Ich geb Gas, ich will Spaß!
Cars (GCN)

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Cars (GCN)
Datum: 08.03.09
Bewertung:
Vorteile: Anleihen beim Film, dt. Synchronsprecher
Nachteile: Speichermodalitäten, Optik, Umfang
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Erneut widme ich mich heute einem Videospiel und wieder einmal darf es dabei eine Filmumsetzung sein. Als Sammler kommt man ja nicht drum herum, sich auch die nicht ganz so viel versprechenden Games - um es mal milde auszudrücken - zu besorgen. Deswegen landete auch der Gamecube-Titel "Cars" bei mir und soll nun einem Review unterzogen werden...
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| ° Cars
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Wie bereits erwähnt, so gehört auch "Cars" in die Reihe der Filmumsetzungen. Auch hier war übrigens wieder ein Animationsfilm die Vorlage zum Spiel, was in den letzten Jahren in der Branche ja wirklich üblich geworden ist. Kein Film vergeht, ohne das passende Videospiel in den Regalen gesehen zu haben. Ob man die Dinger dann auch immer spielen muss oder nicht ist eine andere Frage. Da die Filme selbst aber meist eher auf die jüngere Zielgruppe abzielen und es die Games ihnen gleich tun, werden sicher nicht wenige Eltern beim Anblick des "Spiels zum Film" zugreifen in der Hoffnung, ihren Sprösslingen damit etwas Gutes zu tun.
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| ° Auf die Piste!
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Wer den Kinostreifen gesehen hat, weiß um die Thematik in "Cars" Bescheid. Zur Not helfen aber auch schon relativ bescheidene Englischkenntnisse um herauszufinden, dass wir es hier wohl mit einem Rennspiel zu tun haben. Dies ist zum größten Teil auch richtig, wenngleich "Cars" kein Racer im klassischen Sinne ist. Als Spieler schlüpft ihr in dem Game von THQ in die Reifen, bzw. in die Rolle des kleinen roten Sportflitzers Lightning McQueen, dem Protagonisten des Kinofilms. In erster Linie müssen in dem Game natürlich Rennen bestritten werden, immerhin dreht sich in "Cars" nun mal alles um Autos. Aber auch andere Zusatzaufgaben lockern das Game immer wieder ein wenig auf. Dazu gehört es, dass man beispielsweise andere Gefährte wie Traktoren provoziert, die Postkartensammlung der alten Lizzy komplettiert oder eurem Kumpel Luigi beim Reifenwechsel helft. Auch die Steuerung reagiert teils etwas träge, was für ein Rennspiel nicht gerade förderlich ist. Im Story-Modus wird man mehr oder weniger chronologisch durch die wichtigsten Ereignisse des Streifens geführt und spielt diese nach. Da man im Game selbst viel Wert auf die Rennen selbst gelegt hat, ist die Gewichtung natürlich etwas anders und somit dem Film nicht unbedingt authentisch nachempfunden. Vor allem die jüngeren Spieler sollten aber dennoch einen gewissen Spaß mit dem Titel haben. Im Story-Modus lassen sich zudem nach und nach einige Minispiele freischalten, die später dann auch im Minispiel-Modus noch einmal gesondert angewählt werden dürfen. Bei den Minispielen handelt es sich aber eher um nette Dreingaben, wirklich essentiell für den Spielspaß von "Cars" sind sie nicht wirklich.
Ein interessanter Ansatz ist die Tatsache, dass es für den Nachwuchs den Story-Modus in einer kindgerechten Alternative gibt. Hierbei wurde auf die etwas anspruchsvolleren Passagen verzichtet, so dass Frustmomente für die Kleinen eigentlich so gut wie nicht vorkommen. Erfahrene Zocker haben dafür natürlich nur ein müdes Lächeln übrig, die Idee an sich ist aber nicht verkehrt und in Anbetracht der Zielgruppe durchaus sinnvoll. So können die Kleinen auch nach den ersten erzielten Erfolgen irgendwann an den richtigen Story-Modus herantreten und versuchen die schwierigeren Herausforderungen dort zu meistern. Damit man die Strecken und Rennen auch einzeln bestreiten hat, wurde zusätzlich noch ein Pisten-Cup Modus integriert. Dieser ist mit dem "Arcade"-Modus aus anderen Rennspielen vergleichbar. Man darf recht schnell in ein Renne einsteigen, wählt sich die entsprechenden Strecken und Teilnehmer aus und schon wird das Gaspedal durchgetreten. Hier kann man auch im Duell gegen einen zweiten Spieler antreten. Ein Onlinemodus wurde nicht integriert, ist in einem Spiel dieser Ausrichtung aber auch nicht zwingend erforderlich.
Was dagegen dringend erforderlich gewesen wäre, ist ein anständiges Speichersystem. Sobald man ein Rennen abschließt oder einen anderen Erfolg erzielt, wird man als Spieler gefragt, ob man das Spiel speichern möchte. An sich ist das nicht schlimm und eine Speicherung der Daten ist in der Regel ja auch nie verkehrt. Allerdings akzeptiert das Game das nicht einfach so und lässt euch speichern, sondern fragt noch einmal nach, ob ihr wirklich sicher seid, dass ihr speichern wollte. Wer sich des Speicherns sicher ist und damit fortfahren möchte, ist aber noch lange nicht an seinem Ziel angelangt. Denn nun wird man darauf hingewiesen, dass ja bereits ein Spielstand existiert und dieser überschrieben werden würde. Seid ihr euch wirklich sicher? Ja? Gut, dann dürft ihr nach ellenlangen und mehr als nervigen Fragereien auch endlich den aktuellen Spielstand speichern. Es mag ja sein, dass die Entwickler generell ein vorschnelles Überschreiben der Speicherstände verhindern wollten, aber eine einmalige Abfrage reicht doch aus. Sorry, aber das ist einfach nur unnötig und raubt dem Spiel einen Teil seines Spielspaßes. Viel hatte es davon aufgrund der sehr leichten Aufgaben und des geringen Umfang aber ohnehin nicht. Zumindest als erfahrener Zocker ist "Cars" binne wenigen Stunden durchgespielt. Eine wirkliche Motivation alle Postkarten für Lizzy zu finden gibt es auch nicht. Einzig der Nachwuchs mag sich vielleicht aus Vorliebe zum Kinostreifen länger mit dem Titel beschäftigen können.
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| ° Geschwindigkeitsrausch?
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Bei Rennspielen sollte man meinen, dass es auf eine überzeugende optische Darstellung ankommt und die Entwickler auch viel Wert darauf legen. Da "Cars" aber kein Racer im klassischen Sinne, sondern vielmehr eine Filmumsetzung ist, ist es damit natürlich nicht weit her. Man merkt es dem Game auch deutlich an, dass sich die Programmierer nicht sonderlich viel Mühe gegeben haben. Aufwändige Grafikelemente sucht man vergebens. Die Texturen sind zwar bunt, aber nicht sonderlich abwechslungsreich und eher detailarm gehalten. Die einzelnen Charaktere wurden zwar ansprechend animiert und besitzen auch einen hohen Wiedererkennungswert, eine herausragende Leistung ist dies dennoch nicht. "Cars" ist auf den ersten Blick schon anzusehen, dass der Gamecube hier hoffnungslos unterfordert ist und die Hardware nicht annähernd ausgenutzt wird.
Das dürfte in erster Linie damit zusammenhängen, dass das Game selbstverständlich auch auf den Konkurrenzkonsolen erhältlich ist und man somit eine einfach zu portierende Version programmierte, ohne die jeweiligen Vorzüge der einzelnen Konsolen nutzen zu können. Für den Nachwuchs selbst mag die bunte Grafik in Ordnung gehen, der Experte erkennt aber Clipping Fehler, bemerkt schwache Texturen und ärgert sich über Pop-Ups am Streckendrand, die teils sogar das Game für Bruchteile von Sekunden ruckeln lassen. Mit etwas mehr Programmieraufwand wäre dies sicherlich alles vermeidbar gewesen. Ebenso trist wirken die Umgebungen der Strecken, denn so karg und trostlos wirken Wüstenabschnitte nicht einmal in der Realität, wie man sie hier geboten bekommt.
Etwas besser sieht es dagegen in Sachen Sound aus. Dies hängt aber in erster Linie damit zusammen, dass man auch für die Spieleumsetzung die deutschen Synchronsprecher des Films verpflichten konnte. Die Stimmen sind somit authentisch und für Kenner des Streifens sofort wiederzuerkennen. Auf der anderen Seite soll dies aber auch nicht zu lobend erwähnt werden, denn für eine gute Filmumsetzung ist das ja eigentlich schon eine verpflichtende Voraussetzung. Daran merkt man eigentlich nur, wie lieblos der Rest des Titels programmiert wurde. Immerhin können die poppig bis rockigen Musikstücke gefallen, die zwar nicht sehr zahlreich vertreten sind, aber immerhin etwas Pepp in die Sache bringen. Die Soundeffekte dagegen sind netter Genre-Standard. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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| ° Fazit
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"Cars" reiht sich leider in die Reihe der eher weniger gelungenen Filmumsetzung auf den Konsolen ein. Thematisch gesehen wäre hier sicherlich mehr drin gewesen, denn Abwechslung und mehr Ideen hätten dem Game gut getan. Die teils etwas träge Steuerung, der geringe Umfang und die altbackene Optik sind nicht gerade Punkte, die für einen Kauf von "Cars" sprechen. Einzig der mittlerweile geringe Preis und die für den Nachwuchs geeignete Thematik sind Kaufargumente, aber auch diese wiegen nicht besonders schwer. Sammler und glühende Anhänger des Disney-Streifens dürfen dennoch einen Blick riskieren. Alle anderen sollten sich aber nach besseren Games umschauen - und davon gibt es sogar jede Menge.
In diesem Sinne...
Stay dark!
The-Racing-Master
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von der Straße abkommen... ;)
Shake Heads!
Fazit: Das Fazit hatte mit anderen Spielen schon wesentlich mehr Spaß und mir geht es da nicht anders.
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
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