Metal Gear Solid The Twin Snakes (GCN)
Metal Gear im neuen Grafikgewand - Metal Gear Solid The Twin Snakes (GCN) Gamecube Spiele

Produkttyp: Konami Gamecube-Spiele

Metal Gear im neuen Grafikgewand
Metal Gear Solid The Twin Snakes (GCN)

Magickatrin

Name des Mitglieds: Magickatrin

Produkt:

Metal Gear Solid The Twin Snakes (GCN)

Datum: 05.01.05, geändert am 12.01.05 (1405 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: geniale Story, die kinoreif präsentiert wird, abwechslungsreich, stimmige Atmoshäre

Nachteile: gegenüber dem Original spielerisch wenig Neues

Metal Gear Solid war seinerzeit eines der besten Spiele auf der Playstation und im Prinzip hat es bis heute nichts von seinem Reiz verloren. Technisch ist es natürlich längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit, wenn man als Maßstab die Grafikqualität nimmt, mit der aktuelle Spiele auf den neuen Konsolen aufwarten können.

Doch inzwischen gibt es ein Remake dieses Spiels auf dem Game Cube. Wie gut die Neuauflage meiner Meinung nach gelungen ist könnt ihr im folgenden Bericht nun nachlesen.

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Story:
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Auf Shadow Moses Island in Alaska befindet sich eine atomare Waffenentsorgungsanlage. Gleichzeitig werden hier Foxhound - Spezialeinheiten ausgebildet. Doch plötzlich kommt es zu einer Rebellion innerhalb der Einheit, die schließlich die gesamte Anlage unter ihre Kontrolle bringen kann und somit über eine enorme Anzahl nuklearer Sprengköpfe verfügt. Sie fordern die Herausgabe der sterblichen Überreste von Big Boss. Wer genau dieser sogenannte Big Boss ist bzw. wer er war, all das wird im Verlaufe des Spiels noch näher beleuchtet, ebenso aus welchem Grund er für die Terroristen von so großer Bedeutung ist.

Da es ein Ultimatum von 24 Stunden gibt ist schnelles handeln gefragt. Und die Regierung hat auch schnell den geeigneten Mann gefunden, der verhindern soll das es zu einer Katastrophe kommt. Die Rede ist von Solid Snake, einen inzwischen legendären Held der Spezialist darin ist im Alleingang feindliche Gebiete zu infiltrieren. Eigentlich hat sich Snake ja inzwischen zur Ruhe gesetzt, doch nun muss er sich noch einmal beweisen, denn es steht viel auf dem Spiel und er allein ist in dieser Situation die letzte Hoffnung der Regierung.

Zu Beginn erhält Snake zunächst klar definierte Aufgaben, er soll die Entsorgungsanlage infiltrieren und 2 hochrangige Geiseln befreien sowie anschließend die nukleare Bedrohung zunichte machen. Da er Experte darin ist sich unbemerkt an Gegnern und Überwachungskameras vorbeizuschleichen, ist das Hineinkommen in diese Anlage natürlich kein großes Problem. Auch die erste Geisel hat er schnell gefunden. Leider kann er diese nicht retten, denn der Mann erleidet einen Herzanfall und stirbt vor seinen Augen. Doch zumindest konnte Snake noch erfahren wo die 2.Geisel vermutlich festgehalten wird, außerdem hat er eine Schlüsselkarte erhalten die im wichtige Türen auf dem Weg dorthin öffnet. Er dringt immer tiefer in die Entsorgungsanlage ein und muss schon bald feststellen das nichts so ist wie es auf den ersten Blick scheint. Bald ist nicht einmal mehr klar wem er überhaupt noch vertrauen kann.

Eine Frage die Metal Gear - Neulinge beschäftigen dürfte ist sicher die Bezeichnung “Metal Gear” an sich. Die Erklärung: Metal Gear ist eine Art laufender Panzer, der unter anderem mit nuklearen Sprengköpfen bestückt ist. Hauptakteur Solid Snake hat in der Vergangenheit bereits 2 Mal mit dieser übermächtigen Waffe Bekanntschaft gemacht - beide Male gelang ihm dabei die Zerstörung.

Die Story von Metal Gear Solid zählt meiner Meinung nach zum Besten was man jemals in einem Videospiel erleben durfte. Gegenüber dem Original wurde sie inhaltlich nicht verändert. Allerdings sind die Zwischensequenzen, in denen die Handlung unter anderem vorangetrieben wird, in der Neuauflage sehr viel spektakulärer und könnten direkt aus einem Action-Film stammen. Die Story selbst fesselt vor allem wegen der vielen unvorhersehbaren Wendungen, außergewöhnliche Charaktere machen die ganze Sache noch zusätzlich interessant.

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Grafik:
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Gegenüber der alten Playstation Version ist die Grafik natürlich gehörig verbessert wurden. Sämtliche Level sind komplett neu texturiert, die Charaktere sind nun viel detaillierter anzuschauen und alle Zwischensequenzen wurden vollkommen neu gestaltet.

Zunächst ist es einfach nur eine Freude wenn man Metal Gear im neuen Grafikgewand zu Gesicht bekommt. Kritik gibt es aber von meiner Seite aus dennoch. Bei aller Begeisterung für die optische Erneuerung muss man auch ehrlich sagen, auf ganzer Linie überzeugen kann die Grafik nicht. So wechseln sich detailreich gestaltete Lebelabschnitte mit hochaufgelösten Texturen und wunderschönen Effekten ab mit lieblos wirkenden, grautönigen Spielabschnitten mit verwaschenen Texturen.

Die Charaktere sehen recht ansehnlich aus, für heutige Verhältnisse aber teilweise doch etwas kantig wirkend. Ihre Animationen sind flüssig, mitunter wirken die Bewegungen jedoch etwas steif, insbesondere beim Hauptakteur Solid Snake. Aber nun ja, hat man einmal Sam Fisher aus Splinter Cell in Aktion gesehen, der sich herrlich geschmeidig bewegt, dann ist man wohl in dieser Hinsicht auch etwas verwöhnt.

Sicher wäre auf dem Game Cube teilweise noch etwas mehr möglich gewesen was die Grafikqualität betrifft, insgesamt kann man aber durchaus zufrieden sein. Das Spielgeschehen läuft übrigens zu jeder Zeit flüssig, auch wenn gerade mal etwas mehr Action auf dem Bildschirm stattfindet kommt es zu keinen nennenswerten Rucklern. Mitunter kommt es aber zu unschönen Kantenflimmern.

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Sound:
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Schon beim Playstion-Original konnte der Sound überzeugen, abgesehen von einer grauenvollen deutschen Synchronisation. Im Remake für den Game Cube bleibt Spielern eine derart schlechte Sprachausgabe zum Glück erspart. Zwar wurde auf eine deutsche Synchronisation verzichtet und es gibt nur eine englische Sprachausgabe, aber die ist ganz hervorragend. Sehr schön finde ich auch das Snake die gleiche Stimme hat wie in Metal Gear Solid 2 (logischerweise die Fortsetzung von Metal Gear Solid, aber schon vor rund 2 Jahren erschienen). Bei Bedarf kann man sich übrigens auch deutsche Untertitel anzeigen lassen.

Die musikalische Untermalung ist einfach spitzenmäßig und auch die Umgebungsgeräusche passen stets sehr gut und tragen maßgeblich zur stimmigen Atmosphäre bei.

Metal Gear Solid - The Twin Snakes unterstützt auch ProLogic II.

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Steuerung:
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Was die Steuerung betrifft, da war ich erst mal sehr skeptisch, hauptsächlich weil ich noch nie zuvor den Controller des Game Cube in den Händen hatte. Doch überraschenderweise hat von Beginn an die Steuerung tadellos funktioniert. Alle Aktionen lassen sich sehr präzise ausführen und auch Zielen in Ego-Ansicht klappt hervorragend.

Die Menüs für Waffen und Objekte sind genauso angeordnet wie es beim Playstation-Vorgänger der Fall ist und auch sonst sind die Anzeigen auf dem Bildschirm nahezu identisch. Aber auch wer noch nie zuvor Metal Gear gespielt hat sollte keine Probleme haben sich zurechtzufinden. Generell dürften Neulinge aber doch eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen, denn schließlich sind die Aktionen sehr umfangreich, ebenso das Inventar welches Snake im Spiel zur Verfügung steht.

Gesteuert wird der Held des Spiels, Solid Snake, in einer Art Verfolgerperspektive, was im allgemeinen auch gut klappt. Allerdings ist die Sicht nach vorn teilweise sehr stark eingeschränkt, was mitunter zu Problemen führen kann. Generell kann natürlich jederzeit in die Ego-Perspektive gewechselt und die nähere Umgebung genauer unter die Lupe genommen werden. In der Praxis ist das aber nur bedingt möglich, denn um Feinden zu entkommen ist dafür keine Zeit, zumal Snake sich in dieser Ansicht nicht bewegen kann. So kann es leicht passieren das man unabsichtlich in die Falle tappt, beispielsweise auf eine lose Bodenplatte tritt und in den Abgrund stürzt.

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Spielspass:
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Bei Metal Gear Solid - The Twin Snakes steht nicht kompromissloses Ballern im Vordergrund, sondern eher unauffällige Schleicherei. Zwingend erforderlich ist es in der Regel aber nicht sich ungesehen an Gegnern und Überwachungskameras vorbeizuschleichen, die Überlebenschancen sind aber bei dieser Vorgehensweise am größten. Besonders auf höheren Schwierigkeitsgrad kommt man mit Waffengewalt nur selten gegen eine zahlenmäßig überlegene Gegnerschar an. Generell lässt sich aber sagen, das sich viele Situationen auch ohne langes ausspionieren des Gegnerverhaltens und Schleicherei lösen lassen und falls man feststellt das die Überlegenheit des Gegners doch zu groß ist, dann gibt es in der Regel noch immer Möglichkeiten für einen taktischen Rückzug. Verglichen mit Splinter Cell ist das Spielprinzip deutlich actionorientierter, Situationen wo bei Entdeckung Alarm ausgelöst wird und eine Mission damit als gescheitert gilt, so etwas kommt bei Metal Gear nicht vor. Auch verträgt Solid Snake eine ganze Menge Treffer, im Gegensatz zu Splinter Cell Akteur Sam Fisher, der schon nach wenigen Treffern das Zeitliche segnet.

Wichtigstes Instrument des taktisch orientierten Spielers ist der Radarbildschirm, der in der rechten oberen Ecke des Bildschirms angezeigt wird. Erkennbar sind hier die Grundrisse der aktuellen Umgebung sowie die Position aller Gegner die sich in diesem Umkreis befinden, sowie deren Blickrichtung. Auch die eigene Position wird angezeigt, mitunter auch Ziele, wie beispielsweise Geiseln die man retten soll. Mithilfe des Radarschirms lassen sich gut die Routen der Gegner ausspionieren und der richtige Zeitpunkt abpassen um von einem Versteck zum nächsten zu gelangen. Allerdings hat die an sich hilfreiche Technik auch einen kleinen Nachteil, denn es wird nur ein kleiner Teil der Umgebung dargestellt und es gibt sogar Situationen wo man komplett auf den Radarschirm verzichten muss, beispielsweise wenn sich die Gegner in Alarmbereitschaft befinden.

Am eigentlich Spielablauf hat sich so gut wie nichts verändert gegenüber der alten Playstation-Version. Ein paar neue Elemente, die es in Metal Gear 2 - Substance gab wurden übernommen, spielerisch bringt das Ganze allerdings wenig. So kann Snake sich etwa über Geländer schwingen und sich daran eine zeitlang festhalten, tote oder bewusstlose Gegner können in Spinden oder anderenorts versteckt werden und es ist möglich in die Ego-Perspektive zu wechseln. Auch nichttödliche Waffen wurden direkt von Metal Gear Solid 2 übernommen, so hat man gegenüber des ursprünglichen Originals in The Twin Snakes auch Betäubungspistole und Betäubungsgewehr zur Verfügung. Was den Wechsel in die Ego-Perspektive anbelangt, so hat das Vor- und Nachteile. Größerer Vorteil ist natürlich das nur in Ego-Ansicht präzise Treffer möglich sind, auch kann die nähere Umgebung so besser abgesucht werden. Nachteilig ist aber das man sich in der Ego-Ansicht nicht bewegen kann.

