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Produkttyp: Siemens Handys
Neuester Testbericht: ... Schrift halbwegs gut lesen. Kleine Schriftarten verlieren sich in den Pixeln und sind nur mühsam zu entziffern. Dafür aber beherrscht ... mehr
Für den Abdecker
Siemens A62

Name des Mitglieds: Wolframo
Produkt:
Siemens A62
Datum: 06.03.07
Bewertung:
Vorteile: billig
Nachteile: bietet nichts
Nach meinem NOKIA-Bericht nun einer über mein "Zweithandy" vin Siemens.
Um es vorweg zu nehmen, er wird nicht sehr positiv ausfallen. Bei der Suche nach einer Gliederung um die ganzen Nachteile einmal aufzulisten, half mir die Firma SIEMENS.
S - Sieht aus wie.....
I - Innenleben
E- Eigenschaften
M - Menueführung und Bedienkomfort
E - Extras
N - Nachzulesen wo?
S - Schlussbemerkung
S - Sieht aus wie....
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Hat man erst einmal das Handy, das Netzteil, den Akku und die Akkuabdeckung aus der Kiste befreit und das Handy zusammengebaut, sieht es aus, wie ein normales Handy mit einem recht großen Display, welches etwa 3,3 x 3,5 cm misst. Optisch wirkt es größer, da es in einem weinroten Rahmen eingefasst ist, der mehr als die Hälfte der Vorderseite einnimmt. Darunter befinden sich drei große Tasten zur Navigation durch die Menues und darunter recht kleine - auch wieder weinrote - Tasten zum Wählen. Eingefasst ist das Ganze in ein vorne mattsilbernes und hinten weinrotes Gehäuse. Oberhalb des Displays findet sich der Schriftzug "SIEMENS" und darüber der Lautsprecher. Zwischen Display und Navigationstasten dann die Typbezeichnung "A62". Auf der Unterseite ist dann ein offenliegender Schlitz, der die Steckkontakte für Ladegerät und Zubehör enthält.
I - Innenleben
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Na gut, aufgeschraubt habe ich es nicht, gemeint sind hier die technischen Daten.
Fangen wir mit den Abmessungen und dem Gewicht an: 10 x 4,5 x 2 cm und 75 g, also klein genug um in jeder Jackettasche Platz zu finden, aber nicht zu klein, so dass das Telefonieren zur Qual wird. Auch das Gewicht ist sehr komfortabel.
Der 700 mAh Lithium-Ionen-Akku hat laut Hersteller eine Standby Zeit von bis zu 250 Stunden und ermöglicht Dauertelefonieren bis zu 5 Stunden, damit ist es dann auch für meine Frau geeignet.
Die Antenne ist integriert und man sieht sie daher nicht. Allerdings wirken sich integrierte Antennen negativ auf die Strahlung aus und so ist es sehr verwunderlich, dass der Hersteller der SAR-Wert mit 0,49 W/kg angibt .
Ach ja: Was ist der SAR-Wert eigentlich? Die Handyfunkwellen werden nur zum Teil in die Luft abgegeben, ein bestimmter Teil wird vom Körper des Nutzers aufgenommen und dabei in Wärme umgewandelt. Da man das Handy üblicherweise am Ohr hält, wird so das Gehirn erwärmt (könnte manchen Zeitgenossen sicherlich ganz gut tun ;o) ) Die Energiemenge, dabei vom Körper absorbiert wird, ist die "Spezifische Absorptionsrate", abgekürzt: SAR. Er wird in Watt pro kg Gewebe angegeben und der Grenzwert in der Europäischen Union liegt bei 2 W/kg.
Nun zum Display: Mit 101 x 80 Pixel bei 4000 Farben eher als schrecklich zu bezeichnen. Die Farben sind wenig brilliant und die Darstellungen sehr grobpixelig. Längeres Draufschauen auf das Display beleidigt Augen und Sehzentrum gleichermaßen. Die Hintergrundbeleuchtung ist zwar in 10 Schritten regelbar, aber sorgt selbst bei höchster Einstellung nicht für Brillianz. Nicht einmal einen reinen Weisston bekommt sie hin, das Bild sieht immer ein wenig braunstichig aus. Auch ist das Display sehr träge, so dass beim Blättern durch die Menues ein Nachziehen und Nachleuchten deutlich bemerkbar ist. Zum Glück kann man die Schriftgröße wählen, denn aufgrund der geringen Auflösung kann man nur die große Schrift halbwegs gut lesen. Kleine Schriftarten verlieren sich in den Pixeln und sind nur mühsam zu entziffern.
Dafür aber beherrscht das Handy alle drei Standards und ist somit ein so genanntes "Tri-band-Handy": GSM 900/1800/1900, welches auch in den USA eingesetzt werden kann.
Auch Datenübertragung kann man Dank GPRS machen, so dass man mit dem integrierten Browser auch WAP-Seiten im Internet aufrufen kann. Für die Fachleute unter Euch: GPRS multislot class 8, coding scheme 1-4* / (WAP 1.2.1) -EMS rel. 4.3
Auch beherrscht das Handy alle gängigen SIM-Sicherheitsmerkmale, so dass man auch mit ausländischen SIM-Karten kaum auf Kompatibilitätsprobleme stossen wird. Ich selbst betreibe es mit einer britischen SIM-Karte.
Nun zum Sound: Hier gilt das Gleiche, wie beim Display: Absolut unter Standard. 16-stimmige Klingeltöne, die wegen des miesen Lautsprechers blechern und mies klingen.
E - Eigenschaften
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Also Telefonieren kann man mit dem Ding. Die Antenne und der Empfänger sind sehr gut aufeinander abgestimmt, denn das Handy ist dort noch eingebucht, wo mein NOKIA schon keinen Empfang mehr hat. Das wäre dann aber auch schon das einzig Positive, denn auf Grund des schlechten Lautsprechers ist der Gesprächspartner nur sehr schlecht zu verstehen. Die eingebaute Freisprecheinrichtung zeichnet sich durch ein sehr empfindliches Mikrofon und schlechten Klang aus. Währen der andere Gesprächspartner einen auch noch bei eimen Mund-Mikrofonabstand von über einem Meter klar versteht, hört man ihn selbst nur als Blechroboter.
Auch das Tastaturfeld ist nicht gerade der Renner, denn die kleinen Tasten sind nur etwas für ausgesprochene Feinmotoriker. SMS-Schreiben macht auf diesem Handy nun wirklich keinen Spaß. Die drei Navigationstasten sind auf Grund der Mehrfachbelegung auch eher etwas für "spitzfingerige" Leute.
Was das Handy überhaupt nicht hat sind Schnittstellen, weder Infrarot, noch Bluetooth, so dass Klingeltonfetischisten sich Ihre Klingeltöne nur über das Internet auf das Handy laden können.
M - Menueführung und Bedienerkomfort
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SIEMENS wirbt für dieses Handy mit intuitiver Bedienerführung. Na, mal seh´n. Auf dem Display sieht man oden links die Empfangsstärke und rechts den Akkuzustand. In der Mitte steht kleingedruckt das Wort GPRS, sofern in dem Gebiet das entsprechende Dienstmerkmal angeboten wird. In der Mitte erscheint der Name des Netzanbieters und darunter Datum und Uhrzeit. In der untersten Zeile wird dann die Tastaturbelegung der rechten und linken Navigationstaste angegeben. Links "Neue SMS" und rechts "Menue". Soweit, so gut. Drücken wir also auf die rechte Navigationstaste. Da, die erste Überraschung - auch diese Taste ist als Kipptaste doppelt belegt. Drückt man unten, kann man ein Gespräch beenden oder die dient als Rücksprungtaste. Nur wenn man oben drückt (sehr fummelig) kommt man weiter. Es erscheinen dann 9 Symbole, die alles andere als klar sind, aber zum Glück wird oben angezeigt, was das hervorgehobene Symbol für ein Menuepunkt darstellen soll. Dort gibt es: Telefonbuch > Ruflisten > Surf & Fun > Töne > Meldungen > Profile > Extras > Eigene Datei > Einstellungen.
Mittels der mittleren "Cursor-Navigationstaste" kann man zwischen den Punkten hin- und herspringen. Die linke Navigationstaste bleibt unbelegt, dafür ist während der Menueführung die rechte doppelt belegt - was für ein Schwachsinn!
Was man sucht, findet man oft erst im 2. Anlauf, von "intuitiv" keine Spur.
E - Extras
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Könnte man mit einem Wort abtun: KEINE. Sieht man einmal von den Standards " Wecker", "Stoppuhr", "Rechner" ab, findet man unter Menu>Surf&Fun>Spiele das Spiel "Stack Attack" und ein Bildermalprogramm. Zugegeben, all das ist unwichtig und für mich auf jeden Fall verzichtbar, aber ein nernünftiger Anschluß einer Freisprecheinrichtung wäre schon wünschenswert. Währen NOKIA-Standard-Doppelklinkenstecker verwendet, muss man bei SIEMENS spezielle Ohrhörer kaufen, da man einen Spezialstecker benötigt. Dieser kommt in den unteren Schlitz, in den man auch das Ladegerät steckt. Da dieser immer offen ist und so Dreck einfringen kann, ist es also nur eine Frage der Zeit, wann man das Gerät zur Reparatur einschicken muss.
Mein Tipp: Da das Gerät zum Glück nur recht selten an das Ladegerät muss, einfach ein wenig Tesa-Film über den Schlitz kleben.
N - Nachzulesen wo?
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Im Handbuch - Entschuldigung, aber diesen Namen verdient dieses Heftchen nicht. 32 Seiten dick, davon nur 16 in deutsch und von diesen 16 beschäftigen sich gerade einmal 10 mit dem Handy, der Rest sind Konformitätserklärung, Telefonnummern internationaler SIEMENS-Niederlassungen und Sicherheitshinweise wie: "Achtung, die SIM-Karte kann von Kleinkindern verschluckt werden." Mit Bildern und Abbildungen hat man gegeizt und der Schwarzweiss-Druck unterstützt noch den Eindruck, dass man ein echtes Billighandy erworben hat. Dafür finden sich dann rhetorisch so ausgefeilte Anweisungen wie " Falls Sie für diesen Dienst registriert sind, können Sie prüfen, ob er eingestellt ist und ihn ein-/ausschalten." Alles klar?
S - Schlussbemerkung
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Da ich dieses Telefon quasi von T-mobile geschenkt bekommen habe und einem geschenkten Gaul man nicht ins Maul schaut, will ich mal nicht zu sehr nörgeln. Wäre es ein Gaul, würde ich ihn zum Abdecker bringen, aber als reines Telefonierhandy kann man es gebrauchen. Luxus und komfortable Bedienung sucht man vergeblich. Sollte sich jemand mit dem Gedanken tragen, dieses Handy zu kaufen (Bei EBAY werden die so zwischen 50 und 100 € gehandelt), lasst die Finger davon.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Euer Wolframo
Fazit: Bestenfalls als Zweithandy zu gebrauchen
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Klangqualität: | ||
| Funktionsvielfalt: | ||
| Akkulaufzeit: |

