


Armselige Armee
Army Men Advance (GBA)

Name des Mitglieds: Gella
Produkt:
Army Men Advance (GBA)
Datum: 29.09.11, geändert am 13.05.12 (129 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Akzeptable Grafik, Solide Steuerung.
Nachteile: Lächerlich geringer Umfang, Öder Sound, Eintöniger Spielablauf.
Hallo liebe Dooyoos!
Ich habe mal wieder ein Videospiel durch gespielt. Diese mal hat das nicht sehr lange gedauert, denn "Army Men Advance" für den Game Boy Advance ist ein geradezu lächerlich kurzes Spiel. Das ist aber leider nicht der einzige Schwachpunkt dieses Spiels, aber hier sind erst einmal die wichtigsten Eckdaten zum Spiel.
DIE FAKTEN:
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Hersteller/Vertrieb:
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3DO
100 Cardinal Way
Redwood City, CA 94063
USA
Online: www.3do.com
...zumindest WAR das deren Adresse bis zum Firmen-Bankrott im Mai 2003.
Entwickler:
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DC Studios UK
2nd Floor
27 Union Street
Glasgow G1 3RB
Schottland
Vereinigtes Königreich
Online: www.dc-studios.com
E-Mail: info@dc-studios.com
Telefon: ++44 (0)141 248 6490
...zumindest WAR das deren Adresse bis zum Firmen-Bankrott im Juni 2006.
Technische Daten:
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Erscheinungsdatum: 22. Juni 2001
Genre: Action
Spieleranzahl: 1
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
ASIN: B00005J37L
Preis:
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Inzwischen zahlt man für gewöhnlich keine 5 Euro mehr für dieses Spiel. Ich habe es gebraucht zusammen mit drei anderen Spielen für einen Zehner bekommen.
Spielebeschreibung laut Hersteller:
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General Plastro, der niederträchtige Anführer der braunen Armee, hat eine Armee Außerirdische von einem anderen Planet zu Hilfe geholt, um sie im Kampf gegen die Grünen zu unterstützen. Jetzt ist es an Sarge und Vikki herauszufinden, wo die kleinen blauen Männchen herkommen und was sie vorhaben. Nur so können sie die Herausforderung annehmen und ihre grünen Truppen vor den unbekannten Feinden schützen und dann Plastro selbst zu einer finalen Schlacht zu zwingen.
Features:
- Reise zwischen der menschlichen Welt und der Welt der Plastiksoldaten.
- 17 große Levels und Sub-Levels zum Erforschen, z.B. (Gefängnis der Braunen, Badezimmer, Garage usw.).
- Der Spieler kann entweder als Commander Sarge oder Kriegsreporterin Vikki spielen.
- 5 einmalige Waffen, um gegen die Braunen anzukämpfen: M16, M60, Flammenwerfer, Bazookas und Granaten.
- Kampf gegen braune Soldaten, Aliens, Roboter, Ameisen und sogar Plastro persönlich.
- Eine Vielzahl von Herausforderungen: Kämpfe, Puzzles, verblüffende Labyrinthe uvm.
MEINE ERFAHRUNGEN:
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"Army Men" War eine Spieleserie des US-Hard- und Software-Unternehmens 3DO. Ich weiß zwar nicht genau warum diese Firma 2003 Konkurs anmelden musste, aber nachdem ich "Army Men Advance" gespielt habe, habe ich da so eine vage Ahnung...
Steuerung und Spielablauf:
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"Army Men Advance" ist im Grunde ein so genannter Top-Down-Shooter. Man steuert den Protagonisten (wahlweise Sarge oder Vikki G.) also aus der Vogelperspektive und ballert dabei auf alles, was sich bewegt. Üblicherweise hat man solchen Spielen dafür viele verschiedene Waffentypen zur Verfügung, um Scharen von unterschiedlichen Gegnern Herr zu werden. Nicht so bei "Army Men Advance", hier hat man die meiste Zeit nur eine stinknormale Allerweltsknarre, um den sich sehr ähnlich sehenden feindlichen Soldaten die Lichter auszublasen. Nur phasenweise bekommt man einen stark begrenzten Munitionsvorrat für das Maschinengewehr oder den Flammenwerfer. Eine ebenfalls sehr seltene Handgranate rundet das magere Waffenarsenal ab. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man in einigen Levels auch noch insgesamt sechs(!) verschiedene Feinde zu Gesicht bekommt, die keine Soldaten sind, aber zu mindestens neunzig Prozent ballert man auf uniformierte Artillerie.
Wobei das jetzt viel brutaler klingt, als es sich tatsächlich abspielt. Denn die in den USA durchaus erfolgreiche "Army Men"-Spielereihe besteht aus kleinen Plastiksoldaten, und in deren Welt findet auch das Spielgeschehen statt. Anfangs befindet man sich zwar noch in einem sehr langweilig gestalteten Spielzeug-Militärkomplex, aber ab dem dritten Level schießt man sich seinen Weg durch eine Wohnung, vorbei an riesigen Tennisbällen, unüberwindbaren Kleidungsstücken und herum liegendem Spielzeug.
Aber auch diese optische Abwechslung rettet "Army Men Advance" nicht vor seiner eigenen spielerischen Ideenlosigkeit. Nahezu jeder Level spielt sich genau gleich, lediglich in zwei Levels steuert man statt seines Soldaten eines von zwei Fahrzeugen (Panzer und Militärboot), aber diese Missionen dauern leider nur knapp zwei Minuten. Ansonsten schleppt man sich durch den wenig fordernden Fussmarsch, den die anderen zehn, ebenfalls relativ kurzen Spielabschnitte bieten.
Auch wenn "Army Men Advance" keine absolute Videospiel-Katastrophe ist, so habe ich mich doch eher durch das Spiel gelangweilt als gespielt. Nur die zwei kurzen Fahrzeuglevel und der Endgegner zeigen einen Hauch von originellem Spiedesign, ansonsten wirkt "Army Men Advance" trotz seiner optischen Farbvielfalt doch sehr grau-in grau.
->Wertung: 2/5
Grafik:
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Die Missionen in den Militärbasen sind optisch unglaublich öde ausgefallen. Sobald man jedoch die Wohnung als kleiner Spielzeugsoldat von den den üblen Widersachern befreien muss, wird die Grafik viel bunter und detaillierter. Aber mehr als GBA-Durchschnitt bekommt man auch hier nicht zu sehen. Und die immer gleichen Zwischensequenzen sind auf Dauer auch eher ermüdend als unterhaltsam.
->Wertung: 3/5
Sound:
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In diesem Spiel gibt es für alles nur ein einziges Geräusch. Jeder Schuss klingt gleich und jeder erledigte Feind stößt den selben Schrei aus. Zusammen mit der jämmerlich uninspirierten Hintergrundmusik ergibt das ein Klangbild, wie es billiger kaum geht.
->Wertung: 1/5
Story:
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Als Mitglied der grünen Armee, muss man die Welt der Spielzeugsoldaten gegen die böse braune Armee(!) und deren Alien-Kumpels verteidigen. Das geschieht in 12 einzelnen Missionen, die alle mit der selben Briefing-Sequenz eingeleitet wird. Ansonsten wird rein gar nichts geboten, um die Handlung dem Spieler zu vermitteln. Das ist selbst für GBA-Verhältnisse sehr dünn.
->Wertung: 1/5
Umfang:
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Insgesamt gibt es 12 Levels (statt der auf der Verpackung angepriesenen 17) mit einer Spieldauer von durchschnittlich etwa sieben Minuten. Richtig gelesen, nach rund anderthalb Stunden hat man das Abenteuer der Spielzeugsoldaten hinter sich gebracht. Es gibt zwar zwei wählbare Hauptcharaktere, abgesehen vom Aussehen der Spielfigur ändert sich aber rein gar nichts. Somit gibt es überhaupt keinen Grund, dieses Spiel mehr als einmal zu spielen.
->Wertung: 1/5
Schlusswort:
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Mit "Army Men Advance" wollten die Entwickler wohl mit aller Gewalt ein Spiel zum Systemstart des Game Boy Advance auf den Markt bringen. Anders ist dieser lieblose Action-Einheitsbrei nicht zu erklären. Auch die lächerlich kurze Spieldauer zeigt, dass dieses Spiel bei der Veröffentlichung bestenfalls halb fertig war. Nur die nette Spielzeug-Atmosphäre und die akzeptable Steuerung verleiten mich dazu, diesem Flop statt einem großzügige zwei Bewertungssterne zu geben.
Fazit: Beim Krieg der Spielzeugsoldaten ist vor allem der Spieler der Verlierer.
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |

