Resident Evil - Code Veronica X (GCN)
The Gate to Hell - Resident Evil - Code Veronica X (GCN) Gamecube Spiele

Produkttyp: Capcom Gamecube-Spiele

Neuester Testbericht: ... Steve Burnside -=- Er ist jung und draufgängerisch. Zusammen mit seinem Vater wurde er in das Insel - Gefängnis inhaftiert. Offenbar ist e... mehr

The Gate to Hell
Resident Evil - Code Veronica X (GCN)

BulmaZ

Name des Mitglieds: BulmaZ

Produkt:

Resident Evil - Code Veronica X (GCN)

Datum: 19.03.08

Bewertung:

Vorteile: siehe Bericht

Nachteile: siehe Bericht

Dass ich ein großer Fan von Survival - Horror und insbesondere zweier Vertreter dieses Genres bin, sollte Stammklickern sicher nicht entgangen sein. Aus diesem Grunde spare ich mir an dieser Stelle auch ein langes Vorwort, denn eigentlich weiß ich so langsam sowieso nicht mehr, was ich als Einleitung zu einem Spielebericht schreiben soll.

>> Resident Evil Code: Veronica X <<

Bezugsquelle & Preis

Gekauft habe ich dieses Spiel für 20 Euro in einem A&V für Spiele.
Auf "normalem" Wege wird man das Spiel wohl nicht mehr kriegen, da es in Deutschland indiziert [was übrigens nicht mit ,verboten' gleichzusetzen ist] ist. Allerdings kann man es auch für gute 50 Euro online aus Österreich importieren.

Kaufgrund

Vor bestimmt 2 oder 3 Jahren habe ich bereits schon einmal den "Code Veronica" Teil gespielt. Da allerdings auf SEGAs hoffnungslos gefloppter Dreamcast. Ich fand das Spiel toll, nur wollte ich nur dafür nicht unbedingt eine Schrottkonsole bei mir stehen haben. Als ich von einem Freund erfuhr, dass es das Spiel in sogar erweiterter Form auch für den Game Cube gibt, habe ich ihn gleich in die Spur geschickt, es mir zu besorgen. Fündig wurde er dann, wie gesagt, in einem An-& Verkauf für diverse Spiele. Zum einen hatte ich unglaubliche Lust, diesen mir als wirklich gutes Spiel im Gedächtnis gebliebenen Teil der Reihe wieder zu spielen und zum anderen möchte ich gerne irgendwann mal alle Resident Evil Teile und Ableger haben, die es für die drei Konsolen gibt, die ich habe. Inzwischen fehlen mir nur noch zwei. =)

Eckdaten zum Spiel

Titel: RESIDENT EVIL Code: Veronica X
Hersteller: Capcom
Plattfrom: Nintendo GameCube
Format: PAL
Discs: 2
Speicher: Memory Card, 6 Blocks
Spieler: 1
FSK: ab 18 Jahren
Erscheinungsjahr: 2003

Die Story

Die Geschichte von "RESIDENT EVIL Code: Veronica X" kann als unmittelbarer Nachfolger des PS One Klassikers "Resident Evil 2" gesehen werden.
Nachdem Claire Redfield zusammen mit Leon S. Kennedy aus der zombieverseuchten Stadt Raccoon - City entkommen konnte, beschließt sie, sich auf die Suche nach ihrem Bruder Chris zu machen. Schnell führen die Spuren sie zu dem riesigen Chemiekonzern Umbrella, der auch schon für die Vorfälle in Raccoon - City verantwortlich war.

Natürlich wird es nicht gern gesehen, dass Claire herumschnüffelt, was sie letztlich auf eine gottverlassene Gefängnisinsel bringt, auf der schon lange niemand mehr gefangen gehalten wird. Denn auch hier ist der T-Virus ausgebrochen. Allerdings ist diesmal der große Chemiekonzern nur sekundär schuld. Den Hauptärger machen hier die durchgeknallten Geschwister Ashford - Nachkommen von Veronica Ashford, der schönen Gründerin Umbrellas.
Alfred und Alexia haben in der Vergangenheit ein perverses und zugleich diabolisches Unterfangen gestartet, in das Claire nun unversehens hinein schlittert und sich somit in größte Gefahr begibt...

Die Charaktere

-=- Claire Redfield -=-

Claire ist die Schwester von Chris, der vor gut drei Monaten die Machenschaften Umbrellas in den Arclay Mountains aufgeklärt hat. Sie hat großen Mut und ist selbstbewusst genug, auf eigene Faust nach ihrem großen Bruder zu suchen. Dabei behält sie auch angesichts der großen Gefahren, die überall lauern, immer einen kühlen Kopf. Vom Verrat des S.T.A.R.S. - Chefs Albert Wesker weiß sie allerdings nichts...

-=- Steve Burnside -=-

Er ist jung und draufgängerisch.
Zusammen mit seinem Vater wurde er in das Insel - Gefängnis inhaftiert. Offenbar ist er auch im Allgemeinen nicht besonders gut auf seine Familie zu sprechen; behauptet er doch Claire gegenüber, zwei Maschinenpistolen seien zuverlässiger als jeder Mensch.
Trotz seiner scheinbaren Verachtung und seiner ganz offensichtlichen Resignation wird aber schon bald klar, dass er herzensgut ist und alles tun würde, um Claire zu helfen.

-=- Chris Redfield -=-

Logischweise handelt es sich hierbei um Claires großen Bruder, dem Mitglied der inzwischen fast ausgelöschten S.T.A.R.S. Truppe. Nachdem er von Leon gehört hat, dass sich Claire auf die Suche nach ihm gemacht hat, eilt er ihr natürlich mit schlimmer Vorahnung hinterher. Leider verpasst er Claire um ein Haar auf der zum Untergang verdammten Gefängnis - Insel.

Graphik

Wie ich es bereits in den zwei anderen Berichten zu den GameCube Ausgaben dieser Spieleserie geschrieben habe, kann sich die optische Darstellung der Spiele immer wieder durchaus sehen lassen und muss sich keineswegs hinter beispielsweise Sonys Playstation verstecken. Fast eher im Gegenteil.
Allerdings muss man bei diesem Teil dazu sagen, dass keine extra Umsetzung für die Nintendo Konsole stattgefunden hat. Das heißt, die Graphik ist auf dem GameCube exakt die Gleiche, wie sie es auf SEGAs Dreamcast war. Aber auch da konnte man eigentlich so gar nicht meckern.
Die Zombies, Monster und anderen unheimlichen Gestalten, denen man im Laufe seines gruseligen Abenteuers begegnet, sind perfekt um- und in Szene gesetzt. So kann einem durchaus das Blut in den Adern gefrieren, wenn man einen Zombie in Großaufnahme vor sich hat, dem die Hautfetzen vom Gesicht fallen und der am ganzen Körper mit blutenden Geschwüren übersäht ist. All diese kleinen [und großen] Details sind wunderbar umgesetzt.

Aber die Gegner sind ja noch nicht einmal das Wichtigste. Meiner Ansicht nach, ist immer noch das Aussehen des ganzen Drumherums wichtiger. Aber auch hier gibt es gar nichts auszusetzen. Egal, wo man sich grade herumtreibt - sei es nun auf dem Außengelände der Insel oder aber etwas später im Forschungslabor Umbrellas in der Antarktis - der Hintergrund ist einfach perfekt. Hier lodert ein kleines Feuer, dort strömt etwas Gas aus, da hinten hängt eine blutige Decke vom Bett...
Das alles ist deutlich zu erkennen und somit auch hervorragend optisch umgesetzt. Aber auch die etwas spezielleren Räume, wie beispielsweise die Gemächer von Alfred und Alexia Ashford haben ihren Reiz. Kleine Details, wie eine Verzierung am Himmelbett oder die verspielte Schmückung einer antiken Spieluhr, runden das Gesamtbild ab.
Alles in allem kann das geübte Zockerauge zwar schon erkennen, dass das Spiel bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch tut dies dem Spielspaß aber in keinster Weise Abbruch. Egal, wo man sich im Spiel grade befindet - man hat immer dieses gewisse Resident Evil Feeling, das ganz klar auch schon immer durch die Atmosphäre bedingt wurde, die die Graphik hervorruft.

Die akustische Untermalung

Wer sich eventuell noch erinnert, wird wissen, dass ich im Bericht zum GameCube Remake des ersten Teils der Survival - Horror Serie beschrieben habe, dass es kaum Musik gibt. Meist blieb sie nur den Videosequenzen vorbehalten oder eben den Bosskämpfen. Bei "Code: Veronica X" verhält es sich etwas anders.

Hintergrundmusik gibt es hier zwar auch nicht durchgängig, aber dennoch öfter, als ich es bis hierhin gewohnt war. Dabei haben die Macher wieder auf ihre bzw. die Wurzeln des Spiels gesetzt. Denn die ein oder andere Melodie hat mich fast mit einem Hauch Nostalgie umweht, die mich sofort an die ,alten' Teile hat erinnern lassen. Dabei war die Musik übrigens nicht aufdringlich oder gar ablenkend.
Akustische Untermalung, die die Spannung so richtig in die Höhe treibt, gibt es übrigens wieder am Ende, wenn der obligatorische Selbstzerstörungsmechanismus nach Eingabe eines Passwortes [welches das wohl sein wird...] ausgelöst wird. Es läuft zwar noch nicht sofort ein Countdown herunter, dennoch erzeugt die Musik eine gewisse Hektik, sodass man sich immer mal wieder selbst bremsen muss.

Obwohl es hier deutlich mehr für die Ohren gibt, empfand ich es nicht als zuviel, sondern wieder als genau richtig. Die musikalische Unterstützung hat jedenfalls immer für die richtige Atmosphäre gesorgt.

Die Steuerung

Eigentlich könnte ich die Steuerung mit einem Satz zusammenfassen; sogar eine Ellipse würde ausreichen. Aber auch die Pedanten unter den Klickern möchten ja befriedigt werden...* hust *
Die Steuerung in diesem Spiel unterscheidet sich gar nicht von der, in den anderen teilen. Sie ist nach wie vor seitenverkehrt zum Fernseher bzw. zum Controller - je nachdem, wie man es betrachten möchte. Für Neulinge mag dies sicher gewöhnungsbedürftig, vielleicht sogar demotivierend sein. Aber ich kann versichern, dass man sich schnell daran gewöhnt und irgendwie wirklich gar nicht mehr drüber nachdenken muss, wie man den Stick denn nun bewegen muss.

In meinem letzten Resident Evil Bericht hatte ich unter diesem Punkt vollste Zufriedenheit bescheinigt. Allerdings hatte ich mit einem kleinen und vermutlich unscheinbaren Punkt an andere Teile der Serie verwiesen. Genau den habe ich hier dann auch prompt zu bemängeln. Es handelt sich dabei um das obligatorische Kistenschieben. Das klappt hier nicht immer auf Anhieb. Denn dazu muss man wirklich ganz genau auf dem richtigen Punkt stehen, was auf Anhieb definitiv nie der Fall war bzw. ist. Manchmal kann das wirklich nerven, vor allem, wenn man auf irgend eine Art und Weise unter Zeitdruck steht.
Ansonsten verläuft die Steuerung intuitiv und ist ganz leicht zu beherrschen. Hier gibt es übrigens auch endlich wieder die 180° Drehung, die einen doch vor dem ein oder anderen Treffer schützen kann, weil man sich nicht erst manuell und somit langsam umdrehen muss, um wegrennen zu können.

Der Battle - Mode

Wie schon so oft in der Resident Evil Vergangenheit, kann man auch bei "Code: Veronica X" etwas frei schalten, nachdem man das Spiel erfolgreich durchgespielt hat. Hier handelt es sich dabei nicht nur um ein langweiliges neues Kostüm, sondern um den so genannten "Battle Mode" - und der ist im Vergleich mit der Dreamcast - Version übrigens neu. Denn den gibt's nur auf GameCube.

Das Prinzip dieses Extraspiels ist schnell und einfach erklärt: Man sucht sich eine Figur aus, die im Vergleich zu den anderen anders mit Waffen und Heilitems ausgestattet ist und zieht in den Kampf gegen Monsterhorden. Dabei folgt die Geographie der einzelnen Areale nicht mehr der, die man aus dem Hauptspiel kennt. Somit ist der "Battle - Mode" genau das, nachdem er klingt: mehr oder weniger sinnfreies Geballere. Wenn man also zwischendurch etwas Frust abreagieren will, nimmt man sich einfach die Magnum mit Unendlichkeitsmunition und pustet Monster und Zombies um. Am Ende steht man immer vor der inzwischen zur Ameisenkönigin mutierten Alexia Ashford, die nach wie vor den ultimativen Endboss im Spiel darstellt.
Übrigens kann man sich aussuchen, ob man diesen "Battle - Mode" aus der Ego- oder aus der Normalperspektive spielen möchte. Die Egoperspektive macht natürlich noch mal einen ganz anderen bzw. neuen Reiz aus. Beides macht auf jeden Fall Laune und zeigt ganz deutlich, wieso man "RESIDENT EVIL Code: Veronica X" in Deutschland nicht so leicht käuflich erwerben kann.

Eigene Eindrücke

Als ich vorletztes Wochenende mit diesem Spiel begonnen habe, war ich in heller Vorfreude auf ein tolles Spiel mit einer ebenso tollen Story. Denn so in Etwa hatte ich das ganze noch in Erinnerung. Aber war da nicht was...?
Genau - der chronische Mangel an Heilitems und somit das schon vorprogrammierte Hinken der Protagonistin in diesem Spiel. Irgendwann nervt es wirklich massiv, wenn man sich immer weiter dem Endboss nähert und abzusehen ist, dass man ihm zumindest was den Erhalt der eigenen Gesundheit betrifft, nur wenig entgegen zu setzen hat. Das führte dann im Endeffekt auch dazu, dass ich nach einigen wenigen Stunden Spielzeit das Pad erstmal weggelegt und das Spiel somit schon fast aufgegeben hatte. Letzten Samstag allerdings packte mich dann wieder der Ehrgeiz - immerhin habe ich noch nie einen Resident Evil - Teil mittendrin abgebrochen. So wollte ich dann auch diesen hier bis zum Abspannbildschirm bringen. Am Sonntag, irgendwann so gegen frühen Abend war es dann soweit.

Was ich damit sagen will, ist, dass es sich bei "RESIDENT EVIL Code: Veronica X" keineswegs um ein leichtes Spiel handelt. Man muss mehr noch als beim Remake des ersten Teils mit Bedacht handeln und seine Reserven zurückhalten - auch, wenn das manchmal bedeutet, dass man schlichtweg neu laden muss. Dies ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt, den ich an dieses tolle Spiel zu vergeben habe. Es bedarf also einiges an Ausdauer und Motivation, selbige nicht zu verlieren.
Nachdem ich nun das dritte Resident Evil Spiel in Folge durchgezockt habe, muss ich sagen, es reicht erstmal wieder für eine Weile. Nicht, weil es langweilig wird. Nein, viel mehr deshalb, weil ich inzwischen gemerkt habe, dass storytechnisch immer das Gleiche passiert. Im Prinzip ist es in der Tat so, dass die Geschichte immer wieder auf's Gleiche hinaus läuft und wenn man das immer und immer wieder hat, ist es nicht mehr so schrecklich spannend.

Nichts desto Trotz handelt es sich bei "Code. Veronica X" aber um einen würdigen Vertreter aus dieser grandiosen Spielereihe, die mich vermutlich auch noch in ein paar Jahren immer mal wieder vor den Fernseher fesseln wird; egal auf welcher Plattform. Somit vergebe ich auch ungeachtet einiger Wiederholungen und der Langeweile, die sich nach einigen Wochen bzw. Monaten Dauerzockerei einstellt bedingt durch die eigentlich immer gleiche Story, dennoch fünf volle Sterne. Es hat Spaß gemacht - und das ist die Hauptsache. Eine Empfehlung also an alle Survival - Horror Fans.

Fazit: Würdiger Vertreter der Reihe

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: