Tiger Woods PGA - Tour 2005 (GCN)
Mach mir den Tiger! - Tiger Woods PGA - Tour 2005 (GCN) Gamecube Spiele

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Electronic Arts Gamecube-Spiele

Mach mir den Tiger!
Tiger Woods PGA - Tour 2005 (GCN)

Lanman

Name des Mitglieds: Lanman

Produkt:

Tiger Woods PGA - Tour 2005 (GCN)

Datum: 26.05.09, geändert am 26.05.09 (140 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Viel Abwechlsung - sehr gut geeignet für 3-4 Spieler

Nachteile: nicht ganz bugfrei - oberflächliche Anleitung

Vorweg sollte ich direkt erwähnen, dass der Schwerpunkt dieses Berichtes auf dem Mehrspielerteil liegt. Der Solospielerbereich wurde nur mal kurz angespielt.

Es gibt Sportarten die sind manchmal nicht ganz so einfach auszuüben. Golf gehört wohl definitiv dazu, denn zum einen sind die Mitgliedschaftsbeiträge (locker mehr als 1000 Euro pro Jahr) plus Aufnahmegebühr (habe das letzte Mal 6500 Euro gesehen) keine Schnäppchenpreise und zum anderen muss man auch erst einmal so eine Platz in der Nähe haben .Also bleibt einem nur die virtuelle Alternative über, welche auch erheblich günstiger ist!

Was ist Tiger Woods?
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In erster Linie ist Tiger Woods ein recht erfolgreicher Golf bzw. es gibt momentan keine besseren. Also ist auch nicht verwunderlich das ein Golfspiel seinen Namen trägt. Und wie gut der Golfer Tiger Woods ist, sieht man daran, dass schon seit ein paar Jahren jedes Jahr eine neue Version rauskommt.
Dieses Spiel bekommt man auch für den PC und diverse anderen Konsolen. Bei mir ist es halt der Gamecube gewesen, denn dieser ist recht handlich (schnell auf und abgebaut) und war gebraucht auch billig zu bekommen.
Spielerisch bietet TW alles was der Golfsport zu bieten hat und sorgt auch dafür, dass Solospieler genügend Motivation bekommen um das Spiel nicht nach 10 Stunden wieder weg zu legen.
Man fängt mit einem relativ schwachen Spieler an, den man erst durch erspieltes Geld rollenspielmäßig aufwerten kann. Diese Änderungen machen sich zum Teil schnell bemerkbar, zum Beispiel fliegen die Bälle weiter als vorher. Wobei manche Änderung wie bei Glück, Genauigkeit usw. nicht wirklich erkennbar sind. Das Geld für diese Aufwertung verdient man bei den Turnieren. Die Turniere (ca.20 pro Saison auf 11 Kurse) kann mit bis zu 4 Personen bestreiten und dauern 4 Runden (bzw. Tage).
Des weiteren gibt es auch noch 25 Herausforderungen die bestanden werden wollen. Herausforderungen wie ein 300m-Schlag oder eine Runde mit 12 Birdies sind schnell geschafft, aber um alle Turniere einer Saison zu gewinnen bedarf es dann doch etwas mehr Aufwand. Vor allem muss man dafür den Phantasiekurs Paradise Crove schaffen...... wer den das erste mal spielt, bekommt garantiert die Krise! Für bestandene Herausforderungen bekommt man einen Trophyball, der zum einen Geld mit sich bringt und den man zum anderen sich in seinem virtuellen Trophäenschrank anschauen kann.
Es gibt mehrere Schwierigkeitsgrade, die sich darin unterscheiden, dass man je höher man die Schwierigkeit einstellt, mit um so weniger Hilfen zurechtkommen muss. Um aber in den höheren Schwierigkeitsstufen noch Turniere zu gewinnen, muss man dann doch etwas mehr Zeit investieren. Bei einmal Spielen pro Woche haben wir die Anfängerstufe noch nicht verlassen, was den Spielspaß allerdings in keinster Weise einschränkt.
Zusätzlich zu der physischen Aufwertung des eigenen Spielers kann man sein Geld auch in die optische Aufwertung reinstecken. Von passender Kleidung und diversen Schläger ist alles zu bekommen bzw. muss man sich erst einmal freispielen. Ich habe zum Beispiel mittlerweile einen Spieler mit Badelatschen, Nasenring und diversen Tattoos. Man hat inklusive der wirklich ausführlichen Spielfigurerstellung mehr als genug Möglichkeiten einen ganz individuellen Spieler samt Animation zu basteln.

Warum aber ein altes Tiger Woods?
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Das liegt in erster Linie daran, dass wir privat meist mit 3-4 Leuten Golf spielen und die nachfolgende Tiger Woods-Spiele keinen echten 4-Spieler-Modus auf einem Gerät anbieten.
Wir haben jetzt gerade erst reichlich gefrustet die 2008-Version für die PS3 wieder verkauft, da man dort nur mit 2 Mann spielen konnte und dann auch noch keine Turniere. Da nützt einem auch nicht die bessere Grafik!

Grafik:
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Die Grafik auf einem Nintendo Gamecube kann nicht mehr mit einem aktuellen PC oder Spielkonsole mithalten, aber die grafische Qualität ist schon damals nicht wirklich schlecht gewesen. Der Nachfolger WII zeigt ja auch, dass Spielspaß mehr als nur aus grafischen Effekten besteht.
Man bekommt recht detailliert seine Kurse dargestellt und auch die Spieleranimation ist abwechslungsreich gelungen. Man muss also keine C64-Grafik erwarten.... ;-)
Ganz fehlerlos ist der Bereich allerdings nicht, denn gelegentliche Clippingfehler nach dem Abschlag kommen zwar vor sind aber zu verschmerzen. Selten kommt es auch vor, dass man so dämlich liegt, dass man die Fahne nicht sehen kann oder noch schlimmer einen Baum bzw. Gebüsch "vor" dem Ball liegen hat - man sieht also den eigenen Ball nicht. Wenn man sich aber an die Vorgaben hält, dann ist auch solch eine Situation zu schaffen. Ärgerlicher ist dagegen, dass wenn man eine zweite Runde spielen will, dass Programm neu starten muss, da sich ansonsten die Spieleranimation aufhängt und man einem epileptisch am Boden zuckenden Männchen (erinnert auch an einen Breakdancer) spielen kann. Es betrifft zwar dann nur einen Spieler und dieser kann auch unter erschwerten Bedingungen abschlagen, aber es ist schon nervig.

Technisch:
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Ein Konsolenspiel macht im Allgemeinen wesentlich weniger Ärger als ein PC-Spiel, aber leider ist auch Tiger Woods nicht von Bugs verschont geblieben!
Zum einen ist da der Spieleranimationsbug (weiter oben beschrieben) welcher extrem ärgerlich ist, wenn man vor Beginn einer 2.Runde nicht abgespeichert hat. Das Speichern an sich, ist auch eine weitere nervige Sache, denn jeder Spieler wird einzeln gespeichert und dieser Vorgang dauert gefühlt eine Ewigkeit bzw. locker 30-40 Sekunden pro Spieler.
Die physikalischen Berechnungen sind meist nachvollziehbar, aber halt auch nicht immer!
Es kommt öfters in einer Partie vor, dass der der Ball nicht ganz das macht was machen soll und dies liegt dann nicht unbedingt an demjenigen der das Gamepad in der Hand hält.
Da kann es auch schon mal vorkommen, dass ein starker Seitenwind keinerlei Auswirkung auf den Ball hat und umgekehrt ein laues Lüftchen den Ball erheblich ablenkt.
Das Gleiche passiert gelegentlich auch beim Putten. Man hält sich genau an den Anweisungen und schlägt derart voll daneben, was bei den Einstellungen eher unmöglich sein sollte.
Ein weiterer Fehler tritt beim Tigervision (s.o) auf. Beim Aktivieren kann es schon mal passieren, dass alle Tiger Visions weg sind und man nichts zu sehen bekommen hat. Oder das der Erste durchrauscht und man direkt beim Zweiten landet, der dann allerdings so funktioniert wie er sollte. Wobei das auch ein Kritikpunkt ist, denn die Anzeige ist alles andere als perfekt. So ist der Punkt auf den man sich ausrichten soll, so groß geraten, dass man recht häufig trotzdem noch am Loch vorbei schlägt.
Solche Bugs sind etwas nervig, aber da die Fehler jeden gleichermaßen treffen und die Fehler nicht so häufig auftreten, kann man damit leben. Der Spielspaß überwiegt in diesem Fall eindeutig!
Ein anderer Bug betrifft die Schlägerauswahl. Es ist schon öfters aufgetreten (ca. 1-2x pro Runde), dass man nur einen PW-Schläger zur Verfügung hat und man noch mehr als 300m weit zu schlagen hat. Der PW-Schläger hat aber nur eine Reichweite von ca. 79 Meter! Und wenn dann auch noch Wasser zwischen Abschlag und Ziel liegt, dann bedeutet dies automatisch einen unnötigen zusätzlichen Schlag bzw. wenn man nicht aufpasst auch eine Wasserschlag.

Steuerung:
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Die Steuerung geht relativ leicht von der Hand ist aber für die die maximale Leistung nicht ganz so einfach zu meistern. Man ahmt die Schwung mit dem linken Stick nach d.h. man holt nach hinten aus und nach vorne wird zu geschlagen. Dabei ist dann noch zu beachten, dass man den Stick gerade nach vorne bewegt, da ansonsten der Ball nach Rechts bzw. Links weggeht. Für einen sauberen Abschlag (Ausholen und Schlagen in einem Schwung) gibt es noch zusätzlichen Schwung, den man in Form von übertriebenen Abschlag Animationen angezeigt bekommt. Diese Funktion ist recht schnell gelernt. Wer aber dann das maximal aus seinem Schlag rausholen will, muss beim Abschlagen die Beschleunigungstaste (rechte vordere Seite Taster R1) mehrfach hintereinander drücken. Je schneller man den klickt umso roter wird die entsprechende Anzeige und umso kraftvoller wird der Abschlag. Die Lampe komplett rot zu bekommen scheint wohl nicht ganz so einfach zu sein und bringt maximal 30-40 Meter höhere Reichweite als ohne klicken.

Solo:
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Für die Solospieler gibt es diverse andere Herausforderungen. So gibt es die Legendenszenarien, in denen man bestimmten Eigenschaften berühmter Golfer nacheifern kann. Zusätzlich kommen noch ein paar Übungsspiele hinzu in denen man gezielt die eigenen Fähigkeiten testen kann.
Dort kann man aber auch wie bei den normalen Turnieren Münzen bekommen. Diese Münzen werden für den Golfkurs-Editor gebraucht. Wie nicht anders zu erwarten kann auf recht komfortable Art und Weise seine eigene Golfkurse erstellen. Man kann jedoch nicht von Anfang an auf alle Komponente für so einen Kurs zugreifen. Diese muss man erst durch die Turniere freispielen. Wer will kann auch die bereits vorhandene Kurse umgestalten.

Sonstiges:
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Zum Abschluss ist noch die Anleitung erwähnen. Nicht das ich ausführliche Anleitungen bei Computerspiele gewohnt bin, aber Tiger Woods fällt so richtig negativ auf. Man bekommt zwar die Steuerung und ein paar Menupunkte erklärt, aber das war es dann auch. Die Sportart Golf sollte man schon kennen bzw. die Erklärung was ein Handicap, Albatros usw. ist, im Internet suchen. Manche Sachen lassen sich aber selbst dort nicht finden, denn wofür man die Tiger Visions bekommt bzw. was für eine Runde man spielen muss um Tigers Lucky 13 zu schaffen. Solche Stellen, wo einem die Anleitung nicht weiterhilft, trifft man öfters an.

Fazit:
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Für Solospieler dürfte es wohl ansprechendere Versionen geben, aber für Mehrspieler die Spaß am Golfen haben, kenne ich momentan kein Spiel welches besser geeignet ist!
Auch wenn man manchmal wegen der oben genannten Bugs ins Gamepad beißen möchte, tritt kein Frust auf, da die Bugs keinen Unterschied zwischen den Spielern machen.

Fazit: Unschlagbar für Mehrspieler die Golfen wollen.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: