
Neuester Testbericht: ... durch bis zu sechs verschiedene Locations in Springfield und befördert Eure Passagiere. Wie beim großen Vorbild sammelt Ihr die künftigen K... mehr
Wir rasen durch Springfield...
Simpsons - Road Rage (GCN)

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Simpsons - Road Rage (GCN)
Datum: 18.02.11
Bewertung:
Vorteile: ...Stimmen der Originalsprecher...
Nachteile: ...nahezu keine Innovationen, dürftige Grafik, mäßiger Sound...
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Wenn in der heutigen Zeit ein neues Spielkonzept auf den Markt kommt und Erfolg hat, so dauert es in der Regel nicht allzu lange, bis man diverse Nachahmer findet. So war es auch mit dem Sega-Titel "Crazy Taxi", der ursprünglich für die Dreamcast erschienen ist, inzwischen aber auch dank dem Rückzug von Sega in den Software-Only-Markt auch für die Konkurrenz zu haben ist. Von Electronic Arts erschien darüber hinaus ein Game, welches sich das Spielprinzip des Sega-Klassikers zum Vorbild nahm und es mit einer exklusiven Lizenz versuchte: "The Simpsons - Road Rage" - Was das Game wirklich taugt, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen...
| ° Story
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Entgegen allen Erwartungen gibt es bei dem Spiel sogar eine Story, aber erwartet nicht zu viel davon. Montgomery Burns, Besitzer des Atomkraftwerkes und reichster Mann ins Springfield hat mit seiner Kohle alle öffentlichen Verkehrsmittel aufgekauft und betreibt nun eine Art Atom-Busunternehmen. Den Simpsons sowie ihren Nachbarn behagt das ganz und gar nicht und sie gründen eine Art privates Taxi-Unternehmen. Das Ziel? Soviel Geld wie möglich zu verdienen, um das Busunternehmen von Mr. Burns zurück kaufen zu können. Grandiose Idee.
| ° Spielprinzip
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Anhand der Story wird es bereits klar und auch in der Einleitung habe ich es bereits erwähnt - wir haben es hier mit einem reinen Crazy Taxi-Klon zu tun. Somit besteht Eure Aufgabe prinzipiell darin, Passanten von einem Ort zum anderen zu befördern. Hierfür stehen Euch vier verschiedene Spielmodi zur Verfügung. Im Sinne der Story rast man im Story-Modus durch bis zu sechs verschiedene Locations in Springfield und befördert Eure Passagiere. Wie beim großen Vorbild sammelt Ihr die künftigen Kunden auf, indem Ihr in einem Haltekreis neben ihm Eure Fahrzeug zum stehen bringt, ihn einsammelt und dann zum gewünschten Zielort bringt. Dafür steht Euch nur ein bestimmtes Zeitlimit zur Verfügung und Ihr müsst Euch tierisch beeilen, um die Aufgabe erfüllen zu können. Je schneller Ihr seid, desto mehr Bonussekunden und Kohle bekommt Ihr für Eure Fahrt.
Eine kleine Innovation im Vergleich zu Crazy Taxi gibt es hier auch, denn manche Passanten wollen nicht nur möglichst schnell, sondern auch möglichst sicher ankommen. Das heißt Ihr solltet Kollisionen mit anderen Fahrzeugen vermeiden um so an einen zusätzlichen Bonus zu kommen. Ansonsten fühlen sich aber Kenner des Sega-Originals ziemlich schnell heimisch und vermissen bald weitere Neuerungen. Die sechs Locations sind außerdem relativ klein geworden und schnell erforscht, da hatte man bei Segas drei großen Levels deutlich mehr zu tun. Nach und nach kauft man sich die Locations übrigens mit dem erfahrenen Geld frei, man kann also nicht von Beginn an in allen Bereichen von Springfield spielen. Gleich gilt für die bis zu 18 Fahrer, deren Bandbreite von Homer Simpson über Krusty den Clown und Ladenbesitzer Apu bis hin zu Otto dem Busfahrer reicht.
Desweiteren gibt es noch einen Zweispieler- sowie einen "Sonntagsfahrer"-Modus. hinter letzterem verbirgt sich ein simples "Free Play", wo man ohne Zeitdruck einfach mal die Straßenzüge erkunden und nach passenden Abkürzungen Ausschau halten kann. Eine nette Dreingabe, die man aber nur am Anfang vielleicht einmal zum Üben spielen wird. Interessanter wird's dabei dann schon beim Missionsmodus. Hier werden Euch verschiedene Aufgaben gestellt, die es zu bewältigen gilt. Passagiere müssen befördert und Kurse erfolgreich absolviert werden. Kennen wir zwar auch schon aus Crazy Taxi, sorgt aber etwas für Abwechslung und ist zwischen dem Zeitdruck-Rasen in der Stadt gerade für zwischendurch nicht schlecht. Das war's jedoch leider auch schon, weitere Spielmöglichkeiten, fahrerische Tricks oder gar Innovationen im Gameplay sucht man vergeblich.
| ° Grafik & Sound
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Das Grafik selbst erstrahlt in seit einigen Jahren angesagten CEL-Shading Look, den ja auch wieder einmal Sega mit ihrem Graffitti-Adventure in Mode brachte. Bei "Road Rage" gibt es an die Simpsons-Serie angepasste, knallbunte Grafiken zu bewundern, die im Standbild nicht einmal so übel aussehen. Immerhin wurden alle Charaktere gut getroffen und auch die Straßenzüge scheinen beinahe wie aus der Serie entsprungen. Im Spiel selbst muss man sich dann jedoch mit einer meiner Meinung nach viel zu oft ruckelnden Grafik zufrieden geben. Das kann schon der Fall sein wenn mal ein paar mehr Objekte auf dem Bildschirm auftauchen und ist in der heutigen Zeit nun wirklich nicht mehr angebracht. Da hätten die Programmierer lieber mal ein wenig mehr Zeit investieren und diese technischen Mängel ausmerzen sollen, denn selbst sporadische Pop-Ups lassen sich nicht vermeiden. Und auch generell hätte die Grafik noch ein wenig detaillierter sein können, aber da hat man sich wohl an der Optik des Comics orientiert.
Der Sound dagegen verspricht laut Packungsaufdruck interessant zu werden, wirbt man doch mit den Originalsprechern der Serie. Das ist soweit auch korrekt, jedoch ist die Sprachausgabe in Englisch und somit hat man natürlich auch nur die Sprecher aus den USA verpflichtet. Wer also die deutschen Stimmen erwartet, wird enttäuscht sein. Aber zumindest wiederholen sich die Sprüche der Fahrer und der Gäste nicht so schnell wie bei Crazy Taxi, das dürfte aber auch der einzige Punkt sein, in welchem man besser abschneidet als das große Vorbild. Bei der Hintergrundsound zieht man dagegen wieder den kürzeren, denn so nett die Comicmelodien auch sein mögen, gegen den krachenden Punkrock eines Crazy Taxi haben sie letztlich keine Chance.
| ° Fazit
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Letztlich hat sich das Vorurteil wieder einmal bestätigt: Eine Kopie kann eben nie an das Original heranreichen. Da hilft auch keine Lizenz wie hier die der Simpsons. Klar, Freunde des gelben Familie werden mit dem Titel sicher ihren Spaß haben und wer noch keinen Crazy Taxi-Titel sein eigen nennt, darf bei einer günstigen Gelegenheit auch gerne mal mit dem Kauf liebäugeln. Insgesamt zieht "The Simpsons - Road Rage" im Vergleich zum großen Vorbild aber deutlich den Kürzeren, sowohl was die Technik als auch das Gameplay angeht. Wenn man bedenkt, dass der Titel für Nintendos Gamecube ist, so sind die grafischen Patzer und Slowdowns fast schon eine Schande, die Ladezeiten sind viel zu lang und von Innovationen fehlt so gut wie jede Spur. Demnach kann ich hier auch keine Empfehlung aussprechen und mehr als zwei schwache Sterne sind für diesen Titel auch nicht drin.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Roadmaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen vom Atom-Bus überfahren werden... ;)
Shake Heads!
Fazit: Das Fazit ist gelb.
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
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