


Produkttyp: Nintendo Gamecube-Spiele
Neuester Testbericht: ... sich in Body, Boost, Grip und Gewicht. Für erstere 3 gibt es Klassen von A (am besten) bis E (am schlechtesten). Um so besser die Klasse ... mehr
Neuauflage eines Rennspiel-Klassikers
F-Zero GX (GCN)

Name des Mitglieds: elisa2
Produkt:
F-Zero GX (GCN)
Datum: 13.03.07
Bewertung:
Vorteile: Gelungene Spielmodi, sehr ordentlicher Spielumfang, präzise Steuerung, superschnelle Grafik
Nachteile: Rennverläufe manchmal etwas unfair, keine Computer-Fahrzeuge im Mehrspielermodus, manche Kurse öde
Ganz besonders diejenigen unter uns, die zumindest ein bisschen älter sind, wird der Name „F-Zero“ an den Beginn des Zeitalters des Supernintendo Entertainment Systems, das SNES, erinnern. Es war ein Starttitel jener Konsole und es muss zu Beginn der 90er Jahre gewesen sein. Mir selber ist dieses Rennspiel auch bekannt, allerdings natürlich erst einige Jahre später. Es war von der Handhabung her sehr schnell zu verstehen, trotzdem aber aufgrund der enormen Geschwindigkeit nicht gerade leicht zu steuern, im Grunde ein sehr simples Rennspiel, welches man aber merkwürdigerweise immer wieder einmal auch nur so für zwischendurch herauskramen konnte. Im Fall von „F-Zero GX“ für den Gamecube von Nintendo aus dem Jahr 2004 waren die Ansprüche mittlerweile wesentlich größer, das war klar. Vieles ist bei diesem Rennspiel ganz sicher Geschmackssache, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass die Meinungen teilweise deutlich voneinander abweichen. Ich persönlich bin zwar über dieses Modul nicht restlos begeistert, insgesamt handelt es sich aber um ein gutes Spiel, wenn auch nicht gerade um einen Wahnsinns-Top-Titel.
Worum geht es in „F-Zero GX“ für den Nintendo Gamecube eigentlich?
Da es sich um ein Rennspiel handelt, ist die Hintergrundgeschichte eher belanglos. Wir befinden uns in der fernen Zukunft, im Mittelpunkt stehen keine aufgemotzten Autos sondern knapp über dem Erdboden schwebende Raumgleiter. Betrachten wir uns die Spielmodi, so fällt auf, dass hier zumindest von der Anzahl her nicht gespart wurde. Zunächst empfiehlt es sich, im Practicemodus ausgiebig zu trainieren, um die Fahrzeuge zunächst halbwegs in den Griff zu bekommen, sich einen ersten Eindruck von den Rennstrecken zu verschaffen und um sich insbesondere an das wahnsinnig hohe Tempo erst einmal zu gewöhnen. Dieses ist praktisch das Markenzeichen dieses futuristischen Raserspiels. Habt Ihr das Gefühl, deutlich sicherer geworden zu sein, wagt Ihr Euch am Besten als Nächstes an die Zeitrennen im Time-Attack-Modus, um dort neue Rekorde aufzustellen. Nicht nur an die Einzelspieler wurde gedacht, sondern auch an den Mehrspielerspaß, im Battlemodus können bis zu vier Spieler gleichzeitig an den Start gehen. Das ist natürlich positiv, leider muss aber auch erwähnt werden, dass auf zusätzliche Konkurrenz aus dem Computerlager verzichtet werden muss, dafür hat es dann offensichtlich doch nicht gereicht. Anscheinend wäre dies auf Kosten einer flüssigen Grafik gegangen, so freuen wir uns eben über flüssige Mehrspielerrennen, aber sind ohne CPU-Fahrzeuge unterwegs.
Als vierte Variante präsentiert sich uns der Storymodus, in welchem wir in die haut von Kapitän Falcon schlüpfen und mit ihm zahlreiche Aufgaben zu bewältigen haben. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Zielsetzung, entweder müssen wir zum Beispiel den ersten Platz erreichen oder alle Konkurrenten eliminieren oder auch innerhalb einer vorgegebenen Zeit sämtliche sich auf der Strecke befindenden Gegenstände rechtzeitig eingesammelt haben. Das macht dann auch wirklich Spaß, sorgt für Abwechslung und motiviert zumindest für kurze Zeit. Nachdem Ihr die zehnte Aufgabe aber erfolgreich gelöst habt, wird es schnell langweilig, so dass es sich empfiehlt, spätestens dann zum fünften und somit letzten Modus überzugehen, nämlich dem Grand Prix. In dieser Meisterschaft bestreiten wir zahlreiche Rennen und versuchen natürlich, jedes Mal möglichst weit vorne zu landen. Jeder Wettbewerb besteht dabei aus fünf Einzelrennen, nach denen dann abgerechnet wird und sich Eure Endplatzierung ergibt. Landen wir auf dem Siegerpodest, gibt es einen Pokal, dann erst schalten wir weitere Wettbewerbe frei. Als Bonus locken dann auch noch kleine Storysequenzen und Rennstrecken vom F-Zero-Automaten aus der Spielhalle. Auf jedenfalls insgesamt weit über zwanzig Kursen und in einem Feld von mindestens ebenso viel Konkurrenten sind die Punkte das Maß aller Dinge, die wir für eine entsprechende Platzierung erhalten. Außerdem frischen wir mit zunehmender Spieldauer unsere Geldbörse auf und können das erspielte Geld in Ersatzteile für unseren Raumgleiter investieren.
Das alles ist natürlich leichter gesagt als getan. Einfach nur drauflos zu brausen, bringt nicht viel. Erstens will die Handhabung gelernt sein, zweitens liefern wir uns teilweise erbitterte Kämpfe mit der aggressiven Konkurrenz und drittens müssen wir im späteren Verlauf unbedingt daran denken, an den entsprechenden Stellen die richtigen Extras wie Beschleuniger, Sprungschanzen und auch Abkürzungen zu benutzen. Letzteres mag den ein oder anderen motivieren, ich fand es eher etwas nervig, die Kurse dann quasi in- und auswendig lernen zu müssen, denn angesichts des wahnsinnig hohen Tempos übersehen wir zunächst ziemlich oft die ein oder andere Möglichkeit zum Abkürzen. Zwar ist die Schwierigkeitsstufe einstellbar, doch ist „F-Zero GX“ alles in allem doch im oberen Bereich anzusiedeln. Dies liegt nicht daran, dass wir Probleme mit der Steuerung hätten, diese ist zum Glück gut durchdacht und funktioniert präzise, vielmehr wird es oft aufgrund des Tempos und der allgemeinen Action schnell unübersichtlich und selbst etwas kleinere Fahrfehler sind fast nicht mehr aufzuholen. Gut ist allerdings, dass es öfters Alternativmöglichkeiten gibt, zumindest zwei Varianten, in denen sich halbwegs gleich schnell die Strecke absolvieren lässt. Der Spielverlauf bietet uns jedenfalls viel Abwechslung und motiviert durch einen großen Umfang und sinnvolle Boni.
Wie sieht „F-Zero GX“ aus und wie hört es sich an?
Eigentlich gut, wobei einiges Geschmackssache sein dürfte. Tonnenweise Spezialeffekte können beeindrucken, aber mit der Zeit die Augen auch überstrapazieren. Gleiches gilt für das extrem hohe Spieltempo, welches Eure volle Konzentration fordert und über längere auch ziemlich anstrengend ist. Ein Lichtermeer, viele Effekte bei den Schusswechseln und Explosionen und überhaupt das knallbunte, neonfarbene Design sind typisch für „F-Zero GX“. Die Raumgleiter an sich gegen da fast schon unter, sausen vor einem mit Spezialeffekten überhäuften Hintergrund fast schon unbemerkt vor sich hin. Was die Hintergründe übrigens angeht, so unterscheiden sich die Strecken teilweise doch sehr. Damit meine ich nicht nur unbedingt die abwechslungsreiche Optik, sondern es wird deutlich, dass manche Kurse wesentlich schöner sind und deutlich mehr detaillierte Texturen am Streckenrand aufweisen als andere. Dies führt dazu, dass Ihr sicherlich manche Kurse ganz besonders, andere hingegen deutlich weniger mögen werdet. Dem 60-Hz-Modus verdanken wir, dass die Auflösung meistens ordentlich hoch ist und sogar das Breitbildformat in16:9 ist mit dabei.
Immerhin beeindruckt die Grafik dadurch, dass sie trotz des sehr hohen Tempos und den vielen Effekten konstant flüssig bleibt, ein böses Ruckeln ist mir jedenfalls nicht aufgefallen. Dies gilt sowohl für den Solo- als auch Mehrspielermodus, wobei ich bereits erwähnte, dass sich dies bei der Splitscreen-Variante durch das Fehlen der Computer-Fahrzeuge etwas erschummelt wurde. Nun ja, wahrscheinlich ist dies immer noch besser als ein mit Raumgleitern aber auch Grafikrucklern übersäter Bildschirm. Ganz optimal ist dies auf jeden Fall nicht. Die positiven Eindrücke von der Grafik überwiegen jedoch, allerdings ist das schrille, neonfarbene Design nicht für jeden etwas. Mir ging es später doch etwas auf die Nerven. Aber wie gesagt, das ist Geschmackssache, glaube ich.
Hört man sich die Hintergrundmusik an, so muss man allerdings deutlich sagen, dass hier sicher mehr möglich gewesen wäre. Die Musikstücke sind zwar nie so richtig unpassend, doch besonders abwechslungsreich sind sie auch nicht gerade. Habt Ihr eine gute halbe Stunde den Klängen gelauscht, tut sich meiner Ansicht nach später auch nicht mehr viel. Die Soundeffekte während der Rennen kommen da schon wesentlich besser rüber, besonders im Fall einer Surroundanlage kommen diese gut rüber. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es zwar nicht, aber dies ist bei diesem Spiel auch gar nicht nötig, die englische reicht bei einem Rennspiel wie diesem hier sicher vollkommen aus.
Kann ich Euch „F-Zero GX“ insgesamt empfehlen?
Das kann ich, ja. Allerdings trifft es nicht hundertprozentig meinen Geschmack und das, obwohl ich Rennspiele grundsätzlich gerne spiele. Zuviel Neonlicht, für meinen Geschmack etwas zu viele Spezialeffekte, die das Rennen an sich ungewollt etwas in den Hintergrund treten lassen. Mir wäre eine hübschere Gestaltung der Gleitermodelle auf jeden Fall wichtiger gewesen als die Unmengen an Laserschüssen und Explosionen oder was auch immer. Eindeutig positiv ist hingegen das superhohe Tempo ohne ein Ruckeln der Grafik und auch die zahlreichen Spielmodi garantieren einen sehr ordentlichen Spielumfang. Schade, dass im Mehrspielermodus keine Computerfahrzeuge mit am Start sind, dafür ist es aber gelungen, dass die Rennen an sich mit etwas Taktik daherkommen, es gibt meistens mindestens zwei Möglichkeiten, eine Runde zu absolvieren. Das Auswendiglernen der Strecken spätestens gegen Ende des Spiels, eher aber noch früher, fand ich allerdings etwas mühsam, um ehrlich zu sein, andere von Euch freuen sich aber möglicherweise darüber. Manchmal fand ich die Rennverläufe unfair, das will ich auf keinen Fall verschweigen, Rückstände durch nur einen oder maximal zwei Fahrfehler lassen sich kaum noch aufholen, da speziell der Führende nahezu perfekt fährt. Außerdem ist es manchmal doch sehr unübersichtlich, da einfach zuviel gleichzeitig au dem Bildschirm passiert. Das fand ich jedenfalls. Die vielen Extras auf der Strecke als auch freischaltbaren Boni versöhnen schließlich aber doch, alles in allem fällt mir eine Empfehlung dann doch relativ leicht.
Fazit: Nicht perfekt, aber interessant.
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
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