Abwechslung ist bei Metal Gear - The Snakes Trumpf. Die Aufgaben sind im allgemeinen sehr unterschiedlich und Kämpfe gegen Zwischengegner sorgen ebenfalls dafür das das Spielgeschehen niemals eintönig wird. In gewisser Weise müssen auch kleine Rätsel gelöst werden. Beispiel hierfür gefällig? Snake wurde gefangen genommen und sitzt in einer Zelle fest, es gibt keine Möglichkeit das Türschloss zu knacken, auch sonst gibt es keinen versteckten Fluchtweg. Aber im Gepäck hat er eine Flasche Ketchup ...und damit lässt sich schließlich etwas anfangen, nämlich geschickt
den Wachposten zu täuschen ...und die nachfolgende Situation blitzschnell zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Die Zwischengegner erfordern ebenfalls ein paar Überlegungen, was aber nicht wirklich schwer zu durchschauen ist, da es immer zahlreiche Hinweise gibt. Spaß macht es aber dennoch und mitunter ist die Lösung wie ein gestimmter Gegner zu besiegen ist schlichtweg genial ausgedacht kann man nur sagen. Wobei ich natürlich an dieser Stelle keine Details verraten möchte, schließlich soll das für alle die dieses Spiel noch nicht kennen auch eine spannende Überraschung bleiben.

-KI-

Die Gegner in Metal Gear Solid - The Twin Snakes sind außerordentlich wachsam und verfügen über ein ungemein gutes Gehör. So gehen sie Spuren im Schnee sofort nach und beginnen bei einem verdächtigen Geräusch damit sorgsam die Umgebung abzusuchen. Auch beim Auffinden von leb- oder bewusstlosen Kameraden schlagen sie sofort Alarm und beginnen mit der Suche nach dem vermeintlichen Eindringling. Wie gründlich die Suche dabei verläuft hängt sehr stark vom gewählten Schwierigkeitsgrad ab.

-Waffen-

Schleichen ist zwar das Grundprinzip des Spiels, aber generell kommt auch die Action nicht zu kurz und an bestimmten Stellen gibt es gar keine andere Möglichkeit als sich mit Waffengewalt seinen Weg freizuschießen. Und für solche Situationen hat Snake stets ein breites Sortiment an Waffen zur Auswahl, angefangen von Betäubungspistole und halbautomatischer Pistole mit Ziellaser (bei Bedarf zusätzlich mit Schalldämpfer ausrüstbar) bis hin Scharfschützengewehr, Sturmgewehr oder sogar tragbarer Boden-Luft-Rakete. Hinzu kommen nützliche Dinge wie Granaten, Plastiksprengstoff oder Minen.

-sonstige Objekte-

Wenn man darauf bedacht ist Feinde zu umgehen oder lautlos auszuschalten, dann bietet das Spiel ebenfalls ein breites Sortiment an einsetzbaren Gegenständen. So können Zeitschriften ausgelegt werden um Feinde abzulenken oder ein leeres Pistolenmagazin kann geworfen werden um mit dem Geräusch Gegner in die entsprechende Richtung zu locken. Des weiteren gibt es Kartons die Snake als Versteck nutzen und sich damit sogar fortbewegen kann.

Außerdem gibt es Dinge wie Fernglas und Nachtsichtgerät. Selbst Zigaretten sind bei Metal Gear nicht nur gesundheitsgefährdend, sondern können eine große Hilfe sein um Infrarot Strahlen sichtbar zu machen.

Um neue Lebensenergie zu tanken gibt es die sogenannten Rationen, die den Gesundheitszustand zu einem gewissen Teil wieder herstellen. Kleine Wunden können mit Verbänden behandelt werden, was nicht nur ein weiteres absinken der Lebensenergie verhindert, sondern gleichzeitig die Blutung stoppt so das Snake keine verräterischen Spuren hinterlässt, denen die Wachen sonst sofort nachgehen würden.

Die Aufzählung könnte natürlich noch beliebig fortgesetzt werden, was allerdings an dieser Stelle zu weit führen würde. Die Auswahl ist jedenfalls enorm.

-Snakes Aktionen-

Wie gesagt, mit dem überaus athletischen Sam Fisher aus Splinter Cell kann Snake nicht wirklich mithalten, dafür sehen seine Bewegungen insgesamt auch etwas steif aus. Aber trotzdem hat natürlich auch Snake eine ganze Reihe Aktionen zu bieten. So kann er etwa während des Rennens einen Hechtsprung ausführen, der es nicht nur ermöglicht während eines wilden Gefechts schnell von einer Deckung nur nächsten zu gelangen, sondern bei Berührung auch Gegner zu Boden wirft. An bestimmten Stellen im Spiel kann sich Snake über Geländer schwingen, so kann er sich beispielsweise vor Feinden verstecken und sich auch hangelnd fortbewegen. Jedoch ist die Zeit für solche Aktionen begrenzt, eine Griffanzeige in Balkenform gibt Auskunft darüber wie lange Snake noch hangeln kann. Auch für den Nahkampf verfügt Snake über einige nützliche Moves. Er ist in der Lage seine Feinde mit Schlägen und Tritten außer Gefecht zu setzen oder sich lautlos anschleichen um im geeigneten Moment einen Gegner von hinten packen und ihn in den Würgegriff zu nehmen, ausgeschaltete Gegner versteckt er anschließend um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

-Codec-

Verbindung zu seinen Vorgesetzten bzw. zu anderen Verbündeten hält Snake über das sogenannte Codec, einer Art modernes Funkgerät. Hier gibt es oftmals wichtige Informationen und der Spielstand kann bei Bedarf jeder Zeit gespeichert werden. Auch an dieser Stelle haben sich die Entwickler mal wieder etwas außergewöhnliches einfallen lassen. So hat jeder Gesprächsteilnehmer eine bestimmte Frequenz, über die er erreichbar ist. Normalerweise wird diese im Spielverlauf mitgeteilt und nach dem ersten Gespräch mit der betreffenden Person ist diese Frequenz dann in der Liste automatisch vorhanden und muss für einen erneuten Anruf nur ausgewählt werden. Im Verlauf der Story teilt jemand mit, der eine ganz bestimmte Nummer preisgeben soll, dass er eben diese vergessen hat. Glücklicherweise erinnert er sich aber daran das diese Codec - Frequenz auf der Spieleverpackung steht...

-Charaktere-

Metal Gear Solid - The Twin Sankes setzt weniger auf Realismus, sondern viel mehr auf kinoreife Action. Demzufolge passen die ungewöhnlichen und teilweise mysteriösen Charaktere auch perfekt in das Spiel. Wobei mich eigentlich schon beim alten Playstation Original der mysteriöse Cyborg- Ninja fasziniert hat, keiner scheint zu wissen wer er ist und auf welcher Seite er steht. In der Game Cube Neuauflage kommt er meiner Meinung nach aufgrund der neuen Grafik noch viel besser zur Geltung, sein Auftauschen sind daher besondere (wenn auch ganz besonders brutale und blutige) Highlights.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen wird auf die Charaktere sehr viel wert gelegt, was sich wiederum auf die Story und den gesamten Spielverlauf positiv auswirkt . Jeder Charakter in Spiel hat seine ganz eigene Persönlichkeit, die in phantastischer Weise sehr spannend dargestellt wird.

-Extras-

Previous:

Hier kann bei Interesse die Story von Metal Gear und Metal Gear 2: Solid Snake nachgelesen werden.

Photo Album:

Fotos die während des Spiels gemacht wurden und auf der Memory Card gespeichert sind, können an dieser Stelle angeschaut werden.

Demo Theatre:

Nach dem Erstmaligen durchspielen ist diese Option verfügbar. Sie beinhaltet die Videosequenzen des Spiels.

Boss Survival:

Hier können alle Endgegner - Kämpfe Nocheinmahl bestritten werden, allerdings ebenfalls erst nachdem Metal Gear Solid - The Twin Snakes mindestens einmal durchgespielt wurde.

Dog Tags:

Während des Spiels kann man in den Besitz dieser “Hundemarken” gelangen, diese enthalten ein paar Daten und können hier betrachtet werden.

-Handbuch-

Das Handbuch umfasst insgesamt 39 Seiten und beschränkt sich nicht nur auf allgemeine Dinge wie Erklärung der Steuerung und allgemeine Menüoptionen, sondern es gibt auch jede Menge nützliche Informationen über Snakes Aktionen und seine Ausrüstung. In Kurzform wird außerdem jeder wichtige Charakter vorgestellt und als Einführung kann man ein paar Zeilen zur Vorgeschichte von Metal Gear Solid - The Twin Snakes lesen.

-Spiellänge-

Leider ist die Spieldauer relativ kurz, nach etwa 12 Stunden bekommt man bereits den Abspann zu sehen. Dabei muss man aber auch bedenken das allein die vielen Zwischensequenzen und die zahlreichen Code - Gespräche schon beinahe die Hälfte der Zeit beanspruchen. Letztendlich bleiben höchstens 6-7 Stunden an reiner Spielzeit übrig. Das ist natürlich nicht gerade viel und auch die enthaltenen Extras verlängern den Spielspass nur geringfügig. Für ein erneutes durchspielen gibt es vom Storyverlauf her eher weniger Motivation, denn es sind nur wenige Stellen im Spiel welche die Story beeinflussen, dennoch gibt es eine Entscheidung die schließlich einen anderen Abspann beschert. Und selbst wenn man die Story bereits kennt macht es immer wieder Spaß, was ganz einfach am genialen Spielprinzip liegt.

-Kritik-

Auch wenn Metal Gear Solid bis heute nichts von seiner Genialität und Einzigartigkeit verloren hat und ich allein die Idee für ein Remake einfach nur Klasse finde, so gibt es dennoch einigen Anlass zur Kritik. So sind die eingebauten wenigen Neuerungen kaum der Rede wert und bringen spielerisch nicht wirklich viel. Klar, Nichtkenner des Playstaion-Originals dürfte das kaum stören, aber für Fans des alten Playstation Originals wäre es doch toll gewesen ein paar echte Neuerungen einzubauen. Auch wurde auf die VR-Missionen komplettverzichtet, beim alten Playstation-Original hingegen war ein Teil dieser zusätzlichen virtuellen Trainingsmissionen als Zugabe enthalten. Die Extras bei Metal Gear Solid - The Twin Snakes beschränken sich als spielerisches Element einzig und allein auf die Bosskämpfe, die nach dem Erstmaligen Durchspielen als Option anwählbar sind.

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Altersfreigabe:
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Metal Gear Solid - The Twin Snakes hat in Deutschland eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten, was mich ehrlich gesagt doch sehr überrascht hat. Im Spiel selbst geht es zwar nicht übertrieben brutal zur Sache, auch wenn hier Blut fließt. Dafür sind die Zwischensequenzen aber um so härter und noch dazu mit übertrieben viel Blut das Literweise fließt und an Stellen abgetrennter Gliedmaßen fontänenartig in die Luft spritzt. Ehrlich gesagt, ich kenne Spiele die haben keine Jugendfreigabe erhalten, erscheinen mir aber vergleichsweise weniger brutal. Daher kann ich diese Altersfreigabe von 16 Jahren auch nicht ganz nachvollziehen.

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Preis:
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Der Neupreis lag wie bei Konsolenspielen üblich bei rund 60,- Euro. Inzwischen ist es aber gar nicht mehr so ohne weiteres möglich das Spiel als Neuware zu kaufen, beispielsweise ist es beim Amazon - Shop schon lange nicht mehr zu finden. Bei ebay findet man Metal Gear Solid - The Twin Snakes aber noch sehr häufig, die Preise bewegen sich hier zwischen 20,- und 30,- Euro, wobei man darauf achten sollte bei einem gebrauchten Exemplar auch die Originalhülle samt Cover zu erhalten, weil diese eine bestimmte Information enthält die im Spiel benötigt wird.

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Fazit:
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Metal Gear Solid - The Twin Snakes ist ein in jeder Hinsicht geniales Spiel, die spannende und von zahlreichen Wendungen geprägte Story, der gelungene Sound, die spielerische Abwechslung und die gesamte Atmosphäre bieten ein unvergleichliches Spielerlebnis. Die Grafik gibt stellenweise zwar etwas Anlass zur Kritik, ist aber insgesamt sehr ansehnlich und das Spielgeschehen läuft zu jeder Zeit flüssig.
Insgesamt ist The Twin Sankes ein gelungenes Remake und auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Fazit: