
Produkttyp: Sony Ericsson Handys
Neuester Testbericht: ... daß ich je besaß und hat alle meine Erwartungen mehr als übertroffen. Es ist Robust, gut zu bedienen, und astrein kompatibel zum Zubehör... mehr
Kleines Power-Handy
Ericsson T39m

Name des Mitglieds: fbormann
Produkt:
Ericsson T39m
Datum: 02.08.01, geändert am 20.08.01 (2777 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: TriBand, GPRS, Gesprächsaufzeichnung
Nachteile: keine Adressverwaltung, Telefonbuchverwaltung nur im Gerät, kleinere Bugs, die in Zukunft bestimmt noch behoben werden
Vorab sei erwähnt, daß Aussagen über Empfang, Gesprächsqualität und so weiter erst vorläufig sind und endgültig erst nach einigen Wochen Benutzung beurteilt werden können.
Features:
Nun, kurz gesagt: Alles, was man sich vorstellen kann. Wohl derzeit das Gerät mit den meisten Features auf dem Markt, neben dem 520m vom gleichen Hersteller, das zusätzlich noch eine Freisprecheinrichtung eingebaut hat, dafür aber auch wesentlich größer ist. Beispielhaft erwähnt: Tri-Band (USA tauglich), WAP, GPRS, E-Mail Client, Bluetooth, Infrared, Long-SMS, T9, Vibratonsalarm, Sprachwahl, Telefonbuch mit >500 Einträgen mit bis zu 5 Rufnummern pro Eintrag, (Termin-)kalender, Taschenrechner, Gesprächsaufzeichnung, VoiceMemos, Profilverwaltung, Wecker, Timer, Stoppuhr. Und wer's braucht: Auch Spiele, sowie eigene Bilder und Klingeltöne gibt's.
Mit einer IR-Digitalkamera soll sogar der Versand von Bildern möglich sein.
---Hinzugefügt 13.08.2001---
Mittlerweile hat sich herrausgestellt, daß das Telefonbuch nicht 510 Einträge, sondern lediglich 510 Telefonnummern speichert. Werden also bei jedem Kontakt die 5 möglichen Telefonnummerneinträge voll verwendet, passen nur noch 102 Kontakte ins Ericsson.
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Maße:
klein und leicht, allerdings ein bißchen eckig :-)
Manche stört vielleicht die externe Antenne, ich habe jedoch kein Problem damit und freue mich stattdessen lieber über den besseren Empfang.
Empfang:
Getestet nur mit GSM900 (D-Netze). Vergleichbar mit anderen Handies. Mit Hochlei
stungsantenne IAT-10 vielleicht sogar einen Tick besser (hier Direktvergleich mit Siemens C35i). Überhaupt, ich wohne hier an einer Stelle, wo gerade noch die niederländischen Netze reinkommen, also als
Testumgebung ganz brauchbar. Ich kann zwischen verschiedenen Handies meist nur sehr wenig Unterschiede im stationären Empfang feststellen, lediglich das Sony CMD-Z5 und einige Nokias weichen deutlich nach unten ab. Aber zurück zum T39m: Auch die Übergabe bei Grenzübertritt und damit verbundenem Netzverlust klappt problemlos.
Auf Handykult.de wird vereinzelt berichtet, daß es ab und zu auch bei guter Empfangslage zum Netzverlust kommt, bei dem sich das Handy nicht automatisch wieder einbucht.
---Hinzugefügt 20.08.2001---
Nach dem Lesen zahlreicher Erfahrungsberichte, komme ich zu der Überzeugung, daß das Problem hauptsächlich, sehr wahrscheinlich sogar ausschließlich, im D2 Netz auftritt. Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt, scheint aber unabhängig von GPRS zu sein. D2 Kunden sollten daher vielleicht noch etwas abwarten, bevor sie dieses Handy kaufen.
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Bei mir persönlich (D1 Kunde) ist das Problem jedenfalls noch nicht ein einziges Mal aufgetreten.
Sprachqualität:
Ankommend sehr gut. Abgehend wurde bei handykult.de von Mängeln berichtet, ich habe draufhin mal testweise mit meheren Handies auf meine T-Net Box gequatscht: Das T39m ist vielleicht einen Tick schlechter, jedoch ist der Unterschied nicht so dramatisch, wie er auf Handykult.de dargestellt wurde.
GPRS:
Klappte bei D1 und D2 sofort. Das Handling ist wesentlich besser als beim Timeport 260: Es gibt einen Datenzähler, das Laden von datenintensiven Bildern läßt sich abschalten, überhaupt läßt sich GPRS auf Wunsch auch komplett deaktivieren. CSD (=normale Daten- und WAP-Verbindungen) ist wahlweise auch bei aktiviertem GPRS problemlos möglich. Zur Geschwindigkeit kann ich nicht viel sagen, da ich's zu selten benutze, um mir e
in Urteil zu bilden. Auf dem Papier kann das T39m 4 Time-Slots.
WAP:
Funktioniert prinzipiell. Bis zu 5 verschiedene Profile lassen sich definieren, die jeweilige Homepage läßt sich frei konfigurieren. Zwischen den verschiedenen Profilen kann man *VOR* der Anwahl wechseln. Bookmarks werden im Gerät gespeichert (bis zu 50), bei der Einwahl kann auch direkt ein Bookmark als Startseite statt der normalen Homepage ausgewählt werden.
Leider hat sich bei den Bookmarks ein Bug eingeschlichen: Normalerweise werden Bookmarks immer einem Profil fest zugeordnet (wählt man über ein anderes Profil raus, sind sie dann nicht mehr anwählbar, wählt man das Bookmark selbst vor der Einwahl, wird automatisch auf das entsprechende Profil umgeschaltet). Es soll zwar die Möglichkeit geben, ein Bookmark allen Profilen zugänglich zu machen (es gibt einen Menüpunkt dafür), in der Praxis funktionierte dies aber bei meinem Gerät nicht.
E-Mail Client:
Getestet nur mit CSD-Verbindungen. Klappte bei mir auf Anhieb. Auf handykult.de wurde von vielen berichtet, man müsse beim POP3 und SMTP-Server die IP-Adresse statt des Namens angeben. War bei mir aber nicht nötig (evtl. nur bei GPRS?). Schade ist allerdings, daß das Ericsson immer zuerst Versenden und dann Abholen will. Bei FreeMail Providern, die SMTP-after-POP verlangen (web.de, gmx.de) führt dies zu Problemen.
---Hinzugefügt 04.08.2001---
Mittlerweile kristallisiert sich ein heraus, daß es wohl generell Probleme beim Versenden von Email mit dem Ericsson T39m gibt, wenn nicht auch gleichzeitig Email empfangen wird. Mit SMTP-after-POP hat es wohl auch nur bedingt etwas zu tun. Nun ja, mich stört's nicht, ich benutze den Email-Client sowieso nur zum Abholen von Emails.
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Verarbeitung:
Das Gehäuse ist absolut stabil, lediglich die Klappe hat ein wenig seitliches Spiel. Lt. Handykult gibt es zwei Versionen des T39m, eine in Schweden und eine in Malaysia gefertigt
e Version. Die schwedische Version soll in der Bearbeitung besser sein, ich persönlich bin jedoch auch mit meiner Version aus Malaysia ganz zufrieden.
Akku:
Mitgeliefert ist ein ultra-flacher Lithium-Polymer Akku mit 600 mAh. Lt. Ericsson soll er eine Standbyzeit von bis zu 300 Stunden erreichen. Ob das stimmt kann ich noch nicht sagen (Gerät erst 3 Tage hier), fest steht jedoch, daß der Akku wesentlich länger hält als alles, was ich bisher hatte (vergleichbar Nokia). Ganz nettes Feature: Auf der Statusseite wird die vorraussichtliche Reststandbyzeit und Restgesprächszeit angezeigt.
Telefonbuch:
Hier bin ich nicht ganz so begeistert. Zum einen fehlen leider Datenfelder für die Adresse eines Kontakts, was leider dazu führt, daß diese Daten beim Austausch mit anderen Handies mit IR-Schnittstelle (getestet mit Siemens S35) verloren gehen.
Zum anderen verwaltet das T39m die Kontakte ausschließlich im Gerät. Man kann zwar von und zur SIM-Karte kopieren (leider aber nur die komplette Liste, keine einzelnen Kontakte) und auch auf der SIM-Karte gespeicherte Kontakte anrufen, dies ist jedoch umständlicher (Aufruf nur über's Menü). Lediglich, wer die Position (zumindest die ungefähre) eines Kontakts auf der SIM-Karte kennt, kann direkt anrufen (über <pos>#). Änderungen können nur bei im Telefon gespeicherten Kontakten vorgenommen werden. Da ich bisher häufiger mal das Telefon gewechselt habe, verwalte ich meine Kontakte bisher grundsätzlich auf der SIM-Karte und bin daher nicht so begeistert. Für einen Normalnutzer ist's jedoch vermutlich keine große Einschränkung.
Display:
Das Display ist meiner Meinung nach gut ablesbar. Außerdem ist die Textgröße einstellbar, wahlweise 3, 4 oder 5 Zeilen. Displaybeleuchtung ist grün und wahlweise abschaltbar oder auf Dauerleuchten umstellbar (z.B. automatisch über die Profile bei Anschluß an ein CarKit).
Tastatur:
Auch hier bin ich voll zufrieden, trotz der geringen Ausmaß
e des Handies, sind Tastenabstand und Tastengröße ausreichend. Außerdem hat die Tastatur einen deutlich spürbaren Druckpunkt, nicht so labbrig wie z.B. beim Siemens C35i oder beim Sony CMD-Z5, hier weiß man auch beim schnellen Tippen ohne Tastenklick oder Blick ins Display, ob ein Tastendruck erfolgt ist.
Menüs & Bedienung:
Über Menüstruktur und -übersichtlichkeit maße ich mir mal kein Urteil an, denn ich komme immer mit allen Menüs problemlos klar (ja, sogar bei Motorola...). Alle Menüpunkte sind neben Scrolling auch schnell über die Direkteingabe Ihrer Positionsnummer zugreifbar. Außerdem kann man sich ein eigenes Menü zusammenstellen mit den am häufigsten benutzten Funktionen. Der erste Menüpunkt aus diesem Menü ist außerdem durch langes Drücken auf die Menütaste links verfügbar (sehr praktisch in Verbindung mit Profilen). Das SIM-Toolkit Menü wird als erster Menüpunkt im Menü Extras eingefügt und steht außerdem für die Zusammenstellung des eigenen Menüs zur Verfügung, ist aber nicht zwangsweise ausgewählt. Andere Menüs, und insbesondere Quick-Access Funktionen, sind vom Sim-Toolkit Menü nicht betroffen.
Profilverwaltung:
Auch sehr praktisch. 7 Profile stehen zur Verfügung, alle sind frei programmier- und benennbar. Neben den üblichen Parametern Klingelton, -lautstärke, SMS-Ton, Vibrationsalarm, Tastentöne u.s.w. läßt sich sogar die Anrufumleitung oder wahlweise die Anrufannahme (alle, keine, nur VIPs) pro Profil einstellen. Schade ist lediglich, daß die Einstellungen für die Anrufweiterleitung in den Profilen beim Wechsel der SIM-Karte ohne weitere Warnung verloren gehen. Der Wechsel zwischen den Profilen ist sehr einfach möglich, wenn der Menupünkt "Select profile" als erster Menüpunkt ins Benutzermenü eingefügt wird (siehe oben). Wahlweise auch per Sprachwahl (nicht getestet) oder sogar automatisch, wenn eine Freisprecheinrichtung oder ein CarKit angeschlossen wird (ebenfalls nicht getestet).
Probleme:
Auch die
gibt es, wie bei jedem Handy:
Bereits erwähnt: Die fehlenden Adressen im Telefon, die Probleme beim Email-Versenden und die Probleme bei den WAP-Shortcuts.
Drei weitere Probleme wollte ich noch kurz erwähnen:
1. Wird bei der Klingeltonlautstärke "Increasing ring" ausgewählt, werden eingehende SMS nur noch mit einem Klick signalisiert, obwohl "Tone" eingestellt ist.
2. Beim SMS-Empfang wird der Name des Absenders nur in der SMS-Übersicht angezeigt, und dies auch nur dann, wenn das Telefonbuch schon von der SIM-Karte ins Gerät kopiert wurde. Beim Lesen des SMS-Textes wird dagegen immer nur die Absendernummer angezeigt (na, dann lernt man endlich mal wieder Telefonnummern).
3. Wer eine Providerkarte im T-D1 Netz benutzt, wird bei der Netzsuche oder im Displaysleep Modus anstatt T-D1 nur den Namen seines Providers zu sehen bekommen.
Dafür funktioniert aber die Home- und City-Anzeige für Genion-Kunden problemlos.
---Hinzugefügt 04.08.2001---
Ein weiterer Mangel betrifft Nutzer von Prepaidkarten, bei denen sich netzseitig die ständige Rufnummernübermittlung nicht einschalten läßt (z.B. Xtra-Karte): Das Ericsson unterstützt die fallweise Rufnummernübermittlung nur beim nächsten Anruf, sie läßt sich leider nicht dauerhaft im Gerät aktivieren.
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Fazit:
Bis auf kleinere Mängel, die sich größtenteils mit einem Firmwareupdate beheben lassen, kann man dieses Handy wirklich empfehlen. Und es ist im Vergleich zu dem, was es bietet, noch nicht einmal teuer. Ein echter Geheimtip also und sicherlich besser als der allgemeine Nokia-/Siemens Mainstream.
Fazit:


03.03.02
Ein toller und sehr umfasender Bericht, der keine Frage zum T39 offenlässt. :o) Das Ausbuch-Problem tritt bei mir auch im E-Plus-Netz auf und ist auch beim R520 und beim T68 vorhanden - es scheint also ein Hardware-Defekt zu sein. :o( Gruß, Mooney