Ein königlicher Senf
Produkt:
Maille Dijon Original
Datum: 22.08.01, geändert am 22.08.01 (3697 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: -
Nachteile: -
Ich bin ein echter Senf-Fan. Mindestens 3 - 4 verschiedene Sorten bevölkern stets meinen Kühlschrank und kommen auch regelmäßig zum Einsatz. Doch mein absoluter Favorit ist der Dijon-Senf des französischen Herstellers Maille.
Senf ist ein wahrer Tausendsassa! Unentbehrlich als Beilage, beispielsweise zu Wiener Würstchen, und unübertroffen als Würzmittel! Auch in der Medizin hat er sich seinen Platz, beispielsweise als Pflaster oder Wickel, zurück erobert. Denn schliesslich wurde Senf zunächst als Heilmittel bekannt.
>>> Ein bisschen Geschichte <<<
Bereits ca. 2000 vor Chr. war Senf in Ägypten wohl bekannt.Die Griechen entdeckten ihn dort und brachten ihn nach Europa.. Im 1. Jhdt. n. Chr. beschreibt der berühmte griechische Mediziner Pedanios Dioskurides die heilsamen Wirkungen des Senfes in seinen wissenschaftlichen Abhandlungen.
Während die Griechen die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Senfkörner besonders schätzten, bevorzugten sie die Römer als Würzmittel. So stammt auch das erste überlieferte Senfrezept für den Gaumen aus einer römischen Feder (4. Jhdt.)!
Neben seinen heilenden und würzenden Eigenschaften wurden dem Senf früher aber auch magische Kräfte zugeschrieben. Der Römer Plinius beschreibt genauestens ein Ritual mit Senf, das als Aphrodisiakum wirken sollte. Außerdem hieß es, der Rauch brennender Senfblätter vertreibe Schlangen.
Die Römer waren es auch, die den Senf nach Deutschland brachten.
Aus dem Jahr 795 stammt eine erhaltene Schrift Karls des Grossen, in der er den Senfanbau befiehlt.
1634 erhielt die Stadt Dijon das Monopol zur Senfherstellung in Frankreich.
Die dortigen Produzenten kamen auf die Idee, den seit der Römerzeit üblichen Essig im Senf durch Most zu ersetzen. Das Resultat war ein besonders scharfer Senf, der als Dijon-Senf berühmt wurde.
Ludwig XIV, der Sonnenkönig, adelte den Dijoner Senf, indem er ihn mit seinem Wappen dekorier
te. Ein wahrhaft königlicher Senf also.
Heutzutage werden besonders viele verschiedene Senfsorten in Frankreich und Deutschland produziert.
>>> Der Name <<<
entwickelte sich aus der lateinischen Bezeichnung "sinapis" über das althochdeutsche "senaf" zum heutigen Begriff "Senf".
Wie wir wissen, existiert noch ein zweiter Name. Im Lateinischen bedeutet "mustum ardens" brennender Most. So entstand die französische Bezeichnung "moutarde"(Senf). Auch unser Begriff "Mostrich", sowie das englische "mustard" und das italienische"mostarda"entstammen dieser Quelle.
>>> Das Produkt <<<
Mein Favorit ist der Dijon-Senf der Firma Maille. Im charakteristischen Glas mit schwarzem Etikett ist dieser heute auch in den Regalen deutscher Supermärkte ( z. B. Rewe, real ), sowie in Feinkostgeschäften zu finden.
Mailles "Dijon Originale" ist ein goldgelber, feinkörniger Senf von cremiger Konsistenz. Sein Aroma ist unvergleichlich. Sehr scharf und sehr aromatisch!
Mit seiner pikanten Note verfeinert dieser Klassiker zahlreiche Speisen.
Weder die rustikale noch die feine Küche kann auf dieses delikate Würzmittel verzichten. Dieser Dijon-Senf verfeinert das saftige Steak, gibt klassischen Rindsrouladen das gewisse Etwas, peppt einfache Frikadellen auf und veredelt meinen Kartoffelsalat.
Dijon-Senf adelt viele Saucen, beispielsweise zu gekochtem Fisch.
Hier das einfache Rezept:
50 g Butter zerlassen, 50 ml geschmacksneutrales Öl dazu geben, dann 2 Eßl. Dijon-Senf unterrühren. Vorsichtig erwärmen. 80 ml Schlagsahne zugeben. Unter ständigem Rühren kurz aufkochen. Mit Tabasco, Salz und Worcestershire-Sauce abschmecken.
Aber auch Vegetarier möchten den Dijon-Senf nicht missen. Eine Sauce vinaigrette ohne ihn ist nur halb so lecker. Doch auch in der Senf-Holland
aise zur Gemüseplatte oder im würzigen Dip zur Artischocke darf er nicht fehlen!
Ein Glas Dijon-Senf mit 200 ml Inhalt kostet 3 - 4 DM.
>>> Seine Inhaltsstoffe <<<
Der Dijon-Senf von Maille enthält:
Senfkörner, weisse und schwarze
Wasser
Branntweinessig (20%)
Salz
und als Säuerungsmittel: Zitronensäure
100 g enthalten ca. 170 kcal.
Hätten Sie es gewusst?
Je schärfer ein Senf ist, um so mehr Öl und damit Kalorien enthält er!
>>> Der Hersteller <<<
Der Destillateur und Essigproduzent Antoine Maille gründete 1747 sein Unternehmen in Dijon. Er war ausserordentlich erfolgreich und wurde Hoflieferant des Königshauses Habsburg (1760), des französischen Königs (1769) und von Katharina der II. von Russland (1771).
Bis 1930 blieb die Firma Maille in Familienbesitz. Als Antoines letzter Nachfahre mit 102 (!) Jahren verstarb, kaufte Philippe de Rothschild das Unternehmen.
1952 fusionierte Maille mit Grey-Poupon, einem ebenfalls renommierten Dijoner Senfhersteller (geg. 1777). 1980 kam Maille in den Besitz der Danone-Gruppe. Seit April 2000 gehört die Firma zur Unilever-Gruppe.
Maille exportiert heute seine Produkte in über 60 Länder. Neben Dijon-Senf produziert das Unternehmen zahlreiche andere Senfsorten und Würzmittel, z. B. provenzalischen Senf, Honig-, Estragon-, Schalotten- und Meerrettichsenf oder Dijon-Creme.
Mailles Klassiker bleibt jedoch der Dijon-Senf. 77 Prozent Marktanteil bei dieser Senfsorte sprechen für sich!
Infos: http://www.maille.com/
----------Zusatzinfo: was ist eigentlich drin im Senfkorn?----------
Die Senfpflanze wird ca. 0, 60 - 1m hoch und gehört zur Familie der Kreuzblütler. Das begehrte Würzmittel wird ausschliesslich aus den Samen der Pflanze gewonnen.
Man unterscheidet die milden gelben und weissen (Sinapis alba) von den scharfen braunen und schwarzen
(Sinapis nigra) Sorten.
Die kleinen Senfkörner enthalten Eiweiß, fettes Öl, Senföl, verschiedene Mineralien, Bitterstoffe, natürliche Hormone und Vitamin C.
Medizinisch gesehen, kommt dem Senföl die grösste Bedeutung zu. Es regt die Speichelbildung an, wirkt appetitanregend, verstärkt den Fluss von Galle und Magensaft.Die Fett- und Stärkeverdauung wird verbessert und die Darmtätigkeit angeregt.
Senf stärkt unsere Immunabwehr, wirkt schleimlösend und durchblutungsfördernd. Im Darm wirken seine Inhaltsstoffe antimikrobiell. Vor allem seine verdauungsfördernden Eigenschaften machen Senf zum idealen Begleiter, insbesonders von fetten Speisen!
----------Zusatzinfo Ende----------
Mein Fazit:
Ich schätze meinen Senf sehr und geniesse ihn beinahe täglich.Seit langem bevorzuge ich die Produkte der französischen Firma Maille aus Dijon. Mittlerweile sind diese auch überall in Deutschland erhältlich. Der Dijon-Senf ist ein Gedicht! Aber auch die übrigen Sorten sind sehr wohlschmeckend.
Das einzige, was vielleicht an diesem Produkt stört, ist sein stattlicher Preis. Doch sein unvergleichliches Aroma rechtfertigt die etwas höhere Ausgabe. Da Dijon-Senf ziemlich scharf schmeckt, geniesst man ihn ohnehin in kleinen Portionen.
Egal, welche Sorte Sie wählen:
Senf schmeckt lecker, fördert die Gesundheit und macht nicht einmal dick - also unbedingt öfter zugreifen!
Diese Meinung wurde von odile gespendet.
P. S. wer immer noch nicht genug hat, sollte mal nach Dijon fahren und das einmalige Senfmuseum "Amora-Maille" besuchen.
Senf ist ein wahrer Tausendsassa! Unentbehrlich als Beilage, beispielsweise zu Wiener Würstchen, und unübertroffen als Würzmittel! Auch in der Medizin hat er sich seinen Platz, beispielsweise als Pflaster oder Wickel, zurück erobert. Denn schliesslich wurde Senf zunächst als Heilmittel bekannt.
>>> Ein bisschen Geschichte <<<
Bereits ca. 2000 vor Chr. war Senf in Ägypten wohl bekannt.Die Griechen entdeckten ihn dort und brachten ihn nach Europa.. Im 1. Jhdt. n. Chr. beschreibt der berühmte griechische Mediziner Pedanios Dioskurides die heilsamen Wirkungen des Senfes in seinen wissenschaftlichen Abhandlungen.
Während die Griechen die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Senfkörner besonders schätzten, bevorzugten sie die Römer als Würzmittel. So stammt auch das erste überlieferte Senfrezept für den Gaumen aus einer römischen Feder (4. Jhdt.)!
Neben seinen heilenden und würzenden Eigenschaften wurden dem Senf früher aber auch magische Kräfte zugeschrieben. Der Römer Plinius beschreibt genauestens ein Ritual mit Senf, das als Aphrodisiakum wirken sollte. Außerdem hieß es, der Rauch brennender Senfblätter vertreibe Schlangen.
Die Römer waren es auch, die den Senf nach Deutschland brachten.
Aus dem Jahr 795 stammt eine erhaltene Schrift Karls des Grossen, in der er den Senfanbau befiehlt.
1634 erhielt die Stadt Dijon das Monopol zur Senfherstellung in Frankreich.
Die dortigen Produzenten kamen auf die Idee, den seit der Römerzeit üblichen Essig im Senf durch Most zu ersetzen. Das Resultat war ein besonders scharfer Senf, der als Dijon-Senf berühmt wurde.
Ludwig XIV, der Sonnenkönig, adelte den Dijoner Senf, indem er ihn mit seinem Wappen dekorier
te. Ein wahrhaft königlicher Senf also.
Heutzutage werden besonders viele verschiedene Senfsorten in Frankreich und Deutschland produziert.
>>> Der Name <<<
entwickelte sich aus der lateinischen Bezeichnung "sinapis" über das althochdeutsche "senaf" zum heutigen Begriff "Senf".
Wie wir wissen, existiert noch ein zweiter Name. Im Lateinischen bedeutet "mustum ardens" brennender Most. So entstand die französische Bezeichnung "moutarde"(Senf). Auch unser Begriff "Mostrich", sowie das englische "mustard" und das italienische"mostarda"entstammen dieser Quelle.
>>> Das Produkt <<<
Mein Favorit ist der Dijon-Senf der Firma Maille. Im charakteristischen Glas mit schwarzem Etikett ist dieser heute auch in den Regalen deutscher Supermärkte ( z. B. Rewe, real ), sowie in Feinkostgeschäften zu finden.
Mailles "Dijon Originale" ist ein goldgelber, feinkörniger Senf von cremiger Konsistenz. Sein Aroma ist unvergleichlich. Sehr scharf und sehr aromatisch!
Mit seiner pikanten Note verfeinert dieser Klassiker zahlreiche Speisen.
Weder die rustikale noch die feine Küche kann auf dieses delikate Würzmittel verzichten. Dieser Dijon-Senf verfeinert das saftige Steak, gibt klassischen Rindsrouladen das gewisse Etwas, peppt einfache Frikadellen auf und veredelt meinen Kartoffelsalat.
Dijon-Senf adelt viele Saucen, beispielsweise zu gekochtem Fisch.
Hier das einfache Rezept:
50 g Butter zerlassen, 50 ml geschmacksneutrales Öl dazu geben, dann 2 Eßl. Dijon-Senf unterrühren. Vorsichtig erwärmen. 80 ml Schlagsahne zugeben. Unter ständigem Rühren kurz aufkochen. Mit Tabasco, Salz und Worcestershire-Sauce abschmecken.
Aber auch Vegetarier möchten den Dijon-Senf nicht missen. Eine Sauce vinaigrette ohne ihn ist nur halb so lecker. Doch auch in der Senf-Holland
aise zur Gemüseplatte oder im würzigen Dip zur Artischocke darf er nicht fehlen!
