Namco Museum (GBA)
Nicht ganz zeitgemäß - Namco Museum (GBA) Gameboy Advance Spiele

Produkttyp: Infogrames Gameboy-Advance-Spiele

Neuester Testbericht: ... Grafik von Doom ist einfach nur Grauenhaft man sieht vor lauter Riesenpixel gar nicht richtig ob nun ein Monster oder ein Mens... mehr

Nicht ganz zeitgemäß
Namco Museum (GBA)

Wockies

Name des Mitglieds: Wockies

Produkt:

Namco Museum (GBA)

Datum: 21.12.01, geändert am 21.12.01 (116 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Viele Spiele auf einem Modul

Nachteile: Grafik und Sound hätten dem GBA angepaßt werden können

Man muss kein Muskelprotz sein, um den Spielautomaten mit seinen Lieblingsspielen mit sich rumschleppen zu können. Man kann seine Geldstücke auch gleich in der Hosentasche lassen, denn mit "Namco Museum" hat man einige der berühmtesten Spiele zur Verfügung, um sie auf dem GBA zu spielen.

Im "Namco Museum" von Infogrames stehen nicht ein oder zwei, sondern direkt fünf (!) Spiele zur Verfügung, die einem manch lange Stunde verkürzen sollen. Nach dem Spielstart landet man dann auch sogleich im Hauptmenü, von dem aus man sich das Spiel seiner Wahl auswählen kann. Jedes Spiel hat seine eigenen Optionen, in denen sich verschiedene Dinge, wie z.B. die Anzahl der verfügbaren Leben einstellen lässt. Aber genug der Vorrede: "Let the Games begin!".

"Ms Pac-Man" übernimmt die Arbeit ihres männlichen Gegenstücks und macht sich auf, alle Pac-Punkte in den verschiedenen Labyrinthen aufzufressen. Energiebälle und Früchte helfen ihr dabei, sich gegen die vier Geister durchzusetzen, die ihr natürlich immer auf den Fersen sind. Die Grafik präsentiert sich hier recht gut, das jeweilige Spielfeld ist in schwarz/weiss gehalten, lediglich Ms. Pac-Man und die Geister haben verschiedene Farben. Soundmäßig gibt es auch nichts zu meckern, sowohl Hintergrundmusik als auch Soundeffekte passen zum Spiel und verdeutlichen die Aktionen.

"Galaxian" entführt den Spieler in den Weltraum. Er steuert ein Raumschiff, welches von verschiedenen Formationen angegriffen wird. Diese muß er zerstören, um jeweils in den nächsten Level zu kommen. Die Grafik ist recht gut, erinnert aber doch stark an das Spielautomaten Vorbild. Der Spielbildschirm ist hauptsächlich in schwarz/weiss gehalten, Farbe entdeckt man nur bei dem eigenen sowie den feindlichen Raumschiffen. Der Sound kann einem recht schnell auf den Wecker gehen, auch wenn die Soundeffekte ja die Schussgeräusche verdeutlichen sollen. Das kommt aber recht "leiernd" rüb
er, also auf Dauer kein Genuß.

Auch "Galaga" entführt den Spieler in die unendlichen Weiten des Alls. Mit seinem Sternenjäger muß er die feindlichen Galaga-Truppen abschießen. Wenn alle Gegner beseitigt wurden, gelangt man in den nächsten Abschnitt. Einziges Extra ist die Möglichkeit, sich einen Doppeljäger zu beschaffen. Auch hier wurde sich strikt an die Vorlage des Spielautomatens gehalten, auch farbenmäßig gibt es hier nicht viel zu sehen. Der Sound beschränkt sich größtenteils auf die Effekte beim Abschuss. Vielleicht hätte man das Spiel etwas aufpeppen können, sei es durch eine farbenfrohere Grafik oder aber einige Extras, die einem das Leben im Sternenjäger vereinfachen.

"Dig Dug" lädt zum Buddeln in der Erde ein. Der Spieler muss Dig Dug durch die Gesteinsformationen bewegen und dabei seine Gegner mit einer Pumpe oder vorhandenen Gesteinsbrocken besiegen. Bis man genau raus hat, wie das Ganze funktioniert, vergeht schon eine gewisse Zeit, aber dann macht es riesig Spaß. Zwar sind die Gegner nicht so leicht zu knacken und die Grafik ist auch nicht vom Feinsten, aber das macht dem Spielspaß nichts. Sound und Soundeffekte bringen die Atmosphäre gut rüber und verdeutlichen die ausgeführten Aktionen.

Ab in den Rennwagen und rauf auf die Piste! Mit "Pole Position" ist dies möglich. Nachdem der Spieler die Qualifikation vollendet hat, darf er im Hauptrennen starten. Er kann bremsen, beschleunigen und die Gänge wechseln. Grafisch hätte man dieses Spiel sicherlich noch etwas aufmotzen können und der Sound ist auch ziemlich mager. Es spricht ja nichts gegen Spielautomaten-Games als Umsetzung für einen Handheld, aber man sollte vielleicht etwas auf die Leistung des GBA eingehen.

Gesteuert wird bei allen Games mit dem Steuerkreuz und den vorhandenen Buttons. In manchen Games erweist sich diese Steuerung als recht schwierig, denn gerade bei "Pole Position" ist es doch recht schwer, den Wagen so a
uf der Piste zu halten. In allen anderen Games ist jedoch eine Eingewöhnungszeit nicht nötig, demzufolge kann man schnell loslegen, Pac-Punkte zu fressen, Dig Dug zu steuern oder irgendwelche Raumschiffe abzuschiessen.

Der Sound im eigentlichen Hauptmenü ist gut, auf den Sound bei den einzelnen Games bin ich bereits eingegangen. Auch die grafischen Einzelheiten wurden bei den Einzelgames angesprochen. Das Hauptmenü präsentiert sich übersichtlich und daher findet man sich recht schnell zurecht.

Fazit:
"Namco Museum" ist sicherlich eine gute Idee, aber man hat sich bei der Umsetzung der einzelnen Spiele meiner Meinung nach doch zu sehr an das Vorbild des Spielautomaten gehalten. Gerade der GBA bietet doch weitaus mehr Möglichkeiten, sowohl grafisch, als auch vom Sound her. Vielleicht sollte man doch lieber ein paar Münzen in der Hosentasche haben, um die Spiele im echten Original zu spielen.

Systemvoraussetzungen:
Gameboy Advance

Altersfreigabe:
Laut USK freigegeben ohne Altersbeschränkung.


Fazit: