
Produkttyp: Fast Grafikkarten
Neuester Testbericht: ... ist baugleich mit der DAZZLE "digital video creator II" (www.dazzle.com). Die Software dieser Karte läuft auch mit der Fast-Hard... mehr
Echtzeit-MPEG2-Videoko mpression in super Qualität
Fast DVDmaster

Name des Mitglieds: zeus72
Produkt:
Fast DVDmaster
Datum: 18.01.01, geändert am 12.02.05 (462 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Preis - super Videoqualität - MPEG2 in Echtzeit - SVCD-Streams erzeugbar
Nachteile: keine Windowstreiberintegration , Software noch in Entwicklungsstadium
Als Hobbyvideofilmer ist man auf ein vernünftiges Archivformat angewiesen. Der Yamakawa DVD-Player bietet seit kurzem eine preiswerte Möglichkeit Super-Video-CDs abzuspielen. Dabei handelt es sich um MPEG2 Video mit 480x576 Pixeln bei max. 2.3MBit/s Datenrate. Alle Versuche deratige MPEGS aus AVI's mit MPEG2 Softwarekompressoren zu erzeugen sind bei mir in der Vergangenheit immer fehlgeschlagen von der Rechenzeit und der störenden Halbbildproblematik mal ganz abgesehen.
Die neue Karte von Fast schafft hier nun endlich eine vernünftige Lösung zu einem günstigen Preis.
Die Hardware besteht aus einer PCI-Busmasterkarte. An diese wird ein exteren Anschlussbox für Video+Audio In/Out (ca 1.5m Kabel) angeschlossen. Hard- und Softwareintallation verliefen in meinem Celeron 533 System reibungslos.
Die Karte beherbergt einen C-Cube DVxplore Chip, der auch oft auf den DV-Schnittkarten zu finden
ist. Dieser kann MPEG1 und MPEG2 in allen Spezifikationen (inkl. VBR) bis
10MBit/sec. in ECHTZEIT erzeugen (inkl. TON, also auch als MPEG3 Kompressor einsetzbar). Dazu schliesst man einfach die Videoquelle via FBAS-Chinch oder S-VHS Hosidenkabel sowie eine Stereo-Tonquelle via Chinch an, startet die Software, stellt alle Parameter wie gewünscht ein (verschiedene Vorgabe-Templates wie VCD, SCVD, DVD, etc.. vereinfachen dies), drückt Record und schon hat man sein MPEG1 oder MPEG2 File.
Insbesondere ist auch MPEG2-Video 480x576 in 2300MBit/sec und Audio 44100/224kbit/sec für Super-Video-CD unterstützt. Die Karte macht zudem auch eine ordentliche Halbbildkompensation. Die MPEGS kann man dann mit Nero5 (liegt nicht bei) als Vido-CD (MPEG1) oder Super-Video-CD (MPEG2) brennen und in einem geeigneten Player (ich habe den Yamakawa 715) abspielen (ca. 42-45min SVCD-Qualität passen auf 700er CDR). Der neue Mediaplayer7 von Windows unterstützt diese CDs im übrigen auch. SVCD bietet viel bessere Qualitat als normale MPEG1 VCDs: keine Artefakte und viel schärfer. Endlich
ein vernünftiges S-VHS-ebenbürtiges digitales Archivformat für gedrehte Videos, die man auch am PC-Bildschirm genußvoll betrachten kann! Wenn man sich nicht auf ein Playerkonformes MPEG Format festlegen muss, kann man die Bitrate auf bis zu 10MBit/sec hochdrehen und die Auflösung bis 768x576 wählen für noch mehr Qualität.
Man kann so also in Echtzeit MPEG-Files in ECHTER DVD-Qualität erzeugen. Allerdings NUR aus einer externen Videoquelle (Kamera. VCR oder wie bei mir: direkt aus der Videoschnittkarte des danebenstehenden MJPEG-Schnittrechners). "Internes" umrechnen vorhandener AVI's etc. in Echtzeit geht leider nicht (Nur langsame Softwarerenderung).
Neben dem Capturen beherrscht die Software auch einfachen (1Spur) Videoschnitt mit Überblendeffekten, Titelgenerator, Nachvertonung etc. . Natürlich kann man die erzeugten Clips auch wieder abspielen und wieder auf VCR ausgeben. Es ist zudem eine Software beigelegt (DVDit LE) mit der man echte DVDs erzeugen und brennen kann (geht sogar auf CDR).
Nach so viel Begeisterung für dieses Produkt ein paar kritische Anmerkungen:
Die CaptureSoftware geht zwar, sie ist aber eher als mäßige beta einzustufen. Die Karte ist baugleich mit der DAZZLE "digital video creator II" (www.dazzle.com). Die Software dieser Karte läuft auch mit der Fast-Hardware und ist immer etwas aktueller als die deutsche Version von FAST. Leider hat man bislang noch keine echten Systemtreiber programmiert, so dass man auf die Software angewiesen ist (die sprechen wohl den Chip direkt an). Es soll von einem anderen Hersteller eine MPEG-Karte mit gleicher Hardware geben, die ordentlich ins System integriert ist und Mediastudio unterstützt. Ist vieleicht (hoffentlich) nur eine Frage der Zeit......
Was mir auffiel war, dass bei den Standardeinstellungen für Helligkeit/Kontrast/Sättigung/Farbton ein sattes rot übersteuerte und zu fransigem grün(!) wurde. Ein bischen rumspielen an den Reglern liess mich dann
aber akzeptable Werte finden. (Vielleicht liegts auch an meiner MIRO DC30 die das Signal lieferte, beim Videorecordersignal konnte ich das komischerweise nicht feststellen.....).
Die beigelegte DVD-Player-Software nutzt die Hardware der Karte leider nicht und ist eine reine Softwarelösung. Da nehme ich lieber den Mediaplayer7.
Ebenso nutzt die Videosoftware beim Erzeugen der geschnittenen Clips (nur Übergänge und veränderte Stellen werden neu gerendert) nicht die Hardware (obwohl das technisch möglich wäre) sondern rendert in Software gähnend langsam (1:20).
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Grafikkarten
- XFX Radeon HD 6870 Standard
- Powercolor Radeon HD 6570 Go! Green Dirt3 Edition
- Powercolor Radeon HD 6850 SCS3 Dirt 3 Edition
- Gigabyte GV R687UD-1GD (rev. 2.0)
- Gigabyte GV R545SL-1GI
- Gigabyte GV R645SL-1GI
- Gainward GTX 570 Golden Sample
- Asus EAH6770 DC/G/2DI/1GD5
- PNY XLR8 GeForce GTX 580 Liquid Cooled
- Powercolor Radeon HD 6990 LCS

