In allen Belängen Durchschnitt
Spy Hunter (GCN)

Name des Mitglieds: scoopexx
Produkt:
Spy Hunter (GCN)
Datum: 09.03.10
Bewertung:
Vorteile: Fernsicht, gute Action, vernünftige Steuerung
Nachteile: zu heftig ansteigender Schwierigkeitsgrad, Level wiederholen sich
Midway, das zu Beginn der 90er Jahre durch seinen Mortal Kombat Reihe bekannt worden ist, die häufig wegen ihrer Brutalität kritisiert und hierzulande teils auch indiziert wurde, hat in letzter Zeit eher durch Durchschnittstitel auf sich aufmerksam gemacht. Vor einigen wenigen Jahren, in der Gamecube-Ära, wurde dann Spy Hunter released, in dem man die Rolle eines Spions übernimmt, der mithilfe eines Hightech Autos Schurken den Garaus macht.
Hört sich ein bisschen blöde an? Ist es auch - aber man hat sich ja als erfahrener Spieler schon an haarsträubende Hintergrundgeschichten gewöhnt. Also direkt zur Action:
Der erste Level ist ein Trainingsparcours, auf dem man bestimmte Ziele erfüllen muss, so z. B. keine Verkehrshütchen umzufahren oder bestimmte Ziele abzuschießen, ohne dabei Papp-Zivilisten-Autos zu beschädigen. Desto mehr Ziele man erfüllt, desto mehr Punkte bekommt man. Diese Punkte sind wichtig, um die nächsten Level freizuschalten, die an verschiedenen Orten in verschiedenen Ländern spielen. Dabei fährt man das schon erwähnte, eigentlich recht hübsche Auto, das verschiedene Waffensysteme aufweist und sowohl auf Land, als auch auf Wasser fahren kann.
Man kann nicht sagen, dass das Spielprinzip keine Freude macht - das Spiel ist actionreich, die Grafik gut erträglich und die Levels, auch wenn sie strikt linear angelegt sind, sind abwechslungsreich und machen Spaß. Sie führen den Spieler an Orte, wie Deutschland, Frankreich, Venedig, Florida und Panama, wobei man jedes Level zwei mal spielen muss, weil die Entwickler zu faul waren, nach dem 8. Level neue Missionen zu designen - naja. Das Level bleibt beim 2. Anlauf das selbe nur trifft man dort mehr Gegner und schwierigere Aufträge. Überhaupt steigt der Schwierigkeitsgrad nach der Hälfte des Spiels abrupt an und es wird später doch recht schwer, die nötigen Punkte zusammenzusuchen, um noch mehr Level freizuspielen. Die Motivation dazu ist dann natürlich auch nicht besonders groß, wenn man alle der späteren Level schon kennt, es werden also viele das Ende des Spiels nicht zu sehen bekommen.
Die Grafik hat ihre guten - und ihre Schattenseiten, aber dafür, dass es ein Gamecube Spiel ist, hätte man ruhig noch etwas mehr erwarten können. Positiv anzumerken ist vor allem das Design des Vehikels, egal ob es sich gerade in Form des normalen Autos, eines Bootes oder eine Motorrads befindet.
Weniger schön sind die Texturen geraten. Sobald man sich einem Objekt nähert kann man Pixel zählen, aus der Entfernung fällt das zugegebenermaßen nicht auf. Auch die Gegner sind mäßig texturiert und wirken von ihren Bewegungen her nicht wirklich realistisch. Dafür sind oft recht viele Objekte und Explosionen gleichzeitig auf dem Screen, was für viel Action sorgt und einen über einige der Grafikschwächen hinwegsehen lässt. Außerdem bietet die Grafik eine sehr hohe Fernsicht und es gibt beinahe keine Popups.
Vielleicht kann man Spy Hunter am ehesten mit Crime Killer auf der PS1 vergleichen - mit dem Unterschied, dass Crimekiller weniger grafische Abwechslung bot aber dafür nicht linear war. Sicherlich ist Spy Hunter nicht das allerschlechteste Spiel und der Preis, den man bei Ebay für das Spiel bezahlt ist nicht besonders hoch (weniger als 10 Euro) aber man sollte nicht mehr erwarten, als ein Durchschnittsspiel. Wer auf Kombinationen aus Rennspiel und Action steht, wird mit den 10 Euro nichts falsch machen können, wer allerdings schon von vornherein sagen kann, dass dieses Genre nichts für ihn ist, der wird mit diesem Spiel nicht zufrieden und schnell von dem ansteigenden Schwierigkeitsgrad frustriert sein.
Fazit: 3 Sterne
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
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