Konami Krazy Racers (GBA)
Gut geklaut - Konami Krazy Racers (GBA) Gameboy Advance Spiele

Produkttyp: Konami Gameboy-Advance-Spiele

Gut geklaut
Konami Krazy Racers (GBA)

Yasmina24

Name des Mitglieds: Yasmina24

Produkt:

Konami Krazy Racers (GBA)

Datum: 03.03.06

Bewertung:

Vorteile: Grafik, Soundtrack, Steuerung, Spielmodi, Abwechslung, Umfang

Nachteile: Zu viele Hindernisse bzw. Fallen auf den Strecken nerven, schwacher Zweispielermodus, viel geklaut

Das Fun-Rennspiel „Krazy Racers“ wurde von Konami entwickelt und erschien im Jahr 2001 gleich zu Beginn der Gameboy-Advance-Ära. Ähnlichkeiten zu „Mario Kart“, welches damals noch nicht für den Gameboy Advance erschienen war, sind nicht rein zufällig, sondern offensichtlich bewusst gewollt. Im Grunde ist es schon superdreist, dass dermaßen viele bekannte Spielelemente aus den vorherigen Mario-Kart-Spielen für Super Nintendo und Nintendo 64 kopiert oder besser gesagt schlichtweg geklaut wurden. Wer damit kein Problem hat, findet auf jeden Fall einen gelungenen Fun-Racer für das kleine Handheld Nintendos vor, zumindest konnte auf diese Weise die Wartezeit auf „Mario Kart“ für den GBA auf unterhaltsame Art und Weise verkürzt werden.

Als Titelfiguren nehmen in „Krazy Racers“ natürlich nicht Mario, Luigi, Yoshi & Co. Platz in den Karts, sondern ausnahmslos acht Spielfiguren aus vergangenen Abenteuerspielen Konamis, so zum Beispiel Goemon oder auch Ninja aus Metal Gear Solid. Etwas „Prominenz“ ist somit auch hier vertreten, dann soll es aber auch schnell losgehen und daher nichts wie hin zur Startlinie. Insgesamt erwarten uns sechzehn fantasievoll gezeichnete Rennstrecken, die im knallbunten Comic-Stil gehalten sind. Sowohl von den kleinen Karts als auch dem Streckendesign sind frappierende Ähnlichkeiten zum berühmten Genre-Konkurrenten „Mario Kart“ zu verzeichnen, das Ganze gipfelt dann schließlich in der Steuerung der Karts, welche quasi identisch mit der aus Mario Kart ist. Es wird genauso Gas gegeben, gebremst, gehüpft, gedriftet, Extras aufgenommen und abgefeuert wie beim großen Vorbild, zum Beispiel lenkt Ihr mit der R-Taste besonders scharf in den Kurven ein und Schlaglöcher auf der Strecke machen Euch zusätzlich das Leben schwer. „Selbstverständlich“ sind auch Turbos, zielsuchende Raketen und Blitzattacke mit von der Partie und selbst die Fahrbahnbegrenzungen und Hintergründe kommen mir irgendwie bekannt vor.

Was die Spielmodi angeht, so finden wir den Trainingsmodus „Free Run“, das Zeitfahren „Time Attack“ und einen Battle Modus vor, in dem wir innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits die in wenigen Augenblicken in die Luft gehenden Bomben uns gegenseitig übergeben. Natürlich ist auch ein Versus-Modus mit dabei, in dem wir uns mit einem menschlichen Kontrahenten duellieren können, Voraussetzung dafür ist allerdings ein zweiter GBA, ein zweites Spielmodul und ein Verbindungskabel zum Verlinken. Weniger schön ist die Tatsache, dass im Zweispielermodus keine CPU-Fahrer mit am Start sind, dies muss als klarer Negativpunkt gewertet werden. Kernpunkt von „Krazy Racers“ ist jedenfalls der Meisterschaftsmodus, um genauer zu sein der „Grand Prix“-Wettbewerb. Dort müssen wir die Anfänger-Liga erfolgreich absolvieren, die Lizenzprüfung zwecks Zulassung zur nächsthöheren Liga absolvieren und im Erfolgsfall dort in der neuen Rennsaison den ersten Platz anpeilen. Auch hier erinnert vieles, wenn nicht sogar alles an „Mario Kart“. Die Gegner werden in den höheren Ligen deutlich stärker und auch hier bietet nahezu jede Strecke eine versteckte Abkürzung, durch die sich einige wertvolle Sekunden gewinnen lassen. Negativ aufgefallen ist mir dabei aber die zu hohe Anzahl an Hindernissen, phasenweise seid Ihr nur mit dem Ausweichen in letzter Sekunde vor den Fallen beschäftigt, das eigentliche Rennen kam mir dabei nicht selten zu kurz. Unnötige Abstürze in die Tiefe sind somit keine Seltenheit und nerven mit zunehmender Spieldauer doch sehr, wie ich zumindest fand.

Sowohl die knallbunte Optik mit einem im Großen und Ganzen niedlichen Design als auch die gelungenen Hintergrundmelodien können überzeugen, nicht zu vergessen die ganz spaßigen Außengeräusche, wen diese sich auch nach einer gewissen Zeit wiederholen. Die Strecken sind sehr unterschiedlich und werden gut in Szene gesetzt, Langeweile kommt eigentlich so gut wie nie auf. Die Steuerung ist angenehm präzise und eklatante Übersichtsprobleme gibt es meiner Erinnerung nach auch nicht. Alles in allem ist „Krazy Racers“ ein superdreister Mario-Kart-Clone, der ansonsten so richtig negativ nur durch einen langweiligen Zweispielermodus und die nervig vielen Hindernisse auf den Rennstrecken auffällt. In allen anderen Gesichtspunkten wie Präsentation und Spieltechnik gibt sich dieses GBA-Modul keine Blöße, so dass es sich letztlich um einen empfehlenswerten Fun-Racer handelt.

Fazit: Dreiste Mario-Kart-Kopie, die aber zeitweise richtig Spaß macht.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: