Aopen Aeolus 6800LE-DV128
R.I.P. - Requiescat in pace - Aopen Aeolus 6800LE-DV128 Grafikkarten

Produkttyp: Aopen Grafikkarten

R.I.P. - Requiescat in pace
Aopen Aeolus 6800LE-DV128

Gorgan

Name des Mitglieds: Gorgan

Produkt:

Aopen Aeolus 6800LE-DV128

Datum: 28.12.07, geändert am 29.12.07 (302 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: bringt noch gute Leistung / günstig zu haben / Lüfter relativ leise

Nachteile: natürlich nicht mehr für aktuelle Top-Games geeignet / nur 128MB / keine gute RAM Kühlung

Hallo liebe Leserschaft,

ich möchte euch heute über meine Grafikkarte unterrichten die bis vor wenigen Tagen in meinem Rechner werkelte. Es handelt sich hierbei um eine "Aopen Aeolus 6800LE-DV128".


Kauf
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Da mein PC nicht unbedingt mehr der neuste ist, habe ich mir seit geraumer Zeit Gedanken gemacht wie man ihn ein wenig wiederbeleben könnte. Da ich nicht allzu viel Geld ausgeben wollte, schaute ich mich bei ebay um. Erst schaute ich auf die Sofort-Kauf-Optionen, wobei ich keine Präferenzen hatte, Hauptsache besser als meine Alte, eine GeForce 4 TI 4200. Allerdings war mir das alles noch zu teuer, so beobachtete ich über wenige Wochen hinweg, was so alles bzgl. der Auktionen so vor sich ging. So traf ich eines Abends im frühen April auf die Auktion mit meiner zukünftigen Karte. Nur noch fünf Minuten Laufzeit, kein Gebot. Also einen Euro geboten, die 3,90Euro für den Versand mitbezahlt und dafür eine geniale Karte abgestaubt.


Installation
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Die Installation ist simpel. Gehäusewand auf, alte Karte raus, neue Karte rein, Stromstecker in die Karte, Gehäuse wieder zu, Rechner anschalten, evtl. Treiber aktaulisieren, Fertig ;)
Die Karte läuft angenehm ruhig, da der Lüfter nicht in extremen Geschwindigkeiten läuft. Zu bemängeln ist, dass hier vom Referenzdesign abgewichen wurde, der Kühler deckt deswegen leider nicht alle Speichersteine ab und kühlt diese nicht mit.


Technisches
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Anschluss: AGP8x/4x
Grafikchip: NV40(nVidia GeForce 6800LE)
Taktung (Core / Memory): 300 / 700 MHz
Speicher: 128 MB DDR-RAM (256-bit), 2.8ns
Anschlüsse: DVI-I, VGA, TV-Out
Pixelpipelines: 8
Shader v3.0: 4 Einheiten
Maximale Auflösung: 2048x1536 16 Mio. Farben @ 85 Hz
DirectX: 9.0c

Bei der Karte handelt es sich um eine "kastrierte" Version der normalen 6800. Normaler weise hat der Chip bis zu 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shader. Hinter den beiden Begriffen hat man quasi nichts anderes zu verstehen als Kanäle, die bestimmte Daten gleichzeitig berechnen. Je mehr es davon gibt, desto mehr Daten können gleichzeitig verarbeitet werden, man kann es sich auch als eine Art Fließband vorstellen.
Diese Karte hat allerdings nur 8 Pixelpipelines und 4 Vertexshader. Dies kommt zustande, weil Nvidia hier unter anderem Ausschussware der Chipproduktion eingesetzt hatte, da diese nicht mehr für die teureren Karten geeignet waren. Viele wurden aber auch nur künstlich ausgebremst, da die Chipfertigung doch höherwertiger war als gedacht und dennoch gleichzeitig der günstigere Preisbereich gedeckt werden sollte.
Deshalb kam in der Szene die Idee auf, dass diese abgeschalteten Bereiche doch wieder freigeschaltet werden könnten.


'Pimp my card' & Test
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Dadurch, dass ich mich ein wenig mit dem Thema beschäftigte und der allmächtige Freund Google zur Hilfe stand, fand ich heraus, dass mit dem Programm "RivaTuner" die restlichen Shader freigeschaltet werden konnten. Dann lief die Karte auf 16 Pixel- und 6 Vertexshadern.
Damit hatte ich fast eine damalige Highendkarte, die meinen Rechner nach vorne katapultierte.

Testsystem
MoBo: Asrock K7VT2
CPU: Athlon XP 2400+ (FSB266)
RAM: 1GB DDR (266)
OS: Windows XP Home SP2
Treiber: ForceWare 94.24

Die Test sind in den Standardeinstellungen gefahren worden. Die Ergebnisse stelle ich euch wie folgt dar:

Benchmark: ohne Tuning / mit Freischaltung --> prozentuale Steigerung
3Dmark01: 11.021 / 11.333 --> 2,83%
3Dmark03: 6001 / 8068 --> 34,44%
3Dmark05: 2371 / 3129 --> 31,96%

Wie man sehen kann, sind die Steigerungen bei ältern Programmen gering, da diese die Karte nicht ausreizen. Aber bei den neueren Programmen, die auf moderne Effekte setzen und entsprechend hungrig nach Hardwarepower sind, kann man Steigerungen von bis zu 34% erreichen. Durch dieses relativ ungefährliche Tuning lassen sich also immense Ressourcen freilegen. Konventionelle Übertaktung per Takterhöhung habe ich nicht durchgeführt. Aber kommen wir nun zu dem, was wirklich zählt...


Games
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Zwar habe ich keine absoluten Zahlen wie oben, kann dennoch einiges dazu sagen. Ältere Spiele ließen sich einwandfrei zocken, darunter z.B. die Teile der Need for Speed und GTA-Reihe, Gothic 2, DTM Race Driver 2 sowie Unreal 2, das durch die DirectX9 Unterstützung einen immensen Leistungsschub erhielt. Anzumerken ist, dass ich auf einer Auflösung von 1024*768 spiele, die Details je nach Spiel zwischen mittel und hoch variieren, und grafische Filter ausgeschaltet waren. So konnte ich auch die Demo zu dem Spiel Hellgate: London anspielen und wirklich genießen. Bei der Demo zum neuesten Unreal Tournament Teil konnte ich jedoch nur noch Unspielbarkeit feststellen, was wohl mehr an meiner veralteten CPU liegt.


Das unrühmliche Ende
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So war ich doch über 6 Monate sehr zufrieden mit meinem ebay-Schnäppchen. Doch eines Abends im November, als ich nach einem stressigen Tag an der Uni nach Hause kam, sah ich schon im BIOS einige kleine weiße Punkte auf dem schwarzen Hintergrund. So dachte ich mir schon, dass meine Stimmung noch besser werden sollte und der Tag wohl als der 'Schönste' im Jahr eingehen würde.
Bis zum Windows Boot Screen lief alles recht normal, bis auf einige bunte Punkte auf dem Bild. Nach dem Boot Screen, als er richtig ins Windows sollte, schaltete die Karte ab und der Monitor blieb schwarz. Merkwürdig war nur, dass der Rechner im abgesicherten Modus ohne Grafikfehler hochfuhr. Die Karte musste allerdings einen Hardwaredefekt aufweisen, da sie auch in einem anderen PC die gleichen Fehler aufwies, ich gehe mal von einem Speicherdefekt aus.
Letztendlich konnte ich die Karte aber noch bei ebay versteigern, und zwar als defekt beschrieben, und das noch mit einem Gewinn :)


Fazit
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Ich war begeistert von der Leistung, die auf einmal in meinem PC schlummerte. Zwar hat sie nicht mehr die Power für die neuesten Spieletitel, aber die guten bewährten Games kann man alle mal in besserer Qualität genießen. Dafür frisst sie sicherlich mehr Strom als so manche 0815-Karte, da sie über einen eigenen Stromanschluss verfügt, doch wer seinem angestaubten Rechenknecht neues Leben einhauchen möchte, sollte dennoch mal bei der elektronischen Bucht Ausschau halten. Ich bereue den Kauf nicht, wie auch bei dem Preis, denn ich würde sie (günstig angeboten) wieder kaufen. Auch wenn es nicht garantiert ist, dass sich alle Einheiten freischalten lassen, so brachte sie mir selbst ohne Tuning einen deutlichen Leistungssprung. Doch eines soll noch gesagt sein: Ruhe in Frieden!


Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!

©Bhvmaster für Ciao.de, yopi.de, mymeinung.com, preisvergleich.de und dooyoo.de (Gorgan)

Fazit: siehe Text

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Installation:    
3D-Beschleunigung:    
Präzision: