Salt Lake 2002 (GBA)
Medaillenwürdig? - Salt Lake 2002 (GBA) Gameboy Advance Spiele

Neuester Testbericht: ... den B-Knopf gedrückt (zweimal für Telemark) und euer Sprung ist abgeschlossen. Diese Disziplin gehört noch zu den lustigeren, da ihr hi... mehr

Medaillenwürdig?
Salt Lake 2002 (GBA)

axelkothe

Name des Mitglieds: axelkothe

Produkt:

Salt Lake 2002 (GBA)

Datum: 26.03.02, geändert am 26.03.02 (88 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Curling, sonst nix

Nachteile: Nur 6 Disziplinen, von denen sich drei kaum unterscheiden, keine Disziplin macht wirklich Spass

Gliederung:

1. Der Test
2. Allgemeine Informationen

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1. Der Test

Wie zu jedem großen Sportereignis gibt es natürlich auch zu den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City ein offizielles Spiel zu kaufen. Ubi Soft hat sich die Lizenz für die Gameboy Advance Umsetzung geschnappt und die DC Studios mit der Programmierung beauftragt. Ob die Franzosen ein medaillenwürdiges Spiel abgeliefert haben, könnt ihr nun hier lesen.

Insgesamt könnt ihr bei Salt Lake 2002 für den Gameboy Advance sechs verschiedene Disziplinen in vier verschiedenen Spielmodi angehen. Diese Modi sind Time Trial (spiel gegen die Uhr), Olympiamodus (Suche mindestens vier Disziplinen aus, die du hintereinander bestreiten musst. Hier kann man auch Medaillen gewinnen.), Tournament (bestehe in einer Disziplin deiner Wahl in vier Runden gegenüber dem Gegner) und Classic-Modus (unterbiete bestimmte vorgaben auf den Kursen. Nacheinander müssen alle Disziplinen mit drei Leben bestanden werden.).

Nun zu den einzelnen Disziplinen:

Skispringen: Hier müsst ihr zunächst einen günstigen Augenblick erwischen, an dem möglichst wenig Wind geht. Dann stoßt ihr euch oben ab. Am Ende der Schanze müsst ihr dann am Absprungpunkt die A-Taste drücken, und während des Fluges eure Haltung korrigieren. Dazu versucht ihr einen Punkt möglichst in der Mitte eines Kästchens zu halten. Zur Landung jetzt noch schnell den B-Knopf gedrückt (zweimal für Telemark) und euer Sprung ist abgeschlossen. Diese Disziplin gehört noch zu den lustigeren, da ihr hier auf relativ viele Dinge achten müsst, und sie gut spielbar ist.

Abfahrt, Slalom und Snowboard Parallel Slalom: Diese drei Disziplinen ähneln sich ziemlich. Hier gilt es zunächst am Start durch gut getimte Knopfdrücke Schwung zu holen, und anschließend fahrt ihr dann eben mit euerem Wintersportgerät auf der richtigen Seite der Fahnen den Berg hinunter. Dass ihr euch beim Slalom da ein wenig mehr hin- und he
rbewegen müsst, könnt ihr euch ja selbst denken. Das größte Problem dieser drei Disziplinen ist, dass man die Kurse eigentlich auswendig kennen muss, um vernünftige Zeiten erzielen zu können. Denn leider ist die Übersicht über den Streckenverlauf miserabel und der Pfeil, der die Richtung anzeigt, in die man sich bewegen soll, viel zu ungenau ist. Leider hat man es auch verpasst, eine Ideallinie im Schnee grafisch anzudeuten oder einfach die einen weiteren Sichtwinkel einzubauen, so dass diese Disziplinen eigentlich keinen Spaß machen. Hätte man dieses Manko ausgemerzt wären sie nämlich durchaus reizvoll...

Bobfahrt: In dieser Disziplin müsst ihr am Start per wilden Tastengehämmer den Bob in Schwung bringen. Sitzen dann alle im Schlitten, müsst ihr nur noch auf einer U-förmigen Grafik schauen und versuchen, ein kleines Kästchen möglichst in der Nähe eines anderen Kästchens, dass die Idealposition anzeigt, zu halten. Dabei hat auch wirklich nur Sinn, auf die Grafik zu schauen, und nicht auf die eigentliche Strecke, denn dort kann man leider den Kursverlauf überhaupt nicht erkennen. Was sich hier in der Beschreibung nicht sonderlich spannend anhört ist auch im Spiel recht öde.

Curling: Die letzte hier vorgestellt Disziplin ist auch gleichzeitig das Highlight des Moduls: Beim Curling müsst ihr versuchen, einen fast 20 kg schweren Stein auf eis in die Mitte eines Kreises rutschen zu lassen. Durch wischen mit speziellen Geräten kann die Länge und Richtung des Wurfes noch unterwegs geändert werden. Besonders interessant wird das Spiel dadurch, dass ihr abwechseln mit eurem Gegner die Steine auf die Reise schickt, und man auch die gegnerischen Steine wegstoßen oder mit gut platzierten Blockern behindern kann. Insgesamt ist diese Disziplin am besten gelungen, allerdings dauert ein Match relativ lange.

Alle Disziplinen können auch mit bis zu drei weiteren Spielern gegeneinander gespielt werden. Dazu spielen alle Spieler nacheinander an einem Gameboy
Advance.

Technik:
Die Grafik von Salt Lake 2002 ist nur zweckmäßig und setzt in den falschen Disziplinen auf Details (Anfahrt und Slalom anstatt Bobfahrt). Die Animationen der Sportler sind ordentlich. Die gute Musik erschallt nur im Intro und Menü, während der Wettkämpfe erwarten euch nur ganz normale Soundeffekte.

Axels Meinung:
Man merkt, dass Salt Lake 2002 mit ganz heißer Nadel gestrickt worden sein muss, damit es noch rechtzeitig zu den Spielen fertig wird. Einerseits sind gerade mal 6 Disziplinen ein Frechheit, vor allem, wenn man bedenkt, dass sich drei der Disziplinen bis auf Kleinigkeiten sehr ähnlich Spielen. Andererseits hätten solche Designfehler wie die schlechte Übersicht bei den Abfahrtsdisziplinen und das belanglose Gameplay beim Bobfahren nicht in einem fertigen Produkt auftauchen dürfen. Die beiden guten Disziplinen (Curling und Skispringen) machen das Spiel dann wirklich nicht doch noch lohnenswert, so dass ich euch von Salt Lake 2002 für den Gameboy Advance nur abraten kann.



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2. Allgemeine Informationen

Version:
Deutsche Verkaufsversion

Hersteller:
Ubi Soft

Entwickler:
DC Studios

Vertrieb:
Ubi Soft

Erscheinungstermin:
8. Februar 2002

Preis:
Ca. 55 €

Anleitung:
76 Seiten in 6 Sprachen, innen s/w, Cover in Farbe
Die Qualität der Übersetzung lässt zu wünschen übrig. Teilweise Fehlinformationen (Es wird KEIN Linkkabel für den Multiplayermodus benötigt!)

Sprache:
Spiel komplett Deutsch

Speichern:
Die Rekorde werden auf dem Modul gespeichert

Anzahl Spieler:
1-4 Spieler nacheinander an einem GBA.

Andere, mir bekannte Versionen:
Playstation 2, PC: Salt Lake 2002, Eidos



Fazit: