Wario Ware, Inc. - Mega Party Games (GCN)
Mikro-Spielspaß? - Wario Ware, Inc. - Mega Party Games (GCN) Gamecube Spiele

Produkttyp: Nintendo Gamecube-Spiele

Neuester Testbericht: ... soll) oder der einseitige Fragebogen (als potentieller Bewerber in Warios Firma) sind zwar gut gemeint, ringen mir aber kein müdes Läch... mehr

Mikro-Spielspaß?
Wario Ware, Inc. - Mega Party Games (GCN)

The-Wishmaster

Name des Mitglieds: The-Wishmaster

Produkt:

Wario Ware, Inc. - Mega Party Games (GCN)

Datum: 03.02.10

Bewertung:

Vorteile: Grundidee, einige der Spiele sind ganz amüsant

Nachteile: viele Spiele sind zu simpel, auf Dauer nur bedingt motivierend, technisch eher unteres Mittelmaß

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Nach einigen Berichten über Joghurt, etc. muss ich mich auch mal wieder über mein liebstes Hobby auslassen: Videospiele. Viel ist geschehen in den letzten Wochen in der Gameswelt, ich werde aber für den Anfang ein etwas betagteren Titel vorstellen, der schon seit gut eineinhalb Jahren für Nintendos Gamecube erhältlich ist, Wario Ware Inc., Mega Party Games!


| ° Story
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Wario, seit einigen Jahren der geldgeile Fiesling im Mario-Universum, hat einen neuen Plan ausgeheckt, um endlich an massig Kohle zu kommen. Er entwickelt sein eigenes Spiel, um damit ordentlich Moneten abgreifen zu können. Der Titel lautet "Wario Ware Inc. - Mega Party Games" und natürlich erhofft sich der Schurke gute Verkaufszahlen, damit er bald im Geld baden kann. Keine sonderlich originelle Story, aber das sollte bei einem Partyspiel dieser Art nicht weiter stören.


| ° Spielprinzip
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Der geneigten Spieler wird demnach relativ flott und ohne großartigen Vorspann direkt ins Spielgeschehen katapultiert. Anfangs hat man dabei die Auswahl aus dem Singleplayer oder dem Multiplayer-Modus. Entscheidet man sich für ein Spiel alleine, tritt man gegen diverse Charaktere in speziellen Welten an. Die "Mikrospiele" (man beachte, nicht "Minispiele") sind dann auch alle dem jeweiligen Thema des Levels angepasst, beispielsweise "Science Fiction". Man fährt im Prinzip wie in einem Aufzug von Stockwerk zu Stockwerk und muss dort jeweils eines aus 25 zufällig gewählten Mikrospielen schaffen, um zur nächsten Etage zu gelangen. Scheitert man, geht eines der vier Extraleben verloren, aber durch gewonnene Spiele lassen sich diese einmalig auch aufstocken.

Die Mikrospiele selbst sind dabei aber nicht mit dem zu vergleichen, was man aus ähnlich gelagerten Games wie Mario Party kennt. Stattdessen ist das Wort "Mikro" ziemlich genau zu nehmen, denn in aller Regel hat man für jedes dieser Games nur drei Sekunden Zeit. Während dieser Zeit ist eine in der Regel recht simple Aufgabe zu lösen, die oftmals nur darin besteht den A-Button zur rechten Zeit zu drücken. So hopst man beispielsweise über ein Springseil, schmettert einen Tennisball zurück, muss einen vorbeiziehenden Finger so stoppen, dass er genau in die Nase bohrt oder einen herunterfallenden Stab mit der Hand fangen. Leicht anspruchsvoller wird's, wenn entweder noch der B-Button zur Verwendung kommt oder man gar den Analogstick einsetzen darf. Dann muss man schon mal als Snowboarder einem Hindernis ausweichen, als Raumschiff vor gegnerischen Laserstrahlen fliehen oder als Ninja über eine Mauer springen. Auch schnelles A-Button-Gehämmere ist teils angesagt, um beispielsweise - Achtung, ekelhaft! - zu verhindern, dass einem Mädchen der Rotz aus der Nase läuft.

Mit ein wenig Übung sind die Games jedenfalls zu bewältigen, denn das größte Hindernis stellt es eigentlich immer dar, in der kurzen Zeit den Sinn des Mikrospiels zu erfassen. Hat man eine bestimmte Anzahl der Games geschafft, was von Level zu Level natürlich mehr wird, wird man in einem finalen Mikrospiel mit dem "Endboss" konfrontiert. Dieses Spiel gestaltet sich dann immer einen Tick anspruchsvoller und bringt den Zocker ins nächste Level, wenn man es erfolgreich absolviert hat. Dieser Fortschritt wird dann automatisch auf der Memory Card gespeichert und man darf in späteren Sessions gleich in den höheren Stufen anfangen. Wer den Dreh raus hat, kann eine der Mikrospielwelten übrigens in ca. 5 - 6 Minuten durchspielen, die Kürze der einzelnen Mikrospiele macht's möglich.

Um die Spiele auch einzeln Anwählen zu können, muss man sie nicht alle erst durchspielen, sondern kann sie sich im "Album" allesamt anschauen und Probe spielen. Die Highlights sind dabei ganz klar die Retro-Games, die allesamt an Klassiker aus der NES- und SNES-Zeit angelehnt sind. Die Palette reicht dabei von "Ice Climber"-Sprüngen oder "Urban Champion"-Gekloppe und "Metroid"-Geballer bis hin zum Zerstampfen eines Goomba mit Mario, dem Verschwinden in einer Höhle mit Link und dem Ausweichen von Gegner als F-Zero-Fahrer. Die Singleplayergames stammen dabei aber allesamt aus der GBA-Variante des Titels und wurden lediglich für den Gamecube umgesetzt, was man ihnen auch technisch anmerkt. Dazu aber später noch mehr.

Denn nicht nur alleine kann man seinen Spaß mit dem Game haben, auch - oder gerade - mit mehreren Spielern lässt sich Wario Ware Inc. ganz gut zocken. Kernstück des Titels ist nämlich eigentlich der Multiplayermodus, für den exklusiv neun Minispiele entwickelt wurden, in denen man gegen seine Freunde antreten kann. Die Spiele sind dabei recht unterschiedlich und werden teilweise abwechselnd sogar nur über einen einzigen Controller gesteuert, was bedeutet, dass man bis zu 15 Freunde einladen kann an der Party teilzunehmen. Teils muss man dann auch das Pad schnell reihum weitergeben, damit jeder seine Aufgabe (den Button zur rechten Zeit drücken) erfüllen kann und nicht rausfliegt. In einem anderen Game werden widerum wie in einem Brettspiel reale Aufgabe verlangt (sich hinlegen, gähnen, etc.), was von den anderen Spielern mittels Beifall bewertet wird. Auch hier sind wieder einige recht simple Spiele (Springseilhüpfen, Papierfliegen steuern, etc.) verwendet worden, was den Anspruch des Games nicht gerade erhöht.


| ° Grafik & Sound
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Grafisch merkt man dem Titel natürlich an, dass er eine Cube-Umsetzung des gleichnamigen GBA-Titels ist. Die Einzelspielergames wurden allesamt 1:1 vom GBA übernommen und werden allesamt in Bitmap-Optik dargestellt. Polygongrafik hat man sich vollkommen gespart, die wenigen 3D-Effekte werden wie schon auf dem SNES damals durch den beliebten Mode7-Effekt (Zommen und Drehen von Sprites und Ebenen) erzeugt. Was auf dem SNES aber gut rüberkommt, wirkt auf dem Gamecube leider einfach nur noch billig. Das hat aber meiner Meinung nach nichts mit der Technik der Bitmapgrafiken zu tun, da ich auch heute noch sehr gerne gezeichnete Grafiken sehe. Vielmehr liegt es an der gesamten Optik von Wario Ware Inc., die mit ihrem japanophilen Stil nicht besonders ansprechend wirken.

Da nützen selbst die knallbunten Farben nichts, mir sagt das Game optisch jedenfalls nicht sonderlich zu. Zudem enttäuscht die schwache Präsentation, die das Game mit nur wenigen Zwischenbildern und kurzen Animationen weit hinter den Möglichkeiten des Cube verkommen lässt. Natürlich erwartet man bei einem Spiel dieser Art keine brillianten Polygonfeuerwerke, aber Games wie Mario Party haben gezeigt, dass man auch Minispiele optisch ansprechend präsentieren kann. Dazu passt dann natürlich auch der sehr magere Sound, der wohl nur Retro-Fans begeistern dürfte. Mir hingegen sind die quiekenden Dudelsounds und lahmen "Pling"-Geräusche schon relativ bald auf den Senkel gegangen. Klassiker-Kompositionen wie bei den Mario-Titeln bekommt man jedenfalls nicht geboten.

An dieser Stelle sei auch noch kurz die Anleitung erwähnt, da sie meines Erachtens nach auch ihren Beitrag leistet, dass ich mit dem Game nicht warm werde. Sie ist wie eine Art Tagebuch von Wario aufgemacht, weshalb man nach den wirklich für Spieler interessanten Infos teils lange suchen muss und sie dann letzten Endes doch nicht findet. Stattdessen hat man viel unnützes Blabla gelesen, was weder witzig noch hilfreich ist. Die acht abgebildeten Labyrinthe (die man mit einem Stift nachfahren soll) oder der einseitige Fragebogen (als potentieller Bewerber in Warios Firma) sind zwar gut gemeint, ringen mir aber kein müdes Lächeln ab.


| ° Kurzübersicht
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Titel: Wario Ware, Inc. - Mega Party Games
Publisher: Nintendo
Genre: Mikrospiele/Partyspiel
Spieler: 1-4
Memory Card: 4 Blöcke
Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Schwierigkeitsgrad: Anfänger & Fortgeschrittene


| ° Fazit
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Somit ist "Wario Ware Inc. - Mega Party Games" eine recht durchwachsene Angelegenheit. Für die alleinige Unterhaltung zwischendruch mag der Titel auf dem GBA unterwegs echt gut sein, zuhause auf dem großen Bildschirm kann es als Cube-Umsetzung nur bedingt fesseln. Hier hat man als Einzelspieler einfach mit anderen Titeln die bessere Alternative, als dass man sich ewig mit "Wario Ware Inc." beschäftigen würde. Und auch mit mehreren Freunden können die Mikrospiele nur bedingt unterhalten, zumal auch hier die technischen Möglichkeiten der Konsole nicht einmal ansatzweise ausgenutzt wurden. Einzig der moderate Preis von knapp 25 Euro könnten den Titel für Liebhaber von Partygames interessant machen, alle anderen sind mit einem Spiel der Mario Party-Reihe aber in jedem Fall besser bedient.


In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Mikromaster

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen mein Box-Gegner bei "Punch Out" werden... ;)


Shake Heads!

Fazit: Das Fazit ist heute winzig.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor:    

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