
Produkttyp: Sony Ericsson Handys
Neuester Testbericht: ... ich es am nächsten Tag ausprobieren konnte. Telefonieren funktioniert wie bei jedem Handy auch mittels einer grünen Yes Taste und einer ro... mehr
Wie - DU hast jetzt auch ein Nokia?!?
Ericsson T65

Name des Mitglieds: The.Crow
Produkt:
Ericsson T65
Datum: 30.04.02, geändert am 30.04.02 (369 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Tolle Verarbeitung, Gut durchdachtes Menü, viel Ausstattung
Nachteile: Kein IR / Bluetooth, Beleuchtung dürfte stärker sein
Dennoch (oder gerade deshalb) muß ich jetzt echt mal einen Bericht darüber schreiben, um aller Welt (oder zumindest den Lesern hier) zu zeigen, daß es sich beim T65 nicht nur um eine Nokia-Kopie handelt.
Anmerkung:
Dies wird für längere Zeit erst mal mein letzter Handy-Bericht sein. Erstens sind die anderen Geräte, die bei mir noch herumstehen, einfach zu alt für einen sinnvollen Bericht (weitere Neuerwerbungen stehen momentan auch erst mal nicht an); und zweitens möchte ich die Nerven meiner Vertrauten und derer, die mich mehr oder weniger regelmäßig lesen (besonders Treesitter *g*) nicht durch andauernde Ausflüge in die Welt der Mobiltelefone überstrapazieren...
Dieser Bericht ist übrigens schon wieder echt lang geworden; sorry, war keine Absicht! ;-) (Kurzberichte-Fans sollten dieses Fenster gleich wieder schließen)
Aber nun genug gelabert - auf zum eigentlichen Thema dieses Berichts!
--- Das Äußere ---
Die Zeit, in der auch Nichteingeweihte oder -freaks ein Ericsson auch aus 10 Metern Entfernung noch von der Konkurrenz unterscheiden konnten, ist leider vorbei - das T65 sieht auf den ersten Blick tatsächlich wie ein Nokia aus.
Es hat keine externe Antenne (*schnief*), wirkt relativ zierlich (was angesichts der wirklich kleinen Maße von 105 x 49 x 21 mm bei einem Gewicht von 98 g auch kein Wunder ist) und aufgrund der Farbkombination Dunkelblau / Weiß auch ziemlich jugendlich. Auf übertriebene, plakative Flippigke
it a la Nokia 8310 (das teilweise aussieht, als käme es direkt aus einem Überraschungsei) wurde aber glücklicherweise verzichtet. (Das Handy ist ebenfalls - wenn auch nur selten - in Hellblau / Weiß bzw. Hellgelb / Weiß erhältlich)
Dominiert wird das Aussehen des Handys - im Gegensatz zu früheren Ericssons - von dem angenehm großen Dispay und seiner silber-weißen Umrandung; die darunter eng zusammengerückte Tastatur tritt da eher in den Hintergrund. Sehr schön wirkt auch der weiße Streifen, der sich auf den Seitenflächen des Geräts befindet ? auch die leicht geschwungene Rückseite sieht wirklich sehr gelungen aus.
--- Das Display ---
Das Display des T65 ist exakt das gleiche, das auch im Vorgängermodell R520m seine Arbeit verrichtet hat.
Es verfügt über vier Graustufen, löst sehr fein auf und wirkt bei Tageslicht extrem brillant; auch in der Dämmerung oder der Dunkelheit lässt dieser Eindruck nur ein wenig nach.
Durch die Möglichkeit, drei verschiedene Schriftgrößen einzustellen, verfügt das Handy in der kleinsten Schriftgröße (die sich aufgrund des scharfen Displays dennoch problemlos lesen lässt) über fünf Zeilen, und das sowohl im SMS-Betrieb als auch in den verschiedenen Menüs.
Im Normalbetrieb zeigt das Display den Ladezustand (10- oder 11-stufig glaube ich), die Netzstärke (fünfstufig), die aktuelle Uhrzeit, Den Netzbetreiber, das gewählte Profil (wenn man eines gewählt hat) und (wenn man das möchte) eines von fünf im Gerät gespeicherten Hintergrundbildern an ? weitere lassen sich ohne weitere Kosten (abgesehen von der Verbindung) per normaler Wap-Verbindung von der Homepage von SonyEricsson herunterladen.
Auch beim T65 erfolgt die Beleuchtung wieder nicht über LEDs sondern über eine türkisblau schimmernde Folie; jedoch dürfte die Beleuchtung bei diesem Modell durchaus etwas stärker sein. Zur Verdeutlichung: Mit dem R310s kann man im Prinzip nahezu ein Zimmer ausleuchten, das R520m reicht noch für
einen Schrank und das T65 gerade noch für eine Schublade. Das ist zwar auch bei schlechten Lichtverhältnissen kein wirkliches Problem, angenehmer wäre es aber schon, wenn die Beleuchtung etwas kräftiger wäre.
Das einzige kleine Problem ist die Tatsache, dass das Display wirklich überhaupt nicht vertieft und damit ziemlich anfällig für Kratzer ist; da muss man schon etwas aufpassen.
--- Die Tastatur ---
Die Tasten des T65 liegen ziemlich eng beisammen, jedoch hatte ich dennoch bisher keine Probleme, immer die Taste zu erwischen, die ich wollte; wobei ich aber auch ziemlich schlanke Hände habe ? Menschen, die generell etwas bis deutlich breiter gebaut sind als ich (was echt keine Kunst ist) sind bei der Benutzung der Tastatur vermutlich ziemlich auf ihre Fingerspitzen angewiesen, aber auch das dürfte eigentlich kein Problem sein.
Die Tasten haben einen angenehmen bis teilweise fast schon etwas hohen Druckwiderstand und einen traumhaften Druckpunkt ? da wird sogar fast die von mir sonst obligatorisch empfohlene Verwendung des Tastenklicks (damit man beim schnellen Schreiben keine Buchstaben vergisst) unnötig.
Auch die zentral angebrachte Navigationstaste, die sich mittig unter dem Display befindet und sich in vier Richtungen bewegen lässt, ist hervorragend zu bedienen und wirkt kein bisschen schwammig, so dass man wirklich immer in die Richtung steuert, in die man möchte.
Bei der Tastatur wird die etwas schwächliche Beleuchtung allerdings zum echten Problem. Befindet man sich nicht in völliger Dunkelheit, muss man sich das Handy praktisch 20 cm vor das Gesicht halten, um die Beschriftung der Tasten lesen zu können, die aufgrund der geringen Tastengröße logischerweise auch nicht gerade riesig ausfällt. Ich habe zwar kein Problem damit, da ich nach 5-jähriger Mobilfunk-Erfahrung auswendig weiß, wo sich welcher Buchstabe befindet; für ?Einsteiger? könnte das anfangs etwas problematisch werden, aber man gewöhnt sich ja
irgendwann an alles... *g*
--- Das Menü ---
Das System an sich hat sich bei Ericsson im Lauf der Zeit nicht groß verändert ? das Menü besteht immer noch aus der Animation von hintereinander stehenden Karteikarten, allerdings sind diese Karten nun (wie auch schon beim T39 / R520m) mit kleinen, bewegten (und teilweise echt niedlichen) Icons versehen, wodurch sich der Menüverlauf noch leichter einprägt.
Alle verschiedenen Untermenüs sind logisch strukturiert; alles ist da, wo es hingehört, die Übersichtlichkeit ist besonders bei der Verwendung der kleinen Schriftgröße ein Traum, und es lässt sich mit der Navigationstaste auch hervorragend im Menü herumscrollen ? besser geht es meiner Meinung nach fast nicht mehr.
Für ganz Eilige lassen sich im hintersten Hauptmenü-Punkt Menü-Shortcuts für fast alle Funktionen anlegen, so dass man quasi jeden Punkt im Menü mit drei Tastendrücken erreichen kann.
--- Die Klangqualität ---
Der Klang der Sprache beim Telefonieren ist sehr gut, auch wenn nicht ganz das Motorola-Niveau erreicht wird. Die Stimme des Anderen wird klar und ohne Quäken oder andere störende Nebengeräusche übertragen, lediglich etwas mehr Bässe könnten vorhanden sein, um der Stimme des Anderen einen etwas wärmeren und volleren Klang zu verleihen; ansonsten gibt?s hier nichts zu meckern.
Naja, eine kleine Sache ist doch: Einige T65 scheinen extrem empfindlich zu sein, was Störgeräusche durch starken Wind angeht ? da kracht und rumpelt es anscheinend dann ziemlich stark im Mikrofon; da dieses Problem aber bei meinem Gerät nicht vorhanden ist, kann ich leider nicht sagen, ob es reicht, sich einfach etwas anders hinzustellen, oder ob es eine andere Möglichkeit gibt, dieses Problem zu lösen.
--- Die Empfangseigenschaften ---
In diesem Punkt war ich von dem Gerät doch ziemlich überrascht; besonders da ich bisher eine klare Abneigung gegen Handys mit interner Antenne hatte, denen zuminde
st in der Anfangszeit teilweise extreme Empfangsschwäche nachgesagt wurde.
Das T65 steht in Sachen Empfang meinen anderen Handys mit externer Antenne (hierbei besonders das R520m und das R310s) in nichts nach und gibt auch bei schlechtem Netz nicht gleicht auf ? daher würde den Empfang durchaus als überdurchschnittlich einstufen (auch wenn es da sicher wieder leichte Unterschiede zwischen den einzelnen Exemplaren gibt).
--- Die Verarbeitung ---
Obwohl ich auch in Sachen Verarbeitung ziemlich skeptisch gegenüber den Ericsson-Geräten der neueren Generation (also nach dem R520m / T39) war, war ich auch in diesem Punkt wieder extrem (positiv) überrascht. Das Handy fühlt sich sehr hochwertig und solide an und strahlt einfach die typische Ericsson-Qualität aus; beim T65 klappert und knarzt (auch nach nun mehrmonatiger Benutzung) rein gar nichts. Sicherlich beteiligt an diesem Punkt ist die Tatsache, dass das T65 keinen Akku-Deckel besitzt (der Akku ist fest eingebaut ? darauf gehe ich aber noch ein), wodurch ein Instabilitätsfaktor schon einmal von Anfang an ausgeschlossen ist.
Rein subjektiv würde ich sagen, dass sich das Gerät einfach so anfühlt, als wäre es aus einem Stück, und nicht aus mehreren Teilen zusammen gesetzt. Einfach herrlich... ;-)
--- Die Ausstattung ---
Das ist der einzige kleine ?richtige? Kritikpunkt, den ich an dem Handy habe. Technisch gesehen ist es zwar auf dem neuesten Stand ? es ist ein Dualband-Gerät, beherrscht WAP, GPRS und HSCSD, EMS (eine Art SMS-Nachfolger, mit dem man auch Klingeltöne, kleine Bildchen und Animationen verschicken kann ? kann aber teuer werden und funktioniert nur zu bestimmten Handys), hat einen eMail-Client, ein hervorragendes Telefonbuch, bei dem man einem Namen mehrere Nummern zuordnen kann (was Nummernsalat bei Leuten mit mehr als nur einer Telefonnummer vermeidet) und einen brauchbaren Vibrationsruf, aber es hat leider KEINE Infrarot- oder Bluetooth-Schnittstelle, m
it denen es zum Beispiel mit einem PDA, einem Computer oder einem anderen Handy kommunizieren kann; hierzu ist immer ein Datenkabel nötig. Das ist wirklich der einzige Punkt, den ich nicht verstehe; zumindest eine IR-Schnittstelle gehört seit dem Nokia 6110 bei Business-Geräten zum guten Ton.
Ansonsten hat der Winzling aber wirklich alles, was man braucht (oder auch nicht braucht... *g*)
Auch das typische Ericsson-Problem mit dem gähnend langsamen SMS-Menü hat sich zumindest etwas gebessert ? jetzt ist man beim Schreiben zumindest nur noch ein Wort schneller als die Textanzeige...
Die Tatsache, dass sich der Akku nicht wechseln lässt, da er fest eingebaut ist, halte ich ehrlich gesagt nicht unbedingt für ein großes Problem, da bei keinem meiner bisher wirklich zahlreichen Handys jemals ein Akku kaputt gegangen ist und ich die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas doch einmal passiert, für ziemlich gering halte. WENN es dann aber wirklich mal passiert, bleibt einem der Weg zum Händler leider nicht erspart... :-(
Die Standby-Zeit meines Geräts liegt laut Anzeige bei ca. 220 Stunden (die von Ericsson genannten 300 Stunden sind wirklich nur eine Legende und wurden auch von anderen noch nie erreicht), was ziemlich den Tatsachen entspricht. Wenn der Akku leer ist, kann er in knapp 1 1/2 bis 2 Stunden wieder voll aufgeladen werden
--- Der Preis ---
Mit einem Neuvertrag wird das Handy normalerweise so um 50 Euro verkauft, ohne Vertrag liegt der Preis ungefähr bei 300 Euro
--- Fazit ---
Abgesehen von der fehlenden IR- und Bluetooth-Schnittstelle ist das T65 ein hervorragend und absolut überdurchschnittlich verarbeitetes, fast komplett ausgestattetes Businesshandy mit einem im Verhältnis zur Leistung ziemlich niedrigen Preis ? ich habe den Kauf bisher noch nicht bereut und denke, dass ich das auch weiterhin nicht tun werde... ;-)
Vielen Dank für Eure Geduld! :-)
The.Crow
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Handy


05.05.02
Endlich mal jemand der meiner Meinung ist... ich hasse Nokia-Handys, vor allem wegen dem bescheuerten SMS-Mitteilungs ton! Nach meinem ersten Nokia... ja ich hatte auch mal eins - kam ich dann auf Ericsson und war sofort hin und weg von meinem "Kampfhand y" ! Nach einem kurzen Ausflug ins Lager von Siemens hab ich mir jetzt kürzlich wieder einen Ericsson Prügel zugelegt... das R520m... wenn ich ganz ehrlich bin, die kleinen Dinger kämen bei mir nicht ins Haus ! Groß müssen Sie sein die Handys... das man richtig was in der Hand hat ! Gruss Senilm