Nokia 9210i
Muss man(n) einfach haben - Nokia 9210i Handy

Produkttyp: Nokia Handys

Neuester Testbericht: ... ich den Communicator und lese mir die SMS auf dem großen Display durch. Das 9210i öffnet man genau in der Mitte. Im Oberteil ist das Dis... mehr

Muss man(n) einfach haben
Nokia 9210i

narumia

Name des Mitglieds: narumia

Produkt:

Nokia 9210i

Datum: 15.10.02, geändert am 12.07.04 (1301 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: lange Betriebszeiten

Nachteile: relativ unhandlich, kein GPRS

ALLGEMEINES:

Nokia 9210i: mehr Speicher fürs Smartphone

Flash-Player für bewegte Bilder, ein flotterer Internet-Browser mit Java-Script-Unterstützung und ein integrierter RealOne-Player, der Video- und Audio-Streaming per HSCSD ermöglicht ? mit dem gestiegenem Software-Angebot des 9210i setzt Nokia bei den Smartphones neue Maßstäbe. Preisempfehlung des Herstellers: 979 Euro.

Bis auf die veränderte Software-Ausstattung und den größeren Speicher entspricht das 9210i weitgehend dem Vorgänger. Auch die "i"-Version präsentiert sich im schlichten grauen Silberkleid. Nur die äußere Tastatur zeigt sich hier mit schwarzer Schrift auf silbernem Hintergrund ? im Gegensatz zur weiß-dunkelgrauen Variante des älteren Bruders.

In Sachen Größe, Farb-Display und Akkulaufzeiten hat Nokia gegenüber dem Vorgänger nichts geändert: 158 x 60 x 27 Millimeter, 640 x 200 Pixel (4.096 Farben), bis zu zehn Stunden Sprech- und maximal 230 Stunden Stand-by-Zeit (Herstellerangaben). Jedoch ist die Neuauflage nach Xonio-Messungen mit 245 Gramm etwas leichter ? das 9210 wiegt 249 Gramm.



IN ALLER KÜRZE:

Smartphone (Dualband 900/1800 MHz) mit HSCSD zur schnellen Datenübertragung. Weitere Ausstattung u.a.: Freisprechfunktion; WAP- und HTML-Browser; E-Mail-Funktionalität; Fax/Daten-Modem; PC- und IrDA-Schnittstelle; OS Symbian, Java; multimediafähig; RealOne-Player; Bild-Manager (z.B. für Fotos einer Digitalkamera); individuell aufnehmbare und programmierbare Klingeltöne; digitale Bildübertragung und SMS mit über 4500 Zeichen.
Stand-by-Zeit: bis zu 230 h;
Gesprächszeit: bis zu 10 h;
Abmessungen: 158 x 56 x 27 mm;
Gewicht: 244 g;
Akku: Li-Ion-Akku.


Dickes Software-Paket mit kleinen Haken

Statt der vier Megabyte (MB) Hauptspeicher und der mitgelieferten 16-MB-Multimedia-Karte des 9210 wartet das 9210i mit einem 40-MB-Arbeitsspeicher auf. Davon stehen dem Nutzer 16 MB für Text
dateien, Bilder oder Musik-Files zur Verfügung. Wem das nicht reicht, der kann über zusätzliche MMC-Speicherkarten die Kapazität erweitern.


DATENFUNKTIONEN:

Fax, E-Mail-Client, vollwertiges 14,4-kbit/s-Modem, Infrarot und HSCSD (bis zu 43,2 kbit/s in Empfangsrichtung): In Punkto Datenfunktionen steht das 9210i dem Vorgänger in Nichts nach. Die Weiterentwicklung galt eher den Internet-Anwendungen.

Dank neuem Web-Browser (Opera 6.0) geht?s im WWW-Angebot spürbar flotter als beim 9210 voran. Die "i"-Ausgabe versteht sich auch mit Internet-Seiten, die nicht nur aus reinem Standard-HTML bestehen und unterstützt zudem Java-Scripts. Somit lassen sich zum Beispiel Popups aufrufen. Das gleichzeitige Öffnen einer zweiten Web-Seite wird durch ein zusätzliches Fenster ermöglicht. Über die Softkeys kann der Nutzer bequem zwischen beiden Anzeigen wechseln. Manko: Mehr als zwei Fenster gleichzeitig zeigt das 9210 nicht.

Als erstes Nokia-Endgerät bietet das 9210i einen Player für Macromedia-Flash-Animationen. So kann der Anwender Filme, Trickfilme und interaktive Programme auch unterwegs erleben ? was im Test recht passabel funktionierte. Neu ist auch der aufgerüstete Real-One-Player mit Audio- und Video-Streaming. Darüber lassen sich die Clips bereits schon beim Herunterladen betrachten, ohne dass sie beim Herunterladen auf dem Gerät gespeichert werden müssen ? das hält Arbeitsspeicher für andere Dinge frei.

So brach das Gerät beim Aufrufen von Musik-Dateien aus dem Internet immer wieder die Verbindung ab. Laut Hersteller kann nicht jeder Stream abgespielt werden. Ob´s klappt, hängt von der Art des Links sowie von Größe und Auflösung des Clips ab.

Leider hat Nokia bei der Modellpflege nicht die Chance genutzt, das 9210i auch mit GPRS und Bluetooth auszustatten. Zudem präsentiert sich der WAP-Browser weiterhin in der alten WAP 1.1-Version, unterstützt aber jetzt immerhin Push-Dienste.


PRAXIS: r>
Nach einer kurzen Gewöhnungsphase geht das Tippen und Navigieren kinderleicht von der Hand. Vor allem die effektive Bedienung überzeugt: Mit den Funktionstasten unterhalb und den Softkeys rechts neben dem Farb-Display, den Shortcuts, der Menü- und Vier-Wege-Taste kommt der Nutzer zügig ans Ziel. Einziger Wehrmutstropfen: Die schwammige Tastatur führt wie schon beim 9210 zu manch ärgerlichen Fehleingaben.

Bei der Konfiguration der Datendienste ist vieles bereits voreingestellt, auch die manuelle Einrichtung von WAP, Web und E-Mail klappt problemlos. Dagegen erwiesen sich im Test sowohl die Installation der PC-Software als auch die Synchronisation als recht umständlich. Handbuch und beiliegende CD sind diesbezüglich etwas dürftig. Der Daten-Abgleich per Infrarot oder Kabel lief im ersten Test zwar problemlos, erwies sich aber wie beim 9210 als äußerst langsam: Fast eine halbe Stunde brauchte das Gerät für etwa 300 Adressen.



FAZIT:

Stärken: lange Betriebszeiten; HSCSD-Kommunikation mit bis zu 43,2 kBit/s; Schacht für MultimediaCard-Speichererweiterung.
Schwächen: relativ unhandlich; kein GPRS

Fazit: