Mace Griffin - Bounty Hunter (GCN)
Mal wieder ein Ex-Cop - diesmal im Weltraum - Mace Griffin - Bounty Hunter (GCN) Gamecube Spiele

Produkttyp: Vivendi Gamecube-Spiele

Mal wieder ein Ex-Cop - diesmal im Weltraum
Mace Griffin - Bounty Hunter (GCN)

Magickatrin

Name des Mitglieds: Magickatrin

Produkt:

Mace Griffin - Bounty Hunter (GCN)

Datum: 16.10.05

Bewertung:

Vorteile: interessante Mischung aus Ego - Shooter und Flugsimulation

Nachteile: deutsche Synchronisation ist schlecht, Grafik nur mittelmäßig, wird schnell langweilig

Die Spielidee klang interessant und auch ein wenig innovativ, nahtloser Übergang zwischen First-Person Shooter und rasanten Weltraumschlachten stand sinngemäß auf der Verpackung, ein Ego – Shooter also der zusätzlich Elemente im Stile von Wing Commander zu bieten hat. Für mich klang das nach Abwechslung und außerdem habe ich Wing Commander mit Begeisterung gespielt und finde es wirklich schade das es hier keinen weiteren Teil geben wird. Und die Aussicht auf ähnliches Spielgefühl fand ich einfach gut und so habe ich mir das Spiel schließlich gekauft.

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Story:
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Die Geschichte spielt in ferner Zukunft. Hauptakteur des Spiels ist Mace Griffin, in der Anfangssequenz noch Mitglied einer Spezialeinheit, einer Art Weltraumpolizei wenn man so will. Doch dann wird er nach einem Einsatz vors Kriegsgericht gestellt und obwohl er unschuldig ist zu 10 Jahren Straflager verurteilt.

Nachdem er seine Strafe abgesessen hat ist es für ihn zunächst nicht gerade leicht wieder Fuß zufassen. In den 10 Jahren in denen er im Straflager war hat sich einiges verändert. Er schließt sich letztendlich einer Kopfgeldjäger-Gilde an und erledigt fortan für seine neuen Arbeitgeber diverse gefährliche Jobs. Dabei ist er sowohl zu Fuß unterwegs bei Bodenmissionen, als auch im Raumschiff bei den Flugmissionen.

Die Story ist im Grunde nur wenig spannend, trotz zahlreicher Zwischensequenzen fand ich sie nicht sehr interessant. Viel mehr hat man den Eindruck die Geschichte des Spiels dient nur als Vorwand warum man die verschiedenen Missionen absolviert, irgendwie eben Shooter-typisch.

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Grafik:
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Um mit dem Positiven zu beginnen, es gibt recht ansehnliche Licht- und Partikeleffekte, zumindest gelegentlich. Doch das war`s im Grunde auch schon. Die Animationen wirken höchst unrealistisch und auch sonst wirkt die Gestaltung der diversen Level eher reichlich öde, denn es gibt kaum Abwechslung. Zudem läuft das Spiel nie wirklich ruckelfrei, dazu aber später noch etwas mehr. Besonders enttäuschend fand ich die Weltraumkämpfe, angefangen bei den Raumschiffen. Ein paar mehr Details hätten hier ganz sicher nicht geschadet. Von außen betrachtet erinnern die Raumschiffe nämlich als einzigstes Element im Spiel an das gute alte Wing Commander, leider in diesen Zusammenhang natürlich nicht gerade ein positiver Vergleich wenn man bedenkt das seitdem beinahe 10 Jahre vergangen sind. Insgesamt ist die Grafik nicht mehr als Mittelmaß.

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Sound:
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Der Sound ist eigentlich in Ordnung, die Waffen- und Umgebungsgeräusche passen gut in die Spielatmosphäre hinein und auch an der Hindergrundmusik gibt es nicht wirklich was auszusetzen. Sie könnte aber etwas abwechslungsreicher sein. Mit der Sprachausgabe sieht es da leider ganz anders aus. Das Spiel ist komplett in Deutsch und wie so oft ist die Synchronisation nicht gerade berauschend. Die Sprecher klingen größtenteils total unmotiviert, was sich meiner Meinung nach auch auf die Story auswirkt, die ohnehin nicht sonderlich spannend dargeboten wird und dadurch mitunter sogar langweilig rüberkommt.

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Steuerung:
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In den Bodeneinsätzen steuert man die Spielfigur aus der Ego-Perspektive. Das funktioniert soweit auch recht gut und man braucht keine lange Eingewöhnungszeit hierfür, da es nicht allzu viele Tastenkombinationen gibt. Nicht sonderlich gut klappt es allerdings wenn man hin und wieder kleine Sprungeinlagen zu meistern hat, was ich aber generell bei Ego-Shootern nie so gut finde. Das Zielen und Schießen bereitet aber dank Maussteuerung keine Probleme.

Auch die Flugsteuerung ist sehr eingängig, benötigt aber trotzdem eine gewisse Zeit der Eingewöhnung finde ich. Die Kombination mit Maus- und Tastatur funktioniert auf jeden Fall gut, mit Gamepad aber sicher noch besser könnte ich mir vorstellen. Selbst konnte ich das leider nicht testen, da ich kein Gamepad besitze.

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Spielspass:
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Irgendwie hat sich Mace Griffin – Bounty Hunter für mich nach einer Art Spiel im Stil von Wing Commander gepaart mit Ego-Shooter Elementen angehört und genau das war auch der Grund warum ich mir dieses Spiel letztendlich gekauft habe. In der Praxis sah es aber dann doch ganz anders aus, von guten alter Wing Commander – Feeling leider nicht die geringste Spur (abgesehen von der Grafikqualität der Raumschiffe)...

Die Bodenmissionen in Ego-Shooter Manier bestehen im Grunde aus den Genre typischen Ballereien. Hierfür stehen dem Spieler diverse Waffen zur Verfügung, angefangen vom Elektroschocker und Automatikpistole bis hin zu Schrotgewehr, Maschinen- und Scharfschützengewehr sowie Raketenwerfer und Granaten. Der Verlauf der Missionen ist sehr linear die verschiedenen Aufgaben sind aber recht unterschiedlich. So befreit man Geiseln, beschützt andere Personen oder erkundet ein Gebiet und sammelt Informationen. Dabei sucht man regelmäßig nach Knöpfen um Türen zu Öffnen oder legt diverse Schalter um. Rätsel zu lösen gibt es aber im Grunde nicht. Gelegentlich muss man aber doch längere zeit suchen um einen entsprechenden Gang zu finden, durch den man kriechen muss um weiter zu kommen im Spiel. Trotz abwechslungsreicher Aufgaben bietet das Spielgeschehen aber nicht wirklich großartig viel Abwechslung, es wird eben einfach nur geballert. Die KI der zahlenmäßig stets haushoch überlegenen Gegnerschar lässt dabei oftmals sehr zu wünschen übrig. Woraus man jetzt aber nicht schlussfolgern sollte, das die Missionen ein Spaziergang sind. Auch wenn sich die Gegner mitunter wirklich nicht gerade clever verhalten ist der Schwierigkeitsgrad nicht niedrig, denn man sieht sich stets einer übermäßig großen Anzahl von Feinden gegenüber. Zu allem Überfluss sehen die auch fast alle gleich aus, ob Außerirdisch oder menschlich, das Design ist wenig abwechslungsreich und man hat das Gefühl das man immer wieder die gleichen Typen ausschaltet.

Die Missionen im Raumschiff verlaufen in der Regel so das man von Punkt A nach Punkt B fliegen muss und dabei actionreiche Verfolgungsjagden und Kämpfe zu meistern hat. Wirkliches Gefühl einer Raumflugsimulation wie etwa bei Wing Commander kommt dabei aber leider nicht auf, irgendwie fehlt hier die Dynamik.

Was ich an der Spielidee trotzdem gut finde ist die Mischung aus Ego-Shooter und Raumflugsimulation und die Art und Weise wie man diese Elemente miteinander verknüpft hat. So meistert man nicht etwa eine Bodenmission und findet sich in der nächstem im Cockpit eines Raumschiffes wieder, sondern als Spieler begibt man sich selbst dorthin zu Fuß.

Eine typische Mission läuft dabei etwa so ab. Zunächst geht’s ins Büro des entsprechenden Auftraggebers wo man über die Einsatzziele informiert wird. Anschließend begibt man sich zum entsprechenden Raumschiff und klettert ins Cockpit. Dann geht’s auf zum eigentlichen Einsatzziel. Im Verlauf der Mission werden die Einsatzziele im HUD angezeigt, ist ein Ziel erreicht erfolgt eine entsprechende Mitteilung darüber und das nächste Ziel erscheint Mitunter können sich die ursprünglichen Einsatzziele auch ändern, wenn etwa andere Ereignisse eintreten. Mit dem Wegpunkt-Sucher erhält man eine Orientierung in den Bodenmissionen. Dabei wird die Richtung zum Ziel angezeigt. Muss ein Schalter gedrückt werden, denn ist dieser markiert sobald man sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Zu Sound und Grafik habe ich mich ja bereits geäußert, ein paar Worte aber noch zu den Systemanforderungen. Mein PC besitzt sicher keine High-End-Ausstattung, erfüllt aber im Grunde die empfohlenen Voraussetzungen mit einem Athlon XP 1500+, 256 MB RAM und Geforce 4 TI 4800 Grafikkarte mit 128 MB RAM. Ich habe das Spiel komplett installiert auf der Festplatte, was ja im Prinzip immer die beste Möglichkeit ist. Trotzdem läuft es bei mir nie ruckelfrei, selbst bei geringerer Auflösung und weniger Grafikdetails. Daher kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen das man es auf einem PC spielen kann der lediglich die Mindestanforderungen erfüllt, rein theoretisch müsste dann das Spiel ja in Standbildern wie eine Art Dia-Show ablaufen. Da die Grafik letztendlich nur Mittelmaß ist, finde ich das um so unverständlicher.

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Fazit:
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Mace Griffin Bounty Hunter ist im Grunde nicht mehr als eine actionreiche Unterhaltung für zwischendurch. Die Story wird wenig spannend dargeboten, die deutsche Synchronisation ist zudem alles andere als professionell. Die Flugelemente lassen auch nicht gerade Wing Commander – Feeling aufkommen, so wie ich mir das gedacht hatte. Insgesamt ist es ein durchschnittliches Spiel. Zum Neupreis ist es sicher nicht empfehlenswert, aber wenn man es günstig bei ebay ersteigern kann ist es durchaus einen Blick Wert. Daher vergebe ich auch eine bedingt Kaufempfehlung. Mich persönlich hat das Spiel jedoch etwas enttäuscht, aber vielleicht waren meine Erwartungen diesbezüglich auch zu hoch...

Fazit: Nur bedingt empfehlenswert.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: