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Produkttyp: Ubisoft Gamecube-Spiele
Neuester Testbericht: ... die Anzahl der Tage. Es werden nicht mehr vier Monate lang a 30 Tage gespielt sondern 4 Monate a 10 Tage. Was aber meiner Meinung nach voll... mehr
Vom Farmleben überzeugt...
Harvest Moon - A Wonderful Life (GCN)

Name des Mitglieds: janne1980
Produkt:
Harvest Moon - A Wonderful Life (GCN)
Datum: 05.01.10, geändert am 05.01.10 (150 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Spielspaß, viele Sequenzen, Minispiele, sehr viele Sidequests, Verbindung mit Gameboy möglich
Nachteile: Um wirklich alles frei zu schalten benötigt man schon "Insiderwissen"
Heute möchte ich über ein weiteres Spiel in meiner Nintendo-Sammlung berichten: "Harvest Moon - A wonderful Life" für den Nintendo Gamecube. Sicher, es ist schon etwas "veraltet", aber es ist nun mal, wie ich finde, ein echter Klassiker!
Gepackt hat mich das "Farmfieber" als ich mir von meinem jüngeren Bruder Harvest Moon: Friends of Mineral Town für den Game Boy Advance ausgeliehen hatte. In diversen Fachmagazinen und Internetseiten haben wir dann die Bewertungen für Harvest Moon: A wonderful life gelesen und uns kurzerhand entschlossen, es einfach zu kaufen und selbst zu entscheiden, wie uns das Spiel gefällt. Denn schließlich sind die Geschmäcker ja verschieden und was Kritikern nicht gefällt muss ja nicht bedeuten, dass es auch uns nicht gefällt. Also ab in das nächste Geschäft und das Spiel zu einem günstigen Preis gekauft.
Zum Preis: bei Neuerscheinung haben wir das Spiel im Angebot für 34,99 Euro gekauft, heute bekommt man es als verpackte Neuware für um die 25 Euro.
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Ein großer Vorteil - vor allem wenn man Geschwister hat - ist ja die Memorycard. Da kann jeder sein eigenes Farmleben starten und sich entscheiden ob er lieber Obst und Gemüse anbaut oder doch eher angeln und in der Mine arbeiten will. Am Anfang war mir die 3D-Grafik noch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat kann der Spielspaß richtig beginnen.
Sehr schön ist, dass das "Vergissmeinnicht-Tal" sehr weiträumig ist und es wirklich viel zu sehen gibt. Ob man nun in der Mine alte Schätze und Fossilien ausgräbt oder auf Vesta`s Farm Samen und Dünger kauft oder einfach der alten Romana einen Besuch abstattet - es wird sicher nicht langweilig. Das einzige "Problem" ist dabei die Zeit. Denn diese hält auch nicht in den Räumen an wie es zum Beispiel beim GameBoy Spiel Friends of Mineraltown ist. Etwas hilfreich ist da das Pferd was Takakura, der mit dem Spieler auf der Farm lebt, für dich bestellt hat und welches du schon nach wenigen Tagen bekommst. Ein weiterer Unterschied zum GB-Spiel sind die Anzahl der Tage. Es werden nicht mehr vier Monate lang a 30 Tage gespielt sondern 4 Monate a 10 Tage. Was aber meiner Meinung nach vollkommen ausreichend ist.
Möglichkeiten des Spiels:
Als Farmer hat man alle Hände voll zu tun. Am Anfang startet man mit einer Kuh die zwei mal am Tag gemolken werden möchte. Außerdem sollte man wie in den Vorgängerspielen mit den Tieren reden und sie pflegen und knuddeln. Am Anfang hat man natürlich nicht all zu viel Geld. Also heißt es nun: Geld verdienen. Dabei kann man z.Bsp. Blumen pflücken und sie an Van, den Händler verkaufen, der meistens 2 bis 3 mal im Monat ins Tal kommt. Man hat aber auch die Möglichkeit einfach an den Platz zu gehen, an dem der Händler normalerweise steht und kann dann seinen eigenen Stand aufmachen. Dabei kommt man mit den anderen Bewohnern ins Gespräch und kann mit ihnen handeln. Hat man genügend Geld, kann sich der Farmer auch eine Angel leisten oder neue Tiere bestellen. Es gibt mehrere Gebäude und Gegenstände, die der Spieler kaufen kann. Allerdings gibt es auch einfache Tricks, mit denen man zum Beispiel eine Samenmaschine geschenkt bekommt. Auch Haustiere kann man in "A wonderful life" bekommen - allerdings muss man auch dafür wissen, mit wem man sich anfreunden und wem man etwas ganz bestimmtes schenken muss.
Schön und abwechslungsreich finde ich auch die Minispiele, die angeboten werden. Zum Beispiel ein Milchwetttrinken oder ein japanisches Spiel in dem man so viele Spielfelder wie möglich "sammeln" muss (ich weiß leider den Namen des Spiels nicht...). Auch kochen will gelernt sein und so sollte sich der junge Farmer auf machen neue Rezepte zu lernen. Hierbei finde ich es schade, dass man sich jedes Rezept merken muss und man nicht auf eine Liste wie bei FoMT zurückgreifen kann. Aber einen großen Abbruch tut es dem Spiel nicht!
Dann sollte der Farmer auch noch auf die Suche nach seiner zukünftigen Braut gehen. Die blaue Feder, die man für den Antrag braucht bekommt man in diesem Spiel von den Wichteln. Im Gegensatz zum GB-Spiel helfen diese einem übrigens nicht bei der Farmarbeit! Hat der Farmer versäumt sich um eins der Mädchen zu bemühen kommt am letzten Tag des 1. Kapitels das Mädchen, was die meisten Herzen hat und macht selbst den Antrag. So hat man im 2. Kapitel auf jeden Fall eine Frau, ein Kind und ein etwas größeres Haus. Als Spieler hat man - was ich persönlich sehr gut finde - die Möglichkeit, den Charakter seines Kindes zu beeinflussen. Das kann man durch verschiedene Sachen erreichen, wie zum Beispiel verschiedenes Spielzeug oder aber man nimmt den Kleinen mit und zeigt ihm die Farm oder andere Bewohner.
Hat man als eifriger und begeisterter Farmer auch noch den GameBoy mit Friends of Mineraltown zur Hand, kann man beide Spiele miteinander per Linkkabel verbinden. Dadurch schaltet man auf beiden Spielen neue Events frei.
Wie erwähnt, ist "A wonderful life" in mehrere Kapitel unterteilt und jedes Kapitel dauert unterschiedlich viele Jahre. Die Figuren werden alle älter bis man zum Ende des Spieles schließlich stirbt und der Sohn die Farm übernimmt.
Bewertung:
Bedienkomfort - volle Punktzahl, auch wenn es zumindest für mich am Anfang noch etwas gewöhnungsbedürftig war.
Grafik - 4 Punkte, für den Gamecube sicher ausreichend aber man hätte sicher noch etwas mehr herausholen können, vor allem bei der Grafik der Bewohner
Sound - 4 Punkte, der Sound an sich ist in Ordnung, Punktabzug gibt es lediglich, weil der sich immer wiederholende Song einen irgendwann auf die Nerven geht - auch wenn man die Möglichkeit hat, durch Kauf verschiedener Schallplatten das Musikstück zu wechseln. Dennoch wiederholen sich alle Stücke in einer permanenten Zeitschleife...
Schwierigkeitsgrad - auch 4 Punkte. Das Spiel ist nicht wirklich kompliziert, den Punktabzug gibt es allerdings dafür, das "Nichtkenner" nicht wissen, wie man bestimmte Dinge frei schaltet oder was zum Erreichen gewisser Ziele benötigt wird. Hier kann man nur auf einschlägige Foren im Internet zurückgreifen.
Spaßfaktor - Volle 5 Punkte! Harvest Moon AwL bietet so viele Möglichkeiten, dass es nicht so schnell langweilig werden dürfte.
Fazit:
Ein sehr schönes Spiel mit vielen Events und lustigen Sequenzen. Es überzeugt mit Grafik und Witz und ist sicher nicht nur etwas für Jüngere! Allerdings könnte man als Neueinsteiger leicht schnell den Spaß verlieren, wenn man nicht weiß, welche Möglichkeiten man alles hat. Die Spielanleitung finde ich persönlich wenig aussagekräftig bis auf die Erklärung aller Controllerknöpfe. Wie man sich um Tiere und Farm kümmern muss/kann steht noch einmal im Notizbuch im Regal der Hütte - was schon etwas hilfreicher ist. Neueinsteigern würde ich also empfehlen entweder so lange zu spielen bis sie die Lust verlieren oder sich einige Informationen zum Spiel zu organisieren. Diese findet man in verschiedenen Magazinen oder einfacher: in vielen Foren tauschen sich "Farmer" untereinander mit Tipps und Tricks aus - das ist genau richtig, wenn man das Gefühl hat, nicht weiter zu kommen! Ansonsten ist dies ein Spiel, was sehr, sehr langlebig ist und nicht innerhalb von 2, 3 Tagen durchgespielt ist.
Ich selbst bin von "Harvest Moon: A wonderful life" sehr begeistert und empfehle es sehr gern weiter!
P.S.: Einen kleinen Trick will ich hier doch noch verraten... ;-)
Nachdem man das Spiel gestartet hat und sich um die grundlegenden Dinge wie melken und anpflanzen gekümmert hat, geht zum Gasthof und sprecht mit Ruby. Schenkt ihr eine Milch und wiederholt das ein paar Tage. Am 6. Tag im Frühling ungefähr betretet den Gasthof gegen 6 Uhr abends und folgt Ruby in die Küche - es folgt eine Sequenz und ihr erhaltet ihr Gewürz.
Nun geht nach Hause in eure eigene Küche. Wählt die erste Position (Salat?) aus und als Zutat 1 mal das soeben erhaltene Gewürz. Kocht das Ganze und ihr haltet in den Händen - ein Gewürz. Wenn ihr nun in den Rucksack schaut werdet ihr erkennen, dass ihr das Gewürz eben dubliziert habt. Ein Gewürz könnt ihr beim Händler Van für 100 G verkaufen. 99 passen jeweils - wenn ihr auf Vorrat anlegt - in den Rucksack, in das Regal und in die Vorratskammer, später noch einmal 99 in den Kühlschrank (ab 2. Kapitel). Achtet aber beim Verkauf darauf, dass ihr immer ein Gewürz übrig habt und nicht alles verkauft!!! Mit einem "Durchgang" könnt ihr so also 9900 G bzw. 29600 G (3 x 9900 G und 1 x 9800 G wenn man den Kühlschrank noch nicht hat) erhalten - da rückt das Ziel "Melkraum" gleich viel näher... ;-)
Fazit: Empfehlenswert - siehe Text
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