Gainward Cardexpert Geforce 3 Powerpack
Rot und schnell... - Gainward Cardexpert Geforce 3 Powerpack Grafikkarten

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Rot und schnell...
Gainward Cardexpert Geforce 3 Powerpack

viracocha

Name des Mitglieds: viracocha

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Gainward Cardexpert Geforce 3 Powerpack

Datum: 13.02.02, geändert am 18.02.02 (309 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Beste Performance durch Geforce 3 Chipsatz

Nachteile: Preis

Eine knallrote Grafikkarte mit der Bezeichnung Gainward Geforce 3 Power Pack „Golden Sample“ ist das Meisterstück der Taiwanesischen Firma Gainward, mit dem sich Gainward ein Stück am Kuchen des High – End Grafikkartenmarktes abschneiden möchte. Gainward hat sich mittlerweile voll und ganz am Grafikkartenmarkt etabliert und wagt nun auch verstärkt den Blick in Richtung Europa. Da alle Geforce 3 Karten laut unterschiedlicher Benchmarks ungefähr die gleiche Leistung bringen, werde ich teilweise die Begriffe allgemein erklären aber natürlich auch speziell auf die besonderen Merkmale dieser Grafikkarte eingehen...


##### directx.8 #####

Mit Geforce3 Karten kommen erstmals directx.8 Anwendungen zum Zuge (und natürlich auch die Überarbeiteten Versionen, die wieder laufend zum Download zur Verfügung gestellt werden). Directx.8 dient dazu, dass die Grafikkarten verschiedene Anwendungen optimal ansprechen können: Es dient asl Schnittstelle, die es ermöglicht andere Software (meist Spiele oder Multimedia) optimal anzusprechen (von direct 3D bis hin zum Sound). Ältere Spiele unterstützen nicht directx.8, aber alle neuen Spiele, die jetzt auf den Markt kommen sollten directx.8 ansprechen. Natürlich ist es für die Grafikkarte kein Problem auch Anwendungen darzustellen, die noch directx.7 oder directx.6 unterstützen, nur wird dann die Grafikkarte nicht voll ausgereizt.


##### Homepage #####

Die Homepage ist sehr übersichtlich gehalten, wie man es auch von einer Firma, die ihr Hauptaugenmerk im Grafikkartenmarkt sieht erwartet. Nachdem man die Sprache gewählt hat kann man sehr Übersichtlich in die gewünschte Rubrik verzweigen. Die Treiber sind recht aktuell, orientieren sich aber stark an den Nvidia Referenztreibern. Hier kann man auch nachlesen, dass alle Windows Versionen ab win95 unterstützt werden, für Linux gilt dies leider nicht, aber so wie ich die wachsende und kreative Linuxgemeinde kenne, werden auch hier
mit grosser Wahrscheinlichkeit bald entsprechende Treiber auftauchen. Was man auf der Homepage nicht finden kann steht im ausführlichen Handbuch bestens beschrieben.


##### Einbau #####

Der Einbau ist kinderleicht: Man schraubt das Gehäuse auf (bei ausgeschaltetem PC, der nicht an der Steckdose hängen sollte *gg*). Hat man schon eine Grafikkarte, dann nimmt man die alte Karte heraus. Baut man den Rechner neu zusammen, dann muss man vorher noch das Slotblech entfernen. Der Slot ist ein AGP Slot und sollte schon 4 Fach unterstützen (Die Gainward unterstützt 4 Fache Geschwindigkeit, kann aber auch mit 2 Facher Geschwindigkeit betrieben werden). Dann steckt man die Karte in diesen Slot (keine Angst, das ist der einzige Slot der passt). Anschliessend kann man den Computer wieder hochfahren (Stromkabel in die Steckdose nicht vergessen). Ist bereits ein anderer Treiber installiert, dann entfernt man den alten Treiber und fährt das System wieder hoch: meist wird man dann gefragt was für einen Treiber man verwenden will: ein Standardtreiber ist meist die beste Wahl. Jetzt erst installiert man den neuen mitgelieferten Treiber (natürlich hält man sich an die Anweisungen, die im Bildschirm erscheinen) und voila: alles funktioniert reibungslos. Wenn man später aktuellere Treiber von der Homepage holt, sollten zuerst die älteren Treiber deinstalliert werden.


##### Frames per Second (fps) #####

Wichtigstes Mass für Grafikkarten sind die "frames per second" (fps): Das bedeutet wie viele Bilder eine Grafikkarte in einer Sekunde auf den Bildschirm „zaubern“ kann. Natürlich kommt es dabei immer darauf an wie „Aufwendig“ die darzustellende Grafik ist. Deshalb haben sich die Hersteller von Grafikkarten dazu entschlossen maximal mögliche Werte anzugeben. In unteren und mittleren Auflösungen sind Geforce2 Ultra Karten durchaus konkurrenzfähig zur Geforce3 (hier ist auch keine höhere Performance gefragt, da
ja in diesen Bereichen die meisten Anwendungen keine Probleme machen). Bei höheren Auflösungen erzielt die Geforce3 deutlich mehr Frames als alle anderen derzeit erhältlichen Grafikkarten. Im Quake3 beispielsweise wählt man ja ohnehin die bestmögliche Auflösung und beschränkt diese dann auf 125 Frames (beste rechnerische Wahl fürs „strafen“, etc.)...

*** Auflösungen mit maximaler Frequenz
Auflösung......Farbtiefe........Frequenz
640x480.......8/16/32 BIT.....240/240/240
800x600.......8/16/32 BIT.....240/240/240
1024x786......8/16/32 BIT.....240/240/200
1152x864......8/16/32 BIT.....200/200/170
1280x960......8/16/32 BIT.....170/170/150
1280x1024.....8/16/32 BIT.....170/170/170
1600x900......8/16/32 BIT.....150/150/120
1600x1200.....8/16/32 BIT.....120/120/100
1920x1080.....8/16/32 BIT.....100/100/85
1920x1200.....8/16/32 BIT.....100/100/85
1920x1440.....8/16/32 BIT.....85/85/75
2048x1536.....8/16/32 BIT.....75/75/75

...........256 Farben.......16bit......32bit
640x480......60-240Hz.....60-240Hz......60-240 Hz
800x600.....60-240Hz......60-240Hz......60-240 Hz
1024x768....60-240Hz......60-240Hz......60-200 Hz
1152x864....60-200Hz......60-200Hz......60-170 Hz
1280x960....60-170Hz......60-170Hz......60-150 Hz
1280x1024...60-170Hz......60-170Hz......60-150 Hz
1600x900....60-150Hz......60-150Hz......60-120 Hz
1600x1200...60-120Hz......60-120Hz......60-100 Hz
1920x1080...60-100Hz......60-100Hz......60-85H z
1920x1200...60-100Hz......60-100Hz......60-85H z
1920x1440...60-85Hz.......60-85Hz.......60-75H z
2048x1536...60-75Hz.......60-75Hz.......75Hz


##### Ausstattung und Preis #####

***Golden Sample
Gainward hat sich auch etwas besonderes einfallen lassen: Die Bezeichnung "Golden Sample", welche durch einen goldenen Stern auf der Verpackung gekennzeichnet ist. Mit dieser Bezeichnung gibt Gainw
ard die Garantie, dass der Chiptakt mit 220 MHz (anstatt 200 MHz bei anderen Geforce 3 Karten)
und der Speichertakt mit 480MHz betrieben wird: Der Leistungsvorteil ist allerdings recht gering und liegt unter 5 Prozent. Ausserdem gehört hier auch erwähnt, dass sich alle anderen Geforce 3 Modelle (ausser Hercules) über diese Werte hinaus (laut Testberichten) übertakten lassen (allerdings ohne der Gewähleistung einer Garantie). Weiters: die Speicherchips sind bei Gainward handverlesen!

***Software
Leider liefert Gainward keine Spiele mit. Im Prinzip kauft *gg* sich ohnehin jeder die Spiele die persönlich interessieren: allerdings rechnet man im Preis diese Besonderheiten mit und da sehe ich es als Nachteil an, wenn eine Firma wie Gainward eine Grafikkarte baut, die in erster Linie auf PC Spieler abzielt und dann keine Games mitliefert (auch wenn diese oft uninteressant erscheinen mögen...).
Neben den aktuellen Treibern wird das Ulead Videostudio und 3Deep mitgeliefert. Die Einstellungen (von Farbtiefe bis Auflösung) können bequem per Software vorgenommen werden (gehört ja auch zum Standard).

***Anschlüsse
VGA und DVI Anschlüsse sind ebenso vorhanden wie ein VIVO (Video In und Video Out). Der VIVO Anschluss funktioniert nicht in Verbindung mit dem DVI Anschluss. Von Phillips stammt der SAA7108E Baustein(Asus und MSI verbauen ihn ebenfalls auf ihre Karten), der sich dadurch auszeichnet, dass er gleichzeitig Videosignale en – und decodieren kann. Weil auf dem Slotblech nur wenig Platz vorhanden ist, verwendet Gainward eine Kombibuchse für VIVO, woran ein mitgelieferter Adapter steckt, der in jeweils zwei Clinch und S – VHS Anschlüsse verzweigt.

***Preis
Mit ca. 1000.- DM / 7000.- ATS (ca.500.- Euro) ist die Geforce 3 vor 9 Monaten noch relativ teuer gewesen. Mittlerweile bieten die meisten Geforce3 Anbieter eine abgespeckte und billigere T200 und eine etwas höher getaktete T500 an. Weiters wurde vor einige
n Tagen die Geforce4 von Nvidia offiziell vorgestellt. Das bedeutet einen weiteren Preisrutsch der Geforce3 Modelle, weswegen ich mich ins Land der Spekulation begeben würde, wenn ich hier konkrete Zahlen nennen würde, die bereits morgen wieder gefallen sein dürften...


##### Features der Geforce 3 #####

***Einstellungen und Übertakten
Die Einstellungen (von Farbtiefe über Auflösung bis hin zum Kontrast) lassen sich mittels mitgelieferter Software bequem und problemlos erledigen: So sollte man die maximalen Werte für die jeweilige Auflösung einstellen (hier sei erwähnt das viele Spiele eine andere Auflösung verwenden als man selbst für sein Betriebssystem verwendet: Also sollten alle Einstellungen kontrolliert werden und falls nötig korrigiert werden, da ja meist nur durchschnittliche Werte (vor allem die Bildwiederholungsrate beim Monitor) als Standard verwendet werden.
Man hat auch die Möglichkeit die Grafikkarte von der Softwareseite her zu Übertakten, doch halte ich es für absolut überflüssig eine derartig schnelle und stabile Grafikkarte zu Übertakten um das eine oder Frame herauszuholen und damit einen Defekt der Karte zu riskieren beziehungsweise die Lebensdauer künstlich zu verkürzen.

***Z/Stencil-buffer
Die Karte erkennt nicht auf dem Bildschirm sichtbare Objekte und berechnet erst gar nicht diese Polygone. Dadurch wird am Bus gespart und die Karte gewinnt an Performance. Bei Spielen die directx.8 noch nicht unterstützen scheint dieses Feature aber noch nicht perfekt zu funktionieren, aber weitere Versionen von directx.8 versprechen da eine Besserung. (Hier sei kurz der Kyro II Chipsatz erwähnt der ein ähnliches Verfahren besitzt und in Konkurrenzprodukten verbaut wird.). Polygone sind Dreiecke, die so überlagert werden das Objekte entstehen: ein Grundelement der grafischen Darstellung.

***nFiniteFX und Vertex sowie PixelShader
Programmierer können jetzt viel detailreicher Figuren und Objekte pr
ogrammieren und damit für eine wesentlich grössere Realitätsnähe sorgen. Das nFiniteFX ist eine Weiterentwicklung der T&L Engine, die der GPU Rechenlast nimmt: besonders detailreich und wunderschön anzuschauen sind folgende neue frei programmierbaren Effekte (Vertex Shader):
Deformationen, Matrix Skinning, Nebel und Linseneffekte.
Der PixelShader ermöglicht eine Per Pixelberechnung von Lichteffekten, Pixelreflektionen, eine Überlagerung der Texturen per Pixel.
Zur Erklärung:
Ein Pixel ist nichts anderes wie ein Bildpunkt und wenn wir von Auflösung sprechen und sagen das wir eine Auflösung von 800 mal 600 haben, dann heisst das wir haben eine Darstellung auf unserem Monitor indem 800 Pixel waagrecht und 600 Pixel senkrecht auf der sichtbaren Fläche des Monitors erscheinen.
Die anderen angesprochenen Effekte wirken sich zum einen in einer höheren Realitätsnähe aus: Schräge Kannten wirken nicht mehr abgehackt, sondern wirklich gerade. Dinge verformen sich flüssig und die Farbtiefe ist einfach gewaltig und ganz nebenbei bleibt das Bild flüssig ohne ins stottern zu kommen, wenn die Rechenlast höher wird: Als ich das erste Mal die Grafik einer Geforce 3 sah, bemerkte ich vor lauter Staunen gar nicht wie es „klapp“ (meine Kinnlade bei Fuss) machte.

***technische Daten
64 MB DDR Ram mit schnellen 3,8ns
350MHz RAMDAC
466MHz Speichertakt -
7,4GB/Sekunde Datendurchsatz
3,2 Millionen Samples/sec FSAA (full-scene anti-aliasing)
800 Millionen Operationen/sec
57 Millionen Transistoren
AGP 4x / 2x


##### Optik #####

Unter diesem Punkt will ich kurz beschreiben, wei ich die Grafik sehe: Kein Flimmern und auch keine abgehackten Grafiken sind zu erkennen. Am meisten staunte ich in Quake 3 (noch ohne spezielle directx.8 Unterstützung): Alle Kanten waren glatt und nicht mehr abgehackt. Bei voller Auflösungen gibt es kein geruckel mehr und die Lichteffekte schauen einfach wunder
schön aus. Nebel habe ich mir angeschaut und es schaut wirklich nach Nebel aus und nicht mehr wie eine Wand. Die Lava leuchtet entgegen und sämtliche Lichteffekte kommen viel besser zur geltung. Weiters sind kleine Details auch wirklich rund wo früher Ecken zu sehen waren. Anders gesagt: Ein wirklicher Genuss am Bildschirm.


##### 2D / 3D und Konkurrenz #####

Im 2D Bereich ragt die Gainward Geforce 3 nicht besonders heraus: hier sind die Anforderungen an eine Grafikkarte eher gering und haben schon seid längerem die nötige Performance erreicht. Multibuffering für aufwendige Animationen und Truecolor stellen schon lange kein Hindernis für gute Grafikkarten da. Allerdings ist es sicher klüger, wenn man sich bei Matrox oder ATI umsieht, wenn es um 2D geht, denn diese Firmen haben durchaus gute und günstigere Lösungen für „Word und Excel – Hengste“ anzubieten.
Wenn wir aber von der Geforce 3 sprechen brauchen wir gar nicht erst auf 2D einzugehen: die Eigenschaften im 2D Bereich sind zwar wirklich gut, aber die grosse Stärke liegt im 3D Bereich. Hier will zwar ATI bald ein Konkurrenzprodukt herausbringen, scheiterte aber bis dato an den Vorgaben des Geforce 3 Chipsatzes und über den Kyro II Nachfolger ist auch noch nichts zu hören. Das einzige Problem ist der hohe Preis und so kommt die Konkurrenz aus dem eigenen Hause (ich spreche hier allgemein über Nvidia, dem Chiperzeuger und nicht explizit über Gainward) vom Geforce 2 Chipsatz, der wesentlich günstiger ist und für die meisten 3D Anwendungen noch eine ausreichende Performance zustande bringt.


##### Fazit #####

Bei der Geforce 3 stellt sich die Frage, ob man den relativ hohen Preis berappen will: Ich halte es für klüger noch ein oder zwei Monate zu warten, denn die GeForce4 wurde bereits offiziell vorgestellt und damit dürften die Preise für GeForce3 Karten weiter fallen. Aus diesem Grunde halte ich es auch für nicht sinnvoll hier einen Preis anzu
geben: man vergleiche am besten die Preise unter www.geizhals.de.
Directx.8 Anwendungen sind kommen jetzt immer mehr zur Anwendung und so ist es schon vorteilhaft auf die hervorragende Leistung der Karte zurückzugreifen und nicht auf eine billigere GeForce2 Grafikkarte auszuweichen...
Die Gainward Geforce 3 bietet in etwa die gleiche Leistung wie andere Geforce 3 Karten auch. Deswegen sollte hier das wichtigste Entscheidungskriterium sein welche zusätzlichen Peripheriegeräte angeschlossen werden können (hier ein dickes Plus für Gainward) oder aber welche Software mitgeliefert werden kann (hier ein dickes Minus bei Gainward.). Wer auf einen VIVO und DVI Anschluss gerne verzichten kann, der sollte die Konkurrenzprodukte von Asus, MSI oder Elsa unter die Lupe nehmen und dann auf Grund des Preises entscheiden, welche Karte denn nun die beste ist: Wer aber seine Karte unbedingt übertakten will sollte sich für Gainward entscheiden, denn nur für das "Golden Sample" gilt auch die Garantie beim Übertakten...
Ich wünsche Euch jedenfalls viel Spass mit Eurer GeForce3 und hoffe, dass ich ein wenig helfen konnte...

© by viracocha

Fazit: