(Ex)-Cop im Rachefeldzug...
Dead to Rights (GCN)

Name des Mitglieds: Magickatrin
Produkt:
Dead to Rights (GCN)
Datum: 17.09.05
Bewertung:
Vorteile: die vielen Schusswechsel machen Spaß, Minigames sorgen für Abwechslung
Nachteile: Grafik nur mittelmäßig, Steuerung
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Systemanforderungen (minimal):
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Pentium III 500 MHz (oder vergleichbare CPU)
64 MB RAM (unter Windows XP 128 MB)
600 MB freier Festplattenspeicher
Geforce 2 Grafikkarte(oder vergleichbare Grafikkarte)
DirectX 9-kompatible Soundkarte
Tastatur, Maus (Joypad)
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Story:
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Jack Slate, Polizist bei der K-9 Spezialeinheit, ist eines Nachts auf Streife unterwegs als er einen Funkspruch erhält. Auf einer Baustelle fand eine Schießerei statt, Jack soll der Sache nachgehen. Was zunächst nach einem Routineeinsatz aussah, entwickelt sich recht schnell zu einem wahren Alptraum für Jack.
Nachdem Jack auf besagter Baustelle einige Ganoven zur Strecke gebracht hat, findet er dort seinen Vater, tot, er wurde erschossen. Und obwohl er von seinen Vorgesetzten die strikte Anweisung erhalten hat, sich aus allem rauszuhalten, geht Jack dennoch der Sache nach. Alle Spuren führen zu einem Nachtclubbesitzer. Viel zu spät merkt Jack allerdings das es eine Falle für ihn war. Der vermeintliche Mörder seines Vaters wird schließlich vor seinen Augen erschossen, dummerweise auch noch mit Jacks Pistole. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Jack wird des Mordes angeklagt und schuldig gesprochen. Sein Urteil lautet Tod auf dem elektrischen Stuhl. Kurz vor seiner geplanten Hinrichtung gelingt Jack die Flucht aus dem Gefängnis. Und hier beginnt die Geschichte dann erst so richtig, Jack begibt sich auf Rachefeldzug um den Mörder seines Vaters zu finden und natürlich will er auch Diejenigen, die ihn in die Todeszelle gebracht haben...
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Grafik:
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Dead to Rights ist ja bereits etwa 1 Jahr vor der PC-Umsetzung für XBOX und PS2 erschienen. Zwar wurde die Grafik für den PC optimieret, aber man merkt deutlich das Alter und vor allem auch die Konsolenherkunft des Spiels. Man kann nicht sagen das die Grafikqualität schlecht ist, aber mehr als Durchschnitt ist sie jedenfalls nicht. Die Levelgestaltung wirkt mitunter recht detailarm und bietet auch sonst wenig Abwechslung, obwohl die Handlungsorte doch sehr vielseitig sind. Die Charaktere sehen teilweise etwas eckig aus und die Animationen sind sehr unterschiedlich, von sehr gut bis nicht so toll. An der mittelmäßigen Grafik ändern auch ein paar ansehnliche Effekte nichts. Positiv anzumerken ist sicherlich das die Ladezeiten sehr kurz sind.
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Sound:
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Die Waffen- und Umgebungsgeräusche hören sich sehr realistisch an. Die Hintergrundmusik passt zwar gut zum Spiel, mehr aber auch nicht. Irgendwie bietet sie auch kaum Abwechslung und kann auch zur Atmosphäre nicht so recht beitragen. Die Sprachausgabe ist in Englisch (wahlweise mit deutschen Untertiteln). Auch hier kann man nur sagen, die Qualität ist mittelmäßig. Die Synchronstimmen passen insgesamt schon zu den Spielecharakteren, die Dialoge klingen auch nicht unbedingt langweilig, insgesamt aber auch nicht besonders dynamisch und spannend.
