Crazy Taxi (GCN)
Aus dem Weg Oma, hier kommt ein Taxi! - Crazy Taxi (GCN) Gamecube Spiele

Neuester Testbericht: ... Fahrgäste fahren und soviele Punkte wie möglich akkumulieren muss, erfolgreiche Fahrten sorgen für eine Aufbesserung des Zeitkontos, wa... mehr

Aus dem Weg Oma, hier kommt ein Taxi!
Crazy Taxi (GCN)

The-Wishmaster

Name des Mitglieds: The-Wishmaster

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Crazy Taxi (GCN)

Datum: 19.01.04, geändert am 27.02.04 (53 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ...

Nachteile: ...

Hallo liebe Leserinnen und Leser!



Dreamcast-User haben es schon immer gewusst - Taxi fahren macht Spaß! Und dass dem wirklich so ist, davon können sich seit dem Launch des Gamecubes auch Nintendo-Jünger weltweit überzeugen. Eigentlich stammt das große - und nebenbei gesagt äußerst erfolgreiche - Vorbild dazu aus der Spielhalle, wurde von Sega entwickelt und 1998 für die Dreamcast umgesetzt. Nach Segas Rückzug aus dem Konsolensektor vergab man, wohl in einer finanziellen Notlage, die Rechte an weiteren Umsetzungen des Fun-Rasers an Acclaim, die daraufhin zuerst die Playstation 2 und passend zum Konsolenstart auch Nintendos Würfel bedachten. Doch während für die Dreamcast seit über einem dreiviertel Jahr Crazy Taxi 2 erhältlich ist und die Tage sogar der dritte Teil für die X-Box erschienen ist, muss man sich fragen, inwieweit das 98er Original noch Spaß macht. Gamecube-Spieler aufgepasst, hier erfahrt Ihr es...


~~~Das Spielprinzip~~~

"It's time to make some crrrrrrazy money!" - So lautet der Leitsatz des Games mit dem man im Titelbildschirm konfrontiert wird und dieser verdeutlicht eigentlich auch schon das Grundkonzept von Crazy Taxi. Ihr befindet Euch in einer fiktiven Stadt - die teilweise aber frappierend an Straßenzüge aus San Francisco erinnert - und seid ein Taxifahrer. Ob nun Axel, Gus, B.D. Joe oder für die emanzipierte Fraktion der Konsolenspielerinnen Gina, welchen Fahrer Ihr wählt hängt wohl am ehesten mit den optischen Vorlieben zusammen. Spielerische Unterschiede zwischen den vieren gibt es jedenfalls keine.

Eure Aufgabe? Befördert Eure Kundschaft möglichst schnell zum gewünschten Zielort. Denn in einer hektischen Großstadt hat er jeder natürlich auch eilig, folglich sitzt Euch die Zeit in Form eines knappen Limits im Nacken. Potentielle Kunden sind übrigens am $-Zeichen - nicht ihren ihren Augen, sondern über ihren Köpfen - zu erkennen und stehen außerdem in einem farbigen Haltekreis, wo sie auf Eure Dienste warten. Eine rote Färbung verdeutlicht übrigens Kunden, die nur wenige Blöcke gefahren werden wollen und an denen Ihr entsprechend wenig Kohle verdient, fünf Farbabstufungen später bei Grün angekommen wisst Ihr genau, dass Ihr den Fahrgast durch die halbe Stadt kutschieren dürft. Dafür könnt Ihr Euch dann aber auf eine fette Gage gefasst machen.

Abgesehen vom generellen Zeitlimit stressen Euch die Kunden zusätzlich noch mit knappen Zeiten, in denen Ihr sie am Bestimmungsort abliefern sollt. Dafür bekommt Ihr bei entsprechend schneller Verrichtung dieser Aufgabe - Abkürzungen sind überall zu entdecken! - auch einen Zeitbonus von zwei oder fünf Sekunden - zusätzlich zur Kohle natürlich. Diese könnte Ihr übrigens während Eurer rasanten Fahrt durch die Straßenschluchten noch erhöhen, wenn Ihr im tels dichten Verkehr besonders waghalsige Manöver vollführt: Fahrt besonders eng an anderen Fahrzeugen vorbei, driftet scharf um enge Kurven oder setzt mitsamt Eurem Gefährt zu einem Sprung an - schon hört Ihr es Klingeln und der Fahrgast lässt ein Trinkgeld springen, das zu Eurem Grundgehalt hinzugerechnet wird. Wer gekonnt rast, sackt also wesentlich mehr Moneten ein als brave Wochenend-Fahrer.

Insgesamt gibt es drei verschiedene Spielmodi, von denen der Arcade-Modus dem oben beschriebenem Beispiel entspricht. Im Original-Modus düst Ihr durch eine spezielle für die Dreamcast entwickelte Stadt und dürft genauso wie bei Arcade wählen, ob Ihr wie in der Spielhalle gegen die Zeit oder mit einem Limit von 3, 5 oder 10 Minuten um möglichst viel Geld fahren wollt. Im dritten Spielmodus, der Crazy Box, werden waghalsige Stunts und Manöver von Euch gefordert. Hier stehen anfangs neun verschiedene Aufgaben zur Auswahl, bei denen Ihr Euch auf der einen Seite ein wenig mit der Steuerung und den Moves vertraut machen könnt, auf der anderen Seite aber auch einfach nur Fun habt - beim Skisprungschanzenweitspringen zum Beispiel. Leicht wird's Euch aber trotzdem nicht gemacht, die restlichen sechs Prüfungen freizuschalten.


~~~Grafik & Sound~~~

Grafisch kann man mit Crazy Taxi auf dem Gamecube ganz ehrlich gesagt keinen Blumentopf mehr gewinnen. 1998 auf der Dreamcast war die Grafik durchaus als gut zu bezeichnen, dummerweise wurde diese aber auch nahezu 1:1 auf Nintendos Würfel portiert - und der kann bei weitem mehr. Die Texturen könnten ruhig farbenfroher und detaillierter sein und die teils lästigen Pop-Ups im Hintergrund hätte man auch entfernen können. Wenigstens die gelegentlichen Slow-Downs und Ruckler bleiben zum größten Teil - wenn auch nicht komplett - aus. Insgesamt bleibt man aber weit unter den Möglichkeiten des Gamecubes zurück - was aber dem Spielspaß selbst keinen Abbruch tut, nur falls das hier jetzt zu negativ geklungen hat. Es ist nur ein wenig ärgerlich, da man aus dem Titel wesentlich mehr hätte machen können.

Auch am Sound gibt es ein wenig zu meckern, denn die Stimmen der Fahrer wurden von der Dreamcast leider nicht übernommen. Die neuen Synchronsprecher sind zwar auch nicht schlecht, dennoch kamen die des Originals wesentlich cooler rüber und so geht auch hier ein wenig Flair verloren. Wo's letzlich aber nichts zu mäkeln gibt, das ist die fette Musikuntermalung von krachendem Punkrock von Bad Religion und The Offspring. Hier macht es einfach tierisch Laune, zu den flotten Gitarrenklängen über die Pisten und um die Häuserecken zu heizen. Es mangelt vielleicht ein wenig an Abwechslung, aber die Songs sind alle klasse!


~~~Sonstiges~~~

Ganz kurz möchte ich noch auf den Spielspaß des Games eingehen. Hier kommt es nämlich darauf an, ob Ihr Crazy Taxi bereits kennt oder noch nie zuvor mit einem der gelben Gefährte durch die Häuserschluchten gerast seid. Wer wie ich nämlich bereits die Vorgänger auf der Dreamcast ausgiebig gezockt hat, der braucht sich den Gamecube-Raser eigentlich nicht mehr besorgen. Dazu wird einfach zu wenig, respektive gar nichts, Neues geboten und der volle Preis ist mit Nichts zu rechtfertigen.
Wer aber keine Dreamcast hatte und schon immer mal in Genuß von Crazy Taxi kommen wollte, der sollte auf jeden Fall mit einem Kauf liebäugeln. Die Grafik ist zwar nicht gerade Up-to-Date und unterfordert den Cube bei weitem, aber der Spielspaß stimmt und darauf kommt es doch an. Ein Spiel für die Ewigkeit ist Crazy Taxi zwar nicht, da leider auch kein Mehrpielermodus vorhanden ist, aber zwischendurch kann man immer mal wieder eine Runde einlegen und Leute kutschieren.


~~~Kurzübersicht~~~

Titel: Crazy Taxi
Genre: Action-Racing
Spieler: 1
Memory Card: 4 Blöcke
Schwierigkeitsgrad: Anfänger & Fortgeschrittene
Preis: ca. 50,-


~~~Fazit~~~

Auch nach Jahren macht es immer noch Spaß, in wilder Action und mit rasanten Manövern die Fahrgäste zu transportieren. Die technische Seite der Gamecube-Version kann zwar nicht gerade beeindrucken, spielerisch fesselt Crazy Taxi aber zumindest kurzfristig an den Bildschirm. Damit ergibt sich für Taxi-Neulinge eine Wertung von guten vier Sternen, die mit einer Kaufempfehlung für Action-Fans und Hobby-Raser einhergeht. Besitzer der Vorgänger ziehen einen Stern ab und sparen sich das Geld lieber für einen anderen Titel, denn wer bereits eine Version des Spiels hat, für den ist Crazy Taxi auf dem Gamecube nicht mehr essentiell.


In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Taximaster


Fazit: