Krups F 604 70 Mix 3003
Einfach rührend - Krups F 604 70 Mix 3003 Handrührgerät

Produkttyp: Krups Handmixer

Einfach rührend
Krups F 604 70 Mix 3003

+Siebente

Autor-Name: Siebente

Produkt:

Krups F 604 70 Mix 3003

Datum: 12.12.07, geändert am 20.03.10 (2335 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gute Verarbeitung, ordentliche Rührleistung, Rührstäbe für unterschiedliche Zwecke

Nachteile: Rührstäbe nicht ideal zu reinigen, etwas schwer in der Hand

Weihnachtszeit, Geburtstage und sonstige Anlässe, zu denen Freunde und Verwandte zu Besuch kommen - das sind für mich die Hauptgelegenheiten, an denen ich zum Rührer, zu Backform und Eigelb greife. Ich bin also nur eine Gelegenheitsbäckerin. Das bitte ich auch beim Lesen dieses Berichtes zu bedenken. Ich denke aber, dass es vielen anderen ganz ähnlich wie mir geht und sie sich dann doch mit meinen Erfahrungen recht gut identifizieren können. Jetzt war es wieder einmal so weit. Der Krups 3 Mix3003 kam zum Einsatz, ein elektrischer Rührbesen, der sein "Heim" in meinem Küchenschrank verlassen musste, um seine Dienste zu tun. Mehr zu diesem Gerät, das bei mir schon seit ein paar Jahren wohnt und "arbeitet", nun, Stück für Stück.


Inhaltsverzeichnis:
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1. Was gibt's fürs Geld? Optisch gesehen
***a) Besen, Besen
***b) 3 Sorten Knetwerkzeug
2. Einsatzgebiete
3. Praxistest
***a) Der große Rührer
***b) Seine kleinen Helfer
4. Das große Reinemachen
***a) Der Große
***b) Die Kleinen
5. Vergleich mit anderen Rühr-Mixern
6. Die Bedienungsanleitung
7. Daten zum Gerät
8. Pro & Contra
9. Fazit'


1. Was gibt`s fürs Geld? Optisch gesehen
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***a) Besen, Besen
Wenn man Rühr-Mixer vergleicht, dann ist die Grundform bei den meisten doch relativ ähnlich - selbst über die Jahre und Jahrzehnte hinweg. Ein bisschen schauen sie wie Bügeleisen ohne die silberne Bügelsohle aus: Denn es sind Geräte mit Griff - den man ja fürs Rühren braucht. Die Größe ähnelt ebenfalls der eines Bügeleisens: 18 Zentimeter ist dieser rührende Besen lang, 8,5 Zentimeter breit und - an der höchsten Stelle - 13 Zentimeter hoch. Seine Farbe ist weiß, die Oberfläche aus glänzendem Kunststoff, schon mal eine gute Voraussetzung, um das Gerät auch einfach reinigen zu können.
Am Griff sind die Schalter angebracht, ganz so, das man während des Rührens mit dem Daumen die Rührstufe verstellen kann. Es gibt dazu einen grünen Hebel, der stufenlos funktioniert, was ich sehr gut finde! Die Stufen reichen von M (Manuell) über 0, 1, 2 hin zur 3. Die Zahlen und der Buchstabe sind auf einer Art grauer Taste angebracht. Drückt man sie, fallen die eigentlichen "Besen" bzw. Rühraufsätze raus. Sie haben ansonsten gegenüber von den Schaltern, auf der flachen Unterseite ihren Platz. Dort ist eine geriffelte und eine glatte runde Öffnung - damit man jeden Rührer auch an seinen Platz stecken kann.
Außerdem hat das Gerät (auch eine sehr praktische Sache) im Griff und auf der Unterseite Einbuchtungen. Sie dienen dazu, das Stromkabel aufzuwickeln. An ihm befindet sich auch eine kleine weiße Klemme, die dafür sorgt, dass das Kabel fest auch ohne Knoten fest zusammen bleibt.
***b) 3 Sorten Knetwerkzeug
Zwei Paare und ein Einzelgänger an eigentlichem Knetwerkzeug gehören ebenfalls zu diesem Krups-Mixer. Sie sollen unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Sie bestehen aus Edelstahl. Man hat erst einmal eine Art "Stab", der dann in den jeweiligen Aufsatz mündet.
Etwa in der Größe eines Eies sind die wohl am häufigsten eingesetzten Rührhelfer. Ihr korrekter Name lautet (zumindest Krups zufolge) Turbo Quirle. Ihre genaue Optik ist im Detail schwer zu beschreiben. Das Metall ist in ihrem Fall etwas dünner, sie laufen leicht diagonal, damit Teig oder andere "Rührwaren" beim Kneten mit dem Gerät immer in Berührung mit einem Teil dieser Rührer kommen.
Ebenfalls relativ häufig kommt das zweite Doppel zum Einsatz. Bei ihnen ist das Metall etwas dicker und wie eine Spirale gewunden - weswegen sie auch Spiralkneter genannt werden. Dadurch, dass sie kräftiger gebaut sind, können sie auch zähere Teigsorten gut bearbeiten. Die Nummer drei, der Einzelkämpfer, das ist der Passierstab. Er hat es bislang noch zu keinem Arbeitsauftrag bei mir geschafft. An dem Metallstab ist in diesem Fall ein halbkugelförmiger Plastikaufsatz befestigt. Er ist mit einer aufgesetzten Plastik-Wellenlinie versehen.


3. Der Praxistest
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***a) Der große Rührer
Ich selber bin ein relativ lärmempfindlicher Mensch. Wenn ich meinen Krups 3Mixer3003 anwerfe, frage ich mich immer, wie viel die Nachbarn davon zu hören bekommen. Denn leise ist dieser rührige Helfer beim besten Willen nicht. Seine Arbeitsgeräusche erinnern mich an einen Staubsauger - und der ist schließlich deutlich größer als mein kleiner großer Küchengehilfe.
Seine Arbeit macht er hingegen recht zuverlässig. Zu meinen Standards gehören Kuchenteig (normaler Rührteig), Waffelteig und Mousse au chocolat (für das immerhin Ei und Sahne steif geschlagen werden müssen).
Ich selber als rührende Person muss schon etwas an Kraft an den Tag legen, um meinen Helfer bei der Arbeit zu bewegen, ihn richtig in alle Bereiche des Topfes zu führen. Das gilt besonders auf der manuellen Stufe. Sie ist zum Anrühren gedacht, wenn man erst einmal nur relativ flüssige Dinge im Topf hat und nicht gleich die ganze Küche durch einen wild sich drehenden Mixer und entsprechend spritzende Dinge wie Eigelb, herum stäubendes Mehl und wild durch die gegend fliegende Zuckerkörner einsauen will. Nach und nach, kann man dann mehr Saft (= Strom und damit Schwung) geben. Sehr hilfreich ist dabei die schon erwähnte stufenlose Regelung. Man hat keine Rasten, die mit einem harten Schritt die Drehungen des Rührers vergrößern, sondern kann ihn ganz langsam immer höher auf Touren bringen. Dadurch wird der Teig optimal geknetet - wenn man das Gerät einigermaßen beherrscht, was eigentlich relativ leicht ist.
Auch bei der Dauer der Rührerei habe ich das Gefühl, dass mein "Mitarbeiter" keiner von der schnellsten Truppe ist. Für Gelegenheitsbäcker(innen) wie mich ist dieses Gerät also ganz gut geeignet, wenn man viel bäckt, ist es sicher sinnvoll, eine etwas bessere und damit stärkere Maschine zu kaufen, die dann auch leiser und zugleich kraftvoller ihre Dienste tut.

***b) Seine kleinen Helfer
Für die Arbeit entscheidend ist natürlich auch, welche "kleinen Helfer" also welche Rührer mit am Werk sind. In der Regel arbeite ich mit den zuerst beschriebenen Aufsätzen. Die Turbo Quierle sind sowohl geeignet, um Eiweiß und Sahne steif zu schlagen als auch um das Mousse zu rühren oder um nicht zu zähe Teigsorgen her zu stellen. Sobald der Teig etwas fester wird, kommen aber die spiralförmigen Knethelfer zum Einsatz. Sie sind ja dicker, stabiler und damit auch besser geeignet, um sich durch etwas festere Teigarten zu winden und den Teig in die richtige, gleichmäßige Konsistenz zu bringen.
Der Einzelgänger, der Aufsatz Nummer drei ist dann eher dazu gedacht, um zum Beispiel Supen, Saucen, Pürees oder Apfelmuss zu machen - was bei mir bislang noch nicht vorgekommen ist. Grundsätzlich, so weiß ich aber von anderen Leuten und anderen Rührern, ist dieser Aufsatz zu diesem Zweck recht sinnvoll.
Wichtig ist noch: Es gibt drei Rührteile mit weißen, glatten Plastikfuß und zwei mit geriffeltem grauen. Die glatten passen in das linke Loch des Mixers, die geriffelten in das rechte.


4. Das große Reinemachen
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***a) Der Große
Ein wenig ist der Große, der Mixer, ein "kleines Ferkel". Denn so, wie er sich durch den klebrigen Teig dreht, wird er immer reichlich schmutzig - selbst wenn man vorsichtig ist. Das bedeutet im Endeffekt auch, dass nach der Kneterei häufig der Mixer voller kleiner und größerer Spritzer ist. Da es sich um ein elektronisches Gerät handelt, ist klar: Man kann und muss ihm nur eine Abreibung erteilen. Am besten eignet sich dazu ein Tuch oder ein Tuchschwamm (mit einer harten Seite und einer, die einem Küchenleder ähnelt - gibt es von Vileda), das man feucht macht. Wenn der Dreck auf dem Mixer zu hartnäckig sitzt, wird auch ein Tropfen Spülmittel fällig. Sobald der Rührer dann genügend sauber ist, trockne ich ihn mit Küchenpapier oder einem Küchenhandtuch ab.

***b) Die Kleinen
Die Kleinen erhalten ihre Abreibung zusammen mit den verwendeten Töpfen und Löffeln und Tassen im Spülwasser. Es hilft immer, wenn man sie möglichst direkt nach dem Gebrauch schon einweicht. Nur so kann man verhindern, dass ich Teigreste festsetzen, die man dann nur mit viel Mühe und Kraft wieder los werden kann. Auch hier kommen bei mir der erwähnte Vileda-Schwamm, etwas Spülmittel und natürlich Wasser zum Einsatz. Der Haken an der Sache ist allerdings die Art der Verarbeitung. Gerade bei dem Kneter Nummer eins, dem Turbo Quirl, kann sich dort, wo die Metallstäbe zusammen laufen, gut noch ein Rest von Teig ansammeln. Hier muss man also genau aufpassen, dass man alles sauber bekommt. Aus meiner Sicht ist das eine Schwäche dieses Mixer-Modells. Ich weiß, dass es da auch eine bessere (putzfreundlichere) Verarbeitung der Rührhelfer gibt.


5. Vergleich mit anderen Rühr-Mixern
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Vom Prinzip her scheinen sich diese Mixgeräte über die Jahre und Jahrzehnte nicht großartig geändert zu haben. Ich weiß noch, dass meine Eltern wohl schon in den 70ern oder 80ern ein solches Gerät besaßen, das in Aussehen und Leistung meinem sehr nahe kam. Die Turbo Quirle, die Spiralkneter und auch den Passierstab gab es damals schon.
Inzwischen haben meine Eltern so ein Modell in neuerer und etwas teuerer Qualität. Die Betonung liegt dabei wirklich auf Qualität. Denn man merkt kleine, aber durchaus sehr feine Unterschiede: So sind die einzelnen Rührer deutlich besser verarbeitet. Während bei meinem die Stäbe zusammen laufen und sich an diesen Stellen Teig ansammeln kann, sind diese Bereiche bei dem neueren Modell aus durchgängigem und somit deutlich leichter zu reinigendem Metall. Auch in der Handhabung ist dieses neuere Gerät etwas besser als meiner, so habe ich das Gefühl. Teig lässt sich damit leichter und mit mehr Kraft rühren.


6. Die Bedienungsanleitung:
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Auf den ersten Blick bekommt man von Krups ein kleines DinA5-Heftchen mit Gebrauchshinweisen. Auf den zweiten Blick merkt man aber gleich, dass mit Bedienungshinweisen gegeizt wurde. Denn gerade mal drei Seiten sind auf Deutsch - der Rest sind Gebrauchsanleitungen in anderen Sprachen. Dazu kommt, dass Abbildungen komplett fehlen - scheint man zunächst zu denken. Wenn man danach sucht, findet man sie in einer eingeklappten Seite zu Beginn des Heftchens. Dritter Minuspunkt: Das, was da steht, sind vor allem Dinge, die man sich selber denken kann, zum Beispiel, dass es gefährlich ist, mit den Haaren in den laufenden Mixer zu kommen oder dass man die Geräte später mal entsorgen lassen kann und die zuständige Stelle bei der Stadtverwaltung erfährt.
Andererseits muss ich zugeben: Das Gerät ist an sich selbsterklärend. Man kann es eigentlich schon fast im Schlaf (wenn es nicht so laut wäre und einen dann wecken würde) bedienen, ohne großartig vorher lange Anleitungen lesen zu müssen.
Nett ist immerhin, dass ein kleines Rezeptheft mitgeliefert wird. Allerdings gilt auch da: Es ist leider in vielen Sprachen auf einmal gehalten, der deutschsprachige Inhalt ist daher auf ein Minimum reduziert. Immerhin kann man - wenn man denn möchte - dadurch erste Backanregungen gewinnen. Ich persönlich schwöre da eher auf das klassische Schulbackbuch von Doktor Oetker. Darin sind zahlreiche Grundrezepte (wie zum Beispiel ein exzellenter Apfelkuchen oder ein ganz tolles Waffelrezept), die mir, meiner Familie, meinen weiteren Verwandten und Freunden auch heute noch ganz ausgezeichnet schmecken.


7. Daten zum Gerät:
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Krups - 3 Mix 3003 Art. 604 - hergestellt in der Republik Irland
Robert Krups GmbH & Co KG, Postafach 190 460, 42704 Solingen
Preis: Ich habe für diesen Rührmixer von Krups vor 9 Jahren 59,95 DM bezahlt. Das ist einerseits nicht ganz spottbillig, andererseits handelt es sich um ein Markengerät, an dem ich seit Jahren Freude habe und das daher im Grunde genommen seinen Preis wert ist.


8. Pro & Contra
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Pro:
- gute Verarbeitung
- ordentliche Rührleistung
- Rührstäbe für unterschiedliche Zwecke
- funktioniert auch nach Jahren noch gut

Contra
- Rührstäbe sind nicht ganz ideal zu reinigen
- der Mixer wird manchmal etwas schwer in der Hand


9. Fazit
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Ich kann die Rühr-Mixer von Krups im allgemeinen, aber auch diesen 3 Mix 3003 im besonderen auf alle Fälle empfehlen. Für alle, die auch nur gelegentlich mal Kuchen oder Waffeln backen oder ein gutes Mousse au chocolat zubereiten wollen, ist dieser rührige Küchenmitarbeiter ein wichtiger und verlässlicher Helfer. Dank der verschiedenen Rührstäbe kann man leichte und schwere Teigarten und manches mehr gut und gleichmäßig verarbeiten. Der Passierstab hilft zudem, wenn man Suppen, Pürees und Co. zubereiten möchte. Toll finde ich auch, dass das Gerät auch nach Jahren seine guten Dienste tut. Mir ist nämlich mal eine Panne passiert: Mein Spülbecken bzw. der Wasserhahn in der Küche hatte ein Leck. Direkt im Schrank darunter stand der Krups 3 Mix 3003 und war recht nass. Dennoch hat er mir dieses unfreiwillige Bad nicht krumm genommen. Man sollte es allerdings sicherheitshalber nicht nachmachen.
Zwei kleine Minuspunkte muss ich hier trotzdem nochmals nennen: So ist dieser rührige Helfer nicht ganz leicht zu reinigen. Vor allem die Turbo Quirler haben so einige Ecken und Winkel, in denen sich das Gerührte festfressen kann, so dass man beim Reinigen wirklich gut aufpassen muss, um wirklich alles ganz sauber zu haben. Das geht bei moderneren bzw. teureren Mixern einfacher. Außerdem ist der 3 Mix 3003 etwas schwer in der Hand. Wer lange rühren muss oder gleich mehrere Kuchen an einem Tag backen will, muss entweder gut durchtrainiert sein oder sich auf einen ordentlichen Muskelkater einstellen. Aber dann hat man immerhin das Fitnessetudio gespart! ;-)
Wegen der kleinen Nachteile ziehe ich einen Stern ab, kann aber vier vergeben - und damit natürlich auch eine Empfehlung.

20.03.2010 - Zwangsupdate: Meine Erfahrungen mit diesem Handrührer haben sich nur unwesentlich geändert. Ich nutze ihn nach wie vor, es ist ein solides, aber nicht extrem hochwertiges Gerät. Für Gelegenheitsköche und -bäcker kann ich daher weiterhin die bereits beschriebene leicht eingeschränkte Empehlung vergeben.

Fazit: Dieser Küchenhelfer erleichtert das Backen, auch wenn er nicht mehr ganz modern ist.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Reinigung:    
Qualität: