Star Wars - Rogue Squadron 3 Rebel Strike (GCN)
Das Imperium schlägt wieder mal zurück. - Star Wars - Rogue Squadron 3 Rebel Strike (GCN) Gamecube Spiele

Produkttyp: Activision Gamecube-Spiele

Neuester Testbericht: ... ihm viele Aufgaben meistern ob zu Fuß mit dem dem Laserschwert oder im Raumschiff. Eure hauptsächliche Aufgabe ist es aber das Imperium ... mehr

Das Imperium schlägt wieder mal zurück.
Star Wars - Rogue Squadron 3 Rebel Strike (GCN)

scoopexx

Name des Mitglieds: scoopexx

Produkt:

Star Wars - Rogue Squadron 3 Rebel Strike (GCN)

Datum: 18.02.10

Bewertung:

Vorteile: hochauflösende Texturen, guter Sound

Nachteile: hoher Frustfaktor, hakelige Steuerung, zu kurze Missionen, kein Tiefgang

Ein weiteres Star Wars Spiel in dieser langen Reihe. Braucht die Welt das wirklich? Die bisherigen Star Wars Umsetzungen glänzten eher durch Mittelmäßigkeit, denn durch Qualität. Ausnahmen gibt es: Rouge Squadron auf dem N64 und die beiden Knights of the old Republic Ableger - Star Wars: Rebel Strike gehört leider jedoch nicht dazu und verleitet eher dazu, das Gamecube-Pad an die Wand zu werfen, als zu spontanen Freudenausbrüchen. Dabei waren die ersten Facts und Screenshots, die vor dem Release des Spiels herauskamen doch so vielversprechend. Vom A-Wing bis hin zum AT-ST sollte beinahe jedes Vehikel steuerbar sein, das man aus dem Star Wars Universum kennt. Die Grafik auf den ersten Bildern, die veröffentlicht wurden, war herrlich - für mich ein also klarer Pflichtkauf, auch wenn die Bewertungen der Fachpresse damals eher verhalten waren.
Factor 5, der Entwickler dieses Spiels, ist vielen ja sicherlich noch von dem Amiga-Klassiker Turrican bekannt. Ursprünglich 1987 in Deutschland gegründet sind sie mittlerweile nach Kalifornien abgewandert und haben sich in Zusammenarbeit mit Lucas Arts und Nintendo auf actionlastigere Star Wars Lizenzspiele versteift, woraus dann Ende 2003 auch Rebel Strike entstanden ist. Angesiedelt ist das Geschehen hier in den ersten 3 Star Wars Filmen, also der älteren Trilogie, aus denen auch immer wieder Ausschnitte gezeigt werden.

Begrüßt wird man zu Beginn des Spiels mit einer Lucas Arts/Factor 5 Animation, in der alle Charaktere aus dem Spiel zu 70er Jahre Musik irgend etwas machen, das wohl "tanzen" darstellen soll aber einfach nur peinlich aussieht. Ich habe schon Leute gesehen, die in der Disco besser getanzt haben, als die Figuren in dieser Animation und trotzdem dafür mit einem blauen Auge nach Hause gegangen sind... Naja, Spaß beiseite, denn das nun folgende Spiel ist wirklich nicht zum Lachen. Das Star Wars Feeling kommt zwar durch die überall eingebauten Filmausschnitte auf, aber viele Frustmomente, umständliche Menüführung und fehlende Spieltiefe lassen die anfängliche Euphorie doch recht schnell verklingen.
Im Einzelspielermodus hat man zunächst eine geringe Auswahl an spielbaren Missionen, die sich jedoch mit zunehmenden Fortschritt immer mehr ausweitet. Meistens ist im jeweiligen Level das Vehikel vorgeschrieben, nur selten hat man die Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Fightern. Schon nach den ersten paar Minuten im Spielgeschehen wird deutlich, dass Star Wars Rebel Strike nur wenig mehr ist, als eine Aneinanderreihung von Minispielen. Eine Mission dauert zwischen 2 und 8 Minuten und am Ende winkt, bei guter Leistung, eine Medaille, mit der man weitere Aufträge freispielt. Das ganze ähnelt stark dem Vorgänger Rouge Squadron, neu sind allerdings die Bodenmissionen, in denen man mit Han Solo oder Luke Skywalker, mit Lichtschwert und Laserpistole bewaffnet, in schlechtester Jump&Run Manier durch langweilige Levels hüpft. Schade, dass diese "Neuerung", die ja anscheinend mehr Abwechslung bringen sollte, nur die Langeweile schürt. Es ereilt einen dann vielleicht in einem solchen Level, während man apathisch von einem Stein zum anderen hüpft, auch noch ein Déja vu: Das gab's doch schon einmal: genau, Star Wars Shadow of the Empire auf dem N64. So ziemlich das gesamte Game war eine einzige solche Bodenmission und eine ziemlich schlechte noch obendrein. Das einzige, was wirklich begeisterte, war Mission Nr.1, in der man mit einem Gleiter frei durch ein Areal fliegen konnte und AT&ATs, AT&STs, Drohnen, usw. aufs Korn genommen hat. Das hat auch Factor 5 damals gemerkt und Rouge Squadron aus dem Boden gestampft. Ein Klassespiel, in dem nicht ein einziges Laserschwert vorkam. Keine Bodenmissionen, sondern nur pure Luftkampf-Action. Das Spiel schlug dann (zumindest bei mir) auch ein, wie eine Bombe. Aber, weil Fehler ja nicht dazu da sind, um aus ihnen zu lernen, haben diese Bodenmissionen aus Shadow of the Empire zurück in die Serie gefunden und zwar nerviger denn je. Besonders die hakelige Steuerung sorgt dafür, dass man den einen oder anderen Sprung nicht schafft und kurz vor Ende ein Leben verliert. Medaille adé; Neustart. Frust ist hier vorprogrammiert. Aber auch die Weltall Missionen sind nicht mehr das, was sie mal waren. Zielen wird meist zur reinen Glücksache und die Orientierung zu bewahren fällt schwer. Lediglich die Missionen, in denen man AT-Vehikel steuert sind gut spielbar, jedoch auch zu eintönig. Mehr, als mit Dauerfeuer durch 'nen Wald zu stiefeln, ist auch hier nicht drin. Zu guterletzt gibt es noch Aufträge, bei denen man mit einem Swoop Bike, ähnlich wie bei Star Wars Racer, durch die Gegend düst. Das macht fast noch am meisten Spaß, ist aber auch nicht mehr, als eine kurze Geschicklichkeitseinlage.

Die Grafik präsentiert sich auf den ersten Blick recht hübsch. Hochauflösende Texturen und größtenteils gut designete Objekte bewegen sich massenweise gleichzeitig über den Screen. Schön ist gerade die AT&ST Mission im Wald, in der man gegen dutzende von Soldaten und gegnerische Walker kämpft, während einen eine Armee von Fellknäuel-Zwergen im Knuddel-Look dabei hilft, Imperiale Truppen um die Ecke zu bringen. Die Gestaltung der anderen Level reicht von "lieblos hingeklatscht" bis "gut". Allerdings sehen die meisten Bewegungen sämtlicher Objekte absolut abgehackt aus. Wenn ein Transportraumschiff von der Planetenoberfläche abhebt, dann macht es nunmal nicht "Flupp" und das Ding ist in der Luft. Auch andere Fußsoldaten wuseln lediglich in der Gegend herum und machen oft nichts anderes, als unecht auszusehen.
Der Sound reißt hier wirklich einiges heraus. Gerade die Musik klingt nach 100% Star Wars. Auch die Sound/FX und Sprachausgabe sind einigermaßen reichhaltig, bzw. von vernünftigen Synchronsprechern gesporchen. Hier hat man jedoch auch nichts anderes erwartet, da Chris Hülsbeck Music Director bei Factor 5 ist.

Rebel Strike ist wirklich kein Spiel, das irgendeinen besonderen Tiefgang aufweisen müsste, aber etwas mehr, als einen Haufen Minispiele sollte man schon erwarten könnnen. Mich zumindest würde es nicht wundern, wenn man in 2 Jahren nachts den Fernseher einschaltet, Ausschnitte aus diesem Spiel auf der Mattscheibe vorbeiflimmern sieht und dazu hört: "...ladet euch die "Star Wars Rebel Strike" Minispiele im Jamba Spar Abo für euer Handy herunter! Schickt eine MMS mit Star1 für...".

Fazit: 3 Sterne

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: