Nokia 6220
Wenn die Tastatur nicht wär'... - Nokia 6220 Handy

Produkttyp: Nokia Handys

Neuester Testbericht: ... auseinander und hat auch keine spitzen oder scharfen Ecken und Kanten. das einzige, was nicht so unbedingt lange hält, ist die Farbe auf ... mehr

Wenn die Tastatur nicht wär'...
Nokia 6220

TurboFM

Name des Mitglieds: TurboFM

Produkt:

Nokia 6220

Datum: 01.02.05, geändert am 02.02.05 (1467 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Guter Klang, Stereo-Radio, Intigrierte Freisprechanlage

Nachteile: Mieses Tastaturdesign, Headset-Anschluss etwas fummelig, Displaybeleuchtung des recht kleinen Bildschirms etwas zu kurz aktiv

Nachdem ich mich mit Freuden von meinem Sony-Ericsson T610 trennen durfte (Das Teil ist echt Mumpitz), sollte unbedingt wieder ein Nokia her. Seit Mitte der 1990er Jahre habe ich nach einem kurzen Ausflug ins Siemenslager immer Nokia-Handys genutzt und kann nicht klagen.

Lange mussten Nokiafans und(!) Vodafone-Kunden auf dieses Handy warten. Während andere Mobilfunkanbieter dieses schicke Nokia-Gerät bereits in den Läden präsentierten, mussten Vodafone-Kunden noch mehrere Monate warten. Doch nun ist alles klar und auch ich habe zugegriffen. Schön sieht es aus. Für den Businessbereich konzipiert hat es auch weniger Schnickschnack an Bord sondern begeistert durch einfache Menünavigation, nützlichen Features und reizvollem Design. Auch Männerhände halten ein solides Gerät in Händen, dass nicht beim Einantmen in den Atemwegen verschwindet. Hier hat der Miniaturwahnsinn ein Ende.


Der große Schwachpunkt
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Wenn nur diese Tastatur nicht wäre. Leider hat es Nokia geschafft in einem Business-Handy eine Tastatur einzubauen, die man nur mit Blick auf eben diese bedienen kann. Die Tasten lassen sich ohne hinzusehen nicht eindeutig voneinander unterscheiden. Die in der Mitte der Tastatur angedeutete Mulde macht es nicht einfacher, auch wenn schön aussehen soll. Da aich wenigstens die PIN nach Einschalten ohne hinzusehen. Hinzu kommt, dass sich die Tastatur nach unten verjüngt. Das heißt, dass die unteren Tasten (z.B. *,0,#) kleiner sind, als der Oberen (1,2,3). Da man aber mit der "*"-Taste unter anderem die Tastatursperre ein- und ausschaltet, kann es schon mal zu einigen Fehlvesuchen kommen, ehe die "*"-Taste wirklichgetroffen wurde. Auch beim SMS-Schreiben hilft eine solche tastatur nicht wirklich. Auch nach mehreren Wochen habe ich mich nicht wikrlich an diese Tastatur gewöhnen können. Es ist zwar etwas besser geworden, optimal ist aber anders.


Der Rest und alles Andere
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Sonst hat das Nokia alles, was man sich wünscht, wenn man ein Handy haben will, dass einen nicht durch seine bloße Anwesenheit verwirren will. Das im Vergleich recht kleine Display ist gut abzulesen und das Menü ist dank der eindeutigen Symbole schnell zu verstehen. Alles weitere finden Sie in den unten aufgeführten Unterpunkten.

Pfiffig: Das 6220 besitzt eine eingebaute Freisprecheinrichtung. Per Tastendruck sind Gespräche möglich, ohne das Handy ans Ohr zu halten. Der Gesprächpartner wird anstatt auf den kleinen Hörerlautsprecher auf einen stärkeren Lautsprecher widergegeben. Die Qualität ist rechtakzeptabel. Gleiches gilt auch fürs Radio. Sobald das headset angetzt wurde (Voraussetzung für Radioempfang) kann auch auf den Lautsprecher geschaltet werden, und alle Umstehenden kommen in den Genuß von Radiomusik.


Rundgang ums 6220
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Direkt unter dem Display wartet eine große 4-Wege-Wippe auf Befehle des Benutzers. Mit ihr aktiviert man ohne langes Suchen die SMS-Schreibfunktion, die eingebaute Kamera, den Kalender oder das Telefonbuch. Einfach in eine der vier möglichen Richtungen drücken und schon startet das Handy die entsprechende Funktion. Ansonsten funktioniert die Wippe wie die 4 Pfeiltasten auf einer Computertastatur.

Links und rechts daneben befinden sich zwei Funktionstastasten, die je nach Menü andere Funktionen übernehmen. Die jeweilige Funktion wird direktüber den Tasten im Display angezeigt.

Unter diesen Tasten befinden sich die bekannten grüne "Telefonhörer abnehmen"- und die rote "Telefonhörer auflegen"-Tasten. Der Sinn ist klar: Telefongespräche werden damit gestartet und beendet. Im Menü sorgt die rote Taste zusätzlich für schnelles Zurückkehen zum Startbildschirm.

An der linken Gehäuseseite befindet sich eine Schaltwippe, die für die Lautstärkeregelung des Lautsprechers zuständig ist. Oben findet sich der etwas fummelig zu bedienene Ein/Aus-Schalter. Es muss recht genau und kräiftig gedrückt werden. Zudem kann man mit diesem Schalter im eingeschalteten Zustand die Profile schnell auswählen. An der Unterseite wartet der Anschluss fürs Ladegerät sowie für diverse Geräte auf ihren Einsatz. Hier kann u.a. das mitgelieferte(?) Radio-Headset angeschlossen werden. Auf der Rückseite des Gehäuses befindet sich die Kameralinse.


Das Menü
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Ohne ein anständiges Menü benutzt man ein Handy nur ungern für mehr als fürs Telefonieren. Wenn erst der gewünschte Eintrag in unzähligen Untermenüs gesucht werden muss, tritt schnell Frust statt Lust ein.

Das 6220 ist eher auf der guten Seite. Früher, als Handys noch groß und schwer waren, waren die Menüs bei Nokia sehr gut gegliedert und übersichtlich. Es gab ja auch wesentlich weniger Funktionen zu verwalten. Heute sieht das ganze etwas anders aus. da muss ein leichtzu bedienenes menü her. Wie sieht es beim 620 aus? Per Tastendruck öffnet sich ein mit Piktogrammen ausgestattets Menü, welches für die erste Orientierung recht einfach aussieht. Ein Briefsymbol bedeutet "Nachrichten/SMS/MMS", ein Schraubenschlüssel "Einstellungen", etc. Dank dieser Aufschlüsselung gelangt man recht schnell zu seinem gewünschten Punkt.

Allerdings kann es ohne Handbuch schon mal zu kleineren Suchorgien kommen. Beispielsweise die Funktion "Rufumleitungen" versteckt sich für meinen Geschmack zu gut in einem der Menüpunkte. Leider lässt sich die Rufumleitung nicht auf die "Favoriten"-Liste setzen. Schade.

Die Favoriten stellen eine prima Lösung dar, da man eh immer wieder auf bestimmte Funktionen zurückgreift. Diese Favoriten lasssen sich direkt im Startbildschirm anwählen. Ein Tastendruck auf die rechte Funktiontaste (wenn diese zuvor mit der Favoriten-Funktion belegt wurde!) und schon öffnet sich eine Liste der meistgenutzen Funktionen. Diese Liste lässt sich natürlich anpassen. Leider aber nur mit einer begrenzetn Auswahl der tatsächlich vorhandenen Funktionen. Die Rufumleitung kann aus irgendeinem Grunde nicht als Favorit gespeichert werden. Dies kann eventuell in einer anderen Firmwareversion als meiner anders sein.

Ansonsten findet man viele Einstellungsmöglichleiten und Optionen. Ein wenig Einarbeitunsgzeit sollte man sich aber schon gönnen, will man alle oder wenigesten ein paar Funktionen aus dem ff. beherrschen.


Multimedia
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Neben der üblichen MMS-Funktion, auf die ich nicht näher eingehen werdem da ich sie nicht nutze, kommt das 6220 mit diversen weiteren Möglichkeiten daher. Als erstes natürlich die eingebaute Digitalkamera.


Kamera
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Wie nicht anders zu erwarten, bietet die Kamera keinen Vergleich zu einer echten Digitalkamera (ohne Handy drumherum). Miese Bildqualität und eine Auslöseverzögerung jenseits von Gut und Böse, lassen die Kamera eher zu einem Spielzeug für Teenager oder Technikfreaks verkommen. Wer mag, kann sogar Videos mit Ton aufnehmen. Qualität? Siehe oben.

Bilder, Töne, Videos
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Das 6220 speichert alle Videos in Dateiordnern, so dass eine spätere Betrachtung der Dateien recht einfach vonstatten geht. Die eigenen Videos und Bilder können problemlos angeschaut werden. Klingeltöne und andere Sounddateien lassen sich ähnlich komfortabel wiedergeben. In Sachen Klingeltöne ist das 6220 für einige Poweruser sicher eine Enttäuschung. MIDI und AMR ist alles, was das Handy wirklich beherrscht. MP3 und Co sind nicht möglich. Und MIDIs lassen sich auch nur mit etwas aufwand per Computer übertragen und mit noch mehr Aufwand auf dem 6220 wiedergeben. Nokia schreibt sog. SP-MIDIs vor, die erst aus normalen MIDIs erstellt werden müssen. Bleibt das aus, spielt das 6220 keinen Ton.

Radio
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Das Feature schlechthin. In das 6220 hat Nokia ein reinrassiges Stereoradio eingebaut bekommen. Headset angeschlossen und los geht es. Sendesuchlauf, Sendernameneingabe und Lautsprechfunktion sind ohne Probleme möglich. Per Kopfhörer klingt der Empfang wirklich gut und satt. Manch anderes Radio kann sich davon eine Scheibe abschneiden. Hut ab!


Der Kalender
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Vergessliche naturen, wie ich einer bin, mag auf einen mobilen kalender gar nich mehr verzichten. Geburtstage, Meetings und vieles weitere merkt sich das 6220 ohne Mühe. Wird ein beburtstagstermin eingegeben, merkt sichdas 6220 diesen termin und erinnert im nächsten Jahr wieder daran. Nicht jedes Handy beherrschft diese scheinbar logische Funktion.

Weiteres Highlight ist die Erinnerungsfunktion. Mit wenigen Tastenklicks lassen erinnert das 6220 an alles, was man möchte. So kann nichts mehr vergessen werden. Sobald einem etwas einfällt, was man später noch erledigen muss (Reinigung, Milch kaufen, Kinder aus dem Kindergarten abholen, egal was), einfach als Erinnerung in den Kalender eingeben und zum gewünschten Zeitpunkz kommt die Erinnerung. Fantatische Funktion.


Fazit
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Ich nutze das 6220 hauptsächlich zum Telefonieren, SMS schrieben und als Erinerungsmaschine. Dafür ist das Handy wirklich optimal geeignet. Fast Optimal, wäre da nicht die etwas umständlich zu beherrschende Tastatur.

Davon abgesehen, leistet das Gerät gute Dienste und macht Spaß. Radio, eingebaute Freisprecheinrichtung und optimaler Kalender sprechen für sich.

Trotzdem ein Kauftipp: Nokia 6230. Fast gleiches Design mit etwas mehr Ausstattung (mp3, schnellerer Prozessor, etc).




Fazit: