick II so war.
Mein Kaufanrez
Der Sidekick war vor ein paar Jahren das Trendhandy schlecht hin. Als ich ihn mir vor 2 1/2 Jahren zulegte, war er eigentlich schon ein wenig veraltet.
It Girls wie Paris Hilton und Models benutzen ihn und ließen sich damit ständig fotografieren. Auch die Protagonistin aus ,,Der Teufel trägt Prada" ist damit durch den Film stolziert. Kein Wunder also, dass das Gerät sehr populär war.
Aber natürlich gibt es auch vernünftige Gründe für den Kauf. ;) Zum einen hat das Handy eine QWERTZ-Tastatur, zum anderne kann man damit ins Internet gehen. Wenn man das Telefon von T-Mobile oder E-Plus erworben hat, konnte man auch eine Internetflatrate erwerben, mti der man online gehen konnte. Ausserdem bekam man damit seine E-Mails über die Sidekickemailadresse, die man dann bekommt, in Echtzeit auf das Gerät.
Von daher ist das handy nicht nur privat interessant, sondern auch für Geschäftsleute. Organizerfunktionen und Spiele gibt es auch.
Die Verpackung und Ausstattung
Der Sidekick II steckt in einer schönen Pappkiste, auf der ein fröhliches, lachendes Mädchen zu sehen ist. Mit dabei war eine gut verständliche Anleitung, die ich aber gar nicht wirklich benötigt habe.
Wirkliche Extras waren nicht dabei. Was man dazu bekommt, hängt immer davon hab, wo man ein Gerät kauft, aber bei mir war kein weiteres Zubehör vorhanden. Manchmal gibt es Angebote mit einer nicht besonders schönen Tasche, die aus Leider und einer Art Nylongewebe besteht.
Das Aussehen
Unausgeklappt ist das Handy 13cm breit und knapp 6,5cm breit. Mit einer Dicke von 2,2cm wird das Telefon schon zu einem echten Totschläger, aber ich mochte das sehr - so winzig kleine Handies mag ich gar nicht.
Auf jeder Seite des Bildschirms befinden sich zwei große Knöpfe, mit denen man schon mal navigieren kann. Auf der linken Seite gibt es dann noch einen dickeren, durchsichtigen Knopf, der bei anrufen bunt leuchtet. Rechts gibt es ein Scrollrad, an dem sich nochmal ein Knop mit einem grünen und einer mit einem roten Telefonhörer drauf befinden.
Mit diesen Knöpfen kann man sich durchs Menü navigieren, Anrufe tätigen und SMS lesen, ohne den Bildschirm auszuklappen oder die Tastaur zu benutzen. Der untere Knopf rechts ist zum Beispiel der Zurück-Knopf, mit dem man im Menü dann immer einen Schritt zurück geht.
Das Handy ist hellgrau mit silbernem Glanz. Der Bildschirm ist schwarz umrandet.
Der Bildschirm wird auf eine Art ausgeklappt, die andere Leute immer wieder fasziniert hat, wenn sie mir beim Bedienen des Geräts zu gesehen haben. Man muß an der linken Kannte unterhalb des Bildschirms leicht nach oben gerichteten Druck ausüben, wodurch der Bildschirm ausschwenkt und auf den Kopf gestellt einrastet. Das Menü navigiert sich dabei sehr schnell in die andere Perspektive um.
Die tastaur ist eine schwarze Gummimatte, die von unten beleuchtet wird - so leuchtet die Tastaur auch im Dunkeln.
Unten und oben an dem Gerät befinden sich Gummileisten, die ebenfalls noch Knöpfe unter sich verbergen. Die kann man als Hotkeys einrichten - in der Grundeinstellung landet man durch Druck auf den Knopf oben rechts bei der Kamera. Unten links sind zwei Wölbungen, unter denen sich Knöpfe zur Lautstärkeregelung befinden und unten rechts schaltet man das Gerät ein und aus.
Auf der Rückseite des Geräts befindet sich die Kameralinse und der Lautsprecher, aus dem Klingeltöne etc. herovor tönen.
Oben links kann man die SIM-Karte einlegen, in dem Man die Gummileiste hochzieht. Dafür habe ich mich erst etwas erschreckt, denn wenn man es das erste Mal tut, hat man große Angst, dass Telefon kaputt zu machen. Ich hatte mir vorgestellt, dass diese Stelle schnell kaputt geht, aber sie hat gut gehalten.
Unten sind Ascnhlüsse für ein Ladekabel und für Kopfhörer. Man kann ganz normale Walkmankopfhörer nehmen, aber eigentlich wäre das recht nutzlos, da das Handy keinen MP3-Player hat.
Das Design das Handies hat mir gut gefallen. Auch wenn es nach einer ganze Menge Knöpfchen klingt, sind fast alle wirklich nützlich und praktisch. Die Bedienung fällt sehr intuitiv aus, was für mich ein Erkennungszeichen eines guten Systems ist.
Das Menü, die Funktionen und meine Erfahrungen damit
- Webbrowser: Hier kann man ins Internet gehen, was für unterwegs wirklich praktisch ist. Oft steckt man ja doch mal irgendwo fest und muß auf Fahrpläne oder sonstiges online zugreifen.
Ich habe diese Funktion nicht nutzen können, da ich das Handy von jemanden bekommen habe, der es bei T-Mobile gekauft hat. Dadurch klappt das Internet dann nur mit einer T-Mobile Karte und dem speziellen Sidekick-Vertrag, der mir einfach zu teuer war. Ich durfte die Internetfunktion jedoch bei diesem Bekannten vorher ausprobieren und fand sie sehr attraktiv.
- AOL Instant Messenger: Hier kann man sich mit seinem AIM-Screenname einloggen und den Messager nutzen. Dort kann man dann schnell und einfach chatten. Hier merkt man wieder, dass das Telefon eine amerikanische Produktion ist, denn dort ist der AOL Instant Messenger viel weiter verbreitet als hier. Wenn man durchs Menü geht, bleibt man die ganze Zeit eingeloggt (es sei denn natürlich, man loggt sich aus) - auch sehr praktisch.
- E-Mail
Wenn man den Sidekick erwirbt, kann man sich kostenlos eine Sidekickadresse besorgen. Alle E-Mails, die man an diese Adresse bekommt, werden ohne Verzügerung auf das Gerät befördert und sind daher sofort lesbar und können auch beantwortet werden. Das Schreiben läuft wie bei einer SMS - nur dass man eben E-Mailadresse und Betreff eingibt und für die Länge der Nachricht nicht extra zahlt.
- SMS: Mit diesme Handy zu Simsen ist ein wahrer Genuss! Mit der Tastaur schreibt man Nachrichten in Windeseile und ich konnte hinterher Nachrichten absolut blind schreiben, was vor allen Dingen bei Lateinklausuren ein ganz schöner Vorteil sein kann. ;)
- MMS: Auch MMS kann man verschinken, aber diese Funktion habe ich auf keinem Handy je genutzt. Eine MMS ist eine überteuerte SMS, bei der man Bildchen und Emoticons einfügen kann.
- Adressbuch: Im Adressbuch ist Platz für 200 Kontakte, die man mit vielerlei Schnickschnack abspeichern kann. Das Adressbuch ist in recht kleiner Schrift listenförmig angelegt und man sieht rechts neben dem Namen immer gleich die Nummer, was sehr praktisch ist. das Layout des Adressbuchs hat mir von daher gut gefallen, denn mit dem Scrollrad des Handies kam man auch immer sehr schnell durch.
- Kalender: Im Kalender kann man Termine einspeichern - mit Ort, Notizen und allem drum herum. Den Kalender habe ich auch oft als Wecker benutzt, denn an kann auswählen, wie viel Minuten vor einem Termin man mit einem Klingelton oder Piepen an ihn erinnert werden möchte.
- Aufgabenliste: Wirklich nützlich ist auch dieses Feature. Hier kann man sich eine Aufgabenliste erstellen, in der man Vorhaben einträgt und abharken kann.
- Notizen: Hier kann man ganz normale Notizen anfertigen und speichern.
- Kamera: Hier kann man mit der im Handy integrierten VGA Megapixel Kamera Fotos schießen und speichern. Auf dem Gerät bis zu 40 Fotos, wobei Fotos eine Auflösung von 640 x 480 Pixel haben. Das mag wenig klingen - aber wenn man einen T-Mobile Vertrag hat, synchronisiert der Sidekick sich über das Internet mit dem eingerichteten Online Account und speichert die Fotos dort, so dass man sie nach dem Schießen löschen und sich dann aus dem Internet ziehen kann.
Die Qualität der Fotos ist eher schlecht. Die Fotos sind extrem verrauscht und man hat nur selten das Glück, ein wirklich gutes Bild schießen zu können - und das, obwohl die Kamera einen Blitz hat.
- Rechner: Selbsterklärend - hier verbirgt sich ein Taschenrechner.
- Spiele: Auf dem Sidekick kann man viele Spiele spielen, die man sich über den Onlinekatalog bestellen kann - aber auch wieder nur, wenn man eine T-Mobile Karte hat. Auf meinem Sidekick befanden sich bereits die Spiele ,,Ace it!", ,,Bobs Reise", ,,It's Mr. Pants" und ,,Gem Jam". Letzteres habe ich bis zum Umfallen gespielt. Es war eine Art Tetris, bei der man gleichfarbige Edelsteine in eine Reihe kriegen muß.
- Katalog: Hier kann man sich online Spiele herunterladen. Sie werden dann über die nächste Telefonrechnung abgebucht.
Positive und negative Erfahrungen
Meine positiven Erfahrungen
Wie schon grad angesprochen, habe ich die Tastatur des Sidekicks sehr zu schätzen gewusst. Man kann damit so schnell schreiben, dass das Schreiben von E-Mails auf einem Handy zu einer realitischen Vorstellung wird. Schnell konnte ich blind und super schnell tippen.
Auch wenn der Klang des Lautsprecher ganz schön blechern war, finde ich es gut, wie laut man das Telefon stellen kann. Wenn man telefoniert und andere Leute sollen mit hören können, gab es für mich bisher kein besseres Telefon. Man kann die Person am anderen Ende super laut hören.
Obwohl das Handy mit seinen Onlinefunktionen wie eine Kostenfalle klingt, hat es schon sehr viele Features. Man muß also nicht allen möglichen Kram im Shop runtergeladen - die von mir oben aufgezählten Features waren alle bereits auf dem Gerät und lediglich weitere Spiele und andere Messengers muß man sich für Geld downloaden.
Das Aussehen des Telefons hat mir auch gefallen und obwohl es sich beim Sidekick II um eine geklebte (anstatt verschraubte) Massenproduktion handelt, ist er sehr robust. Ich hab ihn oft fallen gelassen und trotzdem ging am Handy selbst nichts kaputt - lediglich ein Knopf auf der Tastaur fing sich mit der Zeit an zu lösen, was aber einfach eine Abnutzungserscheinung ist. Auch der Bildschirm ist trotz seiner filigran wirkenden Schwingtechnik stabil befestigt.
Letztendlich hat mich auch die intuitive Bedienung für sich gewonnen. Obwohl eine gut verständliche Anleitung beilag, habe ich sie gar nicht benutzt - ich habe die Bedienung sehr schnell selbst verstanden.
Meine negativen Erfahrungen
Leider hat das Gerät so einige Mängel.
Wenn man sich das Handy einfach so kauft und seine eigene Karte einlegt, ist man schonmal, sorry, am Arsch. Dem sollte man sich bewusst sein, wenn man das Gerät kaufen möchte. Ungefähr ein Drittel der Funktionen ist ohen T-Mobile SIM Karte nicht nutzbar. Man kann nicht online gehen, den Messenger benutzen oder E-Mails versenden. Leider versucht das Gerät trotzdem, online zu gehen. Es startet immer wieder versuche, sich ins Internet einzuwählen, was ich erst auf meiner Handyrechnung entdeckte. In regelmäßigen Abständen wurden kleine Cent-Beträge abgebucht, als sei ich immer wieder on- und sofort wieder offline gegangen. Natürlich funktioniert ohne T-Mobile Vertrag auch die Onlinesynchronisierung nicht, so dass der Speicher auf dem Gerät auch wirklich der einzige Speicher für Fotos ist, den man hat. Der ist schnell voll und man kann auch keine zusätzliche Speicherkarte einlegen.
Ein großes Ärgerniss war auch die kurze Akkulaufzeit. Sie beträgt anfangs 60 Stunden, also nichtmals drei tage, und wird mit der Zeit immer schlechter. Wenn ich viel telefoniert habe, ist nach etwas über einem Tag Schluss.
Von der kurzen Akkulaufzeit kommt man zu dem Problem, was mich gleich danach am meisten gestört hat.
Wenn das Handy von selbst ausgeht, weil der Akku leer ist, ist alles weg. Wirklich alles. Fotos, Termine etc. sind verschwunden und lediglich das Telefonbuch kann man wieder auf das Handy laden, wenn man es vorher auf der SIM Karte abgespeichert hat. Das Problem hat man wohl nicht, wenn man den Sidekick mit dem Online Account bei T-Mobile synchronisieren kann, weil dann dort alles parallel gespeichert wird - aber wie schon Paris Hilton erfahren hat, lässt sich so ein Account leicht hacken.
Ein ganz eklatanter und völlig Karten-unabhängiger Mangel sind die Knöpfe für die Einstellung der Lautstärke. Da sie sich an der Außenseite der Geräts unter der weichen Gummieleiste befinden, werden sie in der Tasche ständig angetitscht und die Lautstärke wird verändert. Selbst beim Einstellen der Tastensperre passiert dies immer wieder, so dass man handy sich ständig von selber auf lautlos gestellt hat und ich für Familie und Freunde (teilweise schon in Notfällen) nicht erreichbar war, obwohl das Handy angeschaltet war und normaler Weise deutlich hörbar gewesen wäre.
Leide rhat das Handy keinen MP3-Player und kann auch keine MP3-Klingeltöne abspielen. Da man sowas aber vor dem Kauf heraus findet und ich mir dieser Tatsache bewusst war, ist es für mich kein wirklicher Mangel.
Technische Daten
Display-Art: TFT
Display-Auflösung: 240 x 160 Pixel
Farben: 65536
Kamera Typ: VGA Megapixel mit Blitz
Kameraauflösung: 640 x 480 Pixel
Keine Videoaufnahme
Polyphone Klingeltöne: 12-stimmig, MIDI
Kein MP3-Player, keine MP3-Klingeltöne
(Quelle: http://www.handy-mc.de/)
Der Preis
Seit 2010 wird der Sidekick II offiziell nicht mehr vertrieben.
Ich habe meinen damals durch Glück für nur Euro50 bei Ebay bekommen, weil der Verkäufer sich vertippt hatte.
Da das Telefon solch einen Kultstatus hat, wird es teilweise immer noch für bis zu 100 Euro bei Ebay gehandelt. Tipp: Bei Ebay ,,Sidekick II" anstatt ,,Sidekick 2" suchen.
Fazit
Der Sidekick II war zur Zeit der Herauskommens fast revolutionär. Er hat eine tolle Bedienung und wenn man ihn mit einem T-Mobile Vertrag erworben hat, hatte man wirklich viele Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben und erreichbar zu sein.
Das Problem mit den Lautstärkeknöpfen an der Seite hat mich aber letzten Endes in den Wahnsinn getrieben. Wenn die kurze Akkulaufzeit es nicht verhindert hat, dass man mich einfach erreichen konnte, war es das Sich-von-selbst-auf-lautlos-stellen, dass den Nutzen das Handies massiv eingeschränkt hat.
Heutzutage würde ich eigentlich niemandem zum Kauf raten und eher auf die neueren Versionen des Handies verweisen. Sie haben immernoch die tolle Tastaur und die tolle Bedienung, entsprechen aber den aktuellen Standards und haben um einige Fehler weniger.Goodbye, Sidekick II. Trotz deiner Fehler sag' ich dir nochmal: I loved you!
Fazit: Trotz der Mängel hatte ich an diesem Handy viel Freude, aber heute würde ich es nicht mehr empfehlen
| Verarbeitung: | ||
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| Bedienkomfort: | ||
| Klangqualität: | ||
| Funktionsvielfalt: | ||
| Akkulaufzeit: |
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