Ericsson R310s

Produkttyp: Sony Ericsson Handys
Neuester Testbericht: ... gut empfunden. Übrigens lässt sich per Tastendruck (Tasten an der Geräteseite) jederzeit der Status des Handy (Datum, verbleibende Stan... mehr
Kultig und fast unkaputtbar!
Ericsson R310s

Name des Mitglieds: MooneyTLS
Produkt:
Ericsson R310s
Datum: 21.12.01, geändert am 05.01.02 (1250 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Robustheit, Zuverlässigkeit, Preis-/Leistungsverhältni s, Kultfaktor
Nachteile: Standby könnte besser sein, langsame Software
Da ich mittlerweile Gefallen am Handy-Testberichte Schreiben gefunden habe, folgt nun noch einer über ein weiteres interessantes Stück aus meiner Sammlung: das Ericsson R310s:
Vorab:
Mein Gerät hat die Farbe "Nautic Blue", wurde im Februar 2001 in Schweden hergestellt und hat die Software-Version vom 13.12.00 aufgespielt.
Der Lieferumfang:
Das R310s wird standardmäßig mit Akku, Ladegerät, Bediedungsanleitungen in Deutsch und Englisch, Serviceunterlagen und einem Gürtelclip ausgeliefert.
Es gibt zwei verschiedene Verpackungsvarianten: einen Karton im typischen Ericsson-Look und eine wasserdichte, durchsichtige Kunststofftrommel, die aussieht wie ein "Rohrpost-Geschoss" in groß.
Mein R310 wurde leider im Karton geliefert, die witzige Trommel wäre mir lieber gewesen.
Das Ladegerät ist wie bei allen neueren Ericssons ein Reiseladegerät; der Steckeradapter ist austauschbar. Der Gürtelclip besteht aus einer Nylonschlaufe und einem robusten Kunststoffteil, dass an den ausklappbaren Bügel auf der Rückseite des R310s geclipt werden kann.
Abmessungen & Äußeres:
Die Maße des R310s betragen 131 x 53 x 25 mm, meine Briefwaage zeigt ein Gewicht von 171g an. Das mag sich jetzt verglichen mit einigen Mini-Handys viel anhören - das R310 ist allerdings nur wenig größer als ein Nokia 5110 und genauso schwer. Für ein waschechtes Outdoor-Handy ist es also ziemlich handlich und dürfte für einen "artgerechten" Einsatz meiner Meinung nach nicht kleiner sein.
Am auffallendsten am R310s ist natürlich die flexible SharkFin-Antenne - auch ohne die Haifischflossenform dürfte das R310 das einzige Handy sein, dessen Antenne in der Mitte sitzt. Ich selbst finde die Antenne witzig und originell, außerdem verleiht sie dem Handy überragende Sende- und
Empfangseigenschaften.
Das Gehäuse besteht aus einem robusten Kunststoff mit ausgedehnten Gummierungen: das versenkte Displayglas und d
er Lautsprecher sind in Gummi eingefasst, die Anschlussleiste wird durch eine dicke Gummiabdeckung geschützt, der seitliche Rahmen ist ebenfalls griffig gummiert.
Auf der Rückseite fallen die beiden Schnellverschluss-Schrauben auf, die den Akkudeckel verriegeln, sowie der ausklappbare Bügel, der für die Befestigung
des Gürtelclips und anderen Zubehörs sorgt.
Die Verarbeitung ist Ericsson-typisch perfekt: man kann das R310 mit aller
Kraft drücken, schütteln oder verwinden - es gibt keinen Millimeter nach und auch keinen Mucks von sich.
Das Telefon ist übrigens in gelb, orange, grün und blau erhältlich.
Robustheit & Wasserfestigkeit:
Das R310s ist ein Handy, dass man ruhig quälen kann - ihm macht wirklich kaum etwas etwas aus. Ich habe es zu Demonstrationszwecken schon häufig fallenlassen oder es ein wenig geworfen - selbst nach einem Aufprall auf harten Marmorboden (nach knapp 10 Metern Flug) hat es keine Defekte davongetragen! ;o) Die massive Kunststoffhülle, die Gummierungen und der innenliegende Magnesiumrahmen sorgen dafür, dass das Gerät optimal geschützt ist. Irgendwann teste ich noch mal einen Sturz aus dem 8. Stock - dazu habe ich mich bisher noch nicht getraut! ;o)
Ericsson schreibt in der Bedienungsanleitung der R310, dass das Telefon ruhig unter fließendem Wasser abgewaschen werden kann, aber niemals untergetaucht werden sollte. Ich konnte es natürlich trotzdem nicht lassen und habe das Handy für den Show-Effekt ein paarmal für mehrere Minuten in ein großes gefülltes Wasserglas gestellt oder es auch mal in einem See oder Springbrunnen versenkt - es gab keinerlei Probleme. Ein längeres Telefonat unter der Dusche hat es ebenfalls locker weggesteckt. Ein anderer Handyfreak hat ein R310s drei Wochen in seiner Wassersäule aufbewahrt und es funktionierte noch, obwohl sich Wassertröpfchen hinter dem Displayglas angesammelt hatten.
100%ig wasserdicht ist es also nicht, aber das behauptet Ericsson ja auc
h gar nicht. Kurze Aufenthalte unter Wasser können dem R310 meiner Meinung nach allerdings nichts anhaben.
Die Wasserfestigkeit wird übrigens durch diverse Gummidichtungen, sowie durch Gore-Tex-Membranen hinter den Öffnungen für Mikro und Lautsprecher erzielt. Der rückwärtige Deckel dichtet das Telefon übrigens nicht ab, sonden nur der darunterliegende, gummiumrandete Akku - es empfiehlt sich also, das Telefon nach einem Bad auch unter dem Deckel abzutrocknen. Gleiches sollte man bei den Kontakten der Anschlussleiste tun, da sie sonst irgendwann korrodieren können.
Innere Werte & Ausstattung:
Beim Anschalten des Handys fällt zunächst das geniale Display ins Auge: türkisgrün beleuchtet und strahlend hell. Durch die EL-Folien-Beleuchtung erstrahlt das Display extrem kontaststark, sowie 100%ig gleichmäßig und schattenfrei. Es ist etwas kleiner als das des Business-Modells R320s, aber meiner Meinung nach ausreichend dimensioniert. Manch einer mag es als störend
empfinden, dass aufgrund der großen Schrift nur drei Zeilen angezeigt werden und die
Schriftgröße auch nicht verstellbar ist - ich finde eine große, leicht lesbare Schrift für ein Outdoor-Handy allerdings ideal.
Die Tastaturbeleuchtung ist ausreichend, allerdings könnte etwas mehr hier nicht schaden.
Standby- und Gesprächszeit könnten etwas besser sein, zumal man ja bei einem tatsächlichen Outdoor-Einsatz nicht davon ausgehen kann, dass besonders viele Steckdosen in der Nähe sind. Direkt nach dem Aufladen zeigt die Anzeige etwa 120h Standby und ungefähr 4h Gesprächszeit an. Für einen längeren Ausflug in die Wildnis sollte man also besser ein, zwei Ersatzakkus mitnehmen.
Die Sende- und Empfangsleistungen sind exzellent und die besten, die ich je bei einem Handy gesehen habe. Ein Test der Zeitschrift Connect ergab übrigens das gleiche Ergebnis. Selbst in schlecht versorgten Gebieten hält das R310 sowohl in den D-, als auch in den E-Netzen äußerst stabil die Verbin
dung zum Netz, was ja auch seinem Zweck entspricht.
Die Sprachqualität ist ebenfalls sehr gut und die Hörerlautstärke kommt auf der höchsten Stufe fast einer integrierten Freisprecheinrichtung nahe.
Die Ausstattung ist für ein reines Outdoor-Handy meiner Meinung nach ausreichend und standesgemäß - für ein Allround- oder gar Business-Handy würde ich sie allerdings als sehr mager bezeichnen. Während beispielsweise das Nokia 6250 im Grunde ein Business-Handy in robustem Gehäuse ist, beschränkt sich das R310s zumeist auf Grundfunktionen. Immerhin sind ein geräteinterner Speicher für 100 Rufnummern, interner SMS-Speicher mit 15 Plätzen, Vibra-Alarm, Voice Dialing, 6 Situationsprofile, 4 komponierbare Klingeltöne, Rechner, Wecker, Timer, Stoppuhr und zwei Spiele mit an Bord. In Verbindung mit einem Headset sind auch Sprachbefehle möglich.
Die geniale Ericsson-Funktion, sich die verbleibende Standby- und Gesprächszeit in Stunden und Minuten anzeigen lassen zu können, ist ebenfalls dabei; sie ist recht verlässlich und fehlt mir wirklich bei meinen Geräten anderer Hersteller.
Features wie WAP, T9, Adress-Speicher, Organizer, Infrarotschnittstelle oder gar schnelle Datendienste fehlen dem R310, sind aber m. E. für ein solches Handy auch nicht zwingend notwendig.
Menüführung & Bedienung:
Die Menüführung ist Ericsson-typisch in der gewohnten "Kamm"-Struktur gehalten: die oberste Ebene verläuft horizontal mit dem bewährten Karteikarten-System. Die einzelnen Menüs sind vertikal in Listenform aufgebaut. Umsteiger und Ericsson-Neulinge werden es evtl. etwas ungewohnt finden, das Menü ist aber sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Spätestens nach einer kleinen Eingewöhnungszeit sollte keiner mehr damit Probleme haben.
Es finden sich wie bei den verwandten Geräten 7 Hauptmenüpunkte: Telefonbuch, Nachrichten, Anruf-Info, Einstellungen, Extras, Anrufbearbeitung und Verknüpfung. Das Verknüpfungsmenü entspricht dem Quick-
Access-Menü von Motorola: man kann hier eigene, häfig genutzte Funktionen bzw. Menüpunkte unterbringen. Beim R310s können 4 Funktionen gespeichert werden, bei anderen Modellen sind es bis zu 10. Die Funktion, die an die erste Stelle des Verknüpfungsmenüs gesetzt wurde, kann übrigens schnell und einfach durch langen Druck auf die linke Pfeiltaste ausgewählt werden.
Die Bedienung ist einfach und logisch aufgebaut. Mit der YES-Taste wählt man eine Funktion aus, mit der NO-Taste geht man einen Schritt zurück. Langer Druck auf die YES-Taste aktiviert das Voice-Dialing, die NO-Taste fungiert bei langem Druck als ON/OFF-Knopf. Zum Löschen einzelner Zeichen ist eine separate C-Taste vorhanden.
Die Navigation im Menü erfolgt durch die beiden Pfeiltasten, die mit links/oben und rechts/unten belegt sind, also die Richtung wechseln, je nachdem, wo man sich im Menü befindet. Durch die seitlichen (Lautstärke-)Tasten kann ebenfalls nach oben oder unten gescrollt werden.
Etwas störend ist die eher langsame Reaktion der Software, was sich beim SMSen besonders bemerkbar macht - dem kann aber evtl. durch ein Update auf die neueste Version abgeholfen werden.
Die Tasten sind gut dimensioniert, liegen weit genug auseinander und besitzen einen ordentlichen Druckpunkt - es gibt also keine Probleme, wenn es beispielsweise auf dem Mountain-Bike etwas holperiger zugeht. Die Bedienung dürfte auch mit Handschuhen möglich sein, da die Tasten leicht zu unterscheiden und zu treffen sind.
Fazit:
Ein Ausstattungswunder ist das R310s gewiss nicht und auch die Standby-Zeiten könnten besser sein. Für den Alltagsgebrauch gibt es handlichere Geräte, für den Business-Einsatz ist es ungeeignet.
Wer allerdings ein (mittlerweile) günstiges, ultra-robustes Handy für alle möglichen und unmöglichen Situationen sucht, wird kaum ein besseres finden, zumal das ähnlich robuste Nokia 6250 mehr als das doppelte kostet.
Als Zweit- oder Dritthandy kann ich das urige
R310 jedenfalls uneingeschränkt empfehlen! :o)
Liebe Grüße,
Mooney
Vorab:
Mein Gerät hat die Farbe "Nautic Blue", wurde im Februar 2001 in Schweden hergestellt und hat die Software-Version vom 13.12.00 aufgespielt.
Der Lieferumfang:
Das R310s wird standardmäßig mit Akku, Ladegerät, Bediedungsanleitungen in Deutsch und Englisch, Serviceunterlagen und einem Gürtelclip ausgeliefert.
Es gibt zwei verschiedene Verpackungsvarianten: einen Karton im typischen Ericsson-Look und eine wasserdichte, durchsichtige Kunststofftrommel, die aussieht wie ein "Rohrpost-Geschoss" in groß.
Mein R310 wurde leider im Karton geliefert, die witzige Trommel wäre mir lieber gewesen.
Das Ladegerät ist wie bei allen neueren Ericssons ein Reiseladegerät; der Steckeradapter ist austauschbar. Der Gürtelclip besteht aus einer Nylonschlaufe und einem robusten Kunststoffteil, dass an den ausklappbaren Bügel auf der Rückseite des R310s geclipt werden kann.
Abmessungen & Äußeres:
Die Maße des R310s betragen 131 x 53 x 25 mm, meine Briefwaage zeigt ein Gewicht von 171g an. Das mag sich jetzt verglichen mit einigen Mini-Handys viel anhören - das R310 ist allerdings nur wenig größer als ein Nokia 5110 und genauso schwer. Für ein waschechtes Outdoor-Handy ist es also ziemlich handlich und dürfte für einen "artgerechten" Einsatz meiner Meinung nach nicht kleiner sein.
Am auffallendsten am R310s ist natürlich die flexible SharkFin-Antenne - auch ohne die Haifischflossenform dürfte das R310 das einzige Handy sein, dessen Antenne in der Mitte sitzt. Ich selbst finde die Antenne witzig und originell, außerdem verleiht sie dem Handy überragende Sende- und
Empfangseigenschaften.
Das Gehäuse besteht aus einem robusten Kunststoff mit ausgedehnten Gummierungen: das versenkte Displayglas und d
er Lautsprecher sind in Gummi eingefasst, die Anschlussleiste wird durch eine dicke Gummiabdeckung geschützt, der seitliche Rahmen ist ebenfalls griffig gummiert.
Auf der Rückseite fallen die beiden Schnellverschluss-Schrauben auf, die den Akkudeckel verriegeln, sowie der ausklappbare Bügel, der für die Befestigung
des Gürtelclips und anderen Zubehörs sorgt.
Die Verarbeitung ist Ericsson-typisch perfekt: man kann das R310 mit aller
Kraft drücken, schütteln oder verwinden - es gibt keinen Millimeter nach und auch keinen Mucks von sich.
Das Telefon ist übrigens in gelb, orange, grün und blau erhältlich.
Robustheit & Wasserfestigkeit:
Das R310s ist ein Handy, dass man ruhig quälen kann - ihm macht wirklich kaum etwas etwas aus. Ich habe es zu Demonstrationszwecken schon häufig fallenlassen oder es ein wenig geworfen - selbst nach einem Aufprall auf harten Marmorboden (nach knapp 10 Metern Flug) hat es keine Defekte davongetragen! ;o) Die massive Kunststoffhülle, die Gummierungen und der innenliegende Magnesiumrahmen sorgen dafür, dass das Gerät optimal geschützt ist. Irgendwann teste ich noch mal einen Sturz aus dem 8. Stock - dazu habe ich mich bisher noch nicht getraut! ;o)
Ericsson schreibt in der Bedienungsanleitung der R310, dass das Telefon ruhig unter fließendem Wasser abgewaschen werden kann, aber niemals untergetaucht werden sollte. Ich konnte es natürlich trotzdem nicht lassen und habe das Handy für den Show-Effekt ein paarmal für mehrere Minuten in ein großes gefülltes Wasserglas gestellt oder es auch mal in einem See oder Springbrunnen versenkt - es gab keinerlei Probleme. Ein längeres Telefonat unter der Dusche hat es ebenfalls locker weggesteckt. Ein anderer Handyfreak hat ein R310s drei Wochen in seiner Wassersäule aufbewahrt und es funktionierte noch, obwohl sich Wassertröpfchen hinter dem Displayglas angesammelt hatten.
100%ig wasserdicht ist es also nicht, aber das behauptet Ericsson ja auc
h gar nicht. Kurze Aufenthalte unter Wasser können dem R310 meiner Meinung nach allerdings nichts anhaben.
Die Wasserfestigkeit wird übrigens durch diverse Gummidichtungen, sowie durch Gore-Tex-Membranen hinter den Öffnungen für Mikro und Lautsprecher erzielt. Der rückwärtige Deckel dichtet das Telefon übrigens nicht ab, sonden nur der darunterliegende, gummiumrandete Akku - es empfiehlt sich also, das Telefon nach einem Bad auch unter dem Deckel abzutrocknen. Gleiches sollte man bei den Kontakten der Anschlussleiste tun, da sie sonst irgendwann korrodieren können.
Innere Werte & Ausstattung:
Beim Anschalten des Handys fällt zunächst das geniale Display ins Auge: türkisgrün beleuchtet und strahlend hell. Durch die EL-Folien-Beleuchtung erstrahlt das Display extrem kontaststark, sowie 100%ig gleichmäßig und schattenfrei. Es ist etwas kleiner als das des Business-Modells R320s, aber meiner Meinung nach ausreichend dimensioniert. Manch einer mag es als störend
empfinden, dass aufgrund der großen Schrift nur drei Zeilen angezeigt werden und die
Schriftgröße auch nicht verstellbar ist - ich finde eine große, leicht lesbare Schrift für ein Outdoor-Handy allerdings ideal.
Die Tastaturbeleuchtung ist ausreichend, allerdings könnte etwas mehr hier nicht schaden.
Standby- und Gesprächszeit könnten etwas besser sein, zumal man ja bei einem tatsächlichen Outdoor-Einsatz nicht davon ausgehen kann, dass besonders viele Steckdosen in der Nähe sind. Direkt nach dem Aufladen zeigt die Anzeige etwa 120h Standby und ungefähr 4h Gesprächszeit an. Für einen längeren Ausflug in die Wildnis sollte man also besser ein, zwei Ersatzakkus mitnehmen.
Die Sende- und Empfangsleistungen sind exzellent und die besten, die ich je bei einem Handy gesehen habe. Ein Test der Zeitschrift Connect ergab übrigens das gleiche Ergebnis. Selbst in schlecht versorgten Gebieten hält das R310 sowohl in den D-, als auch in den E-Netzen äußerst stabil die Verbin
dung zum Netz, was ja auch seinem Zweck entspricht.
Die Sprachqualität ist ebenfalls sehr gut und die Hörerlautstärke kommt auf der höchsten Stufe fast einer integrierten Freisprecheinrichtung nahe.
Die Ausstattung ist für ein reines Outdoor-Handy meiner Meinung nach ausreichend und standesgemäß - für ein Allround- oder gar Business-Handy würde ich sie allerdings als sehr mager bezeichnen. Während beispielsweise das Nokia 6250 im Grunde ein Business-Handy in robustem Gehäuse ist, beschränkt sich das R310s zumeist auf Grundfunktionen. Immerhin sind ein geräteinterner Speicher für 100 Rufnummern, interner SMS-Speicher mit 15 Plätzen, Vibra-Alarm, Voice Dialing, 6 Situationsprofile, 4 komponierbare Klingeltöne, Rechner, Wecker, Timer, Stoppuhr und zwei Spiele mit an Bord. In Verbindung mit einem Headset sind auch Sprachbefehle möglich.
Die geniale Ericsson-Funktion, sich die verbleibende Standby- und Gesprächszeit in Stunden und Minuten anzeigen lassen zu können, ist ebenfalls dabei; sie ist recht verlässlich und fehlt mir wirklich bei meinen Geräten anderer Hersteller.
Features wie WAP, T9, Adress-Speicher, Organizer, Infrarotschnittstelle oder gar schnelle Datendienste fehlen dem R310, sind aber m. E. für ein solches Handy auch nicht zwingend notwendig.
Menüführung & Bedienung:
Die Menüführung ist Ericsson-typisch in der gewohnten "Kamm"-Struktur gehalten: die oberste Ebene verläuft horizontal mit dem bewährten Karteikarten-System. Die einzelnen Menüs sind vertikal in Listenform aufgebaut. Umsteiger und Ericsson-Neulinge werden es evtl. etwas ungewohnt finden, das Menü ist aber sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Spätestens nach einer kleinen Eingewöhnungszeit sollte keiner mehr damit Probleme haben.
Es finden sich wie bei den verwandten Geräten 7 Hauptmenüpunkte: Telefonbuch, Nachrichten, Anruf-Info, Einstellungen, Extras, Anrufbearbeitung und Verknüpfung. Das Verknüpfungsmenü entspricht dem Quick-
Access-Menü von Motorola: man kann hier eigene, häfig genutzte Funktionen bzw. Menüpunkte unterbringen. Beim R310s können 4 Funktionen gespeichert werden, bei anderen Modellen sind es bis zu 10. Die Funktion, die an die erste Stelle des Verknüpfungsmenüs gesetzt wurde, kann übrigens schnell und einfach durch langen Druck auf die linke Pfeiltaste ausgewählt werden.
Die Bedienung ist einfach und logisch aufgebaut. Mit der YES-Taste wählt man eine Funktion aus, mit der NO-Taste geht man einen Schritt zurück. Langer Druck auf die YES-Taste aktiviert das Voice-Dialing, die NO-Taste fungiert bei langem Druck als ON/OFF-Knopf. Zum Löschen einzelner Zeichen ist eine separate C-Taste vorhanden.
Die Navigation im Menü erfolgt durch die beiden Pfeiltasten, die mit links/oben und rechts/unten belegt sind, also die Richtung wechseln, je nachdem, wo man sich im Menü befindet. Durch die seitlichen (Lautstärke-)Tasten kann ebenfalls nach oben oder unten gescrollt werden.
Etwas störend ist die eher langsame Reaktion der Software, was sich beim SMSen besonders bemerkbar macht - dem kann aber evtl. durch ein Update auf die neueste Version abgeholfen werden.
Die Tasten sind gut dimensioniert, liegen weit genug auseinander und besitzen einen ordentlichen Druckpunkt - es gibt also keine Probleme, wenn es beispielsweise auf dem Mountain-Bike etwas holperiger zugeht. Die Bedienung dürfte auch mit Handschuhen möglich sein, da die Tasten leicht zu unterscheiden und zu treffen sind.
Fazit:
Ein Ausstattungswunder ist das R310s gewiss nicht und auch die Standby-Zeiten könnten besser sein. Für den Alltagsgebrauch gibt es handlichere Geräte, für den Business-Einsatz ist es ungeeignet.
Wer allerdings ein (mittlerweile) günstiges, ultra-robustes Handy für alle möglichen und unmöglichen Situationen sucht, wird kaum ein besseres finden, zumal das ähnlich robuste Nokia 6250 mehr als das doppelte kostet.
Als Zweit- oder Dritthandy kann ich das urige
R310 jedenfalls uneingeschränkt empfehlen! :o)
Liebe Grüße,
Mooney
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Handy



21.12.01
Ein super Bericht, gut geschrieben, extrem informativ und vor allem Deine Testmethoden... da muss man ja einfach auf das gezackte Ding unten bei der Meinung drücken. Aber sag mal, warum muss ein Handy wasserdicht sein. Telefonierst Du bei Tauchen? ;-) Schöne Feiertage wünscht Klaus