Ericsson T39m
Edel-Mini & Business-Phone - genial!!! - Ericsson T39m Handy

Produkttyp: Sony Ericsson Handys

Neuester Testbericht: ... daß ich je besaß und hat alle meine Erwartungen mehr als übertroffen. Es ist Robust, gut zu bedienen, und astrein kompatibel zum Zubehör... mehr

Edel-Mini & Business-Phone - genial!!!
Ericsson T39m

MooneyTLS

Name des Mitglieds: MooneyTLS

Produkt:

Ericsson T39m

Datum: 15.12.01, geändert am 09.05.02 (1144 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Ausstattung, Abmessungen, Optik

Nachteile: langsames T9, keine Postadressen speicherbar

Besser spät als nie: hier kommt mein kleiner erster, zweiter und dritter Eindruck vom T39m, auch wenn ich es zugunsten des T68 wieder verkauft habe.

Zuerst zu den Äußerlichkeiten: die Abmessungen sind 96x50x18 mm und entprechen bis auf die Dicke (3mm mehr) denen des T28s. Die Front ist beim T39 nun nicht mehr ganz so platt und kantig, sondern sanft gewölbt. Das Gewicht beträgt 86g, also 3g mehr als das T28.

Die Oberfläche ist matt bzw. leicht "aufgerauht" und nicht glatt glänzend wie beim T29. Dies wirkt auf den ersten Blick dezent und hochwertig, hat aber den Nachteil, dass die Oberfläche relativ empfindlich ist - durch Reibung können ziemlich leicht "blanke" Stellen entstehen. Dies scheint übrigens nicht nur für den Kunststoff-, sondern auch für den Metallteil des Gehäuses zu gelten. Mein T39 sieht zwar noch makellos aus, aber bei R310s, R320s und T28s habe ich diese Erfahrung machen müssen.
Die Antenne ist nun in hellgrau gehalten und etwas kürzer geworden - sie ragt nun nur noch ~26mm aus dem Gehäuse.

Manche haben sich an den "Vielfarbigkeit" des T39 gestört: Akku und Infrarotauge sind schwarz, Antennenring und der Teil zwischen Magnesiumrahmen und Oberschale blauschwarz, die Schale Classic Blue, die Antenne matt- der Lautstärkeschieber glänzend hellgrau, der Displayrahmen matt-, die Tasten glänzend silber. Dazu kommt noch der Magnesiumrahmen mit seinem eigenen Grauton. Bei meinem Classic Blue fällt das nicht so auf; für die anderen Farbvarianten (besonders Rose White) kann ich das in gewisser Weise nachvollziehen, da hier die Kontraste stärker sind.

Der mitgelieferte Akku war bei mir der Ultraflach-LiPoly-Akku BUS-11, man liest aber auch manchmal, dass der BSL-11 (LiIon) dabei sein soll.
Beim Akku fällt ins Auge, dass der Ericsson-Schriftzug nicht mehr klein und quer aufgedruckt ist, sondern sich nun eine große Prägung längs über den Akku zieht. Mit dem BUS-11 soll es das T39 auf bis z
u 300 Std. Standby und 11 Std. Talktime bringen.

Die Verarbeitung ist natürlich von hoher Qualität, ich habe jedoch das Gefühl, dass mein T28 noch etwas robuster ist. Ich könnte mit vorstellen, dass das T39-Gehäuse irgendwann anfangen könnte, zu knarzen. Das Gehäuse hat gegenüber dem Magnesiumrahmen minimales seitliches Spiel. Nokia und Co. können sich trotzdem eine Scheibe davon abschneiden!

Das Display ist im Vergleich zum T28 ein gutes Stück gewachsen: statt 3 Zeilen zeigt es nun bis zu 5 Zeilen mit 33x101 Pixeln. Die Schriftgröße ist in drei Stufen veränderbar. Das Display ist durch die EL-Folien-Technik absolut gleichmäßig beleuchtet und gewohnt kontraststark - neu sind die 4 Graustufen. Die Helligkeit der Beleuchtung ist gegenüber der des T28 leider merkbar schwächer - wohl eine Konzession an die erheblich längeren Standby-Zeiten. Eine Novität ist ebenfalls, dass die Beleuchtung nicht mehr einfach an- und ausgeht, sondern "hochfährt" und weggedimmt wird.
Die Klappe ist wahlweise aktiv oder passiv und muss nun von Hand geöffnet werden - der anfällige Federmechanismus mit dem seitlichen Knopf wurde wegrationalisiert.

Die Tastatur wurde -verglichen mit den Vorgängermodellen- verbessert, aber IMHO nicht perfektioniert: zwar sitzen die Tasten nun nicht mehr so wackelig im Gehäuse, sie haben aber für meinen Geschmack immer noch einen etwas zu gewöhnungsbedürftigen Druckpunkt - hier bin ich aber auch zugegebenermaßen vom 6210 absolut verwöhnt. Außerdem sind die Tasten liegen die Tasten für ihre geringe Größe etwas zu weit auseinander, so dass das Tippen nicht ganz so komfortabel zu bewältigen ist, wie bei anderen Geräten. Dies kennt man schon vom T28, welches aber in diesem Punkt noch ein gutes Stück unkomfortabler war. Durch die silberne Farbe der Tasten ist deren Beleuchtung relativ schwer zu erkennen, da eigentlich immer Reflexionen auftreten. Dazu kommt noch, dass man die Kontakte als dunklere Punkte in der Tiefe erkennen
kann, was das Ablesen zusätzlich erschwert. Dafür sehen die silbernen Tasten in den dunkelblauen Gehäuse fantastisch aus: edel und dezent zugleich!

Die Menüführung bleibt bei der gewohnten "Kamm-Struktur": die Hauptmenüs sind horizontal angeordnet, die Unterpunkte dann vertikal. Zur besseren Visualisierung wird auch hier das Karteikartensystem verwandt; neu sind animierte Menügrafiken.
Auch wenn der Connect-Test etwas anderes behauptet: Sprachqualität und Empfang sind bei mir (E-Plus) ausgezeichnet! Ich habe auch alle meine Gesprächspartner gefragt und keiner hatte Grund zur Klage!Aber das T39m ist ja schließlich nicht von Siemens; irgendwas muss also zwangsweise damit sein... ;o)

Die Ausstattung ist fulminant, besonders im Hinblick auf frühere Modelle: GPRS (3+1), HSCSD, WAP 1.2.1, E-Mail-Client, Bluetooth integriert, IrDA, Kontaktdatenbank mit bis zu 510 Einträgen, Kalender mit ~200 Einträgen, EMS (Bilder und Melodien können als SMS versandt oder in SMS "eingebaut" werden), endlich T9, Triple Band (GSM 900, 1800, 1900) und, und, und...

So gut das alles auf den ersten Blick aussieht: ein paar Schwächen stecken im Detail! In den Kontakten kann beispielsweise keine Postadresse eingetragen werden, man muss sich mit Abkürzungen in anderen Feldern behelfen. Etwas ungünstig gelöst ist ebenfalls, dass ein Eintrag im Feld "Firma" bei einem Anruf immer mit angezeigt wird (beispielsweise "Bill Gates Microsoft ruft an"). Ich finde das so sehr unübersichtlich.
Schön ist ja, dass dem T39 endlich T9 spendiert wurde - dies ist nur so elend langsam, dass man das Telefon locker um drei Wörter überholen kann! Die Trägheit der Eingabe hat mich schon beim bei meinen anderen Ericssons genervt und ist hier trotz T9 nicht viel besser geworden. Die Software (bei mir R2G) ist generell nicht die schnellste.

Die Standbyanzeige ist nicht mehr besonders zuverlässig! Während bei meinen anderen Ericssons die Zei
ten halbwegs linear abnehmen, unterliegen sie beim T39 ziemlichen Schwankungen. Nach meiner ersten Komplettladung zeigte die Anzeige 291h/2h31, nach ein paar Minuten 275h/9h15, von dann an ging es schnell runter und auch mal wieder rauf. Innerhalb von 5 min. konnte ich mich beispielsweise über einen Anstieg der Standby-Zeit von 92h auf 121h "freuen". Es werden einfach zu viele Werte ermittelt, ohne einen vernünftigen Mittelwert zu bilden.
All diese kleinen Macken können hoffentlich durch ein Update ausgebügelt werden!

Auch wenn ich mich jetzt so über die Macken ausgelassen habe: der Rest ist wirklich klasse und das T39m war das bestausgestattete Handy, das ich jemals besessen habe! "War", weil ich es nun nicht mehr habe - mir sind nur noch das R520m und das T68 geblieben.

Mein Fazit: Wer ein hochwertiges, edles Business-Handy sucht, bei dem auch der Fun-Faktor nicht zu kurz kommt, sollte sich das T39 unbedingt anschauen! Eine derartige Ausstattung zu einem solchen Preis dürfte man nirgendwo sonst finden; vom größeren R520m mal abgesehen. Meiner Meinung nach ist das T39 uneingeschränkt empfehlenswert!

Gruß, Mooney



EDIT (08.05.2002): In der Zwischenzeit hat sich ein recht heimtückisches Problem herausgestellt: das Handy zeigt vollen Empfang und auch GPRS-Verfügbarkeit, ist aber offenbar nicht im Netz eingebucht! Ich bin durch Zufall darauf gekommen, als ich versucht habe, einen Anruf zu tätigen und trotz mehrfacher Versuche keine Verbindung zustande bekommen habe.
Nach Entfernen des Akkus und dem erneuten Einschalten des Geräts trudelten dann mehrere SMS auf einmal ein - es hatten diverse Leute versucht, mich zu erreichen, waren aber allesamt auf der Mailbox gelandet. Auch die eingehenden SMS konnten nicht zugestellt werden.
Dieses Problem ist sowohl bei meinem T68, als auch bei meinem R520m aufgetreten und der Käufer meines T39m berichtet von den gleichen Phänomenen - es scheint, als ob A
LLE Ericssons dieser Generation davon betroffen seien. :o(
Ob sich das Problem beheben lässt, wird ein Check und ggf. eine Reparatur klären müssen.


Fazit: