
Erhältlich in: 2 Shops
Produkttyp: NBG Gamecube-Spiele
Neuester Testbericht: ... Kokosnüsse von Palmen pflücken und anschließend werfen, während Nilpferd Gloria mit ihrem umwerfen Hüftschwung überzeugt. Besondere Atta... mehr
Ab auf die Insel!
Madagascar (GCN)

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Madagascar (GCN)
Datum: 28.03.09
Bewertung:
Vorteile: nett gemacht, Minispiele, kurzzeitig unterhaltsam, mittlerweile recht günstig
Nachteile: technisch durchschnittlich, kurze Gesamtspielzeit
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Filmumsetzungen sind für passionierte Videogamer ja immer mit Vorsicht zu genießen. Oftmals sind die Tital qualitativ alles andere als hochwertig, da die Entwickler dieser Games meist unter dem Zeitdruck stehen, das Spiel rechtzeitig zum Start des Kinofilms fertigzustellen. Zudem wurde ja schon genug Geld für die Filmlizenz ausgegeben, dafür muss eben bei der Entwicklungszeit des Spiels gespart werden. Ob es sich bei "Madagascar" für den Gamecube ebenfalls um solch einen Fall handelt? Lest am besten selbst...
| ° Spielprinzip
|____________________
Wer den Kinofilm kennt, kann sich auch ungefähr ausmalen, worum es in der Videospielumsetzung von "Madagascar" geht: Das Zebra Marty feiert im Zoo von New York seinen zehnten Geburtstag, ist aber mit sich und seinem Leben unzufrieden. Als er mitbekommt, wie die Pinguinbands aus dem Zoo ausbricht, träumt auch er von einem abenteuerlichen Leben in der Wildnis. Zusammen mit seinen Freunden Alex, dem Löwen, der Giraffe Melman und der Nilpferddame Gloria macht er sich auf seinen Weg in die Freiheit, die ihn uns seine Freunde letztlich auf die Insel Madagascar führt. Auch dort gibt es natürlich allerhand Abenteuer zu bestehen.
Zu Beginn des Spiels startet man dabei erst einmal im Zoo selbst. Nach einem kleinen Intro schlüpft man der Reihe nach in die Rolle der vier Freunde, welche den Zoo erkunden, dabei Luftballons sammeln und mit versteckten Schlüsseln neue Areale freischalten. Die Steuerung geht dabei zwar konventionell, aber sehr zweckmäßig von der Hand. Mit dem Analogstick wird Eure Figur bewegt, der A-Button ist zum Springen da. B, X und Y aktivieren die spezifischen Attacken der vier ehemaligen Zoobewohner. Während Marty hier einen Kick ausführt, brüllt Löwe Alex aus voller Kehle. Melman kann mit seinem langen Hals Kokosnüsse von Palmen pflücken und anschließend werfen, während Nilpferd Gloria mit ihrem umwerfen Hüftschwung überzeugt. Besondere Attacken müssen erst im Laufe des Spiels freigeschaltet werden, indem man die dazugehörigen Power-Karten aufsammelt. Der C-Stick dreht die Kamera, mit L und R kann man die Kamera wieder hinter der Figur zentrieren und sich den Energiestatus sowie die gesammelten Münzen anzeigen lassen.
Sammelt man genug Affenmünzen, lassen sich im Zoovenir-Shop dafür Minispiele und weitere Extras kaufen. Lebenstikis erhöhen Eure Energieanzeige und hat man zehn Stück davon gefunden, erhält man ein Extraleben. Während der insgesamt elf Levels werden Euch verschiedenste Aufgaben gestellt. Meist gilt es die Schlüssel für neue Areale zu finden und sich seiner Feinde zu erwehren. An manchen Stellen werden aber auch die besonderen Fähigkeiten eines bestimmten Charakters benötigt. Dann gilt es zuerst einen Totempfalh zu finden, wo man zwischen den Charakteren wechseln kann. Zum Glück wurden die Totempfähle allerdings recht fair positioniert, so dass man nicht immer durch den gesamten Level zurückrennen muss, wenn man seine Spielfigur wechseln möchte.
Zu den Highlights des Games gehört das vierte Level "Pinguin-Meuterei", in dem man in die Rolle Pinguine Skipper, Kowalski, Private und Rico schlüpft. Hier müssen die anderen Tiere aus ihren Kisten befreit sowie die Kontrolle auf dem Schiff übernommen werden, um es auf einen anderen Kurs zu lenken. Doch auch die freischaltbaren Minispiele können gefallen. Im "Lemuren-Rave" kommt Abwechslung ins Spiel, da die Affenbande begeisterte Tänzer sind. In bester "Dance Dance Revoluion"-Manier müssen hier mit dem perfekten Timing auftauchende Buttons gedrückt werden, wobei die Genauigkeit anschließend mit Punkten belohnt wird. Auch die anderen beiden Minispiele sind gelungen: Im "Tiki-Minigolf" dürfen bis zu sechs Spieler der Reihe nach ihre Fähigkeiten auf dem Golfplatz unter Beweis stellen, während beim "Shuffleboard" eine Art Eisstockschießen auf bis zu zwei Spieler wartet. Jedes Minispiel kostet übrigens 35 Affenmünzen, weshalb sich das Suchen nach diesen Schätzen wirklich lohnt.
Bis man in alle elf Levels bewältig hat und nach dem "Dschungel-Bankett" mit den Lemuren sowie eine waghalsigen Rettungsaktion den fiesen Fossas im letzten - und einzigen! - Gefecht auf der Raubtierseite der Insel gegenübersteht, vergehen ca. 5 bis 6 Stunden. Erfahrene Spieler kommen dabei etwas schneller voran, Anfänger könnten in den späteren Levels etwas mehr zu kämpfen haben. Mit etwas Übung und Geschick lassen sich aber auch an kniffligen Stellen die gewünschten Erfolge erzielen. Manches Mal steht dem Spieler dabei die teils nicht 100%ig zufrieden stellende Kollissionsabfrage im Weg. Mit etwas mehr Sorfgalt hätte man dies verhindern können, wirklich negativ fällt es aber nur an wenigen Stellen im Spiel auf. Schade ist ebenfalls, dass das Game nicht umfangreicher ausgefallen und somit zum Vollpreis hoffnungslos überteuert ist. Lobenswert soll allerdings noch die Anleitung erwähnt werden, in welcher neben den üblichen Infos alle Levels vorgestellt werden und man sogar erfährt, wer für die deutsche Umsetzung beispielsweise einen Lieferwagenfahrer, einen Papagei oder einen coolen Typen mit Lederjacke synchronisierte.
| ° Grafik & Sound
|____________________
In grafischer Hinsicht erwartet uns mit "Madagascar" sicherlich kein Highlight des Genres. Die Figuren und die Locations sind mit nur wenigen Polygonen gesegnet und wirken daher teils etwas kantig. Bei den Protagonisten fällt dies aber überraschenderweise kaum negativ auf, da auch die Figuren im Animationsfilm selbst eher kantig und einfach gehalten waren. Die Levels selbst hätten dafür aber noch ein wenig detailreicher gestaltet werden können. Vor allem in den Dschungel-Locations hätte man sich hier und da noch ein wenig mehr Leben oder abwechslungsreichere Texturen gewünscht. Spezialeffekte sucht man vergebens, diese werden für ein Spiel wie "Madagascar" aber auch nicht benötigt. Immerhin ist die grafische Präsentation in sich stimmig und das Game läuft sauber und ohne Ruckler ab. Bedenkt man, dass sich das Spiel selbst vor allem an eine jüngere Zielgruppe richtet, geht das auf jeden Fall in Ordnung.
Dazu passend präsentiert sich auch der Sound. Zweckdienliche Soundeffekte ertönen, während recht belanglose Musik im Hintergrund das Spielgeschehen untermalt. Highlight sind hier die Sprachsamples der Charaktere, die sich allerdings mit der Zeit auch wiederholen und langweilig werden können. Immerhin wurden die Musiken atmosphärisch auf die Situationen im Spiel angepasst und erinnern vor allem beim Lemuren-Rave an den Kinofilm.
| ° Fazit
|____________________
Natürlich muss bei der Umsetzung von "Madagascar" berücksichtigt werden, an welche Zielgruppe sich das Game in erster Linie richtet. Vor allem die jüngere Generation wird nach dem Film auch vom Spiel begeistert und damit zumindest eine kleine Weile beschäftigt sein. Dank abwechslungsreicher Level, den verschiedenen Charakteren und einigen recht netten Ideen dürfen aber auch ältere Semester mal einen Blick riskieren. Technisch präsentiert sich "Madagascar" dabei zwar eher zweckdienlich, vermag aber zumindest kurzfristig zu unterhalten. Da man den Titel mittlerweile oft schon günstig erwerben kann, sollten Genrefreunde einfach mal ihre Augen offen halten.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Madagascar-Master
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von den Fossas gejagt werden... ;)
Shake Heads!
Fazit: Das Fazit wünscht sich bei dieser Kälte auch lieber auf eine Insel weit im Süden.
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |

