Shining Force - Auferstehung des schwarzen Drachen (GBA)
Der Aufbruch in eine neue Ära - Shining Force - Auferstehung des schwarzen Drachen (GBA) Gameboy Advance Spiele

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: THQ Gameboy-Advance-Spiele

Neuester Testbericht: ... (z.B. Oskontienent statt Ostkontinent) auch zahlreiche Abkürzungen. Scheint so, als hätte sich der Publisher THQ hier wenig Mühe... mehr

Der Aufbruch in eine neue Ära
Shining Force - Auferstehung des schwarzen Drachen (GBA)

Kremlin78

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Shining Force - Auferstehung des schwarzen Drachen (GBA)

Datum: 25.08.04, geändert am 26.08.04 (271 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: 3 Neue Charakter und einige gute Neuerungen, Sounds wurden sehr gut überarbeitet, sehenswerte Neuerungen und Kartensystem, sowie verständliche und einfache Menüführung

Nachteile: schlechte Übersetzung mit Bugs, Story etwas wirrend präsentiert

Im Jahre 1993 nahm das Schicksal seinen Lauf, denn an jenem Tag im Juli erschien Shining Force – Legacy of Great Intention – der zweite Teil der Shining Saga und der erste Shining Force Teil auf Sega Mega Drive. Als einer der größten Shining Force Fans war es klar, dass ich mir auch Shining Force – Auferstehung des dunklen Drachen kaufen werde – das Remake für Game Boy Advance.

Shining ist die größte Rollenspielsaga von Sega und verzeichnete auf Mega Drive, Game Gear, Sega CD und Sega Saturn sehr große Erfolge. Doch Shining Force – Auferstehung des dunklen Drachen ist der Anfang einer weiteren Trilogie. Doch schafft es dieser Teil?



--- Die Geschichte ---
Das Land Rune ist in Gefahr – die 2 Königreiche Gardiana und Runefaust, welche seit Jahrtausenden friedlich leben und die Alte Insel bewachen, liegen im Krieg. König Ramladu will der Herrscher des gesamten Kontinents werden. Sein Gefolge liegt ihm für diesen Kriegswunsch zu Füßen, doch es scheint so, als hätte der Magier Darksol schuld an dem gesamten Übel. Seit dieser in das Reich kam hat Ramladu diese Machtpläne. Bei der Ausübung dieser Pläne will dieser ein ganz bestimmte Waffe einsetzen: Den Dunklen Drachen: Dieser wurde vor 1.000 Jahren erschaffen um die Zivilisation der Alten zu vernichten, jedoch musste dieser verbannt werden, da er auch drohte die Welt zu zerstören. Er prophezeite jedoch in 1.000 Jahren aus seinem Schlaf zu erwachen und erneut Unheil über die Welt zu bringen. Doch nicht nur er wurde in einen 1.000 jährigen Schlaf versetzt – auch die Brüder Max und Kain – die das Erwachen dieser Kreatur verhindern sollten und ihn vernichten sollen.

Max, der durch das Aufwachen aus seinem Winterschlaf sein Gedächtnis verliert findet sich in Gardiana der Gegenwart wieder. Dort verbringt er ein Jahr um den Menschen zu helfen und bei trainiert Lord Varios ein Krieger zu werden. Jedoch erwartet Kane ein anderes Schicksal: Er wird von Darksol benutzt um dessen finstere Pläne zu verwirklichen – und jeder, der in die Nähe seines Dunkelsäbels kommt stirbt. Auch die Adam – Armee, die die beiden Krieger in diesem Kampf unterstützen sollte wurde vernichtet und der Anführer Chaos von Darksol umprogrammiert. Jetzt kann Max nur noch eins helfen: Genug Verbündete zu finden, die ihm in diesem Krieg zu unterstützen – und diese werden schnell gefunden!

--- Das Kampfsystem ---
Bei Shining Force – Auferstehung des Schwarzen Drachen handelt es sich um ein Strategie RPG. Wie auf einem Schachbrett könnt ihr bis zu 12 Figuren in einem Kampf Kästchenweise steuern. Wie weit diese vordringen können hängt an ihrem Bewegungswert ab und von der Ebenheit der Kampfumgebung. Bewegt ihr euch auf einem Weg könnt ihr deutlich weiter vordringen, als im Wald oder in den Bergen. Auch die Klasse der Figuren bestimmt dies mit: So kann ein Wolfsmensch und Bogenschütze auch in den Wälder weiter vordringen, als ein Zentaurus. Der Landeffekt selbst wird in einem kleinen Kästchen links oben im Bild in Prozent angegeben. Fliegende Einheiten haben natürlich den größten Vorteil – sie können die gesamte Bewegung nutzen, weil bei ihnen der Landeffekt wirkungslos bleibt. Steht ihr dann den Feind direkt gegenüber, bzw. in der Reichweite eurer Magie oder Waffe so könnt ihr via Menüsystem es zum Kampf kommen lassen, welcher in einer 3D Sequenz dargestellt wird, in der sich Freund und Feind gegenüberstehen. Das System ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen.



--- Level-Up? ---
Wie in jedem Rollenspiel gibt es bei einem Kampf auch Erfahrungspunkte, die bei einer bestimmten Anzahl euren Charakter in eine neue Stufe aufsteigen lassen. Maximal 48 Punkte könnt ihr pro Kampf für jeden Charakter abstauben. Habt ihr die magische Zahl von 100 Erfahrungspunkten erreicht, gibt es einen Charakterlevel, in dem die Figuren stärker werden. Das besondere bei fast allen Shining - Spielen ist, dass man ab einen bestimmten Level die Charakterklasse wechseln kann. In diesem Spiel passiert das ab Level 10. Um diese Beförderung einzuleiten müsst ihr zum örtlichen Priester um sie via Menü zu starten. Diese ist von Vorteil, da ihr nach der Beförderung nicht nur bessere Werte pro Level-Up bekommt, sondern auch neue Waffen nutzen könnt und neue Magien erlernt. Doch Vorsicht, nach einer Beförderung ist euer Charakter erstmal etwas schwächer, als er es vor ihr noch war – na 3 Leveln ungefähr ist er aber dann schon meist stärker.

--- Magiesystem ---
Das Magiesystem läuft auch sehr klug ab. Viele eurer Charaktere bekommen im Spiel Magien – aus den Bereichen Heilung/Verstärkung, Wasser, Blitz, Eis und Status-Magie. Jede Magie wird ab einem bestimmten Erfahrungslevel stärker, in dem diese selbst eine Erfahrungsstufe steigt. Passiert dies, verändert sich nicht nur der Effekt, sondern auch die Angriffsart. Ein Feuer in der ersten Stufe kann zum Beispiel nur einen Feind angreifen, in der zweiten Stufe ist dieses nicht nur Stärker, sondern kann auch bis zu 5 nebeneinanderstehende Feinde angreifen. Bei Eis und Blitz ändern diese sogar den Angriffsbereich von 2 auf 3. Der Maximale Magielevel ist 4.

--- Was ist anders? ---
Es hat sich auch vieles an dem Spiel geändert. Während in Shining Force – The Legacy of Great Intention 30 Verbündete gefunden werden konnten, sind es hier 33. Im Spiel wird man bei bestimmten Vorraussetzungen Karten finden, die auch eine nette Idee darstellen. Mawlock ein neuer Charakter kann diese im Kampf einsetzen und so nicht nur Eigenschaften von Verbündete annehmen, sondern auch von Feinden – welche ganz nett sind – so kann man zum Beispiel auch einen Feind angreifen, der sich am Ende des Kampfes befindet – ohne in seinem Wirkungsbereich ist.

Weiterhin sind die Magien etwas anders angeordnet: Die Stufen 3 und 4 wurden vertauscht – somit kann man mit einer Stufe 3 Magie nur einen Feind angreifen und mit einer Stufe 4 eine ganze Reihe. Auch in Sachen Geschichte wurde etwas herumgefeilt und auch drei weitere Kämpfe mit eingebaut.

Auch die Charakterpunkte am Ende vom Spiel sind eher spärlich – während Max im Original Spiel ca. 70 – 75 HP hat, bekommt er in diesem Spiel nur noch spärlich an die 60 HP Grenze. Auch in den anderen Punkten sieht es so aus.

Was ich auch sehr schade finde ist, dass man im Kampf nicht mehr die Statistiken der Verbündeten und Gegner aufrufen kann. Die Kämpfe selbst wurden etwas spärlicher und es erwarten einem nicht mehr ganz so viele Feinde. Weiterhin ist der Wirkungsbereich einiger Feinde, die einen Feuer- oder Eisatem beherrschen gestiegen, was das Spiel etwas spannender darstellt. Auch die Runden werden nun gezählt – schafft man in einer bestimmten Anzahl Runden eine Aufgabe zu bestehen winken entweder viele Goldmünzen oder eine besondere Waffe – auch von denen gibt es neue – genau wie von den Ringen – man kann pro Charakter nun bis zu 4 Ringe anlegen. Auch einige Ding und Charaktere sind an anderen Orten zu finden – viel Spaß beim Suchen.

--- Bugs? ---
Auf diese kleinen „Käfer“ möchte ich auch noch hinweisen: Es empfiehlt sich das Spiel ausschließlich in der englischen Sprache zu spielen, da im deutschen viele Fehler vorhanden sind. Der größte ist, setzt man mit Max die Rückzugsmagie ein, so stürzt hier meist das Spiel ab und es wird sinnloser Text eingeblendet, der nicht abzustellen ist. Sollte mal ein Charkter das zeitliche Segnen, kann man ihn in jeder Kirche wiederbeleben – auch hier stimmen dann die Kosten nicht mit dem abgezogenen Goldwert überein. Was mich selbst stört sind neben zahlreichen Rechtschreibfehlen (z.B. Oskontienent statt Ostkontinent) auch zahlreiche Abkürzungen. Scheint so, als hätte sich der Publisher THQ hier wenig Mühe gegeben.

--- Grafik ---
An der Grafik wurde ordentlich herumgefeilt, doch vermisse ich die mystische Atmosphäre aus dem Original, trotzdem aber sehr farbenfroh und aufwendig. Weiterhin sieht man die Ausweichreaktion nicht – was aber auf dem Gameboy nicht unmöglich ist – das Original hatte diesen Effekt zwar auch nicht, aber in diesem Teil hätte man es einbauen können. Auch eine Heilungs- und Verstärkungsmagie präsentiert ihre Effekte nur noch auf dem Kampffeld und nicht mehr im Kampfbildschirm – was auch abgefeilt wurde.

--- Sound ---
Die Musikstücke wurden allesamt aus dem Original übernommen und etwas bearbeitet. Während man die alten Musiken irgendwann am liebsten abgeschaltet hätte, hat man sich hier Mühe gegeben und auch ein paar neue Musikstücke eingebaut – so klingen diese nach einer Beförderung anders. Ein Mitpfeifen ist grantiert

--- Fazit ---
Das Spiel ist ganz nett, aber es sollte auch der heutigen Generation zeigen, was Shining Force ist und es ist das Vorzeigegame einer neuen Shining Force – Ära, welche 2005 fortgesetzt wird und auch schon ein weiterer Teil für 2006 angekündigt wurde (Shining Tears gehört hier ebenfalls mit hinein). So soll es auch Neulinge überzeugen und nicht nur uns Fans und das tut es mit dieser Bug – Version absolut nicht. Auch die abgefeilte Story trägt hier bei. Man sollte sich bei den Nachfolgern Mühe geben, sonst geht diese Story sehr schnell unter. Ein Blick ist es aber trotzdem wert, da Steuerung, Musik und die neue Grafik auch überzeugen können und man mit 20 Stunden Spielzeit gut bedient ist – Geheimnisse warten auch einige auf den Spieler.

Schlafmütze


Fazit: