


Produkttyp: Sony Ericsson Handys
Neuester Testbericht: ... ich nun endlich auch etwas sagen. T9 ist meiner Meinung nach wohl eine der besten Erfindungen, die man so in einem Handy nur unterbring... mehr
schöner Schein
Sony Ericsson T610

Name des Mitglieds: schorgel2000
Produkt:
Sony Ericsson T610
Datum: 19.09.03, geändert am 16.04.04 (319 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Optik, Feature-Monster, T9
Nachteile: Display bei Sonne nicht ablesbar, keine Uhrzeiten in der Anrufliste, Standbyzeit max. 4 Tage
Mal weg von Nokia und Siemens, auf zu neuen unbekannten Ufern, die noch nie meine Hand zuvor berührt hat. Also bestellte ich mir vor 3 Wochen ein Sony Ericsson T610. Einen Tag später kam es mit der Post. Super. Erst einmal den Akku volladen und dann ging die Probierphase los. Mit Handbuch und trial&error.
Von vielen Funktionen weiß ich immer noch nicht, wozu sie eigentlich gut sein sollen und werde es wahrscheinlich auch nie erfahren. Aber wer kennt schon alle Funktion eines Textverarbeitungsprogrammes? Also Mut zur Lücke. Telefonieren geht ja, wenngleich es ungleich einfacher ist, mit dem Ding ins Internet zu kommen (unfreiwillig natürlich). Es ist blitzschnell im Internet und deutlich langsamer wieder draußen. Aber im Laufe der Zeit lernt man die eingebauten Fallen kennen und es passiert seltener. Verpaßte Anrufe bleiben verpaßt. Das Handydisplay bleibt im Ruhezustand (wie heutzutage üblich) schwarz, damit der Akku wenigstens 3 Tage hält. Also aktiviert man das Display ca. jede Stunde einmal, um zu sehen was man vielleicht verpaßt haben könnte. Ach, was war das früher easy. Die angegebene Standbyzeit ist jedenfalls eine glatte Lüge. Nicht für Geld und gute Worte verrät einem das Handy, nachdem man sich an die merkwürdigen Pfeilsymbole gewöhnt hat und die unsinnige Reihenfolge in nur einem Fenster gewöhnt hat, zu welcher Uhrzeit man einen Anruf verpaßt hat. Hat mich jetzt ebengrade mein Kumpel versucht anzurufen, um mit mir noch ein Bier zu trinken oder schläft er schon und hat vor 5 Stunden angerufen weil er mit dem Auto liegengeblieben ist?
Aber schön anzusehen ist es schon. Und es liegt gut in der Hosentasche. Da sollte es auch bleiben, denn es hat keinerlei rutschhemmende Materialien auf der Rückseite. Legt man es bei eingeschaltetem Vibrationsalarm auf den Tisch, verläßt es diesen sehr schnell und vibriert sich auf den Fußboden. Wie in der Handy-Steinzeit. Wie oft es das wohl noch mitmacht?
Zu Hause kann man mit dem Handy ja noch einigermaßen zufri
eden sein, aber wehe man verläßt bei schönem Wetter die Wohnung. Bei Sonnenschein ist von dem Display nichts, aber auch gar nichts mehr zu sehen. Trotz voll aufgerissenem Kontrast. Es ist einfach völlig unbedienbar und wenn man verzweifelt versucht, das Handy blind zu bedienen, gibt man sich der Lächerlichkeit preis. Mit vielen Schwächen, wie der miserablen Tonqualität und der Zielgenauigkeit, die man braucht, um den Lautsprecher genau ins Ohr zu halten, lässt es sich ja leben. Aber ein Handy, das bei Sonnenschein nicht zu bedienen ist, würde man am liebsten in den nächsten orangen Müllbehälter werfen. Da nützen auch Hunderte von Superfeatures, die man eh selten braucht nicht viel. Letztlich will man ja hauptsächlich damit telefonieren oder eine SMS verschicken. Die Kamerazugabe mit der Bild-Zuordnung zu Personen im Telefonbuch ist ja ganz nett, aber die Qualität reicht man gerade dazu männlich von weiblich zu unterscheiden.
Offensichtlich haben wir den Zenit der funktionellen Handys bereits überschritten.
Ach ja, noch was Positives zum Schluss. T9 funktioniert wirklich gut und ist auch gut zu bedienen. Die Anzeige von den gewählten Zeichen und erratenen Wörtern ist ausgezeichnet (wenn nicht die Sonne scheint).
Also ein Handy für Inhome-SMSler. Vielleicht ist das Ding ja von Menschen, die ein Handy hauptsächlich zum SMS verschicken benötigen, entwickelt worden.
Fazit:

