
Produkttyp: ATI Grafikkarten
Neuester Testbericht: ... einen Analog-VGA-, einen DVI-(digital) und einen TV-Ausgang. Mit zwei Ramdacs ausgestattet kann man so problemlos zwei Monitore oder e... mehr
0815 von der Stange
ATI Radeon VE

Name des Mitglieds: telebim
Produkt:
ATI Radeon VE
Datum: 30.03.02, geändert am 30.03.02 (439 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: - billiger Anschaffungspreis ( auch im Neuzustand
Nachteile: - eher mittelmäsige Performance, wenig Zubehör
Liebe Leserschaft. Heute ist ein Bericht über mein neustes Schnäppchen fällig, welches ich weit unter Neupreis in Ebay ersteigert habe, und das sogar mit fast 2 Jahren Garantie noch.
Doch nun zu meinen Erfahrungen mit dieser Karte, und natürlich auch den dazugehörenden technischen Details.
Hier erst mal was zu folgenden Themen:
1. das Technische
2. die Installation
3. das Zubehör
4. der Spielspass
- Das Technische
Um eines gleich vornewegzunehmen, die Radeon VE ist sicherlich kein Glanzstück der ATI Familie, dennoch dürfte sie für die meisten Anwendungen und Spiele geeignet sein. Obwohl die Karte mit 350Mhz RAMDAC und AGP 2x und auch 4x ausgestattet ist, stellen sich schon bei Auflösungen ab 1024 Bildpunkten gelegentlich Ruckler ein. Sowohl auf einem 500Mhz AMD System wie auch auf einem 1GHz Intel System wirkt sich die Karte als relativ träge aus, gerade wenn es um Spiele im OpenGL Modus geht.
Ob sich die ebenfalls auf dem Markt erhältliche Radeon VE+ hier im Verhalten anders darstellt, das kann ich leider nicht sagen. Im übrigen der einzigste Unterschied von der VE zur VE+ besteht in der Bestückung des Speichers, sprich die VE besitzt SDRAM und die VE+ eben DDRAM.
Wie jede gängige Grafikkarte versteht auch diese Direkt X bis zu Version 8.1a, welche in meinen Testsystemen vorhanden ist.
- Die Installation
Sowohl beim Win98Se wie auch beim Win2K (Pro) System wurde die Karte ohne Probleme per Plug & Play erkannt. Bei Win98 wurden sogar die in Windows integrierten Standarttreiber gleich installiert. So war es auch dort ein leichtes, gleich richtig loszulegen, wobei ich hier noch sagen muss, dass die mit Windows mitgelieferten Treiber eine sehr bescheidenen Performance zu Tage legten.
Beim Windows 2000 System wurde nach dem Einbau der Karte zwar der Hardwareassistent gestartet, der entsprechende Treiber verlangte, aber hier war dann auch schon Schluss.
Die auf der mitgelieferten CD beinhalteten Treiber lagen nämlich nur in gepackter Form vor, so dass das Win2K System erst mal im VGA Modus gestartet wurde. Also wurde in einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten das Setup von CD gestartet. Hier habe ich einfach die Expressinstallation gewählt. Schon nach sehr kurzer Zeit kam die Aufforderung, das System neu zu Booten, da angeblich alle Treiber installiert waren. Dem war aber nicht so, denn in einem verdeckten Fenster waren noch Kopieraktivitäten zu sehen. Hätte ich hier also gleich den Computer neu gestartet, so wage ich zu Behaupten, dass ich mein W2K System nicht mehr ordnugsgemäs zum Laufen bewegen hätte können
- Das Zubehör
Sämtliche Zusatzprogramme auf der CD sind wohl eher als dürftig zu beschreiben. Im ganzen handelt es sich nur um einen DVD Player, der wirklich nur die nötigsten Grundfunktionen mit sich bringt. Das Monitortool Hydravision zähle ich pers. nicht zum Zubehör, da dies eigentlich ein Monitorsteuerprogramm ist, wo man W2K mehrere virtuelle Desktops vorgaukeln kann. Man muss sich das ungefähr so vorstellen, wie bei Linus bei KDE. Im übrigen funktioniert diese Software absolut absturzsicher. Wer also wert auf ne menge Zubehör legt, der ist mit der Karte schlecht bedient.
- Der Spielspass
So, und nun zum wichtigsten Punkt für die Zocker unter uns.
So richtiger Spielspass kommt bei mir mit dieser Karte eigentlich nicht richtig auf. Obwohl die 64MB SDRAM für alle gängigen Spiele ausreichen dürften, so war ich mit meiner alten Voodoo Banshee performancemäsig mindestens ebenbürtig. Bei Quake2 schaffte die Karte bei einer Auflösung von 1024 Bildpunkten immerhin 65FPS ( Frame per Seconds = Bilder pro Sekunde ) auf dem 500Mhz System und auf dem 1Ghz immerhin 71FPS. Bei dem Spiel Tribes2 sahen die Ergebnisse ungefähr ähnlich aus, nämlich 68FPS gegenüber 72FPS.
Von der Brillanz der Farben gibt’s hier allerdings nichts zu nörgeln. Auch
die dafür vorhandenen Einstellmöglichkeiten im Setup der Karte sind durchaus akzeptabel.
- FAZIT
Wer eine billige mit viel RAM benötigt, der ist hier wohl richtig bedient, allerdings sollten folgende Einschränkungen beachtet werden. Der Treibersupport ist zwar durch die renommierte Firma ATI sichergestellt, doch die vielen NONAME RADEONs werden in den seltensten Fällen direkt von ATI supported. Hier ist man auf die meist Taiwanesischen Seiten angewiesen, und dort Updates zu finden, dass gleicht oftmals einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Ein ganz gewaltiger Pluspunkt dieser Karte ist allerdings der Dualmonitorausgang und dem zusätzlichen Ausgang für TV. Manch eine Spitzenkarte der neusten Generation hat dies (noch) nicht zu bieten. Wer ein System jenseits der 750Mhz sein Eigen nennen kann, für den dürfte die Karte weniger interessant sein, da der SDRAM darauf einfach zu langsam ist, und hier sozusagen das ganze System ausbremst.
Sodele... ich denke ich konnte dem ein oder anderen ein bissel geholfen haben.....
DANKE fürs Lesen
Ave telebim
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Grafikkarten

