
Produkttyp: Sony Ericsson Handys
Neuester Testbericht: ... die Ostsee und das Mittelmeer ab, was für mich vollkommen ausreichend ist. Das Ericsson R290 Satellite: Mein Auge fiel auf das Ericsson... mehr
Spitzentechnologie zum Hammerpreis
Ericsson R290 Satellite

Name des Mitglieds: preisschnueffler
Produkt:
Ericsson R290 Satellite
Datum: 18.04.03, geändert am 18.04.03 (2064 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Solide, Preiswert
Nachteile: größer als Mobiltelefon
Da ich Segler bin, suchte ich eine Möglichkeit, komfortabel vom Boot kommunizieren zu können. Außerhalb der Reichweite von GSM Netzen kommen da nur Funk und Satellitentelefonie in Frage. Funk ist relativ umständlich.
Grundsätzlich gibt es vier Satellitenfunksysteme: Inmarsat, Globalstar, Iridium und Thuraya.
Technologie:
Inmarsat und Thuraya benutzen geostationäre Satelliten während Iridium und Globalstar viele niedrig fliegende Satelliten sogenannte LEOs benutzt. Der grundsätzliche Vorteil der LEOs ist, daß das Signal relativ stark ist, so daß kleine Telefone benutzt werden können. Thuraya Telefone sind allerdings auch relativ klein, da ein ziemlich starker Satellit genutzt wird.
Abdeckung:
Wirklich global deckt nur das Iridium System ab. Thuraya hat nur einen einzigen geostationären Satelliten, der Europa, Nordafrika und teilweise Asien abdeckt. Inmarsat ist fast global, deckt aber den Nord-und SüdPol nicht ab. Globalstar deckt fast alle Kontinente vollständig sowie die angrenzenden Meeresgebiete bis 200 Seemeilen ab, Afrika südlich der Sahara wird nicht abgedeckt.
Telefone:
Inmarsat Telefone sind groß, während Globalstar, Iridium und Thuraya Telefone etwas größer als Mobiltelefone sind.
Abrechnung:
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Art der Abrechnung der Telefonkosten.
Iridium und Inmarsat können nur direkt mit dem Satellitenbetreiber abgrechnet werden. Thuraya und Globalstar können jedoch auch im roaming genutzt werden. Bei Globalstar kann man D1 und D2 SIM Karten benutzen und bei Thuraya können E-Plus Karten benutzt werden. Die Abrechnung erfolgt dann eben über den normalen GSM Vertrag über T-Mobil, Vodafone oder E-Plus. Keine weitere Anmeldung ist nötig.
Da ich mir nicht noch einen weiteren Telefonvertrag aufhalsen wollte, habe ich nur Thuraya und Globalstar im Roaming in Erwägung gezogen. Letztendlich habe ich mich für Globalstar entschieden, da Thuraya nicht Schweden abdeck
t und die Abdeckung der Ostsee nicht voll gewährleistet ist. Globalstar deckt Europa voll sowie die Ostsee und das Mittelmeer ab, was für mich vollkommen ausreichend ist.
Das Ericsson R290 Satellite:
Mein Auge fiel auf das Ericsson R290 Telefon, da es sehr billig ist. Während Satellitentelefone normalerweise von 600 Euro aufwärts kosten, kann man dieses Telefon in Auktionen für um die 350 Euro kaufen. Das R290 ist ein Auslaufmodell.
Als erstes fällt einem an dem Gerät die ausklappbare Antenne auf, die man gen Himmel richten muß, wenn man im Satellitenmodus telefonieren möchte. Im GSM Modus bleibt die Antenne eingeklappt. Insgesamt ist das Gerät solide gebaut und sieht recht hübsch aus. Ein dekorativer Globalstar Schriftzug schmückt die Antenne. Die Menüführung ist übersichtlich, aber es empfiehlt sich, einen Blick in das Handbuch zu werfen, um die Funktionsmöglichkeiten zu verstehen.
Das R290 kann sowohl im GSM Netz als auch in Globalstar Modus genutzt werden. Das Telefon kann so konfiguriert werden, daß es zuerst versucht, den GSM Modus zu nutzen und wenn kein Netz vorhanden ist, sich bei Globalstar einloggt. Alternativ kann man nur GSM oder nur Globalstar Modus einstellen , so daß das jeweils andere Netz ignoriert wird.
Benutzung.
SIM Karte eingesteckt, Antenne in den Himmel und nach ca. 30 bis 120 Sekunden hat sich das Telefon in das Satellitennetz eingeloggt. Es fliegen jeweils drei Satelliten über einen hinweg, so daß ein ständiger Empfang garantiert ist.
Der Empfang über Globalstar ist kristallklar - ich möchte fast behaupten, er ist besser als über das GSM Netz. Da die Satelliten in nur 1500 km Höhe fliegen, gibt es keine Verzögerung des Signals. (Anders als bei Inmarsat und Thuraya wo das Signal 36000 km rauf zum Satelliten und 36000 km wieder runter muß)
Die Bedienung des Telefons ist genauso wie bei einem normalen Mobiltelefon bei Nutzung im Ausland. D.h. jeder Telefonnummer muß der intern
ationale Ländercode (+49.... etc.) vorweggestelllt werden. Jedermann erreicht einen unter der gewohnten D1 oder D2 Nummer, man kann SMS senden oder empfangen, Mailbox abrufen etc.
Wenn man die Kosten des Telefonierens drücken will, kann man sich eine Globalstar SIM Karte holen, was aber für mich als Gelegenheitsnutzer nicht sinnvoll ist.
Insgesamt bin ich voll zufrieden mit der Lösung, da ich so zum niedrigen Einstandspreis, jederzeit die Möglichkeit habe, auf Satellit zu telefonieren und auch keine weiteren monatliche Gebühren habe.
Fazit:
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