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Der schlaue Naturwissenschafter "programmiert" seine Texte...
LaTeX

Name des Mitglieds: jimmy1138
Produkt:
LaTeX
Datum: 01.07.09, geändert am 05.02.10 (183 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: reproduzierbare Resultate, niedrige Systemanforderungen
Nachteile: Lern- und Arbeitsaufwand
Grundsätzliches
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Bei LaTeX (wird glaube ich korrekterweise "Latech" ausgesprochen) handelt es sich um eine Programmiersprache, welche dazu dient, Texte zu formatieren.
Basis dafür sind verschiedene Dokumentklassen (am häufigsten verwendet sind dabei article, report bzw book), wobei sich diese auch selbst programmieren lassen. So gibt es auch eigene Dokumentklassen etwa für Präsentationen oder für Poster.
Durch Programmierbefehle kann man dann Schriftart, -größe, -ausrichtung ändern, Überschriften setzen, Bilder, Formeln, Tabellen, ..etc einfügen.
LaTeX-Dokumente können dabei in jedem x-beliebigen Editor geschrieben werden und müssen dann nur mit der LaTeX Software (bzw MikTeX, wie das für Windows heißt) kompiliert werden. Das Ausgabeformat ist dabei DVI (.dvi), das leicht in Postscript (.ps) bzw PDF (.pdf) umgewandelt werden kann.
Nachteile:
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LaTeX ist eine Programmiersprache, damit ist natürlich verbunden, daß man diese zuerst einmal erlernen muß und andererseits bei der Programmierung Fehler machen kann, die man nachher mehr oder minder mühselig beheben muß. Außerdem ist es so, daß manche Dinge recht umständlich in der Umsetzung sind, die in einer herkömmlichen Textverarbeitung sehr leicht von der Hand gehen
Vorteile:
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Ein großer Vorteil ist natürlich, daß das endgültige Dokument auch wirklich so ist, wie man es programmiert hat, man erhält auf Basis eines LaTeX-Dokuments reproduzierbare, immer gleiche Resultate.
Ein weiterer Vorteile ist, daß die Verwaltung größerer Dokumente (zig Seiten bis hunderte Seiten), auch Sachen wie interne Verweise, wesentlich einfacher ist, so kann man auch etwa für jedes Kapitel ein eigenes LaTeX Dokument anlegen und das ganz einfach zusammenfügen.
Meine Meinung/Erfahrung:
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Lange Zeit war ich (zuerst Works dann) Word-Jünger, doch insbesondere der Umgang mit größer werdenden Dokumenten war da jeweils äußerst mühselig - zu intensiv waren die Ansprüche, die die Microsoft Textverarbeitung an den Computer gestellt hat (was sich v.a. in elendslangen Speicherzeiten niederschlug) und insbesondere frustrierend war eine Serie von Erfahrungen mit dem äußerst lustigen Phänomen "Umformatieren durch bloßes Öffnen des Dokuments".
Als ich dann auf der Uni einmal eine Arbeit mit LaTeX schreiben mußte, war das natürlich zuerst mit einigem Widerwillen verbunden - immerhin muß man (schon wieder) eine Programmiersprache lernen -, doch recht schnell kam die LaTeX-Erfahrung einer Offenbahrung gleich.
Der Lernaufwand ist eigentlich nicht sehr groß, am besten, man nimmt sich einfach ein Beispiel aus dem Internet und sucht sich dann eben nur jene Dinge aus der Anleitung raus, die man jeweils braucht. So ein learning-by-doing funktioniert da meiner Erfahrung nach recht gut.
Der Hauptvorteil nach den unglücklichen Erfahrungen mit konventioneller Textverarbeitung war dann natürlich, daß alles wirklich so ist, wie man es selbst programmiert hat. So wird LaTeX etwa auch als Standardformat bei wissenschaftlichen Publikationen in der Naturwissenschaft verwendet, da sich LaTeX Dokumente, die von den Wissenschaftern selbst geschrieben wurden, leicht in die Journale einfügen lassen - und zwar genau so wie der Autor das vorhatte (also kommt man als Jungnaturwissenschafter eh nicht um LaTeX herum).
Da ich wie gesagt im naturwissenschaftlichen Bereich zu tun habe, sind da insbesondere natürlich Formeln wichtig, die man mit LaTeX meiner Meinung nach recht gut eingeben kann und die auch wirklich schön aussehen im fertigen Dokument. Und wie oben schon angedeutet - bei längeren Dokumenten wie z.B. einer Diplomarbeit, wo man mit Formelnummern, Literaturzitaten, Kapiteln,... zu tun hat, da kommen dann die Stärken von LaTeX voll zu tragen, da rentiert sich der Lern- und Programmieraufwand dann tatsächlich. An dieser Stelle muß ganz eindeutig gesagt werden: wer einmal einen Brief an die Oma schreibt, der braucht sich die ganze Mühe mit LaTeX nicht antun. Für kurze Dokumente und wenn man's nicht oft braucht, dann bleibt jede herkömmliche Textverarbeitung die bessere Wahl.
Nichtsdestotrotz verwende ich momentan eigentlich fast ausschließlich LaTeX, einerseits natürlich berfusbedingt, wobei ich vor allem die Vielseitigkeit der Einsatzmöglichkeiten schätze (vom kurzen Report über die Diplomarbeit bis zu diversen Präsentationen und Postern war da schon alles dabei) und andererseits irgendwie aus sentimentalen Gründen die LaTeX typische Schrift einfach mag.
Fazit:
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Eine Textsatzsoftware, die vor allem bei längeren und naturwissenschaftlichen Texten ihre Stärken voll ausspielen kann. Für kürzere Texte und Dokumente, wo es im Endeffekt egal ist, wie sie aussehen, aber wie mit Kanone auf Spatzen schießen.
5/5 Sterne und Schande über jeden Naturwissenschafter, der's nicht verwendet...
Fazit: siehe Text
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| Updatemöglichk.: |
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