Einbau kompliziert gemacht ?
Privileg 60500 u

Name des Mitglieds: rmantz
Produkt:
Privileg 60500 u
Datum: 03.09.01, geändert am 07.11.04 (2473 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: gute Ausstattung und gute Reinigungswirkung
Nachteile: siehe Text
Nach über 10 Jahren hatte leider unsere alte Spülmaschine aufgegeben. Eine Reparatur wäre machbar gewesen, erschien mir aber nicht sinnvoll. Also sollte ein neues Gerät her. Doch das erwies sich erstaunlicherweise als garnicht so einfach. Unsere Vorbedingungen waren : Unterbaufähig, dekorfähig (oder integrierbar), höhenverstellbar auf mindestens 84 cm und ein zurückgesetzter Sockel. Das ganze dient dazu, dieses Gerät möglichst gut in die Einbauküche zu integrieren. Nach einer nicht zu langen Suche, wir hatten uns sehr an die Spülmaschine gewöhnt und die Kinder weigerten sich den Abwasch zu machen, wurde das Privileg Gerät ausgewählt.
1. Lieferumfang
2. Aufbau
3. Programme
4. Innenausstattung
5. Technische Daten
6. Zusammenfassung / Fazit
1. Lieferumfang
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Das Gerät wird in einer großen Schutzverpackung geliefert, die der Spediteur direkt wieder mitgenommen hat. An dem Gerät selbst sind Zubehörteile und Montagematerial befestigt, sowie eine Gebrauchsanweisung und eine Montageanweisung. Die Teile sind so befestigt, das sie vor Beschädigungen geschützt sind.
Hinzu kommen einige (bei uns waren es drei!) DIN A4 Zettel mit der Produktbezeichnung und ein DIN A3 großer roter Zettel mit wichtigen Hinweisen. Neben einigen sinnigen Hinweisen findet sich dort auch :“ ... Grobe Speisereste ... Knochenteile ... Obstkerne ... müssen vor dem Einräumen in den Geschirrspüler vom Geschirr entfernt werden.“ Das entspricht eigentlich meinem Vorurteil zu amerikanischen Anleitungen.
Die Bedienungsanleitung ist ein kleines, 34 Seiten starkes, DIN A5-Heft. Alle wesentlichen Punkte sind dort angesprochen und durch Abbildungen ergänzt, bis auf - die Montage. Hier wird auf die Montageanweisung verwiesen.
2. Aufbau
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Die Montageanweisung ist in meinen Augen ein schlechter Scherz. Sie besteht aus 2 doppelseitig bedruckten und zusammengehefteten Blättern. Nach dem Auf
klappen findet man ein paar Bilder, einige Zahlen aber keinen erklärenden Text. Mit einigem Raten, etwas technischem Geschick und viel Zeit läßt sich dieses Rätsel lösen.
Als erstes gilt es das Montagematerial zu finden, überall am Gerät verteilt (angeklebt), oder auch im Gerät sind die Einzelteile zu finden. Gut gelöst ist die Höhenverstellung des Gerätes. Auch die hinteren Füße können von vorne, mittels langer Gewindestangen, eingestellt werden. Ein Schutzblech für die Unterseite der Arbeitsplatte (heißer Wasserdampf beim Öffnen der Maschine), seitliche Dichtstreifen zum Geräteabschluß und zwei Befestigungswinkel sind beigefügt. Die mitgelieferte Dekorplatte ist weiß. Die Gerätefront unseres Gerätes ist in weiß gehalten, braun und Edelstahl sind auch lieferbar.
Solange das Gerät noch nicht eingebaut ist, sollte als erstes die Höhe schon mal fast eingestellt werden. Für die hinteren Füße nehmt ihr besser einen elektrischen Schrauber, denn bei der Übersetzung sind viele, viele Umdrehungen erforderlich um die Höhe um einige mm zu verändern. Dann sollten die seitlichen Dichtleisten eingesetzt werden und die Schutzplatte unter der Arbeitsplatte montiert werden. Etwas aufwendiger ist es, die Türgröße entsprechend der Küche zu ändern. Die normale Höhe von 60 cm kann um einige cm gekürzt werden. Die Darstellung in der Montageanweisung, auch wie der Dekorrahmen zu kürzen und die Befestigungspunkte zu bohren sind, ist wirklich nicht gelungen. Sind diese Vorarbeiten abgeschlossen kann das Gerät eingeschoben werden, wobei besonders darauf zu achten ist, das die Schläuche und die Leitung nicht gequetscht oder geknickt werden.
Zum Schluß werden die letzten Bodenunebenheiten ausgeglichen, bzw die Höhe abschließend eingestellt und die Befestigungswinkel verschraubt. Durch den zurückgesetzten Sockel ist es sonst möglich, das Gerät beim Öffnen der Tür etwas nach vorne zu kippen. Wurde das Gerät nicht richtig waagerecht eingerichtet, läßt sich unter Umstä
nden die Türe nicht korrekt schließen. Hier macht sich negativ bemerkbar, das es ein reines Unterbaugerät ist. Die Seitenwände sind nicht so stabil ausgeführt wie bei einem normalen Standgerät. Dadurch kann das Gerät etwas leichter im Gehäuse arbeiten und wirkt insgesamt nicht sehr stabil.
Beim Dekorrahmen gibt es noch einen Mangel : Durch den Griff (Türöffner) kann eine Schraube nicht genutzt werden. Hier ist etwas Fummelei angesagt, um den Rahmen gut und glatt einzubauen. Beim Festziehen der seitlichen Schrauben neigt der Rahmen dazu, an dieser Stelle etwas nach vorne rausgedrückt zu werden. Das dürfte so nicht sein und ist in meinen Augen ein kleiner Konstruktionsfehler.
Wer nicht viel Zeit hat oder sich nicht sicher ist, sollte das Gerät einbauen lassen. Viele Händler, auch Quelle, bieten dies an. Bei Quelle ist es ein Festpreis, sonst Verhandlungssache.
3. Programme
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Hier kann das Gerät punkten. Vor der ersten Inbetriebnahme ist der Wasserenthärter (fünf Bereiche) einzustellen. Dies geschieht über eine Tastenkombination in der Bedienblende. In dieser Blende sind neben dem Ein/Aus-Schalter und dem Türgriff die fünf Programmtasten, die Startzeittaste, Kontrollanzeigen für Salz und Klarspüler sowie die Programmablaufanzeigen untergebracht.
Die fünf Programme sind :
Intensiv 65 Grad , 110 Minuten, 1.55 kWh, 18 l Wasser
Normal 65 Grad , 99 Minuten, 1.35 kWh, 15 l Wasser
BIO 50 Grad , 120 Minuten, 1.05 kWh, 15 l Wasser
Spar BIO 50 Grad , 95 Minuten, 1.24 kWh, 12 l Wasser
Rapid 40 Grad , 45 Minuten, 0.75 kWh, 12 l Wasser
Die Angaben stammen aus der Bedienungsanleitung und beziehen sich auf einen Kaltwasseranschluss (ein Warmwasseranschluß bis 60 Grad ist möglich).
Die ersten drei Programme sind mit Vorspülen. Wir nutzen überwiegend die 50 Grad-Programme, da wir kaum angetrocknete Speisereste haben. Dafür läuft die Maschine bei uns zu oft. Die Reinigungswirk
ung ist nur mit B eingestuft, bei uns wurde aber bisher alles sauber. Hier hängt das Ergebnis auch stark vom verwendeten Reiniger ab, aber das ist ein anderes Thema. Unsere subjektive Beurteilung der Reinigungswirkung ergibt : sehr gut.
Die Programme können sofort gestartet werden oder über eine Startzeitvorwahl von 3 oder 6 oder 9 Stunden erfolgen. Nach Start der Maschine leuchtet die Ablaufanzeige Reinigen, dann Trocknen und zum Schluß die Anzeige Ende. Wir sind im Anfang einige Male in die Küche gegangen um zu sehen ob das Gerät noch läuft, denn es ist sehr leise.
Die Programmdauer ist gegenüber unserer alten Spülmaschine deutlich angestiegen. Leider wird die Einsparung bei Strom und Wasser durch die Zeit erkauft. Bei normalem Betrieb stört dies nicht, die Zeit zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken reicht aber kaum um die Maschine laufen zu lassen (plus ein- und ausräumen). Bei einer größeren Familienfeier kann das Geschirr dann ggf. nicht direkt in die Maschine eingeräumt werden. Das ist aber inzwischen bei nahezu allen Spülmaschinen so.
4. Innenausstattung
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Innen in der Türe ist die Klappe für den Pulverreiniger und der Vorratsbehälter für den Klarspüler (6 Stufen einstellbar) angebracht. Der Verschluß für den Salzvorratsbehälter ist links vorne im Innenraum des Geräts.
Damit komme ich langsam zur Innenausstattung.Die Maschine verfügt über einen Unterkorb mit herrausnehmbarem Besteckkorb und einen Oberkorb - insgesamt Platz für 12 Maßgedecke einschließlich Servicegeschirr (also normale Größe).
Der Besteckkorb besitzt zwei Gittereinsätze, die oben auf den Korb gesteckt werden. Damit liegen die Besteckteile nicht direkt aneinander und werden besser gereinigt. Die Gitterlöcher haben verschiedene Größen und Formen, schmale Schlitze für Messer, kleine engere Löcher für Kaffeelöffel usw. Die Benutzung ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, bewirkt aber eine bessere Reinigung des Geschirr
s.
Im Unterkorb sind rechts zwei Stegreihen umklappbar (leicht anheben und nach links umklappen), damit können problemlos Schüsseln und Töpfe eingeordnet werden. Uns erscheint es etwas zu leicht umklappbar, denn wenn noch keine Teiler einsortiert sind können diese Reihen beim Einsortieren anderer Teile schonmal alleine umklappen.
Der Oberkorb ist auf der rechten Seite höhenverstellbar. Der Höhenunterschied beträgt nur 2 cm, das reicht aber auch für längere Sektgläser. Weiterhin sind noch 3 hochklappbare Tassenauflagen (zwei links, eine rechts) vorhanden.
Doch nochmal zurück zum Geräteboden. Das Siebsystem besteht aus einem Grobsieb, Mikrofilter und Flächensieb. Mit einer viertel Drehung am Griff kann das System leicht entnommen und gereinigt werden. Genauso leicht können die Siebe wieder eingesetzt werden.
Einige Details wie Tassenauflagen, Besteckkorb (ohne Gitteraufsätze), Behälter für Pulverreiniger und Klarspüler ... hätte ich wahrscheinlich in unsere alte AEG einsetzen können.
5. Technische Daten
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Die Daten habe ich der Bedienungsanleitung entnommen :
Fassungsvermögen : 12 Maßgedecke
Durchflusserhitzer : 2035 Watt
Ablaufpumpe : 30 Watt
Umwälzpumpe : 150 Watt
Spannung : 220-230 Volt / 50Hz
Sicherung, HLS-Automat :10 Ampere
Gesamtanschluss : 2200 Watt
Wasserdruck : min 1 bar
max 10 bar
6-fach Wasserschutzsystem
Energieffizienz : A
Reinigungswirkung : B
Trockenwirkung : C
Laufgeräusch : 49 dB(A)
Gesamthöhe : 820-870 mm
Gesamtbreite : 595 mm
Gesamttiefe : 575 mm
Gewicht : 50 kg
Vertrieb : Quelle AG , 90762 Fürth
Preis : 1149,- DM
Über das Versandhaus wurde schon so viel geschrieben, das ich mir das hier spare. Wer mehr wissen möchte schaue bitte unter http://www.
quelle.de nach.
Das Gerät ist auch als normales Standgerät (999,50 DM , also 150,- billiger) und als integrierbare Maschine (1399,- DM, d.h. nochmal 250 DM mehr) erhältlich. Die Edelstahlausführung (Front) kostet jeweils ca 100 DM mehr.
6. Zusammenfassung/Fazit
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Der Aufbau, besonders die Montageanleitung, ist nicht so besonders gut gelöst. Mein Tipp hier : zumindest das Modell u (Unterbaugerät) aufbauen lassen. Danach hat man (Frau, Mann) aber eine sehr leise und sparsame Spülmaschine mit wirklich guten Reinigungsergebnissen. Die Trockenwirkung ist gut ( formal Klasse C), mit leichten Schwächen wenn viele Kunststoffteile und Gläser auf einmal im Gerät gespült werden.
Einzelne Ausstattungsmerkmale (siehe auch oben im Text, wie Anzeigen in der Bedienblende, Details bei den Körben) machen die Bedienung angenehmer. Auf der Negativseite sind Probleme beim Aufbau (aber der findet nur einmal statt) und der nicht so optimale Eindruck bezüglich der mechanischen Stabilität (auch bei der Tür) zu vermerken. Um es auch hier deutlich zu sagen, das Gerät wackelt nicht oder so etwas, sondern es ist ein subjektiver Eindruck. Vielleicht öffnet und schließt die Türe zu leicht und wirkt deshalb so - wir sind uns da noch immer nicht ganz sicher.
Insgesamt eigentlich ein gutes Gerät, das aber nicht rundherum überzeugen kann. Ob wir das Gerät ohne jegliche Veränderung / Verbesserung nochmal kaufen würden ist nicht klar. Meine Frau tendiert hier zu einem Nein (wegen der Tür), ich würde es vielleicht nochmal kaufen. Zunächst aber hoffe ich das dieses Gerät noch einige Jahre hält, dann gibt es das Modell so wahrscheinlich nicht mehr und die Frage stellt sich nicht. Bei dem normalen Modell und der intergrierbaren Version ist die die Tür etwas anders verarbeitet.
Bevor ihr euch dieses Unterbau-Model kauft, fahrt in ein Quelle Technik Center und schaut euch das Gerät doch selber an. Vielleicht gewichtet ihr den ei
nen anderen Punkt auch etwas anders und kommt zu einer abweichenden Gesamtbewertung. Da das Gerät in den wichtigen Punkten recht gut ist, komme ich auch insgesamt auf ein gut und noch empfehlenswert.
© R.Mantz, 2001
Fazit:
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