Gut geeignet für Großfamilie
Bauknecht GSF 402 WS

Name des Mitglieds: kati990
Produkt:
Bauknecht GSF 402 WS
Datum: 27.10.03, geändert am 27.10.03 (1122 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: einfache Bedienung, sauberes Geschirr, viel Platz
Nachteile: etwas zu laut
Anfang Dezember 2000 rief meine Mutter an und erzählte mir, dass es im Pro-Markt supergünstig Geschirrspüler zu kaufen gäbe und wenn ich einen haben möchte, wäre das das Weihnachtsgeschenk für mich und meine Familie. Daraufhin entbrannten natürlich heftige Diskussionen mit meinem Mann, der auf dem Standpunkt stand, eine derartige Anschaffung sei unter anderem schlecht für die Erziehung unserer Kinder. Es hätte noch keinem Kind geschadet, ein wenig im Haushalt zu helfen, und dazu gehöre nun mal der Abwasch. Außerdem würden die Dinger massenweise Strom und Wasser verbrauchen.
Ich konnte meinem Mann nicht in allen Dingen Recht geben. Unsere Kinder müssen, bedingt durch meine Berufstätigkeit und die schwere Krankheit meines Mannes, viel im Haushalt helfen. Zu den täglichen Pflichten gehört da auch der Abwasch. Aber ich bin der Meinung, wenn man sich die Haushaltspflichten etwas erleichtern kann, sollte man das auch tun. Und es war schon lange mein Wunsch, eine derartige Haushaltshilfe mein Eigen nennen zu können, bis dato hatte es aber immer am nötigen „Kleingeld“ gefehlt. Informationen hatte ich mir schon massenweise eingeholt, wusste also, wozu ein Geschirrspüler gut ist, aber auch wie teuer so ein Gerät in der Anschaffung ist.
Aber ich konnte mich durchsetzen und fuhr also am Samstagnachmittag mit meinen Eltern in den Pro-Markt. Den in der Zeitung so preisgünstig angebotenen Geschirrspüler haben wir erst nach Fragen eines Verkäufers gefunden, selbstverständlich wurden diese Geräte – für immerhin nur 450,00 DM (umgerechnet 225,00 Euro) hinter den weitaus teureren Geräten versteckt. Offensichtlich hatten aber schon viele Kunden nach dem Angebot gefragt. Wir bekamen jedenfalls den letzten Geschirrspüler. Stolz schleppte ich das Gerät mit meinem großen Sohn hoch in die Wohnung im dritten Stock. Und dann wurde ausgepackt und das Gerät bewundert.
Mein Mann hatte sich damit abgefunden, dass auch wir nun Besitzer eines Geschirrspülautomaten sind und setzte sich sofort mit einem befreundeten Klempner in Verbindung. Das gute Gerät sollte ja nicht ewig nutzlos rumstehen, sondern nun auch – da es schon mal da war – seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Zum Glück hatte unser Freund Zeit und kam sofort, um uns das Gerät anzuschließen. In der Zwischenzeit machte ich noch einen Gang in die Drogerie, um die nötigen Reinigungsmittel – Salz, Klarspüler und Reinigungstabs – zur besorgen. Da hatte ich auch noch schwere Entscheidungen zu treffen, entschied mich aber erst mal nicht für Billigprodukte, sondern kaufte alles von SOMAT.
Beim Auspacken der Geschirrspülers war ich erst mal überrascht von der Größe des Gerätes, nicht nur äußerlich, auch der Innenraum ist phantastisch groß. In meiner Vorfreude hatte ich mir das Gerät im Laden gar nicht richtig angesehen. Im unteren Fach ist Raum für
Und dann wurde das erste Geschirr eingestapelt. Und sofort mussten wir feststellen, dass sogar wir – ein Fünf-Personen-Haushalt – mindestens das Geschirr von zwei Mahlzeiten einstapeln konnten. Ich hatte mich mittlerweile durch das Gewirr der Bedienungsanleitung gelesen und fand dort den Hinweis, dass man verschmutztes Geschirr also nicht ewig im Spüler lassen sollte. Dafür gab es ein spezielles Programm, das Vorspülprogramm. Also haben wir das Programm erst mal eingeschaltet. Wir wollten ja weder dem Gerät noch unserem guten Geschirr schaden. Nach 9 Minuten Wasserrauschen im Gerät war alles vorbei.
Am nächsten Tag war der Geschirrspüler dann so voll, dass wir ein Vollprogramm starten konnten. Da ich noch nie zuvor einen Geschirrspüler besessen hatte war ich überrascht, dass das Geschirr noch heiß war, als wir es aus dem Gerät nehmen wollten. Aber es war sauber.
Mittlerweile sind fast drei Jahre vergangen. Unser Geschirrspüler gehört zum Alltag und selbst mein Mann kann sich nicht mehr vorstellen, ohne das Gerät zu leben. In einem Punkt ist er hart geblieben: Töpfe werden mit der Hand abgewaschen, mindestens vorher grob gereinigt.
Zum Gerät selbst:
Der Geschirrspüler Bauknecht GSF 402 hat nur 3 Programme:
1. Vorspülen, Wasserverbrauch 5 l, 9 Minuten Zeit, 0,02 kWh
2. Bio-Eco bei 50 Grad für normal verschmutztes, mit stärkehaltigen Speiseresten behaftetes Geschirr, Wasserverbrauch 22 l, 93 Minuten Zeit, 1,6 kWh und
3. Universal bei 65 Grad für normal verschmutztes Geschirr – dauert nur 87 Minuten und verbraucht 20 l Wasser und 1,64 kWh
Wir benutzen in der Regel nur das Universal-Programm. Das Vorspülen haben wir uns fast abgewöhnt, weil das Geschirr – auch wenn es mal 24 Stunden verschmutzt im Geschirrspüler steht – trotzdem sauber wird.
Das Gerät hat einen Oberkorb und einen Unterkorb. Im/am Unterkorb befinden sich zwei herausnehmbare Besteckkörbe. Man kann 24 komplette Gedecke einstapeln. Die Bedienungsleiste ist sehr einfach, sie besteht nur aus einem drehbaren Knopf für die Programmwahl, einer Betriebskontrollanzeige und einen Ein- bzw. Austaster.
In der Innenseite der Tür befindet sich das Fach für den Reiniger (egal ob Pulver oder Tabs) und den Klarspüler. Die Klarspülermenge, die bei einem Waschvorgang austreten soll kann leicht reguliert werden. Im Boden des Gerätes ist der Einfüller für das Regeneriersalz mit einem roten Schwimmer. Ist der Schwimmer nicht mehr zu sehen, muß Salz nachgefüllt werden, geht auch einfach. Zur Pflege des Gerätes ist es nötig, ab und zu die Sprüharme abzuschrauben und zu reinigen – geht ganz leicht. Dasselbe gilt für das Siebsystem. Ansonsten lasse ich das Gerät alle Vierteljahre unter Benutzung eines Geschirrspülreinigers einmal leer, also ohne Geschirr, laufen.
Enttäuscht war ich übrigens von der Gebrauchsanweisung, die ist in 8 Sprachen – Gott sei Dank auch in Deutsch und mit schönen Bildchen versehen – ist aber dadurch sehr verwirrend.
Griechisch kann ich nun mal nicht lesen.
Mittlerweile habe ich auch sämtliche Sorten an Reinigungsmitteln ausprobiert, habe mich aber nicht festgelegt, da ich bei noch keinem Produkt irgendwelche Schwierigkeiten hatte.
Einmal war unser uns mittlerweile lieb gewordener Geschirrspüler kaputt. Wenn wir ihn benutzen wollten gab’s einen Kurzschluß, der FI-Schalter flog raus und wir haben lange gebraucht, bis wir den Fehler entdeckt haben. Auf der Oberseite ist eine weiße Plastikkappe – wozu auch immer – die war durch ständiges Benutzen des Gerätes porös geworden. Selbst unser Waschmaschinenmonteur konnte diese Kappe als Ersatzteil nicht auftreiben, also hat er kurzentschlossen eine solche Kappe selbst gebastelt und angeklebt – das Ganze für 45,00 Euro mit zweimaliger Anfahrt und Arbeitszeit! Aber was soll’s – unser Geschirr müssen wir jedenfalls nicht mehr per Hand spülen. Wozu habe ich da noch ein Spülbecken in meiner sonst so tollen Küche?
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Geschirrspüler
- Haushaltgeräte aus Monteursicht IV:Bosch SKT3002 Picolo
- Haushaltgeräte aus Monteursicht-Teil 3:BOSCH SRS4312
- Dann klappts auch mit dem Nachbarn!
- Miele G651 - die solide Spülmaschine
- Bosch SKT 3002 Nachtrag
- Sehr sehr klein
- Unzuverlässig, schmuddelig und so gar nicht exquisit...
- 7,5 l weniger und um 6 dezibel leiser...
- Unsere neue Bertha
- ~ toller Tisch-Geschirrspüler ~