Ein Glas Dijon-Senf mit 200 ml Inhalt kostet 3 - 4 DM.
>>> Seine Inhaltsstoffe <<<
Der Dijon-Senf von Maille enthält:
Senfkörner, weisse und schwarze
Wasser
Branntweinessig (20%)
Salz
und als Säuerungsmittel: Zitronensäure
100 g enthalten ca. 170 kcal.
Hätten Sie es gewusst?
Je schärfer ein Senf ist, um so mehr Öl und damit Kalorien enthält er!
>>> Der Hersteller <<<
Der Destillateur und Essigproduzent Antoine Maille gründete 1747 sein Unternehmen in Dijon. Er war ausserordentlich erfolgreich und wurde Hoflieferant des Königshauses Habsburg (1760), des französischen Königs (1769) und von Katharina der II. von Russland (1771).
Bis 1930 blieb die Firma Maille in Familienbesitz. Als Antoines letzter Nachfahre mit 102 (!) Jahren verstarb, kaufte Philippe de Rothschild das Unternehmen.
1952 fusionierte Maille mit Grey-Poupon, einem ebenfalls renommierten Dijoner Senfhersteller (geg. 1777). 1980 kam Maille in den Besitz der Danone-Gruppe. Seit April 2000 gehört die Firma zur Unilever-Gruppe.
Maille exportiert heute seine Produkte in über 60 Länder. Neben Dijon-Senf produziert das Unternehmen zahlreiche andere Senfsorten und Würzmittel, z. B. provenzalischen Senf, Honig-, Estragon-, Schalotten- und Meerrettichsenf oder Dijon-Creme.
Mailles Klassiker bleibt jedoch der Dijon-Senf. 77 Prozent Marktanteil bei dieser Senfsorte sprechen für sich!
Infos: http://www.maille.com/
----------Zusatzinfo: was ist eigentlich drin im Senfkorn?----------
Die Senfpflanze wird ca. 0, 60 - 1m hoch und gehört zur Familie der Kreuzblütler. Das begehrte Würzmittel wird ausschliesslich aus den Samen der Pflanze gewonnen.
Man unterscheidet die milden gelben und weissen (Sinapis alba) von den scharfen braunen und schwarzen
(Sinapis nigra) Sorten.
Die kleinen Senfkörner enthalten Eiweiß, fettes Öl, Senföl, verschiedene Mineralien, Bitterstoffe, natürliche Hormone und Vitamin C.
Medizinisch gesehen, kommt dem Senföl die grösste Bedeutung zu. Es regt die Speichelbildung an, wirkt appetitanregend, verstärkt den Fluss von Galle und Magensaft.Die Fett- und Stärkeverdauung wird verbessert und die Darmtätigkeit angeregt.
Senf stärkt unsere Immunabwehr, wirkt schleimlösend und durchblutungsfördernd. Im Darm wirken seine Inhaltsstoffe antimikrobiell. Vor allem seine verdauungsfördernden Eigenschaften machen Senf zum idealen Begleiter, insbesonders von fetten Speisen!
----------Zusatzinfo Ende----------
Mein Fazit:
Ich schätze meinen Senf sehr und geniesse ihn beinahe täglich.Seit langem bevorzuge ich die Produkte der französischen Firma Maille aus Dijon. Mittlerweile sind diese auch überall in Deutschland erhältlich. Der Dijon-Senf ist ein Gedicht! Aber auch die übrigen Sorten sind sehr wohlschmeckend.
Das einzige, was vielleicht an diesem Produkt stört, ist sein stattlicher Preis. Doch sein unvergleichliches Aroma rechtfertigt die etwas höhere Ausgabe. Da Dijon-Senf ziemlich scharf schmeckt, geniesst man ihn ohnehin in kleinen Portionen.
Egal, welche Sorte Sie wählen:
Senf schmeckt lecker, fördert die Gesundheit und macht nicht einmal dick - also unbedingt öfter zugreifen!
Diese Meinung wurde von odile gespendet.
P. S. wer immer noch nicht genug hat, sollte mal nach Dijon fahren und das einmalige Senfmuseum "Amora-Maille" besuchen.
Fazit:
Name des Mitglieds: Spendenaktion
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29.08.01
Sie haben leider recht! Es ist schwierig.