Samsung N500


Produkttyp: Samsung Handys
Neuester Testbericht: ... mit ständigem Geläute, aber manchmal brauche ich halt etwas länger, um mein Handy aus der Tasche zu holen - derweil ist der Anruf manc... mehr
Gute Alternative
Samsung N500

Name des Mitglieds: Nuschelbert
Produkt:
Samsung N500
Datum: 09.09.03, geändert am 09.09.03 (504 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: siehe Bericht
Nachteile: siehe Bericht
Vor etwa einem Jahr war es wieder mal zwei Jahre rum, und es wurde wieder Zeit für eine neues Handy. Nachdem ich zwei Nokia-Handies hatte (5110 und 3210) und Bekanntschaft mit deren Kurzlebigkeit, vor allem was den Akku betrifft, gemacht hatte, beschloss ich, mich nach einem Handy eines anderen Herstellers umzusehen. Die Frage war nur nach welchem. Schließlich weiß jeder aus dem Bekanntenkreis was zu berichten und hier bei dooyoo kann man sich ja ebenso gut informieren. So schloss ich Alcatel und Ericsson (bzw. jetzt Sony Ericsson) mal kategorisch aus (wobei ja das Sony Ericsson T610 ja nicht schlecht sein soll; gab es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht). Ein Handy von Siemens wollte ich eigentlich auch nicht, da mir die Menüführung nicht allzu sehr zusagt und viel Geld wollte ich für ein neues Handy eigentlich auch nicht ausgeben. Zudem wollte ich eigentlich auch Handy ohne zuviel Schnickschnack, denn ich wollte, bzw. will, ja ein Handy, mit dem man eigentlich nur telefonieren und die eine oder andere SMS verschicken kann.
Ziemlich ratlos schaute ich mir so alles mögliche im Internet an und kam aber auf keinen grünen Zweig. Zumal man ja einem Handy über das Internet ja nicht ansieht, ob es einem gut in der Hand liegt und wie gut oder wie schlecht die Menüführung ist. Also machte ich mich in den nächsten debitel-Shop auf. Bei debitel wollte ich ja auch gerne bleiben, zum einen wegen der Rufnummer (zwischenzeitlich kann man seine Nummer ja überall mit hin nehmen, zum anderen, weil ich bei debitel für meinen monatlichen Rechnungsumsatz Webmiles bekomme).
Immer noch ratlos stand ich dann im debitel-Point in Stuttgart auf der Königstraße und schaute mich um. Zuerst erkundigte ich mich nach den günstigen 1-Euro-Angeboten (bei Neuabschluss, bei Verlängerung etwas natürlich teurer). Der Verkäufer präsentierte mir dann drei Geräte, das Siemens M55, ein Nokia (den Typ weiß ich leider nicht mehr) und ein Alcatel (auch hier weiß ich den Typ leider nicht mehr
). Tja, da stand ich nun und das ziemlich enttäuscht. Nachdem ich mir dann das Siemens anschaute und feststellte, dass die Tasten für meine Wurstfinger irgendwie zu klein sind, beschäftigte ich mich mit dem Nokia und wollte mich eigentlich schon meinem Schicksal fügen, eben wieder ein Nokia-Handy zu kaufen (bzw. kaufen zu müssen). Der Zufall wollte aber, dass der Verkäufer nun in die Mittagspause ging und mich seine Kollegin weiter bediente, die gerade vom Mittag kam. Ich erklärte ihr kurz die Situation, woraufhin sie meinte „Ach, da hätten wir noch was von Samsung“.
Meine erste Gedanke war ziemlich negativ und das hat man mir wohl auch angesehen. Die Verkäuferin meinte dann nur, dass ein Blick darauf ja nichts kosten würde. Recht hatte sie und ich schaute mir das Gerät mal an. Es war nicht zu groß, recht leicht (zumindest leichter, als mein Nokia 3210), die Tasten waren gut und ein kurzer Blick auf die technischen Daten verriet mir, dass dieses Gerät auf jeden Fall schon mal eine längere Akku-Laufzeit hatte, als die beiden Geräte von Siemens und Nokia. Ich dachte mir, dass man auch mal was riskieren muss und einen etwas weniger bekannten Anbieter wählen. Klar kannte ich die TV-Werbung, aber ich hatte durch meinen Bekanntenkreis bis dahin keinerlei Erfahrungswerte und auch nicht gezielt was über Samsung-Geräte gelesen. Als ich mich nach dem Preis erkundigte, blickte die Verkäuferin in ihren PC und stellte fest, dass das Gerät für mich als Wenigtelefonierer noch 19 Euro kosten würde. Den Preis fand ich eigentlich vertretbar, dennoch ließ ich einfließen, dass ich mal bei debitel für das Controlling (speziell für das Shop-Controlling ) tätig war, was ja auch tatsächlich stimmt, und ob man nicht am Preis noch was machen könne. Ihre Antwort war „Nur beim Kauf von Neugeräten ohne Vertrag bzw. Vertragsverlängerung, aber in der Kundenklassifizierung kann man sich ja immer mal vertun“ so bekam dich das Gerät zum „Normaltelefonierer-PreisR
; von 9 Euro (als Vieltelefonierer hätte ich noch 1 Euro bezahlt).
Freudestrahlend verließ ich den Shop, nicht nur wegen des neuen Gerätes, sondern weil ich noch was rausschlagen konnte, denn ich gehöre normalerweise nicht zu den Leuten, die über Preise verhandeln.
Zu Hause hatte ich dann das Gerät sofort ausgepackt und gleich mal den Akku aufgeladen. Nach der in der Betriebsanleitung genannten Erstaufladezeit von knapp 5 Stunden setzte ich dann meine SIM-Karte in meine neueste Errungenschaft ein und machte mich daran, mein neues Handy zu erkunden.
Die Menüführung ist einfach und logisch aufgebaut und wirklich den Nokia-Geräten ähnlich, so wie die Verkäuferin behauptet hatte.
Doch zuerst etwas zum Äußeren des Handys. Das Samsung SGH-N500 ist silberfarben mit einem blauen Display und einer blauen Tastaturbeleuchtung, was sehr schick aussieht. Zudem wissen wir ja seit der Samsung-Werbung, dass die Welt blau ist und seit der VW-Werbung, dass blau außerdem beruhigend ist. Naja, kann man glauben oder auch nicht, auf jeden Fall sieht es gut aus.
Oben links am Handy befindet sich eine Status-LED, die man in fünf verschiedenen Farben blinken lassen kann, nämlich in grün, blau, gelb, lila und orange. Zum einen sieht es in blau am besten aus, da ja Tastatur und Display blau sind, zum anderen habe ich diese Funktion bei mir deaktiviert, da dieses Geblinke ablenkt und irgendwie verwirrt, wenn das Handy auf dem Tisch liegt. Zudem kostet es meiner Meinung nach nur Akku und hat sonst eigentlich keinerlei Nutzen.
Die Antenne ist integriert und somit ist das Handy sehr angenehm in der Hosentasche zu tragen.
Ich möchte nun das Menü etwas genauer Schritt für Schritt durchgehen, ohne jetzt allerdings alles zu detailliert zu beschreiben und Euch zu langweilen.
1. Anrufliste
Eigentlich klar, was man hier alles machen kann, nämlich unbeantwortete Anrufe, gewählte Rufnummern, angenommene Anrufe, Gesprächsdauer und Gesprächsgebühren
anzeigen lassen (nachdem mal alles eingestellt hat und man diese Funktion überhaupt nutzen möchte).
2. SMS/Voice Mail
Hier kann man Voice Mails erstellen bzw. empfangen, sowie SMS schreiben und lesen. Hier werden auch die Optionen, wie Nummer des SMS-Servers und SMS-Typ usw. eingestellt.
3. Sprachfunktionen
Hier kann man die Sprachwahl aktivieren, aufzeichnen oder sein Handy als Memogerät verwenden.
4. Toneinstellungen
Festgelegt werden hier der Rufton, der Ruftontyp, Tastentöne, soll die Lautstärke beim Anruf ansteigend sein oder nicht usw.
Auf dem Handy gibt es 30 Ruftöne und es können einige zusätzliche gespeichert werden. Auch das selbstkomponieren von Ruftönen ist im Melodie Manager möglich.
5. Einstellungen
Ja was kann man denn einstellen? Ganz klar, die allgemeinen Telefoneinstellungen, wie diese Status-LED, Begrüßungsmeldung, Sprache, die Netzdienste usw.
6. Organizer
Hier befinden sich der Rechner, ein Kalender, Aufgabenliste und man kann hier die Uhreit einstellen, denn das Handy soll ja auch die richtige Uhrzeit anzeigen, oder?
7. Spiele
Jawohl, hier ist die Unterhaltung für Zwischendurch, der Gameboyersatz für Arme. Auf diesem Handy gibt es 11 Spiele:
- Kasino (eine Slotmachine)
- Roulette (in der Mitte wird per Zufall ein Symbol angezeigt und dann läuft rechts ein Slot. Kommt dasselbe Symbol, dann hat man gewonnen).
- Black Jack (wie 17+4)
- Racing (Autorennen)
- Sniper (auf ein bewegendes Ziel schießen)
- Snake (die Mutter der Handyspiele)
- Mole (da schaut immer wieder mal eine Figur auf und per Tastatur muss man ihr auf den Kopf hauen)
- Othello (eine Art Vier gewinnt)
- Hexa (eine Art Tetris, nur seitwärts und man muss auf die gleichen Symbole in den Steinen achten)
- Puzzle I (hier muss man versuchen verschiedene Symbole so zu verschieben, dass das Gesamtbild so aussieht, wie links dargestellt)
- Vacterie (hier muss man vers
uchen durch schlaues setzen der Steinchen die Steinchen des Gegners zu übernehmen. Diffuses Spiel, hab’s selbst nicht verstanden)
8. WWW-Dienste
Hier kann man ausgiebig surfen (WAP), wenn man Lust dazu hat und Sinn darin sieht.
Das waren kurz und knapp die Menüpunkte des Handys. Selbstverständlich sind alle Menüpunkte noch weiter logisch untergliedert. Die Frage ist nur, ob es Sinn macht, diese alle einzeln aufzulisten.
Manch einer hat sich vielleicht jetzt gefragt, wo denn das Telefonbuch ist. Ganz einfach, das Telefonbuch ist so gesehen kein Menüpunkt. Im Ruhezustand des Handys sieht man am unteren Rand zwei Dinge, Menü und Telefonbuch, welche mit einer jeweiligen Taste angesprochen werden können.
Drückt man die Taste für das Telefonbuch kommt man automatisch in den Suchen-Modus, sprich man kann gleich den oder die ersten Buchstaben oder den gesamten Namen des gesuchten eingeben. Drückt man dann, wenn man bei dem entsprechenden Eintrag gelandet ist nicht die Anruftaste (grüner Telefonhörer), sondern die Optionstaste, kann man hier diesen Eintrag bearbeiten. Neue Nummer, neuen Namen usw. Hier kann man dann auch die Sprachaufzeichnung für diesen Eintrag vornehmen, einen bestimmten Klingelton zuordnen oder auch das LED-Lämpchen in einer der 5 Farben bei kommendem Anruf aufleuchten lassen, z.B. Roter Alarm, wenn die Mama anruft :-)))
Wer Erfahrungen mit Sprachanwahl hat, der wird feststellen, dass das nicht ganz ohne ist. Zwar sehr einfach, wenn man seine Finger nicht bewegen möchte, aber bei der Aufzeichnug dürfen keine Störgeräusche im Hintergrund sein, sonst wird die Aufzeichnung nicht akzeptiert. Ebenso problematisch ist dann die Sprachanwahl selbst, wenn es zu viele Störgeräusche gibt. In sofern kann man (also ich zumindest) gut darauf verzichten.
Grundsätzlich ist das SGH-N500 ein gutes Handy, zumindest für meine Zwecke, nämlich telefonieren und ab und zu eine SMS verschicken.
Auf was ich beim Kauf
nicht geachtet hatte ist, dass dieses Gerät zwar ein T9-Wörterbuch hat, aber über kein lernfähiges T9-Wörterbuch hat, was bedeutet, dass man die Wörter, die es nicht kennt, immer wieder eingeben muss.
Ist für mich aber nicht allzu schlimm, da ich ohnehin nicht viel SMS verschicke.
Nachteilig empfinde ich eher, dass Rufton und Vibration nicht parallel möglich sind. Man kennt das ja, man ist unterwegs, es ist etwas lauter, da hört man das Handy nicht. Ist man allerdings in Bewegung spürt man die Vibration in der Hosentasche aber auch nicht unbedingt.
Was ebenfalls problematisch ist, ist das empfangen von multiplen SMS und Visitenkarten von Nokia-Handys (mit anderen Marken habe ich keine Erfahrungswerte, da in meinem Bekanntenkreis alle Nokia oder zwischenzeitlich Samsung haben). Dann erhält man zwar eine SMS aber auch leider beim Öffnen die Anzeige, dass das SMS-Format inkompatibel ist. Stellt sich nur die Frage, ob das ein Problem von Nokia oder von Samsung ist. Da aber meines Wissens nach Siemens-Besitzer diese Dinge problemlos empfangen können, gehe ich davon aus, dass es (leider) ein Problem von Samsung ist.
Ein kleineres Manko ist auch die Verfügbarkeit des Originalzubehörs. In den debitel-Shops wird sinnigerweise nicht auch gleich das passende Zubehör verkauft. Naja. Doch es gibt es und das zu anständigen Preisen, obwohl doch irgendwo ein Exot. Aber im Internet findet sich ja bekanntlich alles und so sind Dinge, wie Headset und eine passende Freisprecheinrichtung kein Problem. Natürlich nicht alles so farbenfroh und hip wie bei Nokia, aber es erfüllt auf jeden Fall seine Zwecke.
Wenn ich auf das letzte Jahr mit diesem Gerät zurückblicke, muss ich sagen, dass es trotz der hier genannten Mängel trotzdem empfehlenswert ist und eine gute Alternative zu den anderen gängigen Handy-Herstellern darstellt. Der Akku hält, was die Beschreibung des Herstellers verspricht. Ich habe es zwar noch nie gestoppt, aber Tatsache ist, dass das Handy sehr lan
ge auskommt, ohne an die Steckdose gehängt zu werden.
Wer wenig Ansprüche an das Können eines Handys hat (wie polyphone Töne, Farbdisplay, tonnenweise Zubehör in tausenden Varianten, MMS usw.), der ist mit diesem Handy ganz gut beraten und ich denke, dass man den Hersteller allgemein weiterempfehlen kann; es ist bestimmt für jeden das passende dabei.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, wenn dieses Handy nicht das Format-Problem hätte, es ein lernfähiges Wörterbuch hätte und gleichzeitig klingeln und virbieren könnte, dann wäre das für mich das Optimum und ich würde die nächsten Jahre auch nicht nur einen Gedanken daran verschwenden, mir ein neues Handy zu kaufen.
Der Kaufpreis ohne Vertrag oder Prepaid liegt derzeit bei knapp 100 Euro.
Technische Daten:
Gewicht: 89 g
Max. Stand-by-Zeit: 150 h
Max. Sprechzeit: 5 h
Display: schwarz-weiß; 4 Graustufen
Akku: Standard Li-Ion-Akku
Dualband (900, 1800 also D- und E-Netz)
Ziemlich ratlos schaute ich mir so alles mögliche im Internet an und kam aber auf keinen grünen Zweig. Zumal man ja einem Handy über das Internet ja nicht ansieht, ob es einem gut in der Hand liegt und wie gut oder wie schlecht die Menüführung ist. Also machte ich mich in den nächsten debitel-Shop auf. Bei debitel wollte ich ja auch gerne bleiben, zum einen wegen der Rufnummer (zwischenzeitlich kann man seine Nummer ja überall mit hin nehmen, zum anderen, weil ich bei debitel für meinen monatlichen Rechnungsumsatz Webmiles bekomme).
Immer noch ratlos stand ich dann im debitel-Point in Stuttgart auf der Königstraße und schaute mich um. Zuerst erkundigte ich mich nach den günstigen 1-Euro-Angeboten (bei Neuabschluss, bei Verlängerung etwas natürlich teurer). Der Verkäufer präsentierte mir dann drei Geräte, das Siemens M55, ein Nokia (den Typ weiß ich leider nicht mehr) und ein Alcatel (auch hier weiß ich den Typ leider nicht mehr
). Tja, da stand ich nun und das ziemlich enttäuscht. Nachdem ich mir dann das Siemens anschaute und feststellte, dass die Tasten für meine Wurstfinger irgendwie zu klein sind, beschäftigte ich mich mit dem Nokia und wollte mich eigentlich schon meinem Schicksal fügen, eben wieder ein Nokia-Handy zu kaufen (bzw. kaufen zu müssen). Der Zufall wollte aber, dass der Verkäufer nun in die Mittagspause ging und mich seine Kollegin weiter bediente, die gerade vom Mittag kam. Ich erklärte ihr kurz die Situation, woraufhin sie meinte „Ach, da hätten wir noch was von Samsung“.
Meine erste Gedanke war ziemlich negativ und das hat man mir wohl auch angesehen. Die Verkäuferin meinte dann nur, dass ein Blick darauf ja nichts kosten würde. Recht hatte sie und ich schaute mir das Gerät mal an. Es war nicht zu groß, recht leicht (zumindest leichter, als mein Nokia 3210), die Tasten waren gut und ein kurzer Blick auf die technischen Daten verriet mir, dass dieses Gerät auf jeden Fall schon mal eine längere Akku-Laufzeit hatte, als die beiden Geräte von Siemens und Nokia. Ich dachte mir, dass man auch mal was riskieren muss und einen etwas weniger bekannten Anbieter wählen. Klar kannte ich die TV-Werbung, aber ich hatte durch meinen Bekanntenkreis bis dahin keinerlei Erfahrungswerte und auch nicht gezielt was über Samsung-Geräte gelesen. Als ich mich nach dem Preis erkundigte, blickte die Verkäuferin in ihren PC und stellte fest, dass das Gerät für mich als Wenigtelefonierer noch 19 Euro kosten würde. Den Preis fand ich eigentlich vertretbar, dennoch ließ ich einfließen, dass ich mal bei debitel für das Controlling (speziell für das Shop-Controlling ) tätig war, was ja auch tatsächlich stimmt, und ob man nicht am Preis noch was machen könne. Ihre Antwort war „Nur beim Kauf von Neugeräten ohne Vertrag bzw. Vertragsverlängerung, aber in der Kundenklassifizierung kann man sich ja immer mal vertun“ so bekam dich das Gerät zum „Normaltelefonierer-PreisR
; von 9 Euro (als Vieltelefonierer hätte ich noch 1 Euro bezahlt).
Freudestrahlend verließ ich den Shop, nicht nur wegen des neuen Gerätes, sondern weil ich noch was rausschlagen konnte, denn ich gehöre normalerweise nicht zu den Leuten, die über Preise verhandeln.
Zu Hause hatte ich dann das Gerät sofort ausgepackt und gleich mal den Akku aufgeladen. Nach der in der Betriebsanleitung genannten Erstaufladezeit von knapp 5 Stunden setzte ich dann meine SIM-Karte in meine neueste Errungenschaft ein und machte mich daran, mein neues Handy zu erkunden.
Die Menüführung ist einfach und logisch aufgebaut und wirklich den Nokia-Geräten ähnlich, so wie die Verkäuferin behauptet hatte.
Doch zuerst etwas zum Äußeren des Handys. Das Samsung SGH-N500 ist silberfarben mit einem blauen Display und einer blauen Tastaturbeleuchtung, was sehr schick aussieht. Zudem wissen wir ja seit der Samsung-Werbung, dass die Welt blau ist und seit der VW-Werbung, dass blau außerdem beruhigend ist. Naja, kann man glauben oder auch nicht, auf jeden Fall sieht es gut aus.
Oben links am Handy befindet sich eine Status-LED, die man in fünf verschiedenen Farben blinken lassen kann, nämlich in grün, blau, gelb, lila und orange. Zum einen sieht es in blau am besten aus, da ja Tastatur und Display blau sind, zum anderen habe ich diese Funktion bei mir deaktiviert, da dieses Geblinke ablenkt und irgendwie verwirrt, wenn das Handy auf dem Tisch liegt. Zudem kostet es meiner Meinung nach nur Akku und hat sonst eigentlich keinerlei Nutzen.
Die Antenne ist integriert und somit ist das Handy sehr angenehm in der Hosentasche zu tragen.
Ich möchte nun das Menü etwas genauer Schritt für Schritt durchgehen, ohne jetzt allerdings alles zu detailliert zu beschreiben und Euch zu langweilen.
1. Anrufliste
Eigentlich klar, was man hier alles machen kann, nämlich unbeantwortete Anrufe, gewählte Rufnummern, angenommene Anrufe, Gesprächsdauer und Gesprächsgebühren
anzeigen lassen (nachdem mal alles eingestellt hat und man diese Funktion überhaupt nutzen möchte).
2. SMS/Voice Mail
Hier kann man Voice Mails erstellen bzw. empfangen, sowie SMS schreiben und lesen. Hier werden auch die Optionen, wie Nummer des SMS-Servers und SMS-Typ usw. eingestellt.
3. Sprachfunktionen
Hier kann man die Sprachwahl aktivieren, aufzeichnen oder sein Handy als Memogerät verwenden.
4. Toneinstellungen
Festgelegt werden hier der Rufton, der Ruftontyp, Tastentöne, soll die Lautstärke beim Anruf ansteigend sein oder nicht usw.
Auf dem Handy gibt es 30 Ruftöne und es können einige zusätzliche gespeichert werden. Auch das selbstkomponieren von Ruftönen ist im Melodie Manager möglich.
5. Einstellungen
Ja was kann man denn einstellen? Ganz klar, die allgemeinen Telefoneinstellungen, wie diese Status-LED, Begrüßungsmeldung, Sprache, die Netzdienste usw.
6. Organizer
Hier befinden sich der Rechner, ein Kalender, Aufgabenliste und man kann hier die Uhreit einstellen, denn das Handy soll ja auch die richtige Uhrzeit anzeigen, oder?
7. Spiele
Jawohl, hier ist die Unterhaltung für Zwischendurch, der Gameboyersatz für Arme. Auf diesem Handy gibt es 11 Spiele:
- Kasino (eine Slotmachine)
- Roulette (in der Mitte wird per Zufall ein Symbol angezeigt und dann läuft rechts ein Slot. Kommt dasselbe Symbol, dann hat man gewonnen).
- Black Jack (wie 17+4)
- Racing (Autorennen)
- Sniper (auf ein bewegendes Ziel schießen)
- Snake (die Mutter der Handyspiele)
- Mole (da schaut immer wieder mal eine Figur auf und per Tastatur muss man ihr auf den Kopf hauen)
- Othello (eine Art Vier gewinnt)
- Hexa (eine Art Tetris, nur seitwärts und man muss auf die gleichen Symbole in den Steinen achten)
- Puzzle I (hier muss man versuchen verschiedene Symbole so zu verschieben, dass das Gesamtbild so aussieht, wie links dargestellt)
- Vacterie (hier muss man vers
uchen durch schlaues setzen der Steinchen die Steinchen des Gegners zu übernehmen. Diffuses Spiel, hab’s selbst nicht verstanden)
8. WWW-Dienste
Hier kann man ausgiebig surfen (WAP), wenn man Lust dazu hat und Sinn darin sieht.
Das waren kurz und knapp die Menüpunkte des Handys. Selbstverständlich sind alle Menüpunkte noch weiter logisch untergliedert. Die Frage ist nur, ob es Sinn macht, diese alle einzeln aufzulisten.
Manch einer hat sich vielleicht jetzt gefragt, wo denn das Telefonbuch ist. Ganz einfach, das Telefonbuch ist so gesehen kein Menüpunkt. Im Ruhezustand des Handys sieht man am unteren Rand zwei Dinge, Menü und Telefonbuch, welche mit einer jeweiligen Taste angesprochen werden können.
Drückt man die Taste für das Telefonbuch kommt man automatisch in den Suchen-Modus, sprich man kann gleich den oder die ersten Buchstaben oder den gesamten Namen des gesuchten eingeben. Drückt man dann, wenn man bei dem entsprechenden Eintrag gelandet ist nicht die Anruftaste (grüner Telefonhörer), sondern die Optionstaste, kann man hier diesen Eintrag bearbeiten. Neue Nummer, neuen Namen usw. Hier kann man dann auch die Sprachaufzeichnung für diesen Eintrag vornehmen, einen bestimmten Klingelton zuordnen oder auch das LED-Lämpchen in einer der 5 Farben bei kommendem Anruf aufleuchten lassen, z.B. Roter Alarm, wenn die Mama anruft :-)))
Wer Erfahrungen mit Sprachanwahl hat, der wird feststellen, dass das nicht ganz ohne ist. Zwar sehr einfach, wenn man seine Finger nicht bewegen möchte, aber bei der Aufzeichnug dürfen keine Störgeräusche im Hintergrund sein, sonst wird die Aufzeichnung nicht akzeptiert. Ebenso problematisch ist dann die Sprachanwahl selbst, wenn es zu viele Störgeräusche gibt. In sofern kann man (also ich zumindest) gut darauf verzichten.
Grundsätzlich ist das SGH-N500 ein gutes Handy, zumindest für meine Zwecke, nämlich telefonieren und ab und zu eine SMS verschicken.
Auf was ich beim Kauf
nicht geachtet hatte ist, dass dieses Gerät zwar ein T9-Wörterbuch hat, aber über kein lernfähiges T9-Wörterbuch hat, was bedeutet, dass man die Wörter, die es nicht kennt, immer wieder eingeben muss.
Ist für mich aber nicht allzu schlimm, da ich ohnehin nicht viel SMS verschicke.
Nachteilig empfinde ich eher, dass Rufton und Vibration nicht parallel möglich sind. Man kennt das ja, man ist unterwegs, es ist etwas lauter, da hört man das Handy nicht. Ist man allerdings in Bewegung spürt man die Vibration in der Hosentasche aber auch nicht unbedingt.
Was ebenfalls problematisch ist, ist das empfangen von multiplen SMS und Visitenkarten von Nokia-Handys (mit anderen Marken habe ich keine Erfahrungswerte, da in meinem Bekanntenkreis alle Nokia oder zwischenzeitlich Samsung haben). Dann erhält man zwar eine SMS aber auch leider beim Öffnen die Anzeige, dass das SMS-Format inkompatibel ist. Stellt sich nur die Frage, ob das ein Problem von Nokia oder von Samsung ist. Da aber meines Wissens nach Siemens-Besitzer diese Dinge problemlos empfangen können, gehe ich davon aus, dass es (leider) ein Problem von Samsung ist.
Ein kleineres Manko ist auch die Verfügbarkeit des Originalzubehörs. In den debitel-Shops wird sinnigerweise nicht auch gleich das passende Zubehör verkauft. Naja. Doch es gibt es und das zu anständigen Preisen, obwohl doch irgendwo ein Exot. Aber im Internet findet sich ja bekanntlich alles und so sind Dinge, wie Headset und eine passende Freisprecheinrichtung kein Problem. Natürlich nicht alles so farbenfroh und hip wie bei Nokia, aber es erfüllt auf jeden Fall seine Zwecke.
Wenn ich auf das letzte Jahr mit diesem Gerät zurückblicke, muss ich sagen, dass es trotz der hier genannten Mängel trotzdem empfehlenswert ist und eine gute Alternative zu den anderen gängigen Handy-Herstellern darstellt. Der Akku hält, was die Beschreibung des Herstellers verspricht. Ich habe es zwar noch nie gestoppt, aber Tatsache ist, dass das Handy sehr lan
ge auskommt, ohne an die Steckdose gehängt zu werden.
Wer wenig Ansprüche an das Können eines Handys hat (wie polyphone Töne, Farbdisplay, tonnenweise Zubehör in tausenden Varianten, MMS usw.), der ist mit diesem Handy ganz gut beraten und ich denke, dass man den Hersteller allgemein weiterempfehlen kann; es ist bestimmt für jeden das passende dabei.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, wenn dieses Handy nicht das Format-Problem hätte, es ein lernfähiges Wörterbuch hätte und gleichzeitig klingeln und virbieren könnte, dann wäre das für mich das Optimum und ich würde die nächsten Jahre auch nicht nur einen Gedanken daran verschwenden, mir ein neues Handy zu kaufen.
Der Kaufpreis ohne Vertrag oder Prepaid liegt derzeit bei knapp 100 Euro.
Technische Daten:
Gewicht: 89 g
Max. Stand-by-Zeit: 150 h
Max. Sprechzeit: 5 h
Display: schwarz-weiß; 4 Graustufen
Akku: Standard Li-Ion-Akku
Dualband (900, 1800 also D- und E-Netz)
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Handy


12.09.03
Bin gerade auch in der selben Situation, wie du damals. Habe eine Liste mit Handys die in Frage kommen gemacht, wo das Samsung N500 auch druaf steht. Das mit dem nicht lernfähigen T9 ist das einige, was mich als SMS Schreiber etwas abschreckt. Aber das mit den verschiedenen Farbsignalen bei verschiednene Anrufern kannte ich noch nciht...das ist schon irgendwie cool....:-)