LG GC900 Viewty Smart
Mein erstes Touchscreen-Handy - LG GC900 Viewty Smart Handy

Erhältlich in: 5 Shops

Produkttyp: LG Electronics Handys

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Mein erstes Touchscreen-Handy
LG GC900 Viewty Smart

giga-friend

Name des Mitglieds: giga-friend

Produkt:

LG GC900 Viewty Smart

Datum: 29.08.10, geändert am 29.08.10 (213 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: einfache Bedienung, Touchscreen reagiert sehr gut auf Eingaben, Kamera mit vielen Einstellungen

Nachteile: Kamera mit starkem Bildrauschen, Software funktioniert nur unter Windows XP problemlos, wenige Apps

Eins vorneweg:
Wer Infos über gute Navis für das GC900 hat und Alternativen zur PC Suite III kennt, kann mir das gerne mitteilen. Würde mich sehr drüber freuen.


Nun zum Bericht:
Bei meinem K770i hat sich der Gebrauch inzwischen bemerkbar gemacht und weil ich bei den recht günstigen Preisen fürs mobile Internet auch gerne mal mit dem Handy online gehe, sollte ein neues Handy mit größerem Display und Touchscreen her. Letztendlich hab ich mich dann für das LG GC900 Viewty Smart und gegen das LG Arena entschieden, weil es eine verbesserte Kamera hat und mir optisch etwas besser gefällt. Gekauft habe ich es vor einem Jahr, im Juli 2009, für damals fast 400Euro. Soviel hatte ich noch nie für ein Handy ausgegeben, aber man gönnt sich ja sonst nichts ;-)


Technische Daten:

Standby-Zeit: 300 Stunden
Sprechzeit: 300 Min.
Speicher: intern 1,4 GB dynamischer Speicher
microSD Speicherkartenslot für bis zu 32 GB-Karten
Kamera: 8 MP, LED-Blitz, digitaler Zoom, Videofunktion
Videoplayer: 3GP, H263, H264, MPEG4, WMV, AVI, DIVX, XVID, D1 en-/decoding, MP4
Musikplayer: unterstützt Audioformate MP3, WMA, AMR, MIDI, AAC, AAC+, e-AAC, AC3, WAV, 3GP
Radio
Dolby Mobile
Bluetooth
GPRS/EDGE/HSDPA
Quadband (850/900/1800/1900 MHz), UMTS (900/2100 MHz), HSDPA 7.2
GPS integriert
Displaygröße: 3,0" / 7,62 cm
Displayauflösung: 480 x 800 Pixel, WVGA, 16 Mio. Farben
Maße: 108,9 x 56,1 x 12,4 mm
Gewicht: 102 g


Lieferumfang:
GC900, Akku, Ladegerät, Kopfhörer, Bedienungsanleitung, USB Datenkabel, PC-Software



Die Optik des GC900

Optisch macht das GC900 eine gute Figur und wirkt durch die Form und Silberelemente sehr elegant. Die Vorderseite ist schwarz und über sowie unter dem Display silber "verziert", wobei das untere als Taste benutzt wird. Am unteren Ende des Dispay ist allerdings noch etwas Platz, der leider ungenutzt bleibt. Hier wäre noch Platz für z. B. ein längeres Display gewesen. Zu den übrigen Tasten und Anschlüssen: Oben am Handy befindet sich der Ein- und Ausschalter, der durch einen kurzen Druck darauf auch benutzt werden kann, um die Tastensperre zu aktivieren bzw. wieder zu deaktivieren. Auf der linken Seite findet man den microSD-Kartenslot und die Multitasking-Taste. Die andere Seite des Handys hat einen Anschluss für alle Kabel (Ladegerät, USB-Datenkabel, Kopfhörer), daneben sind die beiden Lautstärketasten und ganz rechts ist die Kamera-Auslösetaste. Nun zur Rückseite des Handys. Sie ist komplett in silbernem Plastik, was aber keineswegs billig aussieht. Dort ist natürlich die Kameralinse samt LED-Blitz untergebracht. Die Linse ist leicht vertieft, sonst aber nicht weiter geschützt.



Akku und Akkulaufzeit

Wenn man die Akkuabdeckung entfernt, hat man Zugriff zum Akku und SIM-Karte. Es ist eine kleine Einkerbung vorhanden, sodass man den Akku einfach entnehmen kann. Es handelt sich um einen Lithium-Ionen Akku mit 3,8 V und 1000mAh. Bei normaler Nutzung kann die Akkulaufzeit bis 3 Tage betragen. Es hängt aber sehr stark von der Nutzung ab. Bei intensiver Nutzung, z. B. von Spielen, Videos etc. wird der Akku um einiges schneller leer. Um eine lange Akkulaufzeit zu erreichen, sollte man bei "Helligkeit" am besten 0% wählen. Das ist die niedrigste Stufe, das Display ist aber immer noch hell genug. Außerdem kann eingestellt werden, wie lange das Display beleuchtet wird. Man kann zwischen 10, 20, 30 und 60 Sekunden wählen.



Der Touchscreen

Bedient wird das Handy hauptsächlich über den Touchscreen. Wenn man möchte, vibriert das Handy beim Tastendruck, um dem Benutzer durch das Fehlen einer "richtigen" Tastatur eine Rückmeldung zu geben. Ich habe es aber wieder ausgeschaltet, weil es mir das nicht so gut gefällt. Er hat eine Größe von 3" und ist damit etwas kleiner als viele andere Smartphones (z. B. iPhone mit 3,5"). Fürs Telefonieren finde ich das angenehmer, beim Surfen dürfte es aber schon etwas mehr sein.
Um die Tastensperre zu aktiveren- bzw. deaktivieren, benutzt man den Ein-/Ausschalter (zum Deaktivieren der Sperre kann man auch die Schaltfläche auf dem Bildschirm gedrückt halten) und zum Beenden von Programmen und Zurückkehren zum Hauptbildschirm die "Ende-Taste" unter dem Display. Sehr praktisch sind auch die Lautstärketasten. Neben dem Verändern der Lautstärke bei einem Anruf und beim Abspielen von Musik kann man damit auch die Leuchte ein- und ausschalten. Dazu muss die Tastatur gesperrt sein. Hält man die Lauter-Taste gedrückt, geht die Leuchte an und wenn man die Taste nochmal kurz drückt, geht die Leuchte wieder aus. Vor allem bei Dunkelheit ist das sehr praktisch.
Beim GC900 wird ein kapazitiver Touchscreen verwendet. Im Gegensatz zur resistiven Technologie kann er nur mit dem Finger bedient werden, weil er auf elektromagnetische Impulse reagiert. Die Bedienung mit z. B. Stiften, dem Fingernagel oder per Handschuh ist daher nicht möglich. Es gibt aber spezielle Stifte für kapazitive Touchscreens. Vorteile gegenüber der resistiven Technik sind u. a. eine höhere Genauigkeit.



Die 4 Startseiten

Das Handy hat 4 "Startseiten", zwischen denen man Wechseln kann, indem man auf dem Display von links nach rechts (oder umgekehrt) streicht. Außerdem wandert oben ein Würfel von links nach rechts an eine bestimmte Stelle, je nachdem in welcher Startseite man sich gerade befindet. Man kann sich eine Startseite als Standard Homescreen einstellen, sodass dieser standardmäßig angezeigt wird.


Die Verknüpfung-Startseite:
Hier kann man Verknüpfungen platzieren, um schneller auf bestimmte Funktionen zugreifen zu können. Um das zu tun, hält man einfach ein Symbol gedrückt und schon erhält jedes Symbol ein X (damit kann man die Verknüpfungen einzeln löschen) und darunter erscheint die Schaltfläche "Lesezeichen bearbeiten". Da kann man dann sämtliche Funktionen des Handys durchgehen und insgesamt bis zu 9 Verknüpfungen auswählen. Bestätigt wird das Ganze mit OK und man kommt wieder zur ursprünglichen Ansicht zurück. Leider kann man keine eigenen Programme hinzufügen (z. B. mein heruntergeladenes Opera Mini als Ersatz für den LG-eigenen Browser), sondern nur die vorgegebenen nehmen.


Die Widget-Startseite:
Auf der Widget-Startseite können praktische "Helferlein", die sog. Widgets, gelegt werden. Auch hier drückt man auf ein Symbol und kriegt dann am unteren Rand eine Leiste mit möglichen Widgets, z. B. Kalender, Notizen, Taschenrechner, Wettervorhersage. Zum Löschen kann man wie oben geschrieben auf das X klicken.


Die Kontakt-Startseite:
Hier können Kontakte hinzugefügt werden, um eine Liste von Favoriten zu haben. Man kann im Telefonbuch durch die Kontakte blättern und dann auswählen. Die Kontakte können entweder direkt untereinander oder in Kreisform (ähnlich wie Cover Flow bei Apple) angezeigt werden. Mit einem Klick darauf wird der Kontakt angezeigt und man kann den Empfänger anrufen, eine Nachricht schicken oder den Kontakt bearbeiten, also Name ändern, Nummer ändern etc.


Die Multimedia-Startseite:
Ähnlich wie bei der Kontakt-Startseite kann man hier Musiktitel und Fotos/Videos hinzufügen. Es sieht optisch nur ein klein wenig anders aus. Klickt man auf ein Bild, kann man es sich ansehen und durch wischen links und rechts alle Bilder durchgehen.



Telefonieren

Man soll ja mit Handys tatsächlich auch noch telefonieren können. Also soll das hier nicht unerwähnt bleiben. Statt einer "richtigen" Tastatur werden die Eingaben komplett über den Touchscreen gemacht. Möchte man z. B. jemanden anrufen, drückt man auf das Telefonhörer-Symbol (ist ganz unten das erste kleine Symbol) und schon erscheint ein Tastenfeld. Man drückt dann die entsprechenden Zahlen und anschließend auf "Sprachanruf". Schon wird die Telefonnummer gewählt und man kann telefonieren. Durch den Näherungssensor schaltet sich das Display ab, wenn man es ans Ohr hält. Nimmt man das Handy vom Ohr weg, geht es wieder an. Das hat zum einen den Vorteil, dass nicht unabsichtlich irgendwelche Knöpfe beim Telefonieren gedrückt werden können und außerdem wird auch noch Strom dabei gespart. Ein Druck auf "Anruf beenden" beendet das Gespräch. Praktisch ist auch, dass man während eines Anrufs mehrere Funktionen nutzen kann:

- Lautsprecher: schaltet die Freisprechfunktion ein
- Stumm: schaltet das Mikrofon aus, damit der Gesprächspartner nicht mithören kann
- Halten: der Anruf wird gehalten
- Optionen-Menü: Aufzeichnen, Nachrichten, Kontakte, Notizen, Wähltasten, Protokoll, Organizer, MFV-Töne aus, Anruf beenden
- Kontakte: die Kontakte durchsuchen
- Notizen: eine Notiz machen
- Wähltasten: öffnet das numerische Tastenfeld

Wird man angerufen, erscheint auf dem Display ein Schieberegler. Um das Gespräch anzunehmen, muss man diesen Regler nach links schieben. Möchte man den Anruf abweisen und dem Anrufer eine Nachricht hinterlassen, so schiebt man den Regler nach rechts. Man hat dann die Möglichkeit aus mehreren Textvorschlägen auszuwählen. Das Problem ist allerdings, dass der Regler nicht immer sofort reagiert und man dann mehrmals versuchen muss, ihn zu bewegen. Wahrscheinlich hat LG aus diesem Grund die Funktion geändert. Nach meinem Firmwareupdate gibt es nämlich keinen Schieberegler mehr, sondern einzelne Buttons. Sieht nicht ganz so schick aus, ist fürs Telefonieren aber einfacher. Mit der Sprachqualität bin ich sehr zufrieden. Ein Rauschen, wie es beim LG Arena bemängelt wurde, gibt es nicht.



Kontakte

Neben dem kleinen "Telefonieren-Symbol" befindet sich das Symbol für die Telefonkontakte. Man kann sich entweder durch die Liste bis nach unten durchscrollen oder oben in das Suchfeld nach einem Kontakt suchen. Gleich neben den Kontakten ist ein Telefon-Symbol, sodass man sofort anrufen kann. Drückt man auf den Kontaktnamen hat man noch weitere Möglichkeiten. Man kann eine Nachricht senden, einen Videoanruf tätigen, den Namen und andere Informationen bearbeiten, den Speicherort ändern oder verschieben (Telefon oder SIM-Karte) oder den Kontakt löschen. Auch über das Menü oben links gibt es noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten und man kann auch alle Kontakte löschen bzw. diejenigen auswählen, die gelöscht werden sollen.



SMS/MMS verschicken

Neben dem Symbol für Kontakte ist das Nachrichtensymbol zum Verschicken von SMS und MMS. Beim Schreiben einer Nachricht öffnet sich die virtuelle Tastatur und man kann wie gewohnt die SMS schreiben. Es kann gewechselt werden zwischen dem normalen Buchstabenblock (für eine Zahl muss die Taste lang gedrückt werden), reinem Ziffernblock und Sonderzeichen. Auch die Worterkennungssoftware T9 ist mit an Bord. Zum Schreiben von großen Buchstaben gibt es auch eine Shift-Taste. Wenn man sie lange gedrückt hält, werden dauerhaft große Buchstaben geschrieben. Genauso lässt sich das wieder rückgängig machen. Es gibt auch ein paar Vorlagen und Smileys zum Einfügen in die Nachricht. Das Verschicken von MMS funktioniert genauso. Einfach eine Datei anhängen und man kann die MMS verschicken. Eine Sache stört mich beim SMS schreiben und wo man sonst mit dem Handy Text eingibt, aber sehr. Und zwar kann man nicht wie am Computer mit den Pfeiltasten an eine bestimmte Stelle des Textes gehen, sondern muss mit dem Finger den Cursor genau an die richtige Stelle setzen (was bei dem kleinen Bildschirm aber sehr schwierig ist) oder einen Teil des Textes dafür löschen. So eine Taste hätte ich mir noch gewünscht, schließlich haben sie die Enter-Taste mit in die Tastatur aufgenommen. Ansonsten funktioniert es wunderbar und das Display reagiert auch sehr schnell auf die Eingaben. Hält man das Handy im Querformat wird statt des Ziffernblocks eine QWERTZ-Tastatur angezeigt. Neben dem Ändern des Wörterbuchs auf Englisch und Italienisch kann auch das Tastaturlayout auf Englisch oder Italienisch umgestellt werden. Leider reagiert der Touchscreen bei der Eingabe nicht so schnell wie im Hochformat.



Hauptmenü

Das vierte kleine Icon ganz rechts öffnet das Hauptmenü. Hier hat man Zugriff auf alle Funktionen und Programme, die sich in vier Untermenüs gliedern: Kommunikation, Multimedia, Anwendungen und Einstellungen. Im Hochformat passen nicht alle Icons auf das Display, sodass man das "Band" nach links und rechts bewegen kann, um auch diese Icons anzuzeigen. Im Querformat sind alle Icons sichtbar, allerdings sind sie deutlich kleiner und es fehlen die Beschriftungen, was es etwas unübersichtlich macht.



Kamera

Das Handy ist mit einer 8 MP Kamera und LED-Blitz ausgestattet. Hier hat LG sich wirklich nicht bitten lassen, eine Menge an Einstellungen mitzuliefern. Als ich sie das erste Mal benutzt habe, hab ich mich echt gefragt, ob ich hier ein Handy oder eine Kamera in der Hand habe. Bevor ich zur Fotofunktion und der Bildqualität komme, gehe ich erst einmal durch, was einem die Kamera alles an Extras bietet.
Zum einen besitzt das Handy eine Außen- und eine Innenkamera. Die Außenkamera ist für normale Fotos gedacht, die Innenkamera für Videotelefonie und Selbstportraits. In den Einstellungen des Kameramodus kann man die gewünschte Art auswählen und wechseln. Außerdem ist noch folgendes möglich: Bei der Bildgröße kann ausgewählt werden zwischen 8MP, 5MP, 3MP, 2MP und 1MP. Es gibt einen Timer (3, 5 und 10 Sekunden), man kann zwischen Telefonspeicher und SD-Kartenspeicher wählen, die Symbole auf dem Display ausblenden, die Art des Autofokus wählen (Spot, Manuell, Gesichtserkennung), den Aufnahmemodus wählen (Serienaufnahme, Smile shot, Beauty shot und Kunstfoto), den Auslöseton einstellen (ausschalten kann man den Ton nicht; das geht nur wenn man die entsprechenden Dateien auf dem Handy austauscht), die Rasteransicht wählen (2x2 oder 3x3 Raster) und die GPS-Referenz ein- und ausschalten. Es gibt die ISO-Werte 100, 200, 400, 800 und Automatisch, die Bildqualität kann eingestellt werden (Superfein, Fein, Normal) und auch ein Bildstabilisator ist dabei. Auch Farbeffekte können ausgewählt werden (Sepia, Mono, Negativ und Relief) und der Weißabgleich für verschiedene Verhältnisse eingestellt werden (Kunstlicht, Sonnig, Leuchtstoff, Bewölkt). Es geht noch weiter... Die Kamera hat einen Makromodus, verschiedene Blitzmodi (Automatisch, Rote-Augen-Reduktion, Immer ein und Immer aus), die Belichtung kann eingestellt werden und 6 Bildmodi sind vorhanden (IS, Automatisch, Porträt, Landschaft, Sport, Nacht).
Auch in Sachen Bildbearbeitung hat man sich nicht lumpen lassen. Man kann im Bild zeichnen, Text in verschiedenen Farben hinzufügen und wenn man möchte, auch in einem Rahmen oder einer Sprechblase. Es können Stempel in unterschiedlichen Farben (Herz, Stern, Fußball, Schmetterling und andere Symbole) dem Bild hinzugefügt werden, das Bild zugeschnitten werden, Farben geändert und Effekte benutzt werden. Auch die Größe kann verändert und das Bild gedreht werden. Das müsste jetzt eigentlich alles gewesen sein, was man mit der Kamera und den Fotos so anstellen kann. Und das ist wirklich ne Menge, hätte ich nie gedacht. Nach einer kurzen Zeit Inaktivität wird die Kamera automatisch in den Standby-Modus geschaltet, um Strom zu sparen. Das GC900 beherrscht auch Multitouch u. a. für das Ansehen von Bildern. Durch das Auseinanderführen bzw. Zusammenführen von zwei Fingern kann man die Größe verändern.



Videokamera

Auch bei der Videokamera hat man wieder die vielen Einstellungsmöglichkeiten. Außerdem kann man das Video langsam, normal oder schnell ablaufen lassen, die Leuchte ein- oder ausschalten, die Belichtung wieder einstellen und der Bildmodus hat bei Videos nur die Möglichkeiten "Automatisch" und "Nacht". Videos können zugeschnitten und gemischt werden und auch Text kann an beliebige Stellen im Video platziert werden.



Bildqualität

Das Menü der Kamera ist prall gefüllt und weiß zu beeindrucken, bei der Bildqualität sieht es aber leider doch etwas anders aus. Die Bildschärfe der Bilder ist eigentlich ganz gut und insgesamt sehen die Bilder auch gut aus, aber das teils sehr starke Bildrauschen mindert die Bildqualität enorm. Dabei ist es völlig egal ob man gute Lichtverhältnisse am Tag hat oder bei weniger Helligkeit filmt. Der Blitz ist in Ordnung und hat für die kleine Größe einiges an Leuchtkraft. Bei einem Handy dieser Preisklasse hätte ich schon mit besserer Bildqualität gerechnet, leider hat das GC900 in diesem Punkt nicht überzeugt. Natürlich darf man bei einem Kamerahandy nicht zuviel erwarten und es nicht mit einer richtigen Kamera vergleichen, aber es wäre definitiv mehr drin gewesen, schade. Eher Mittelmaß, würde ich sagen. Die Videokamera hat mich dafür aber überzeugt. Videos werden ruckelfrei wiedergeben und sehen super aus.



Musikplayer

Der Musikplayer ist relativ einfach gehalten. Man hat alphabetisch geordnetes Menü, das alle Titel anzeigt. Es können entweder alle Titel angezeigt werden oder nur Favoriten, Interpreten, Alben oder Genres. Es gibt mehrere Equalizer, u. a. auch einen mit dem Namen Dolby Mobile (was das GC900 unterstützt), was sich wirklich gut anhört. Man kann außerdem Playlisten erstellen, Musik versenden (als Nachricht, email oder über Bluetooth) und auch eine zufällige Wiedergabe der Musiktitel ist möglich. Es gibt Schaltflächen, um zum letzten und nächsten Titel zu springen, aber leider kann man nicht zurück- und vorspulen. Der Visualizer zeigt verschiedene Effekte, wie man es beispielsweise auch vom Windows Media Player kennt. Man kann das Handy auch drehen, so dass der Musikplayer im Querformat angezeigt wird. Allerdings dauert es ziemlich lange, bis sich das Bild auf das neue Seitenverhältnis ändert. Bei anderen Anwendungen hat das komischerweise besser geklappt.



Internetbrowser

Beim Browser hat LG es aber ganz vermasselt. Für mich absolut unbrauchbar und unverständlich, wie man sowas machen kann. Bei fast jedem Seitenaufruf muss man zoomen, weil die Darstellung so klein ist, dass man kaum was erkennen kann. Bei jedem Link, jeder Vernknüpfung, die man drückt, jedesmal muss man wieder zoomen. So macht Surfen keinen Spaß und wenn ich nicht gelesen hätte, dass man Opera Mini installieren kann und dann alles super läuft, hätte ich mir das Handy definitiv nicht geholt. Mit Opera Mini lässt es sich aber super surfen und der Browser ist auch schneller. Youtube-Videos kann man auch mit dem Handy wiedergeben. Über die youtube-Seite funktioniert es allerdings nicht, man muss den integrierten youtube-Player dafür benutzen, welcher aber sehr gut funktioniert.



Multitasking

Es ist möglich, zwei Anwendungen gleichzeitig laufen zu lassen, auch Multitasking genannt. Dazu drückt man bei einer laufenden Anwendung auf die Multitasking-Taste (auf der linken Seite des Handys) und man sieht wie das Symbol auf und ab hüpft. Hat man dann die zweite Anwendung gestartet, hüpfen beide Symbole. An der oberen Seite des Displays ist außerdem das Multitasking-Symbol zu sehen. Mehr als zwei Anwendungen können nicht gleichzeitig genutzt werden.



Spiele

Es sind mehrere Spiele vorinstalliert, sog. "M-Toy"-Spiele. Die Spiele sind besonders auf den Touchscreen ausgelegt, was ich so vorher noch nicht kannte. Beim Spiel "Bubble Breeze" z. B. muss man in das Handy hineinpusten, um Seifenblasen zu machen. In manchen Seifenblasen sind Sterne, die einem dann Punkte einbringen. Mit "Fliegende Würfel" kann man verschiedene Würfelspiele spielen. Man würfelt dabei, in dem man das Handy hin- und herbewegt. Mit dem Spiel "Tepong" kann man "Tischtennis" spielen. Allerdings kein richtiges Spiel gegen einen Gegner, sondern nur für sich selbst. Je nachdem, wie gut man das Handy schwenkt, desto weiter fliegt der Ball und man holt sich dementsprechend viel Punkte. Die Spiele machen viel Spaß und haben von der Spielweise etwas Ähnlichkeit mit der Nintendo Wii. Wenn man es in der Bahn spielt, zieht man bestimmt einige Blicke auf sich und wird vielleicht für verrückt erklärt^^ Als ich ein Firmwareupdate des Handys gemacht hatte, sind Spiele dazugekommen, sodass jetzt insgesamt 8 solcher Spiele vorinstalliert sind.



Synchronisation

Das Synchronisieren von Daten erfolgt mit der LG Software "PC Suite III", die dem Handy mit beigelegt ist. Nach der Installation wird das Handy auch gleich erkannt. Mit der Bedienung komme ich aber nicht gut klar. Das Programm fängt sofort mit der Übertragung an, ohne danach zu fragen, was man übertragen haben will. Einstellungen kann man dazu auch nicht machen, soweit ich weiß. Wenn ich falsch liegen sollte und es doch anders geht, würde ich mich sehr über Nachrichten dazu freuen, weil es echt sehr nervig ist. Noch schlimmer sieht die Sache beim Firmware-Update aus. Dieses kann man NUR (!) mit Windows XP durchführen, mit Windows 7 und Vista funktioniert es einfach nicht. Ich habe zwar schon in Foren gelesen, dass es doch gehen soll, aber ich habe alles ausprobiert und es hat nicht geklappt. Dann hab ich das Handy an ein Netbook mit Windows XP angeschlossen und es hat tatsächlich sofort funktioniert. Ist mir völlig unverständlich, wie man eine Software beilegen kann, die nur unter einem inzwischen nicht mehr aktuellen Betriebssystem funktioniert. Das schlimme daran ist, dass selbst bei einem aktuellen LG Android-Handy (bei einem hab ich es gelesen, vielleicht auch bei allen LG-Handys?) das Problem immer noch besteht! Meiner Meinung nach muss die Datenübertragung bei einem Handy, das viele Multimediafunktionen hat, einwandfrei funktionieren. Leider ist es bei diesem Handy nicht so und bei meinem nächsten Handykauf werde ich das auf jeden Fall mit berücksichtigen.



LG App Store

Seit kurzem hat LG auch einen App Store (de.lgapplication.com), so dass man sich Anwendungen für Handys herunterladen kann. Auch das GC900 wird dabei unterstützt. Man muss sich zunächst im App Store registrieren und dabei auch das Handymodell angeben, sodass einem passende Apps, Spiele, Klingeltöne und Hintergrundbilder angezeigt werden. Es gibt drei verschiedene Aktivitätsstufen: einfach, doppelt und dreifach. Um die Apps herunterladen zu können, muss man durch das Ansammeln von einer bestimmten Punktezahl die jeweilige Aktivitätsstufe erreicht haben. Punkte kriegt man für die Anmeldung im App Store (einmal pro Tag), Bewerten von Anwendungen, Hinzufügen von Tags bei den eigenen Rezensionen, das Weiterempfehlen über soziale Netzwerke oder email, für das erste RSS-Abonnement und das Eingeben zusätzlicher Informationen auf den Seiten "Registrierung" und "Profil". Ich finde dieses System nicht besonders toll und wenn ich bedenke, dass viele Downloads noch nicht mal funktionieren, habe ich erst recht keine Lust auf diese Spielerei. Alle Downloads sind zwar kostenfrei und ein paar gute Sachen sind dabei, aber überzeugen kann mich der LG App Store auf keinen Fall. Er ist noch ziemlich unausgereift und ich habe auch nicht viel Hoffnung, dass sich da groß was dran ändert. Wenn man vernünftige Apps haben will (z. B. zur Navigation), muss man wohl doch in Richtung Apple oder Android schauen.



Erfahrungen

Ich habe das Handy jetzt 1 Jahr und bin einigermaßen zufrieden mit dem Gerät. Die befürchteten Bugs und Abstürze, wie ich es in manchen Foren gelesen habe, sind bei mir ausgeblieben. Das Handy lässt sich gut bedienen und hat eine sehr ansprechende Benutzeroberfläche mit netten Animationen und bunten Farben. Die Menüs sind gut und übersichtlich aufgebaut und man findet sich schnell zurecht. Beim ersten Start des Handys bekommt man außerdem eine animierte Anleitung zum Bedienen des Handys, was sehr gut gemacht ist. Der Touchscreen reagiert schnell auf Eingaben, meist ohne kaum merkbare Verzögerung. Nur das Wechseln von Hoch- in Querformat klappt nicht immer einwandfrei. Das geänderte Menü zum Annehmen von Anrufen find ich besser, weil der Schieberegler vorher nicht immer gut reagiert hat. Bluetooth, WLAN und GPS funktioniert auch zuverlässig. Durch das LG-eigene Betriebssystem hat man allerdings das Problem, dass man nicht so eine große Auswahl an Apps hat wie bei den anderen Systemen (iOS, Android, Windows Mobile). LG hat seit kurzem zwar einen eigenen App Store, der aber (noch) nicht ausgereift ist und nicht überzeugen kann. Das betrifft leider auch die GPS-Funktion und somit gibt es kaum Navigationsprogramme, die auf dem GC900 laufen. Skobbler ist leider nicht mehr lauffähig, weil jetzt nur noch iPhone und Android unterstützt wird. Ich habe gerade Wisepilot installiert, was nach der Testphase aber ziemlich teuer ist. Ansonsten hab ich noch kein vergleichbares Programm gefunden, was auf dem GC900 läuft. Problematisch ist auch die Arbeit mit der PC-Suite, weil diese meiner Meinung nach schlecht zu bedienen ist und das Firmwareupdate nur über Windows XP problemlos funktioniert.



Fazit

Das GC900 ist ein gutes Handy, was einfach zu bedienen ist, eine ansprechende Oberfläche hat und stabil läuft. Es sind schöne Spiele vorinstalliert, die auf den Touchscreen optimiert sind und viel Spaß machen. Die Bedienungsanleitung ist sehr ausführlich und verständlich, in Deutsch und Englisch. Abstriche muss man bei der Kamera machen. Durch das LG-eigene Betriebssystem sind einem allerdings Grenzen gesetzt, was das Installieren von Anwendungen betrifft und auch die Synchronisation von Daten bereitet Probleme. Somit hat man zwar ein eigentlich gutes Handy, kann das Potential aber leider nicht ausschöpfen. Wer auf Apps nicht so viel Wert legt und trotz der GPS-Funktion auf eine gute Navigationslösung verzichten kann, macht mit dem Handy nicht viel falsch, ansonsten ist aktuell ein iPhone oder Android-Handy aber die bessere Wahl.



Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!

Fazit: s.o.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Klangqualität:    
Funktionsvielfalt:    
Akkulaufzeit: