Philips Savvy Vogue
Fifteen years ago. - Philips Savvy Vogue Handy

Neuester Testbericht: ... wieder herumtreiben wird; und zwar ohne lästiges Vorwahl+Rufnummer wählen oder durch-die-Namen-Blättern. Ich geb's also hiermit offen... mehr

Fifteen years ago.
Philips Savvy Vogue

Cosmay78

Name des Mitglieds: Cosmay78

Produkt:

Philips Savvy Vogue

Datum: 07.04.16

Bewertung:

Vorteile: einfach zu handhaben, nicht teuer in der Anschaffung, Komplettset (Aufladestation, Handytasche...)

Nachteile: die "loop - up" Karten sucht man teilweise wie die Nadel im Heuhaufen

Eigentlich hab ich ja immer zu den Leuten gehört, die die ganzen "Handymans" verachten, mit Missbilligung strafen und sich mehr als genervt fühlten, wenn es überall und andauernd um einen rum klingelt.
Ich habe sehr darüber hergezogen, das tausend Hände zur Tasche greifen, wenn es irgendwo klingelt - da gibt es schon hundert verschiedene Klingeltöne, und trotzdem greift jeder Handyproll zur Tasche, wenn irgendwo der "Akte X-Theme" läutet, obwohl man selber "Old Mc Donald", "I wanna be daylight" und sonstige Tönchen ertönen lässt.

Doch all das sollte mir im Halse stecken bleiben, als ich mein doch recht verspätetes Geburtstagsgeschenk entgegennahm.

Nachdem mein Gesichtsausdruck einige Minuten erstarrt stehen geblieben war, wurde mir offenbart, dass ich ja nie erreichbar sei (na von wegen: schließlich sitz ich in der Arbeit am Telefon) und das somit ja nun ein Ende hätte.

Tja - nun ist es soweit: ich bin auch eine Handyproletin.
Nach der Lektüre der Gebrauchsanweisung (! - wußte gar nicht, das es für ein Handtelefon so viel zu lesen gibt....) dachte ich mir "sieht an und für sich ganz niedlich aus" und freundete mich langsam mit meinem Philips-Loop-Monster an.

Wat man damit nicht alles machen kann!
Sogar mein Biorhytmus wird mir auf Wunsch mitgeteilt.
Des weiteren findet sich ein Rechner, ein Euro-Umrechner (wie aktuell!), eine Weckfunktion (die haut wirklich rein, bin ja fast aus dem Bett gesprungen), eine Stoppuhr sowie zwei Spiele auf dem Handy.
Rufumleitung, Verzeichnis der Anrufe, Sicherheitseinstellung, verschiedene Klingeltöne, Archiv der ein- und ausgegangenen SMS sind natürlich standardmässig mit dabei.

Besonders praktisch finde ich die Sprachwahl - schnell mal "Mama" gekräht, schon weiss Muttern, wo sich ihr Ableger den diesigen Abend wieder herumtreiben wird; und zwar ohne lästiges Vorwahl+Rufnummer wählen oder durch-die-Namen-Blättern.

Ich geb's also hiermit offen zu: manchmal ist so ein Handy doch recht praktisch.
Man kann z.B. schnell mittels SMS (die dann "nur" 30 Pfennig kostet - immer noch teurer als ein Anruf) mitteilen, das man sich z.B. etwas verspätet.

Um Schock-Telefonrechnungen brauch ich mir auch keine Sorgen zu machen: da mein Loop mittels Karte arbeitet hab ich immer einen Überblick über meine Ausgaben. Wenn die 25, 50 oder gar 100 DM Karte leer ist, ist Ende im Gelände.

Bei Grundgebühr-Handys hingegen ernte ich (bzw. mein Bruder!) am Abrechnungsende eine Rechnung über 385 DM, die ihm zwar fast die Augäpfel rausschleudern, aber immer noch nicht deutlich genug zeigen, wie schnell das Geld weg sein kann.

Im Gegensatz dazu weiß ich mit Karte, wie vergänglich auch 25 DM sein können - und kauf dann, um in dem von mir gesetzten "Ausgabe-Rahmen", den ich mir selber gesetzt habe, einfach keine weitere Karte mehr. So einfach ist das!

Mit den SMS's verhält es sich ähnlich: jeweils 10 DM muss/kann ich mir gesondert von meinem Guthaben auf ein Extra SMS - Konto buchen lassen.

Kurz bevor mein "Vorat" zu neige geht, schickt der LoopService mir eine SMS mit dem Hinweis, wieviel DM sich noch auf meinem Konto sind. Da dies bereits bei 2 DM Restbetrag geschieht, wird mir immerhin noch die Möglichkeit gelassen, letzte "Not-sms" rauszuschicken.
Find ich wirklich gut.

Gleiches geschieht mit dem "normalen Konto" - eine SMS teilt mir mit, das meine Telefonier-Finanzier-Kraft bald zu Ende geht.

Auch das Aufladen des Handys ist denkbar einfach - schnell den mitgelieferten Akkukabel ins Handy und in eine Steckdose gesteckt, und nach 2-3 Stunden kann man sich wieder über vier volle Balken freuen.

Einziger Nervtöteraspekt: der Signalton, der angibt, dass das Akku bald leer ist, ist zwar durchaus hilfreich - aber dermassen laut, dass ich nachts schon mal davon aufgewacht bin.
Auch so lernt man, den Aus-Knopf zu bedienen!

- Ja, ich geb's ja offen zu: manchmal ist so ein Handy doch recht praktisch.

Man kann z.B. schnell mittels SMS (die dann "nur" 30 Pfennig kostet - immer noch teurer als ein Anruf) mitteilen, das man sich z.B. etwas verspätet.

Will ich mein SMS Konto wieder aufladen, rufe ich einfach die kostenlose Nummer an, und schwups - innerhalb kürzester Zeit (das erste mal hat's nicht mal eine Minute gedauert) kann ich wieder loslegen.

Nur das zweite mal hatte ich Probleme:
Ich musste ganze 8 Stunden auf die Bestätigung, das mein Konto wieder freigeschaltet wurde, warten. Dafür erhielt ich diese Nachricht gleich 2 mal und buchte so gleich 20 DM auf einmal um; obwohl ich das gar nicht gewollt hatte.

Erklärt wurde mir dieser Umstand, das evt. zu der Zeit viele Leute umbuchen wollten und das es dadurch schon mal zu "kleinen Verzögerungen" kommen kann. Die Fehlbuchung ist wohl auch auf diesen Umstand zurückzuführen. Naja, da ich immerhin eine 50 DM - Karte hatte, hab ich das mal so gelassen, wie es ist.
Ich denke mir sowieso mal, das dieses Guthaben bei mir noch lange vor sich hindümpeln wird.

Denn ich finde die ganze Handy-mania nach wie vor übertrieben. Ich kann mir kaum etwas vorstellen, was so wichtig wäre, dass ich sofort für 1,69 DM die Minute telefonieren müsste. Telefonzellen, die nur 30 Pfennig die Minute berechnen, stehen genug rum - und wenn ich eine Freundin fragen will, wo sie bleibt, nützt mir ein Handy auch nichts, wenn sie schon unterwegs ist.

Es sei denn natürlich, sie hat auch eines - dabei, angeschaltet und hört in der lauten Umgebung das Klingeln - und ist auch gewillt, dran zu gehen.

Abgesehen davon: wenn ich mich mit jemanden treffe, schalte ich das Handy ab oder nehme es gar nicht erst mit - dann will ich mich auf meinen "Treffer" konzentrieren und nicht durch so tiefsinnige SMS wie "Wenn ich ein Vöglein wär, flög ich zu dir; doch weil ich nicht fliegen kann...." blättern.
Für mich kommt noch hinzu, das ich ja, wie ebenfalls schon erwähnt, auf der Arbeit am Telefon sitze und vorraussichtlich den Rest des meines Lebens auch noch da verbringen werde. Also wäre es (teurer) Blödsinn, mich dort auf Handy anzurufen.

Auch andersrum wird ein Schuh draus: wenn ich dort mal privat telefonieren muss/will, gibt es nichts einfacheres, als einfach meinen Büro-Pin zu wählen und loszulegen.

Kurz: für mich lohnt sich ein Handy wirklich nicht.

Und nach wie vor sehe ich keinen wirklichen Nutzen darin.
Ein Ausnahmefall wäre: ich soll jemanden aus einem Geschäft was mitbringen und stehe dann vor der Farbwahl.

Aber selbst für solche "Notfälle" kann ich nachdenken, welche Farbe diesem jemanden wohl besser gefallen würde und die dann auswählen. Liege ich nachher falsch, hat er eben Pesch gehabt - soll er es doch umtauschen. Oder das nächste mal dirket selber hingehen.

Fazit: *dieser Bericht entstand zu DM-Zeit. Und ich weiß, dass er schlecht ist.

Verarbeitung:    
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Bedienkomfort:    
Klangqualität:    
Funktionsvielfalt:    
Akkulaufzeit: