Philips Fisio 820

Produkttyp: Philips Handys
Neuester Testbericht: ... Taste zum Stummschalten? Ich hangele mich doch nicht durch 3 Menüpunkte um das Handy auf "Nur Vibrieren" zu stellen! Wo ist di... mehr
Kleines High-Tech Wunderwerk
Philips Fisio 820

Name des Mitglieds: still.orbiting
Produkt:
Philips Fisio 820
Datum: 24.10.02, geändert am 24.10.02 (2334 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Ausstattung, Verarbeitung, Design
Nachteile: Displayentspiegelung, SMS-Speicher, Kein MMS, EMS, Java, polyphone Klingeltöne
Ich weiß, ich weiß: Auf diesem Handy steht weder Nokia noch Siemens, ein fernöstliches Klappgerät ist es auch nicht, und an den Coolheitsfaktor des Sony Ericsson T68i reicht es auch nicht heran. Aber man würde dem Philips fisio 820 wirklich unrecht tun, wenn man es einfach links liegen lässt, denn man merkt, dass die Holländer wirklich eine ganze Menge Gehirnschmalz in dieses winzige High-Tech-Gerät investiert haben.
Als ich das Handy das erste mal im Laden ausprobieren durfte, ist mir als erstes aufgefallen, dass es eine vollkommen andere Ausstrahlung als andere Handys hat: Es wirkt sehr hochwertig durch seine feine Metalliclackierung, die matten Tasten und die sorgfältige Verarbeitung, es versprüht jedoch keinen sterilen technoiden Charme, sondern wirkt vielmehr rundlich elegant, überaus modern und unaufdringlich schön. Als Farben gibt es Sahara Gold, Crystal Blue und Mars Red High Gloss, wobei die Tasten und die Displayumrandung stets Silber sind. Eine wahre optische Ausnahmeerscheinung also, die auch durch ihr außergewöhnliches Layout an Eigenständigkeit gewinnt: Neben dem für die Größe (98x47x21mm) riesigen Farbdisplay (29x29mm, 112x112 Pixel, 256 Farben) fallen zuallererst die Steuerungstasten auf, die von den Entwicklern in das Tastenfeld integriert wurden. Diese Anordnung gibt dem fisio ein ganz eigenes Gesicht und erlaubt es, den vorhandenen Raum optimal zu nutzen. Wie sonst hätte man es bewerkstelligen sollen, dass bei der arg begrenzten Fläche genügend Raum für ein ordentliches Nummernfeld, ein vernünftiges Steuerkreuz und ein großes Display übrig bleibt? Das sogar noch etwas größere und mit einem geringfügig kleineren Display ausgestattete Sony Ericsson T68i beweißt mit seinem fummeligen und anfälligen Steuerknüppelchen, wie schwierig dieses Unterfangen ist.
Doch Philips hat das Tastenlayout noch weiter revolutioniert: Es gibt keine spezifisch gekennzeichneten Anrufannahme- und -beenden-Tasten mehr, diese Aufgabe wird vielmehr durch die zwei dire
kt unterhalb des Displays angeordneten Softkeys übernommen. Sobald man eine Nummer tippt oder im Telefonbuch auswählt, erscheint im Display über dem rechten Softkey ?Anrufen?, während eines Gesprächs wird der linke Softkey mit ?Ende? betitelt. Im Alltag hat man sich sehr schnell an diese Aufteilung gewöhnt, obwohl man anfangs eine klare farbliche Unterscheidung in ?grün? für Annahme bzw. Anrufen und ?rot? für Auflegen vermisst. Eine Sache fällt jedoch auf: Beim Anruf z.B. einer Mailbox, wo man durch Zifferneingabe bestimmte Funktionen anwählt, wechselt nach dem Eintippen einer Nummer die Beschriftung der linken Softtaste von ?Ende? auf ?Zurück?, sodass man die Taste zweimal betätigen muss, um das Gespräch zu beenden. Unorthodox, aber kein Problem.
Unterhalb der beiden Softkeys befindet sich ein weiterer, halbkreiförmiger zentraler Softkey, der zum allgemeinen Bestätigen innerhalb der Menüs und zum umschalten der Funktion des Steuerkreuzes dient (Schließlich kann man hiermit sowohl scrollen, navigieren als auch Nummern und Buchstaben eingeben, was natürlich nicht gleichzeitig funktionieren kann). Im Ruhezustand ruft er die Spracherkennung auf.
Die beiden mittleren Softkeys werden von zwei Bumerangförmigen, leicht erhöhten Tasten umrahmt, wobei die linke die Korrekturtaste (Langes Drücken: Tastensperre) und die rechte die Menütaste (Langes Drücken: Ausschalten) darstellt. Dieses kompakte Tastenfeld sieht gut aus und lässt sich dank eines exakten Druckpunktes auch gut bedienen, wobei jedoch ein Problem auftritt: Beim Betätigen der beiden Softkeys hat man stets das GEFÜHL, als würde man versehentlich die erhöhte Menü- oder C-Taste mit erwischen, was bei der Menü-Taste fatale folgen hat, denn mit ihr gelangt man wieder zum Ausgangsbildschirm zurück. In allen Tests, die ich bisher gelesen habe, wurde dies aufs schärfste kritisiert und es wurden ständige Fehlbedienungen beschrieben. Doch ich kann nach knapp dreimonatigem intensivem Gebrauch behaupten: Alles Quat
sch! Ich habe kein einziges mal versehentlich eine der äußeren Tasten erwischt! Anfangs ist das Gefühl zwar befremdlich und man glaubt wirklich ständig, dass man gleich die falsche Taste trifft, aber es passiert einfach nicht, da man dazu in eine ganz andere Richtung drücken müsste! Gut, ich weiß nicht, wie es bei Menschen mit riesigen Händen aussieht, aber für mich gibt es keinerlei Probleme.
Das große zentrale Steuerkreuz erleichtert den Umgang mit dem Handy enorm, da es wirklich spielerisch einfach zu bedienen ist und durch seine Dimension Fehlbedienungen ausgeschlossen sind. Der Druckpunkt aller Tasten ist vorbildlich, der Abstand untereinander sehr großzügig und dank des Kreuzes lassen sich die Tasten auch sehr gut blind identifizieren.
Die 5 dient darüber hinaus auch zur Bestätigung innerhalb des Menüs, so dass man je nach Gusto diese Taste, die halbkreisförmige zentrale Softtaste oder die zwei anderen Softtasten benutzen kann, da diese nur mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden, wenn insgesamt mehr als eine Auswahl möglich ist (Kann man z.B. nur ?OK? wählen, haben alle vier Tasten die selbe Funktion, während z.B. in der SMS-Liste die rechte Softtaste zum lesen und die linke zum löschen benutzt wird). Ein Nachteil hat das zentrale Steuerkreuz jedoch: In der Namensliste kann man nicht mehr wie gewohnt durch einfaches antippen z.B. der 8 zum Anfangsbuchstaben ?T? springen, da diese Taste ja zum Abwärtsscrollen benutzt wird. Man muss also vorher mit der linken Softtaste auf ?Suchen? umschalten, was natürlich mehr Zeit benötigt als die konventionelle Methode.
Die Menüstruktur ist hingegen vorbildlich: Das bereits aus anderen Philips-Mobiltelefonen bekannte Karussellmenü lässt sich intuitiv bedienen, es ist unmissverständlich beschriftet und mit großen, auf der obersten Ebene animierten Symbolen versehen, die keine Zweifel aufkommen lassen und durch das farbige Display noch besser zu identifizieren sind. Hinzugekommen ist beim fisio 820 der Menü
punkt ?Bilder Album?, wo .jpeg-Bilder verwaltet und als Bildschirmhintergrund oder Bildschirmschoner eingesetzt werden können, die per E-Mail, Bluetooth oder Datenkabel erhalten wurden. Hierfür stellt das Handy insgesamt 274 kb flexibel nutzbaren Speicher zur Verfügung, den man auch für bis zu 300 Telefonbucheinträge, erhaltene Klingeltöne oder die Sprachwahl und Sprachmemofunktion verwenden kann. Außerdem kann das Handy zwei Pop3 E-Mail-Accounts verwalten, es ist Bluetooth-Daten- und -Voicefähig und mit GPRS Class 10 ausgestattet, so dass WAP und Datenaustausch zum schnellen Vergnügen wird.
Die Synchronisation mit Outlook stellt dank der mitgelieferten Software kein Problem dar (Voraussetzung: Der Rechner ist Bluetooth-fähig oder man kauft das USB-Datenkabel), der Kalender ist dank des großen Farbdisplays schön übersichtlich und das im Handy integrierte Telefonbuch dank der bis zu sieben Einträge pro Namen (Man kann die Typen Mobiltelefon, Geschäftlich, Privat, Pager, Daten, Fax, Anmerkung und E-Mail für jede Nummer bzw. Notiz definieren und als Standard festlegen) sehr praktisch.
Das Philips fisio 820 ist also ein sehr gebrauchstüchtiges, gut verarbeitetes und schickes Handy, dass dank seiner Kompaktheit und Leichtigkeit (84g) perfekt in der Hand liegt und somit zu einem unauffälligen Begleiter wird und wirklich Freude bereitet. Der Akku hält bei normaler Nutzung zwischen 4 Tagen und einer Woche, bei intensivster Nutzung muss man auch schon mal nach zwei Tagen aufladen, wobei der Ladevorgang des Li-Ionen-Akkus zirka 90 Minuten beträgt. Sehr viel Akkuleistung geht für die Beleuchtung des Displays drauf, die man im Dunkeln fast als Taschenlampe benutzen kann. Das Farbdisplay ist zwar schön groß und hat eine feine Auflösung, es ist jedoch auch der größte Minuspunkt an diesem Handy: Der Kontrast ist eher mau (Ohne Beleuchtung sieht man eigentlich nichts, wenn man keine direkte externe Lichtquelle hat) und die Displayabdeckung spiegelt sehr stark, so dass man
das Handy kaum zu Seite neigen kann, da man sonst nur noch Spiegelungen wahrnimmt. Trotzdem fällt dieses Manko im Alltagsbetrieb nicht weiter auf, da das Display des fisio 820 immer noch um Längen besser ist als die gängigen Monochrom- oder Graustufen-Displays von früher. Die Beleuchtung der Tasten ist sehr gleichmäßig, hell und bei jeder Lichtsituation gut zu erkennen.
Weitere Minuspunkte sind die fehlenden Spiele, die schwergängige Akkuarretierung und die verzögert agierende SMS-Liste, in der außerdem nur zehn Nachrichten gespeichert werden können. Schade, dass der große Speicher nicht auch für weitere Nachrichten zu nutzen ist.
Der Empfang ist im E-Plus-Netz ordentlich, jedoch schlechter als bei meinem Philips Xenium 9@9 mit externer Antenne, die Gesprächsqualität ist gut und kann durch einen eingebauten Equaliser noch weiter verbessert werden, die AMR-Schaltung verbessert darüber hinaus die Verständlichkeit speziell beim Gesprächspartner. Die Hörerlautstärke könnte jedoch insgesamt etwas kräftiger sein.
Schade ist auch, dass das fisio 820 kein EMS oder MMS, HSCSD, Java und keine polyphonen Klingeltöne unterstützt.
Doch Philips scheint speziell die Kritik am Display ernst genommen zu haben, denn ab November ist schon der Nachfolger des Fisio 820 erhältlich, das fisio 825. Es unterscheidet sich vor allem durch ein verbessertes Display mit 4096 Farben, verbesserter Entspiegelungen und Beleuchtung und einer KontrastPlus-Schaltung. Außerdem besitzt es PhotoCall, so dass man einzelnen Telefonbucheinträgen Bilder zuordnen kann, die dann bei einem Anruf angezeigt werden; es unterstützt EMS der neuesten Generation und hat einige Spiele vorinstalliert, weitere können heruntergeladen werden. Das Philips fisio 825 wird es in den Farben Sterling Silver, Diamond Black High Gloss, Ceramic White und Steel Blue geben. Der Hauptanreiz am neuen Modell ist jedoch, dass es für lediglich 299 ? ohne Vertrag angeboten werden soll, während der Vorgänger zu Beginn noch 49
? gekostet hat! Damit wird das fisio 825 zu einem wirklich erstklassigen Angebot, da es viele Oberklasse-Features zu einem geradezu lächerlich günstigen Preis bietet. Und wer auf MMS, Java und polyphone Klingeltöne verzichten kann, sollte hier wirklich über einen Kauf nachdenken.
Durch das neue Modell wird auch das fisio 820 zur Zeit geradezu verscherbelt, es ist z.B. bei E-Plus mit Vertrag für 0 ? zu haben (ohne Vertrag: 229 ?), zu Beginn hat man dafür noch 249 ? bezahlt!!! Und glauben sie mir, das Handy ist deutlich mehr Wert, ich jedenfalls habe den Kauf nicht bereut und ich bin froh, ein Gerät zu besitzen, dass man nicht an jeder Ecke sieht. Wenn man überlegt, dass man für ein billig wirkendes, mit einem winzigen Display ausgestattetes und mittlerweile an jeder Straßenecke anzutreffendes Nokia 8310 noch 179 ? mit Vertrag hinblättern muss, bin ich froh, ein außergewöhnliches Mobiltelefon mit Charakter zu besitzen.
Als ich das Handy das erste mal im Laden ausprobieren durfte, ist mir als erstes aufgefallen, dass es eine vollkommen andere Ausstrahlung als andere Handys hat: Es wirkt sehr hochwertig durch seine feine Metalliclackierung, die matten Tasten und die sorgfältige Verarbeitung, es versprüht jedoch keinen sterilen technoiden Charme, sondern wirkt vielmehr rundlich elegant, überaus modern und unaufdringlich schön. Als Farben gibt es Sahara Gold, Crystal Blue und Mars Red High Gloss, wobei die Tasten und die Displayumrandung stets Silber sind. Eine wahre optische Ausnahmeerscheinung also, die auch durch ihr außergewöhnliches Layout an Eigenständigkeit gewinnt: Neben dem für die Größe (98x47x21mm) riesigen Farbdisplay (29x29mm, 112x112 Pixel, 256 Farben) fallen zuallererst die Steuerungstasten auf, die von den Entwicklern in das Tastenfeld integriert wurden. Diese Anordnung gibt dem fisio ein ganz eigenes Gesicht und erlaubt es, den vorhandenen Raum optimal zu nutzen. Wie sonst hätte man es bewerkstelligen sollen, dass bei der arg begrenzten Fläche genügend Raum für ein ordentliches Nummernfeld, ein vernünftiges Steuerkreuz und ein großes Display übrig bleibt? Das sogar noch etwas größere und mit einem geringfügig kleineren Display ausgestattete Sony Ericsson T68i beweißt mit seinem fummeligen und anfälligen Steuerknüppelchen, wie schwierig dieses Unterfangen ist.
Doch Philips hat das Tastenlayout noch weiter revolutioniert: Es gibt keine spezifisch gekennzeichneten Anrufannahme- und -beenden-Tasten mehr, diese Aufgabe wird vielmehr durch die zwei dire
kt unterhalb des Displays angeordneten Softkeys übernommen. Sobald man eine Nummer tippt oder im Telefonbuch auswählt, erscheint im Display über dem rechten Softkey ?Anrufen?, während eines Gesprächs wird der linke Softkey mit ?Ende? betitelt. Im Alltag hat man sich sehr schnell an diese Aufteilung gewöhnt, obwohl man anfangs eine klare farbliche Unterscheidung in ?grün? für Annahme bzw. Anrufen und ?rot? für Auflegen vermisst. Eine Sache fällt jedoch auf: Beim Anruf z.B. einer Mailbox, wo man durch Zifferneingabe bestimmte Funktionen anwählt, wechselt nach dem Eintippen einer Nummer die Beschriftung der linken Softtaste von ?Ende? auf ?Zurück?, sodass man die Taste zweimal betätigen muss, um das Gespräch zu beenden. Unorthodox, aber kein Problem.
Unterhalb der beiden Softkeys befindet sich ein weiterer, halbkreiförmiger zentraler Softkey, der zum allgemeinen Bestätigen innerhalb der Menüs und zum umschalten der Funktion des Steuerkreuzes dient (Schließlich kann man hiermit sowohl scrollen, navigieren als auch Nummern und Buchstaben eingeben, was natürlich nicht gleichzeitig funktionieren kann). Im Ruhezustand ruft er die Spracherkennung auf.
Die beiden mittleren Softkeys werden von zwei Bumerangförmigen, leicht erhöhten Tasten umrahmt, wobei die linke die Korrekturtaste (Langes Drücken: Tastensperre) und die rechte die Menütaste (Langes Drücken: Ausschalten) darstellt. Dieses kompakte Tastenfeld sieht gut aus und lässt sich dank eines exakten Druckpunktes auch gut bedienen, wobei jedoch ein Problem auftritt: Beim Betätigen der beiden Softkeys hat man stets das GEFÜHL, als würde man versehentlich die erhöhte Menü- oder C-Taste mit erwischen, was bei der Menü-Taste fatale folgen hat, denn mit ihr gelangt man wieder zum Ausgangsbildschirm zurück. In allen Tests, die ich bisher gelesen habe, wurde dies aufs schärfste kritisiert und es wurden ständige Fehlbedienungen beschrieben. Doch ich kann nach knapp dreimonatigem intensivem Gebrauch behaupten: Alles Quat
sch! Ich habe kein einziges mal versehentlich eine der äußeren Tasten erwischt! Anfangs ist das Gefühl zwar befremdlich und man glaubt wirklich ständig, dass man gleich die falsche Taste trifft, aber es passiert einfach nicht, da man dazu in eine ganz andere Richtung drücken müsste! Gut, ich weiß nicht, wie es bei Menschen mit riesigen Händen aussieht, aber für mich gibt es keinerlei Probleme.
Das große zentrale Steuerkreuz erleichtert den Umgang mit dem Handy enorm, da es wirklich spielerisch einfach zu bedienen ist und durch seine Dimension Fehlbedienungen ausgeschlossen sind. Der Druckpunkt aller Tasten ist vorbildlich, der Abstand untereinander sehr großzügig und dank des Kreuzes lassen sich die Tasten auch sehr gut blind identifizieren.
Die 5 dient darüber hinaus auch zur Bestätigung innerhalb des Menüs, so dass man je nach Gusto diese Taste, die halbkreisförmige zentrale Softtaste oder die zwei anderen Softtasten benutzen kann, da diese nur mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden, wenn insgesamt mehr als eine Auswahl möglich ist (Kann man z.B. nur ?OK? wählen, haben alle vier Tasten die selbe Funktion, während z.B. in der SMS-Liste die rechte Softtaste zum lesen und die linke zum löschen benutzt wird). Ein Nachteil hat das zentrale Steuerkreuz jedoch: In der Namensliste kann man nicht mehr wie gewohnt durch einfaches antippen z.B. der 8 zum Anfangsbuchstaben ?T? springen, da diese Taste ja zum Abwärtsscrollen benutzt wird. Man muss also vorher mit der linken Softtaste auf ?Suchen? umschalten, was natürlich mehr Zeit benötigt als die konventionelle Methode.
Die Menüstruktur ist hingegen vorbildlich: Das bereits aus anderen Philips-Mobiltelefonen bekannte Karussellmenü lässt sich intuitiv bedienen, es ist unmissverständlich beschriftet und mit großen, auf der obersten Ebene animierten Symbolen versehen, die keine Zweifel aufkommen lassen und durch das farbige Display noch besser zu identifizieren sind. Hinzugekommen ist beim fisio 820 der Menü
punkt ?Bilder Album?, wo .jpeg-Bilder verwaltet und als Bildschirmhintergrund oder Bildschirmschoner eingesetzt werden können, die per E-Mail, Bluetooth oder Datenkabel erhalten wurden. Hierfür stellt das Handy insgesamt 274 kb flexibel nutzbaren Speicher zur Verfügung, den man auch für bis zu 300 Telefonbucheinträge, erhaltene Klingeltöne oder die Sprachwahl und Sprachmemofunktion verwenden kann. Außerdem kann das Handy zwei Pop3 E-Mail-Accounts verwalten, es ist Bluetooth-Daten- und -Voicefähig und mit GPRS Class 10 ausgestattet, so dass WAP und Datenaustausch zum schnellen Vergnügen wird.
Die Synchronisation mit Outlook stellt dank der mitgelieferten Software kein Problem dar (Voraussetzung: Der Rechner ist Bluetooth-fähig oder man kauft das USB-Datenkabel), der Kalender ist dank des großen Farbdisplays schön übersichtlich und das im Handy integrierte Telefonbuch dank der bis zu sieben Einträge pro Namen (Man kann die Typen Mobiltelefon, Geschäftlich, Privat, Pager, Daten, Fax, Anmerkung und E-Mail für jede Nummer bzw. Notiz definieren und als Standard festlegen) sehr praktisch.
Das Philips fisio 820 ist also ein sehr gebrauchstüchtiges, gut verarbeitetes und schickes Handy, dass dank seiner Kompaktheit und Leichtigkeit (84g) perfekt in der Hand liegt und somit zu einem unauffälligen Begleiter wird und wirklich Freude bereitet. Der Akku hält bei normaler Nutzung zwischen 4 Tagen und einer Woche, bei intensivster Nutzung muss man auch schon mal nach zwei Tagen aufladen, wobei der Ladevorgang des Li-Ionen-Akkus zirka 90 Minuten beträgt. Sehr viel Akkuleistung geht für die Beleuchtung des Displays drauf, die man im Dunkeln fast als Taschenlampe benutzen kann. Das Farbdisplay ist zwar schön groß und hat eine feine Auflösung, es ist jedoch auch der größte Minuspunkt an diesem Handy: Der Kontrast ist eher mau (Ohne Beleuchtung sieht man eigentlich nichts, wenn man keine direkte externe Lichtquelle hat) und die Displayabdeckung spiegelt sehr stark, so dass man
das Handy kaum zu Seite neigen kann, da man sonst nur noch Spiegelungen wahrnimmt. Trotzdem fällt dieses Manko im Alltagsbetrieb nicht weiter auf, da das Display des fisio 820 immer noch um Längen besser ist als die gängigen Monochrom- oder Graustufen-Displays von früher. Die Beleuchtung der Tasten ist sehr gleichmäßig, hell und bei jeder Lichtsituation gut zu erkennen.
Weitere Minuspunkte sind die fehlenden Spiele, die schwergängige Akkuarretierung und die verzögert agierende SMS-Liste, in der außerdem nur zehn Nachrichten gespeichert werden können. Schade, dass der große Speicher nicht auch für weitere Nachrichten zu nutzen ist.
Der Empfang ist im E-Plus-Netz ordentlich, jedoch schlechter als bei meinem Philips Xenium 9@9 mit externer Antenne, die Gesprächsqualität ist gut und kann durch einen eingebauten Equaliser noch weiter verbessert werden, die AMR-Schaltung verbessert darüber hinaus die Verständlichkeit speziell beim Gesprächspartner. Die Hörerlautstärke könnte jedoch insgesamt etwas kräftiger sein.
Schade ist auch, dass das fisio 820 kein EMS oder MMS, HSCSD, Java und keine polyphonen Klingeltöne unterstützt.
Doch Philips scheint speziell die Kritik am Display ernst genommen zu haben, denn ab November ist schon der Nachfolger des Fisio 820 erhältlich, das fisio 825. Es unterscheidet sich vor allem durch ein verbessertes Display mit 4096 Farben, verbesserter Entspiegelungen und Beleuchtung und einer KontrastPlus-Schaltung. Außerdem besitzt es PhotoCall, so dass man einzelnen Telefonbucheinträgen Bilder zuordnen kann, die dann bei einem Anruf angezeigt werden; es unterstützt EMS der neuesten Generation und hat einige Spiele vorinstalliert, weitere können heruntergeladen werden. Das Philips fisio 825 wird es in den Farben Sterling Silver, Diamond Black High Gloss, Ceramic White und Steel Blue geben. Der Hauptanreiz am neuen Modell ist jedoch, dass es für lediglich 299 ? ohne Vertrag angeboten werden soll, während der Vorgänger zu Beginn noch 49
? gekostet hat! Damit wird das fisio 825 zu einem wirklich erstklassigen Angebot, da es viele Oberklasse-Features zu einem geradezu lächerlich günstigen Preis bietet. Und wer auf MMS, Java und polyphone Klingeltöne verzichten kann, sollte hier wirklich über einen Kauf nachdenken.
Durch das neue Modell wird auch das fisio 820 zur Zeit geradezu verscherbelt, es ist z.B. bei E-Plus mit Vertrag für 0 ? zu haben (ohne Vertrag: 229 ?), zu Beginn hat man dafür noch 249 ? bezahlt!!! Und glauben sie mir, das Handy ist deutlich mehr Wert, ich jedenfalls habe den Kauf nicht bereut und ich bin froh, ein Gerät zu besitzen, dass man nicht an jeder Ecke sieht. Wenn man überlegt, dass man für ein billig wirkendes, mit einem winzigen Display ausgestattetes und mittlerweile an jeder Straßenecke anzutreffendes Nokia 8310 noch 179 ? mit Vertrag hinblättern muss, bin ich froh, ein außergewöhnliches Mobiltelefon mit Charakter zu besitzen.
Fazit:
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24.10.02
Ein sehr guter Bericht, gruss tical