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Produkttyp: Siemens Handys
Neuester Testbericht: ... schon und das verbindet Einwandfrei mit neuen Autos. Wirklich schade, dass Siemens keine Handys mehr baut. Wie gesagt, ich hab mir ger... mehr
PC in der Hosentasche
Siemens S65

Name des Mitglieds: mr.evil3000
Produkt:
Siemens S65
Datum: 05.10.06
Bewertung:
Vorteile: Viele Funktionen; lange Akkulaufzeit
Nachteile: etwas schlampig verarbeitet; Display wird schnell kratzig
Ich schreibe nämlich erstmals ein Bericht über ein Handy und zwar über das Siemens S65, welches ich seit November 2004 besitze.
Wie ich zum S65 kam
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Ganz einfach:
Durch die Mobilcom-Werbung, die damals lief.
Das Siemens S65 wurde als eines der ersten Megapixel-Handys mit einem günstigen Vertrag (8,95€ Grundgebühr, 50 Free-SMS/Monat und Gespräche bis zu 10 Sekunden frei sowie freie Wahl des Netzes) angeboten.
Grund genug also, zuzugreifen, zumal mein alter Vertrag bereits gekündigt war und einen Monat später auslief.
Als Netz habe ich D1 gewählt.
Verpackung & Zusammenbau
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Als der Postmann einmal klingelte, brachte er die stabil aussehende Verpackung, in der alle Teile einzeln gut und sicher verpackt waren.
Das Zusammenbauen gestaltet sich als sehr einfach.
Das Einlegen der SIM-Karte war ein wenig schwierig, da das Fach für die SIM-Karte etwas tiefergelegt ist und ich Angst hatte, irgendwas zu verbiegen.
Aber das war kein Problem.
Etwas Vorsicht ist zwar angebracht, aber schief gehen dürfte dabei eigentlich nichts.
Das Äußere
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Das S65 sieht sehr Business-Like aus.
Es hat ein sehr großes Display, darüber steht Siemens und ganz oben ist der Lautsprecher.
Unter dem Display befindet sich ein in alle Richtungen drehbarer Knopf (man kann ihn auch als "Enter" nach unten drücken), ich weiß nicht, wie die genaue Bezeichnung lautet, ich nenne ihn mal Joystick.
Darunter befindet sich dann die Tastatur, mit leider recht kleinen Tasten.
Farblich präsentiert sich das Handy in schwarz und metallic. Während die Rückseite metallisch schimmert, ist die Vorderseite weitgehend in schwarz gehalten.
Auf der rechten Außenseite befindet sich noch ein mit "+" und "-" bezeichneter länglicher Knopf, mit dem man die Lautstärke regeln und das Diktiergerät aktivieren kann.
Technische Daten
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Auflösung des Displays: 132x176 Pixel mit 64k Farben
Abmessungen: 109mm (Höhe) x 48mm (Breite) x 18mm (Tiefe)
Gewicht: 98 Gramm
Standbyzeit: ca. 250h
Sprechzeit: ca. 5h
Mitgelieferter Akku: LI-Ion mit 0,75 A , 3,7Volt (Ladezeit max. 2h)
Antenne: Integriert
Netz: Tri-Band
>Digital-Kamera<
Bilder: 1280x960 Pixel, farbig (1,3 Megapixel)
Video: 176x144 Pixel
Selbstauslöser: 15 Sekunden
Weißabgleich möglich
Blitz als Modul (muss als Zubehör gekauft werden für 18,95 €)
>Sonstige Features<
E-Mail-Client (POP,SMPT sowie IMAP), auch zum Versenden von Attachments
>Schnittstellen<
USB (kein mitgeliefertes Kabel)
Seriel (kein mitgeliefertes Kabel)
Infrarot (keine mitgelieferte Sende/-Empfangseinheit)
Bluetooth (keine mitgelieferte Sende/-Empfangseinheit)
Integriertes Modem
WAP 2.0
>Datenträger<
ca. 10 MB integrierte Festplatte
32 MB RS-MMC-Speicherchip (etwas schwierig einzulegen; primär für Bilder)
>Sound<
MPEG4 Codec
Polyphon (bis zu 40-stimmig)
Quelle: Handbuch; Web (www.siemens.de)
Mehr als ein Handy
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Eigentlich liegt die Daseinsberechtigung eines Handys ja in der Mobiltelefonie.
Wer erste Gehversuche mit dem Siemens S65 macht, der wird aber schnell feststellen, dass sich moderne Handys sehr weit von diesem ursprünglichen Sinn entfernt haben.
Das Telefonieren geht denkbar einfach.
Nachdem man das Handy eingeschaltet hat (den Knopf mit dem roten Telefonhörer länger gedrückt halten (so macht man es auch aus)), kann man theoretisch gleich eine Nummer wählen, auf den grünen Hörer drücken und lostelefonieren.
Wer aber auf den Joystick drückt, kann aus insgesamt neun Nutzungskategorien wählen, die sich dann ebenfalls noch einmal in diverse Unterkategorien aufteilen. Diese Nutzungskategorien, Windows-ähnlich dargestellt, reichen vom Adressbuch (neue Einträge erstellen, bearbeiten, Gruppen einrichten) über den "Media Pool" (diverse Programme/Spiele) und Extras (Wecker, Umrechner) bis hin zu Grundeinstellungen (etwa Rufumleitungen, Klingeltöne für verschiedene Gruppen).
Praktisch: Bei Druck auf den Joystick, befindet sich der "Cursor" genau in der Mitte, bei Kategorie 5, die sinnigerweise direkt ins Menü für neue SMS führt.
Diese Beispiele sind nur ein kleiner Ausriss der vielen Unterkategorien. Hier alle zu nennen, würde schlicht den Rahmen sprengen.
Was diese Funktionsvielfalt zwangsläufig mit sich bringt, ist eine gewisse Unübersichtlichkeit, die sich aber dank der teilweise grafischen Anzeige einigermaßen in Grenzen hält.
Dennoch kommt es häufig dazu, dass man eine bestimmte Funktion erst nach längerer Suche findet und, wenn man neu im Besitz des S65 ist, eine gerade verwendete Funktion, zu der man durch Zufall gelangt ist, einfach nicht wiederfindet.
Hilfe im Einstellungsdschungel
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Nach ein paar wenigen Tagen hatte ich mich dann mit der Menüführung des S65 gut angefreundet.
Die Joystick-Steuerung erweißt sich in der Tat als sehr präzise und schnell, da man, im Gegensatz etwa zu meinem früheren Nokia 8310, zweidimensional steuern kann.
Rechts und links des Joysticks befinden sich zwei Hotkeys.
Besonders der linke ist dabei interessant, da er bei manchen Menüeinstellungen (sobald unten links im Display der Schriftzug "Hilfe" erscheint) auf Druck einen kurzen, hilfreichen Erklärungstext einblendet.
Es besteht die Möglichkeit, die beiden Hotkeys mit Spezialfunktionen zu belegen, so dass man etwa auf Knopfdruck den Kalender aufrufen kann oder, ohne ins Window-artige Hauptmenü zu müssen, SMS schreiben kann.
Dazu klickt man einfach auf den Hotkey, dann auf "Ändern" und schon kann man aus einer Reihe Elementen auswählen, mit der der Hotkey belegt werden soll.
Häufig verwendete Optionen lassen sich so schnell und unkompliziert erreichen.
Es versteht sich von selbst, dass man jede der Nummerntasten mit einer Kurzwahl belegen kann.
Ansonsten stehen auch die Zifferntasten jeweils für einen Hotkey, mit dem man eine bestimmte Funktion direkt aufrufen kann.
Im übrigen ist das Erstellen von SMS und MMS sehr einfach.
Für MMS liegt ein sehr einfach handhabbarer MMS-Editor vor, der es sogar erlaubt, Bilder, Töne und Text gleichzeitig innerhalb nur einer SMS zu verschicken.
Das Versenden und Empfangen überlanger SMS mit mehr als 160 Zeichen ist ebenfalls möglich.
Adressbuch
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Das Siemens S65 kann satte 1000 Adressen verwalten, mit jeweils 3 Telefonnummern (Festnetz, Handy,Büro), einer Faxnummer, einer ICQ-Nummer, einer E-Mail-Adresse, einem AIM-Namen, dann kommen noch Name, Vorname, Wohnort, Adresse, Postleitzahl und sogar das Geburtsdatum dazu.
Wahlweise kann man sogar noch ein Bild hinzufügen (bei 1000 Leuten wird das schwierig, da der Platz auch auf der Speicherkarte nicht ausreichen dürfte), welches dann auch bei Anrufen der jeweiligen Person angezeigt wird.
Wenn man sich im Adressbuch befindet, kann man durch Eingabe der jeweiligen Buchstaben schnell zum gewünschten Ziel gelangen, etwa, wenn man einen Namen mit "M" beginnend sucht, aber dieser Name von Hunderten anderer Namen "eingerahmt" ist. Das erspart lästiges und zeitraubendes gescrolle.
Ist man im Besitz eines Bluetooth-Adapters, kann man damit neben Bildern und Tönen auch Adressbucheinträge etwa vom Outlook ins Handy übertragen.
Es gibt auch die Möglichkeit der Datenübertragung via USB-Datenkabel, dieser Transfer ist jedoch extrem langsam und es kommt häufig zu Unterbrechungen.
Um diese Bluetooth-Transfers (oder Datenkabel-Transfers) durchführen zu können, muss man die Daten auf den PC installieren, die Siemens auf einer kleinen CD beigelegt hat.
Hiermit wird der Mobile Phone Manager installiert, der den Zugriff auf das Handy via PC ermöglicht. So kann man Töne vom PC aufs Handy ziehen oder sogar via PC SMS schreiben und mittels des in Handy integrierten Modems verschicken.
Soundrekorder
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Interessant ist der Soundrekorder/Diktiergerät, der bis zu 3 Stunden Sprache aufzeichnen kann.
Was damit aufgenommen wurde, kann man als Low-Quality-Wav-File auch etwa als Klingel- oder Weckton verwenden.
Eine Änderung der Lautstärke ist möglich.
Organizing-Funktionen
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Der Kalender ist dem Outlook sehr ähnlich.
Man kann Termine, Geburtstage, etc. eintragen, sowie eine Alarmfunktionen, die durch Klingeln eine voreingestellte Zeit vor dem Termin durch Klingeln auf sich aufmerksam macht.
Diese Zeit kann man auf Tage, Stunden und Minuten genau bestimmen.
Der Terminkalender aus Outlook kann via Bluetooth/Datenkabel aufs S65 transferiert werden.
Das Erstellen von Terminen und Zeitpunkten gestaltet sich sehr einfach.
Die Kamera
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Sie war einer der Gründe, warum ich mir das S65 zugelegt habe.
Leider wurde ich gerade da enttäuscht, denn von einem 1,3 Megapixel-Handy hatte ich mir da schon mehr versprochen.
Die Kamera verfügt über einen 4 stufigen Zoom, eine 7-stufige Variation der Helligkeit ist ebenfalls möglich, wenngleich sich ein Effekt nicht großartig erkennen lässt.
Der Zoom ist allerdings nicht wirklich toll:
Das Handy interpoliert nicht im Chip, sondern es vergrößert nur den zentralen Bildschirmausschnitt und macht das Bild dadurch insgesamt kleiner und grobpixeliger.
Es gibt noch diverse Optionen für die Kamera, so kann man etwa Bilder mit (noch) geringerer Qualität schießen, um sie für MMS zu optimieren, oder man kann qualitativ hochwertige Bilder machen, um sie als Wallpaper fürs Handy zu verwenden.
Die Größe eines Bildes beträgt Durchschnittlich 200 KByte.
Ärgerlich ist, dass die Kamera nur bei extrem günstigen Lichtverhältnissen einigermaßen brauchbare Bilder zu Stande bekommt.
Selbst, wenn der Himmel nur ein wenig bedeckt ist, kann man vom Bild kaum mehr als eine schwarze Suppe erkennen.
Strahlt wiederum die Sonne mit voller Kraft, sind die Bilder in der Regel aller Fälle überbelichtet und ebenfalls unbrauchbar.
Hinzu ist es möglich, bis zu 30-sekündige Videos aufzunehmen, mit 15 Bildern pro Sekunde (Frames).
Allerdings ist deren Qualität extrem schlecht, ruckelig und grobpixelig, sodass die Video-Aufnahmefunktion eher ein gutgemeintes, aber schlecht umgesetztes Feature ist.
Wer einen langsamen PC besitzt und gerne mal 3D-Shooter zockt, der wird wissen, wie frustrierend 15 Frames sind.
Insgesamt entpuppt sich die Kamera damit als glatter Reinfall.
WAP-Browser
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Da mir WAP zu teuer, spartanisch und unkomfortabel ist, nutze ich es nicht.
Wie genau der hier beigelegte WAP-Brower 2.0 funktioniert, weiß ich daher nicht.
Ich bitte aber, dass mich dafür keiner mit einer schlechten Wertung abstraft.
Es ist mir einfach zu teuer!
Klingeltöne & Vibrationsalarme
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Es stehen sechs verschiedene Vibrationsalarme zur Verfügung, wovon "Schock" am angenehmsten ist.
"Moskito" oder "Hubschrauber" nerven.
Klingeltontechnisch darf man aus gut 50 Tönen wählen, die allesamt ihren Zweck erfüllen, d.h., nicht besonders toll sind, aber eben zuverlässig auf Anrufer hinweisen (ja, das ist eine mehr oder wenige versteckte Jamba!-Schelte).
Jeder Gruppe kann ein spezifischer Klingelton zugewiesen werden, nicht aber einzelnen Personen.
Spiele
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3 Spiele sind beigelegt:
- Schiffe versenken
- Siemens 3D Rally (eine Katastrophe, da unsteuerbar)
- Worms (kurzweiliges Baller-Vergnügen)
Meine Meinung
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Eigentlich ist dieser Bericht ja viel zu kurz.
Ich bin gar nicht auf alle Features eingegangen (etwa auf die vorhandenen Profile). Da ich hier aber kein Handbuch zum Siemens S65 schreibe, sondern einen Erfahrungsbericht und die Leser auch nicht mit ellenlangen Ausführungen zu den einzelnen Funktionen langweilen will, möchte ich hier noch einmal das wichtigste zusammenfassen:
Dieses Handy ist eigentlich schon gar kein Telefon mehr, sondern schon fast so etwas wie ein mobiler Computer.
Es verfügt über viele sinnvolle Beigaben, etwa den Umrechner, der zum Beispiel Meilen in Kilometer umwandeln kann (gut für den USA-Urlaub), Kalorien in Wattsekunden, etc.
Hier ist so ziemlich jeder physikalische Bereich abgedeckt.
Die Menüführung ist gewöhnungsbedürftig, da zunächst etwas unübersichtlich und irreführend, aber schnell zu erlernen, obwohl die vielen Unterkategorien der Überkategorien und deren Unterkategorien schnell ins digitale Nirgendwo führen.
Soweit kann man sich locker für das S65 begeistern, wenn man sich erst mal zurecht gefunden hat.
Das positive Gesamtbild wird aber durch die schwache Kamera getrübt, deren Linse zudem nicht geschützt auf der Rückseite des Handys liegt.
Wurde das S65 als eines der ersten Megapixel-Handys angepriesen und war dies auch einer der ausschlaggebenden Kaufgründe für mich, stellte sich bei der Qualität der Bilder schnell Ernüchterung ein.
Zu unscharf, zu hell, zu dunkel, einfach mies.
Ich habe bislang erst 4 brauchbare Bilder mit dem S65 schießen können.
Eine Enttäuschung.
Heben wir aber noch etwas Positives hervor:
Im Computer-Bild-Test stand, das Siemens S65 würde im Standby-Betrieb nur 27 Stunden lang halten.
Gott sei dank hält es gut 200 Stunden.
Das sei noch erwähnt, um mal wieder zu unterstreichen, dass Computer-Bild unzuverlässige Tests schreibt.
Daher gibt es 4 Sterne, einen Stern Abzug wegen der schlechten Kamera.
Die umständliche Eingewöhnungsphase führt zu keinem Punktabzug, da die Erkundungsphase auch seinen Reiz hat und man so erst über die vielen interessanten Features stolpert.
2 Jahre später
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Mittlerweile schreiben wir Oktober 2006.
Folgende Probleme haben sich ergeben:
- Aufladestecker rastet nicht mehr richtig ein
- einige Tasten klemmen
Na, deutsche Wertarbeit (Siemens) ist das auch nicht mehr.
Fazit: Ein schon aus der Mode gekommenes Handy, das aber dennoch etwa bei EBAY sein Geld wert ist.
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Klangqualität: | ||
| Funktionsvielfalt: | ||
| Akkulaufzeit: |
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07.10.06
eine eindeutige Krone