
Produkttyp: Siemens Handys
Neuester Testbericht: ... ebenso die Sprachqualität - zu kratzig und blechern ist der Klang. \n \nDas Siemens C25 kann ich wirklich nur Leuten empfehlen, die nic... mehr
Es gibt bessere Prepaidhandys
Siemens C25 power

Name des Mitglieds: GordonFreeman
Produkt:
Siemens C25 power
Datum: 07.01.01, geändert am 02.02.01 (337 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: recht klein, Standbyzeit, Empfang, Antennenanschluss, recht verwindungssteif, einfache Bedienung (bei so wenig Ausstattung kann man auch nichts falsch machen)
Nachteile: zu lange Ladezeit, steinzeitliches Display, sehr magere Ausstattung, kratzempfindliche Kunststoffe, als Prepaidhandy meist überteuert
Trotz seiner langen Laufzeit ist es unterm Strich noch nicht veraltet, ein Beweiss was für ein weiter Wurf es seinerzeit war. Es darf immer noch als recht kompakt gelten, ist gut ausbalanciert und liegt mit seiner leicht gebogenen Form gut in der Hand. Mit 135g ist es zwar nicht mehr besonders leicht, aber auch kein direktes Schwergewicht, das Nokia 3310 ist etwa nur 2g leichter. Die Optik geriet recht unspektakulär. Eine lackierte Oberschale oder durchgefärbte Kunststoffe mit Metallic Effekten (wie etwa bei S10/S11) würden das Handy erheblich edler erscheinen lassen, Siemens hält dies aber bei seinen Einsteigermodellen nicht für nötig (das C35i würde auch davon profitieren). Genauso wie eine schwarze statt der transparenten Tastaturmatte. Der Verarbeitung macht das keinen Abbruch. Die Kunststoffteile sind sauber entgratet, angenehm anzufassen und das ganze wirkt recht verwindungssteif. Das Thema Spaltmasse hätte man aber etwas ernster nehmen können: der Spalt zwischen Oberschale und Rückseite ist mit fast 1mm viel zu gross und zieht magisch Dreck an. Positiv ist das versenkte Display, es ist so vor Kratzern geschützt (GordonFreeman). Die raue Oberfläche der Oberschale dagegen verkratzt recht schnell . Die Kunststoffe sind bei meinem alten Siemens S11E erheblich härter und hochwertiger.
Gut gelöst ist die robuste Akkuabdeckung, sie besteht aus einer separaten Plastikklappe über dem Akku. Die SIM Karten Halterung ist dagegen zwiespältig, hier hat Siemens im Gegensatz zu anderen Firmen immer noch Nachholbedarf. Im Gegen
satz zu C, M und S35i hat man auf den fummeligen, fragilen Schuber verzichtet. Beim C25 setzt man dagegen auf 2 Schienen (bei häufigen Wechsel verkratzt die Karte. Da die beiden Schienen bei harter Behandlung oder häufigem Wechsel wohl schnell verschleissen und es an der offenen Seite des Schubers keine Klemmung für die Karte gibt möchte ich für die Dauerhaltbarkeit bei häufigem Wechsel der Karte meine Hand nicht ins Feuer legen. Viele andere C25 Besitzer beklagen sich über Kartenfehler. Siemens sollte sich ein Vorbild an den klappbaren Halterung wie z. B. beim Nokia 5110/30 oder Sony CMD-Z5 nehmen, die Karte verkratzt nicht, wird zuverlässig gehalten und kein Teil des Handys kann verloren gehen.
Siemenstypisch gut ist die Empfangsleistung. Zumindest im GSM 900 Bereich (T-D1) hat es einen sehr zuverlässigen Kontakt. Die Sprachqualität ist ebenfalls überzeugend.
Der Akku ist (preisklassentypisch) nur ein Ni-Mh Exemplar. Im Gegensatz zu einem Li-Ion Akku sollte er vor dem Aufladen immer ganz entladen sein, sonst lässt die Kapazität mit der Zeit nach (Memoryeffekt). Die Ladezeit mit ist mit 5 Stunden ziemlich lang. Beim erstenmal waren es zum Glück nicht die angegebenen 8 sondern nur sechs Stunden. Im laufenden Betrieb bei voll entladenem Akku sind es aber schon wie angegeben ca. 5 Stunden. Leider geht der Trend bei den Handyherstellern bei den preisgünstigen Modellen zum Sparen am Ladegerät. Konnte dies bei Nokia beobachten: mein altes Nokia 1620 (111 Stunden Standby) war anno 1997 schon nach 1 Stunde voll, das 5110/30 und 3210 brauchen schon 3 Stunden. Beim neuen 3310 muss man sich schon 4 Stunden gedulden. Wer das nicht akzeptiert kann sich für das 3310 ein besseres Ladegerät nachkaufen, dass den Job in immerhin 3 Stunden erledigt. Mein Sony CMD-Z5 ist dagegen schon nach 2 Stunden voll.
Die Standbyzeit wird mit bis zu 160 Stunden, die Sprechzeit mit maximal 300 Minuten angegeben. In der Praxis werden diese Werte auch eingehalten. Das Vo
rgängermodell C25 (ohne Power) hat eine Standbyzeit von nur 100 Stunden. Der Unterschied wird durch einen geänderten Chipsatz erreicht. Der Akku hat bei beiden Modellen eine Kapazität von 700 mAh.
Wer das C25 häufig im Auto benutzt wird sich über den Antennenanschluss auf der Rückseite freuen. Ein Merkmal, dass bei günstigen Handys immer öfter fehlt. Leider ist er genauso wie die Anschlüsse an der Unterseite ungeschützt. Eine unverlierbare Gummikappe wie beim Sony CMD-Z5 wäre hilfreich gewesen. Der Carkit ist übrigens der gleiche wie beim S25.
Ansonsten ist die Ausstattung selbst für ein Prepaid Handy recht puristisch: ein Grafikdisplay? Ein grobes 3 Zeilen Textdisplay muss genügen. Spiele oder Betreiberlogos? Gibts nicht, würden mit dem Display auch nicht funktionieren. T9 Texteingabe für SMS? Hat ein Nokia 6150 doch auch nicht. Ein Taschenrechner? Nö. Wenigstens eine Uhr? Hat man doch am Handgelenk. So kann man auch nicht erfahren, wann ein Anruf verlorenging. Ein Organizer? Wie denn, ohne Uhr! Das C25 ist also kein Handy für Technikfreaks. Mein privates Sony CMD-Z5 macht da erheblich mehr Spass ;).
Die Ausstattung konzentriert sich lediglich aufs Telefonieren. Wenigstens gibt es 5 Menüsprachen, 20 Klingeltöne (einer kann sogar selbst komponiert werden). Verschiedene GSM Dienste wie "inkognito" müssen nicht über GSM Codes programmiert werden, sie sind im Menü vorhanden. Das veraltete Display kann allerdings nie besonders viel anzeigen, schon gar nicht animierte Symbole. Dass es neben dem Telefonnummernspeichen auf der SIM-Karte (100 - 250 Nummern) noch einen Speicher für 8 Nummern im Gerät gibt ist ein schwacher Trost. Unter 50 - 100 Nummern finde ich sowas nicht besonders erwähnenswert. Mein altes schweres und neben dem Z5 immer noch verwendetes Siemens S11E (GSM 1800 Version des S10D; bin privat bei E-Plus, GordonFreeman) konnte da schon erheblich mehr.
Allerdings ist das Menü übersichtlich strukturiert. Die Bedie
nung dürfte sich wohl jedem schnell erschliessen. Das Telefonbuch kann einfach über eine der drei Tasten unter dem Display angewählt werden, mit den Pfeilen die Nummer auswählen, "Hörer abnehmen" und fertig. Damit sollte jeder klarkommen. Die restlichen Funktionen sind ähnlich einfach und logisch. Da das Display auf einmal nur sehr wenige Zeichen anzeigt, werden viele Menüpunkte nur abgekürzt, für Anfänger schlecht. Ebenfalls praktisch ist es, dass sich durch langes Drücken der * Taste sich alle Töne abschalten lassen und die Tastensperre wie bei allen Siemens nur durch die # Taste geschieht.
Für SMS ist dieses Handy praktisch nicht zu gebrauchen. Ohne T9 kann man leben. Dass aber nur maximal 2 Zeilen des Textes angezeigt werden nervt.
Also ein solides und kompaktes Prepaid Handy für Anfänger. Sie sollten aber nicht mehr als telefonieren wollen. Wer viele Funktionen schätzt und an netten, animierten Display Grafikten Gefallen findet sollte aber ein anderes Cell Phone nehmen. Andere Prepaid Handys, wie die in Ehren ergrauten Nokia 5110/30 kosten nicht mehr und können viel mehr (kein Wunder dass Nokia seinen Klassiker immer noch in grossen Stückzahlen verkaufen kann). Der Preis ist mit 99 DM (E-Plus) oder 99 DM (T-D1, inklusive Headset) mittlerweile zwar unter der magischen 100 DM Grenze, erheblich bessere Modelle wie das Alcatel one touch 303 (Grafikdisplay, WAP, 112 g Gewicht, T9, Vibrationsalarm) gibt es bei e-plus aber für 80 DM mehr. D2 und VIAG locken für 149 DM bzw. 129 DM mit dem Trium Mars, diese Modelle sind ähnlich wie das Alcatel ausgestattet. Selbst billige Handys wie das Philips Savvy db oder das Trium Astral (beide gibt es teilweise unter 70 DM) haben einen erheblich grösseren Funktionsumfang als das Siemens C25). Siemens hat die Zeichen der Zeit erkannt und schickt das C25 in Rente.
Der halbherzig gemachte Nachfolger C28 ist aber auf dem Weg ein Flop zu werden: Siemens hat lediglich die Frontplatte "modifizie
rt" und das Display geringfügig verbessert (meiner Meinung nach verunstaltet, das C25 war wenigstens etwas eigenständig, das C28 sieht nur noch billig aus. Die magere Ausstattung hat man jedoch vom Vorgänger übernommen. Nur D2 bietet dieses Handy zur Zeit als Call Ya Gerät für viel zu hohe 149 DM an; D1, e-plus und Viag halten sich zurück. Gegen die anderen obengenannten Geräte hat man einen genauso schweren Stand wie bisher.
Bei D1, D2 und E-Plus bieten dann noch das neue Einsteigertelefon von Siemens an, das A35. Dabei handelt es sich um ein neueres Modell, welches auf dem C35i basiert, aber mit dem Funktionsumfang und Display ähnlich dem C25 geschlagen ist. Der Preis ist mit ungefähr 179 DM ebenfalls zu teuer. Wer nur ein Handy zum telefonieren sucht sollte etwa bei D2 besser zum Trium (Mitsubishi) Galaxy (mit Klappe) oder Astral (ohne Klappe) für 66 DM greifen. Leider gibt es dieses Handy nur noch als Restposten. Reguläre Modelle kosten bei D2 jetzt mindestens 149 DM; bei Prepaidhandies zeichnet sich allgemein ein Ende der superbilligen Angebote ab, man macht mit den hochsubventionierten Telefonen wohl zu viel Verlust.
Das aus der Bosch Erbmasse stammende C30 steht da auch nicht besser da. Mit seiner roten Beleuchtung, der integrierten Antenne und dem Metallgitter sieht es zwar gut aus, die Ausstattung wird aber teilweise noch vom C25 übertroffen. Ein Preis von 199 DM wie bei T-D1 ist viel zu hoch. Connect hat dieses Handy übrigens zum schlechtesten aktuellen Siemens Cell Phone gekürt.
Kein Wunder, dass Siemens immer öfter das C35i den Netzanbietern als Prepaidmodell überlässt. Bei e-plus kann man dieses rundum empfehlenswerte Modell für 199 DM erwerben, T-D1 und D2 verlangen inzwischen rund 249 DM. Siemens will wohl seinen Marktanteil halten, momentan machen Prepaidgeräte das Hauptgeschäft der Hersteller aus. Firmen wie Alcatel, Sagem oder Trium konnten durch diesen Trend in den letzten Jahren den Marktanteil erheblich steigern.
written by GordonFreeman 07.01.2001 (andreas.adelsberger@topmail.de)
Fazit:


01.07.01
Der Bericht ist gut. Ich besitze dieses Gerät auch, bin allerdings soweit zufrieden. Das liegt jedoch auch daran, das ich es auch kaum nutze. Es ist aber ganz praktisch so ein Gerät zu haben, wenn man mal wo im Stau steht. Ansonsten finde ich sowohl die Geräte als auch oftmals deren Benutzer heutzutage eher als Störend. Sogar im Kino denken einige nicht im Traum daran, ihr Handy mal auszuschalten. Aber das hat nichts mit dem Thema zu tun. Wie gesagt - gut und informativ geschrieben. Allerdings NUR ein hilfreich wegen dem Vermerk das Spiele fehlen. Denn Spielen am Handy finde ich ziemlich überflüssig. Wer die Kohle für teure Geräte und hohe Telefongebühren übrig hat, der kann sich eigentlich auch problemlos für 250 DM den neuen Gameboy holen. Das ist zum spielen doch entschieden besser. Und Geschäftleute sollten doch wichtigeres zu tun haben, als am Handy zu daddeln.