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Steuerung:
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In Bezug auf die Steuerung merkt man Dead to Rights ganz deutlich seine Konsolenherkunft an. Leider hat man sich für die PC-Umsetzung in dieser Hinsicht keine großen Gedanken gemacht. In manch einer Situation ist es ein Unding mit Tastatur und Maus vernünftig spielen zu können. Natürlich hat man die Möglichkeit ein Gamepad zu verwenden, aber ich finde ein PC-Spiel sollte auch mit Tastatur einigermaßen gut spielbar sein. Bei Metal Gear Solid 2 beispielsweise war die Tastatur-Maus-Kombination auch nicht so optimal, aber nach einiger Zeit der Eingewöhnung hat das trotzdem ganz gut funktioniert. Bei Dead to Rights hingegen klappt das Ganze auch nach längeren Spielen nie sonderlich gut, besonders schlimm ist es in den Nahkämpfen. In Verbindung mit der schlechten Kameraführung wird`s dann teilweise regelrecht frustrierend. Die Kameraführung ist ohnehin ein Thema für sich. Größtenteils ist die Kamera ja frei beweglich und man hat einen recht ordentlichen Überblick, in einigen Situationen allerdings hat man nur eine feste Kameraeinstellung. Und die ist dann mitunter einfach katastrophal. Auch das automatische Zielsystem funktioniert nicht so wie es sollte. Normalerweise nimmt ja an das automatisch der am nächsten befindliche Gegner anvisiert wird. In der Praxis ist das dann leider nicht immer der Fall. Gesteuert wird die Spielfigur übrigens aus einer 3rd Person Ansicht
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Spielspass:
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Bevor der eigentliche Spielspass beginnen konnte, galt es erst einmal eine kleide Hürde zu nehmen. Nach erfolgreicher Installation verlangte das Spiel nämlich hartnäckig nach einem Code. Nun ist das ja nichts außergewöhnliches, aber das Problem war, ich konnte den Code nirgends finden. Ich durchsuchte das Handbuch und nahm auch die Verpackung genauer unter die Lupe, doch nichts, nicht einmal ein Hinweis das man überhaupt einen Code benötigt. In meiner Verzweiflung suchte ich dann im Internet nach der Seite von LSP-Games. Und tatsächlich war hier endlich ein Hinweis zu finden. Der von mir gesuchte Code befand sich auf der ersten Installations-CD. Wer denkt sich eigentlich so einen Schwachsinn aus? Also ehrlich, so was habe ich bisher noch nie erlebt. Aber nachdem ich den verlangten Code gefunden und eingegeben hatte startete zum Glück endlich das Spiel...
Von der Technik her ist Dead to Rights sicher kein Highlight, trotzdem ist es ein sehr unterhaltsames Spiel. Die Story Polizist auf Rachefeldzug ist zwar nicht neu, aber spannend ist die Geschichte auf jeden Fall und man bekommt sie in zahlreichen Zwischensequenzen sehr gut dargeboten. Auch wenn die Grafik nicht so toll ist macht es Spaß die vielen Actionszenen anzuschauen, die beinahe wie in einem Hollywoodfilm von John Woo ablaufen, sowohl in den Zwischensequenzen als auch direkt im Spiel.
In seiner Art lässt sich Dead to Rights wohl am ehesten mit Max Payne vergleichen, erreicht aber keinesfalls dessen Qualität. Schon allein die Erzählweise der Story in Max Payne ist eine ganz andere, besonders wenn man an den 2.Teil denkt. Sie ist richtig fesselnd und düster, mit nahezu perfekter Synchronisation und musikalischer Untermalung. Bei Dead to Rights hingegen ist es nur Action was die Geschichte interessant macht. Auch die Schießereien sind nicht auf dem Niveau von Max Payne, obgleich es einen ähnlichen Zeitlupen-Effekt gibt, aber nicht annähernd so gut finde ich.
Was man aber positiv sagen muss, es gibt neben den üblichen Geballere auch jede Menge Abwechslung. So kann Jack Slate seine Gegner nicht nur mit Waffengewalt erledigen, sondern auch im Nahkampf. Er verfügt über einige Schlagkombinationen, die zudem recht gut animiert sind. Dabei ist er nicht nur in der Lage die Gegner unschädlich zu machen, sondern er verfügt auch über ein paar spezielle Moves um seine Widersacher zu entwaffnen. Wobei man bestimmte Angriffe erst Freispielen muss. Außerdem benutzt er Gegner als Schutzschilde, ähnlich wie beispielsweise Sam Fischer in Splinter Cell. Und nicht zu vergessen natürlich Jacks vierbeiniger Partner und offensichtlich auch einzigster Freund, sein Hund Shadow. Dieser macht auf Knopfdruck Gegner unschädlich und bringt Jack praktischerweise auch gleich noch deren jeweilige Waffe. Außerdem übernimmt man in einigen Spielszenen die Steuerung von Shadow, zum Beispiel um Bomben aufzuspüren oder Jack den weiteren Weg zu ebnen durch verschiedene Aktionen. Weiterhin gibt es zahlreiche Minigams während des Spiels, zum Beispiel Schlösser knacken und Bomben entschärfen in einer vorgegebenen Zeit oder diverse Kraftproben wie Armdrücken und Gewichtheben. Und noch einiges mehr. Die Aufgaben sind zwar auch sehr unterschiedlich, aber alle Missionen laufen im Prinzip nach dem gleichen Schema ab. Das bedeutet, sich prügelnd oder schießend von einem Kapitel ins nächste durch eine übergroße Anzahl von Gegnern zu kämpfen. Was aber trotzdem sehr viel Spaß macht. Etwas nervig hingegen ist die ewige Suche nach irgendwelchen Schlüsseln, Sicherungen oder Codekarten. Man muss keine Rätsel lösen um diese zu finden, denn in der Regel erhält man diese Gegenstände nachdem ein bestimmter Gegner in Jenseits befördert wurde. Aber es passt meiner Meinung nach nicht so recht in dieses Actionspiel hinein. Das Schlüsselsuchen oder Schalterbetätigen ist eher eine Angelegenheit für Miss Croft in den Tomb Raider - Spielen. Besser fand ich da schon Aktionen in denen man einen Gegner lebend vor einen Scanner ziehen musste, was bei diesem Spiel gar nicht mal so einfach ist. Denn Jack schleicht sich nicht im Schatten an einen Gegner heran, sondern muss sich diesen mitten im Gefecht ergreifen und dessen Kollegen sind nicht zimperlich und ballern ohne Rücksicht auf Verluste munter weiter wenn man einen ihrer Kollegen gepackt hat.
Das Waffenarsenal von Jack Slate ist beachtlich, und reicht von Pistolen, Maschinengewehren, Scharfschützengewehr, Schrotflinten bis hin zum Granatwerfer.
Ein paar Worte zur KI. Die künstliche Intelligenz verhält sich in Computerspielen oftmals nicht wirklich intelligent. In Dead to Rights wirkt sie sehr unterschiedlich. Zum Teil sind die Gegner recht clever und suchen gern Deckung, aber andererseits laufen sie todesmutig einfach drauflos und somit in ihr Verderben.
Der Schwierigkeitsgrad kann aus verschiedenen Stufen ausgewählt werden, vom Anfänger bis zum Super-Cop, insgesamt wirkt er aber sehr unausgewogen. Während man in den vielen Schießerein mit der richtigen Taktik relativ leicht gegen die zahlenmäßig stets haushoch überlegene Gegnerschar ankommt (zumindest meistens, gegen Ende wird`s dann schwerer), rauben einen die Minigams mitunter den letzen Nerv. Meist müssen in schneller Reihenfolge irgendwelche Tasten gedrückt werden, was mitunter fast zu Krämpfen in den Fingern ausartet. Besonders schlimm sind aber auch verschiedene Nachkämpfe mit Zwischengegnern. Bedingt durch die schlechte Steuerung und Kameraführung ist das teilweise eine Zumutung. Trotzdem hat man sich bei den Zwischengegnern einiges einfallen lassen um die Sache interessant zu gestalten. In der Regel bedarf es bei jedem Zwischengegner einer anderen Vorgehensweise, die man natürlich erst mal herausfinden muss. Mitunter ist das gar nicht so einfach.
Nicht unerwähnt bleiben darf bei diesem Spiel natürlich der Faktor Gewalt. Und der ist mehr als heftig, wer Max Payne beispielsweise schon zu brutal oder gar Gewaltverherrlichend fand, für den ist Dead to Rights keinesfalls zu empfehlen. Ich finde teilweise hat man es mit der Gewaltdarstellung stark übertrieben. Wenn Jack etwa einen Gegner entwaffnet hat bricht er ihm anschließend entweder das Genick oder befördert ihn per Kopfschuss ins Jenseits. Auch sonst gibt es jede Menge Gewalt zu sehen, Blut nur bedingt. Man hat die Möglichkeit die Option „Blut“ an- oder auszuschalten, was allerdings nur Auswirkungen im Spiel hat wenn man in den Spracheinstellungen Englisch gewählt hat. Es ist auf jeden Fall ein Spiel nur für Erwachsene. Eine Altersangabe oder so was in der Art findet man auf der Verpackung nicht. Ich habe das Spiel online bei SMM ( zum Preis von 34,95 Euro) gekauft und auch da gibt es keine Aussage. Ich denke es ist aber auch so jedem klar das dieses Spiel nur für Personen ab 18 Jahren geeignet ist.
Die Spieldauer ist erfreulicherweise recht lang. In Stunden kann ich das schlecht angeben. Zwar zeigt jeder Speicherstand eine Zeitangabe, die entspricht aber nicht der tatsächlichen Spielzeit. Ich würde mal schätzen es sind auf jeden Fall 20 Stunden, also mehr als der Durchschnitt bei neueren Spielen. Bei Max Payne war ja schon nach 8 Stunden alles vorbei, was ich sehr schade fand.
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Fazit:
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Dead to Rights bringt jede Menge Action und Unterhaltung, vorausgesetzt man mag solche Spiele. Die Technik ist eher Mittelmaß und man merkt dem Spiel sofort an das es ursprünglich für Konsole entwickelt wurde, nicht zuletzt wegen der unbefriedigenden Steuerung am PC. Insgesamt hat mir Dead to Rights trotzdem gut gefallen, einfach weil die vielen Schießerein unterhaltsam sind und alles gut in Szene gesetzt wurde, beinahe filmreif, außerdem sind im Spiel viele Elemente vorhanden die Abwechslung bringen. Trotz hohem Gewaltfaktor vergebe ich eine bedingte Empfehlung, natürlich nur an Volljährige Spieler, versteht sich. Es ist sicher kein schlechtes Spiel, jedoch auch keines das man nun unbedingt haben muss.
Fazit: Unterhaltsam, aber nur Durchschnitt
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
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