
Produkttyp: Siemens Handys
Neuester Testbericht: ... Ob das bei Nokia mit der Zeit nicht auf die Nerven geht, weiß ich nicht. 5. Gewicht: S40 hat 97g statt 111g Nokia. Im Prinzip Pea... mehr
Siemens S40 gegen Nokia 6310i
Siemens S40

Name des Mitglieds: Tester32
Produkt:
Siemens S40
Datum: 18.10.02, geändert am 07.11.04 (689 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Triband, Li-Ion-Akku, Handgerechte Größe
Nachteile: mäßige Signalsensibilität, geringe tatsächliche Standby-Zeit in West-München
Ich habe ein Kommunikationstalent gesucht, um die Erreichbarkeit meiner Gattin zu erhöhen. Aus diesem Grund wollte ich mich für ein Triband-Handy entscheiden, da diese auch in Nordamerika erreichbar sind. Ein weiteres wichtiges Kriterium sollte die Akku-Leistung sein.
Ins Auge habe ich das Nokia 6310i, das Siemens S40 und das SonyEricsson T68i gefaßt, wobei das SonyEricsson aufgrund der schlechten Qualität der Fotokamera, des langsamen Prozessors und der zu kleinen Abmessungen gleich ausgeschieden ist. So habe ich auf das nicht ausgereifte Multimedia-Schnick-Schnack verzichtet und zwei reine Business-Handys verglichen: das Siemens S40 und das Nokia 6310i. Das S40 hatte ich auch gekauft und kann zum Vergleich jetzt auch meine praktischen Erfahrungen hinzufügen.
1. Display: Beide haben 6 Zeilen.
2. Akku: beide Li-Ion-Akku (kein Memory-Effekt), Ladezeit des S40 nur 2 Stunden. Und tatsächlich: schließt man das Gerät ans Netzt, beginnt es sich rasant aufzuladen, man sieht nur wie die Prozente beim der Akku-Anzeige steigen.
Die vom Hersteller angegebene Standby-Zeit mit 260 Stunden liegt zwar deutlich unter Nokia mit 408 (da ist das 6310i schwer zi schlagen), aber trotzdem deutlich überdurchschnittlich im Vergleich. In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, daß die Standby-Zeit des S40 nur für ca. 3 Tage reicht. Getestet in München (Netzabdeckung sollte gut sein) im D-Netz, im E-Netz dürfte der Wert höher sein.
Angegebene Sprechzeit S40: bis 6 (Nokia bis 7) Stunden. Da ich nie solange telefoniere, konnte ich das nicht testen. Wenn man aber die tatsächliche Standby-Zeit mit der angegebenen vergleicht, bekomme ich einen Zweifel bei dieser Sprechzeit-Angabe. Wie kann ein Gerät, daß nur 3 Tage und Nächte Standby sein kann, einen ganzen Viertel von einem Tag senden? Glaube ich nicht. Wahrscheinlich sind diese Werte nur in speziellen Labors erreichbar, nicht im wirklichen Leben.
3. Abmessungen: Leider ist das S40 um 1,7 c
m kürzer als das Nokia 6310i (ich mag keine zu kleine Handys, Nokia liegt toll in der Hand), aber da meine Frau auch eine kleinere Hand hat, paßt das. Liegt auch in meiner Hand nicht unangenehm, das Nokia aber angenehmer. Sonst Plusminus 1-5 mm (akkuabhängig) sind die anderen Maße bei Siemens und Nokia gleich.
4. Tasten: Nokias Hartplastiktasten gefallen mir etwas besser, als die Hartgummitasten von Siemens, sie haben einen angenehmer härteren Anschlag (Klack). Ob das bei Nokia mit der Zeit nicht auf die Nerven geht, weiß ich nicht.
5. Gewicht: S40 hat 97g statt 111g Nokia. Im Prinzip Peanutes, Nokia ist auch superleicht, zumindest für meine Hand.
6. Beide Triband-Geräte, wie bereits oben erwähnt.
7. Eine IrDA-Schnittstelle und ein Soft-Modem für unseren Psion haben beide Modelle. Damit kann man von Organizer aus Mails und SMS über das Handy versenden und empfangen.
8. Das S40 hat leider kein GPRS, nur HSCSD. Nokia hat glaube ich beides, bin mir aber nicht sicher. Die GPRS-Verträge sehen zur Zeit etwas günstiger aus, der HSDSD-Dienst wird von den deutschen Netz-Providern eher stiefmütterlich behandelt, weil er eine höhere Bandbreite braucht. D1 und O2 bieten gar kein HSCSD an, bei E-Plus ist das die Grundgebühr zu hoch und D2 denkt gerade an eine Preiserhöhung nach. Die besten HSCSD-Preise hatte Quam, aber diesen Provider gibt es leider nicht mehr. Wenn man also die Datendienste wie GPRS oder HSCSD in Anspruch nehmen will, sollte man sich über die Tarife und Provider VOR dem Kauf im klaren sein, sonst findet man womöglich keinen passenden Provider dafür. Man kann natürlich auch ohne GPRS und HSCSD Mails senden/empfangen , zumindest beim S40. Die Geschwindigkeit liegt bei 9,6 KBps oder 14,4 KBps, je nach Netzt-Provider. Bei 9,6 KBps ist eine DINA4-Seite große E-Mail auch schon mal in 1,5 Sek. gesendet (ohne Zeit zum Verbindungsaufbau und Einloggen), aber mobil Surfen ist da nicht drin.
9. Vibroalarm hat das S4
. Weiß nicht, ob Nokia auch.
10. Eine Sprachwahl hat das S40 leider nicht (Nokia hat).
11. Beide Geräte haben leider keine integrierte Freisprechfunktion.
12. Sprachqualität. Gut bei beiden Geräten. Beim S40 kann man sich auch in McDonalds bei lauter Musik noch mit dem Gesprächspartner unterhalten (vorausgesetzt man hält das zweite Ohr zu). Nokia dürfte auch gut sein.
13. BIOS ist updatebar. Die Software des S40 in der aktuellen Version 9.0.0 ist scheinbar ausgereifter als bei 6310i, was die Stabilität betrifft. Wobei sie am Anfang katastrophal war, viel schlechter als bei Nokia zu Beginn. Die Software-Version kann man bei Siemens so abfragen: die Tasten-Kombination *#06# drücken. Dann erscheint die weltweit für jedes Gerät einzigartige IMEI-Nummer. Dann muß man auf der Seite rechts die Wip-Taste drücken. Die letzte Version 9.0.0 sollte schon drauf sein, oder mindestend zwei vorherige, die auch schon stabil waren. Darunter war die Software eine Kathastrophe, es gingen Einträge in den Addressbüchern verloren, man konnte nicht anrufen etc. Bei der Version S40 habe ich keine Probleme festgestellt.
14. Die Antenne ist zwar auch integriert, aber die Strahlungswerte liegen
mit höchstens SAR=0,48 deutlich unter dem Nokia mit SAR=0,82 (die es übrigens noch nicht mal angeben auf ihrer Seite gibt, faule Pelzsäcke! :-) ). Das ist für mich auch
ein sehr wichtiges Kriterium bei einem Telefon. Daher habe ich auch zuhause
kein Funktelefon, sondern ein Normales, auch wenn man es nicht mit aufs Klo
nehmen kann. :-)) Im GSM1800 Netzt soll das S40 sogar nur 0,15 Wt/kg liefern ()!
15. Reine Telefon-Funktionen. Man merks, daß es ein deutsches Gerät aus dem Hause eines alten Telefonkonzerns wie Siemens ist und nicht aus der Werkstatt eines ehemaligen Gummistiffelproduzenten wie Nokia kommt. :-) Das Gerät hat im Gegenteil zu Nokia nicht nur eine GEBÜHRENANZEIGE (wenn vom Provider unterstützt wird), sondern auch eine K
ONFERENZSCHALTUNG!
16. Da es ein Business-Handy ist, hat es auch ein Diktiergerät für 5 Min. Auch nett.
17. Menüführung des S40: anders als bei anderen Siemensen, denn das Gerät wurde wohl in der Entwicklungsphase von Bosh übernommen), aber praktisch und nett.
18. Java, Bloutooth: Hat das S40 nicht. Nokia hat es, aber das Bluetooth soll nicht ausgereift sein. Aus meiner Sicht alles nutzloses Schnickschnack.
19. Preis: S40 ist für aktuell 179,- Euro incl. Versand bei Siemens direkt bestellbar (incl. neueste Firmware). Bei ebay bekommt man es auch schon für 130 Euro. Das Nokia kostet immerhin stolze 330 Euro, das Doppelte oder mehr. Früher hat das S40 übrigens auch schon mal 799,- DM gekostet, mehr als jetzt das Nokia.
20. Signalsensibilität. Bei S40 nicht überzeugend. Es kann auf dem Lande mit einer schlechten Netztabdeckung schnell die Verbindung verlieren. Das Nokia sehr wahrscheinlich auch, denn so gut wie alle Nokia- und Siemens-Geräte haben eine schlechtere Signalsensibilität und meistens auch -stabilität als die Handys von Alcatel, Philips, Sagem uns teilweise Trium. In der Firma meiner Frau bekam das S40 keine Verbindung zur Station oder es hat sie ständig abgebrochen, mein altes Philips Savvy funktionierte dagegen ohne Unterbrechungen und war ständig im Netzt eingeloggt, wenn auch beim Sprechen ab und zu ein-zwei Worte verschwunden waren. Na ja, entweder will man das Multimedia-Schnickschnack und einen großen Namen oder eine gute Verbindung. Das S40 und 6310i sind aber in der Stadt, wo es nicht auf die Signalstärke ankommt, mit Sicherheit eine gute Wahl. Für mich hat sich das S40 leider aus dem Grund der nicht ausreichenden Signalsensibilität als untauglich bewiesen. Jetzt suche ich lieber ein Gerät mit Dualband statt Triband, aber mit einer guten Signalsensibilität. Das sind die Geräte von o.g. Herstellern mit einer externen Antenne. Die neuen Alcatel-Geräte mit einer internen Antenne haben auch eine schlechter
e Signalsensibilität.
*********Ergänzung von 24.10.02*********
Heute habe ich in einer Mail von teltarif.de folgendes gelesen:
Nach mehreren zeitlich befristeten Verlängerungen führt Vodafone D2 seinen Einführungspreis für HSCSD-Datenverbindungen nun unbefristet fort. Damit zahlen die Kunden des Düsseldorfer Unternehmens auch in Zukunft keine Freischaltungsgebühr und keinen monatlichen Grundpreis für HSCSD.
Abgehende HSCSD-Verbindungen werden zu den gleichen Konditionen wie ein herkömmlicher Datenanruf abgerechnet. Die Anzahl der gebündelten Kanäle während der Datenverbindung hat keinen Einfluss auf die Kosten.
Zusätzlich ist es möglich, HSCSD mit den Vodafone-Tarifoptionen (Best Services) zu kombinieren, so dass die Tarife noch günstiger werden.
So gesehen hört sich das HSDSD von Vodafone ganz interesant an. Immerhin geht eine E-Mail dann mit bis zu 38,4 kBit/s (die maximale HSCSD-Geschwindigkeit bei Vodafone) raus statt 14,4 KBit/s
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Handy

